{"id":132587,"date":"2026-05-21T08:05:00","date_gmt":"2026-05-21T06:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=132587"},"modified":"2026-05-21T08:05:07","modified_gmt":"2026-05-21T06:05:07","slug":"greenpeace-studie-mikroplastik-in-quetschies-von-nestle-und-danone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/132587\/greenpeace-studie-mikroplastik-in-quetschies-von-nestle-und-danone\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Studie: Mikroplastik in Quetschies von Nestl\u00e9 und Danone"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace International hat Mikroplastik in Babynahrung aus Quetschbeuteln von Nestl\u00e9 und Danone nachgewiesen. Das gibt Anlass zu Sorge.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Studie \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/132517\/tiny-plastics-big-problem\/\">Tiny Plastics, Big Problem: The Hidden Risks of Baby Food Plastic Pouches<\/a>\u00bb fasst die Erkenntnisse aus Laboruntersuchungen von Quetschies zusammen. Untersucht wurden die Babynahrungsmarken \u00abGerber\u00bb von Nestl\u00e9 und \u00abHappy Baby Organics\u00bb von Danone. Die Produkte sind vor allem&nbsp; in Nordamerika erh\u00e4ltlich. In jeder analysierten Probe wurden Mikroplastikpartikel gefunden.[1] Das bedeutet: Babys sind potenziell Tausenden von mikroskopisch kleinen Plastikfragmenten ausgesetzt, wenn sie diese Quetschies essen.<\/p>\n\n<p>Das Labor fand auch Hinweise auf eine Reihe von Chemikalien in Babynahrung und Verpackung.&nbsp; Das deutet darauf hin, dass die Plastikverpackung selbst die Kontamination verursacht haben k\u00f6nnte.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abDiese Ergebnisse sind ein Weckruf f\u00fcr Eltern, die diesen Marken vertrauen. Konzerne wie Nestl\u00e9 und Danone, die von Plastik abh\u00e4ngig sind, schulden Familien eine Antwort: Was tun sie, um Mikroplastik und Chemikalien aus ihren Babyprodukten zu entfernen?\u00bb, sagt Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Die wichtigsten Ergebnisse:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Pro Gramm der getesteten Babynahrung fanden die Forscher:innen in Nestl\u00e9s Gerber-Quetschies durchschnittlich bis zu 54 Mikroplastikpartikel. In Danones Happy-Baby-Organics-Quetschies waren es bis zu 99 Partikel. Das entspricht bis zu 270 (Gerber) bzw. 495 (Happy Baby Organics) Mikroplastikpartikeln pro Teel\u00f6ffel.<\/li>\n\n\n\n<li>Gem\u00e4ss Studie hat es in einem Gerber-Quetschie sch\u00e4tzungsweise \u00fcber&nbsp; 5000 Mikroplastikpartikel. Beim Quetschie von Happy Baby Organics sind es \u00fcber 11\u2019000 Partikel.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Labor fand zudem verschiedene Chemikalien in der Babynahrung und der Verpackung, die mit Plastik in Verbindung stehen. In den getesteten Gerber-Proben identifizierte das Labor eine Chemikalie, die potenziell hormonaktiv ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Studie deutet auf einen Zusammenhang hin zwischen dem Plastik Polyethylen, mit dem die Quetschies ausgekleidet sind, und einigen der in der Babynahrung gefundenen Mikroplastikpartikeln.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Plastik-Quetschbeutel sind weltweit die verbreitetste Verpackungsform f\u00fcr Babynahrung, und sie <a href=\"https:\/\/www.mordorintelligence.com\/industry-reports\/baby-food-packaging-market\">verbreiten sich weiterhin stark<\/a>.\u00a0 2025 hatten sie einen globalen Marktanteil von 37 Prozent. T\u00e4glich kaufen viele M\u00fctter und V\u00e4ter Quetschies. Das bedeutet: Millionen von Babys nehmen mit ihrer Nahrung m\u00f6glicherweise Mikroplastik auf.\u00a0<\/p>\n\n<p>Die Plastikproduktion und -nutzung steigt generell an, gr\u00f6sstenteils angetrieben von grossen Konsumg\u00fcterunternehmen. Allein auf Verpackungen entfallen rund 40 Prozent der weltweiten Plastikproduktion. Eines der am schnellsten wachsenden Segmente sind flexible, mehrschichtige Plastikverpackungen, die schwierig zu recyceln sind und in manchen Regionen die Umwelt massiv belasten.<\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert den Schweizer Multi Nestl\u00e9 und alle anderen Hersteller von Babynahrung auf, ihre Produkte unverz\u00fcglich zu \u00fcberpr\u00fcfen und nachzuweisen, dass sie keine Gesundheitsrisiken f\u00fcr Babys und Kleinkinder darstellen. Sie m\u00fcssen sich dazu verpflichten, Plastikverpackungen schrittweise durch ungiftige, plastikfreie und wiederverwendbare Alternativen zu ersetzen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert die L\u00e4nder, die aktuell \u00fcber ein UN-Plastikabkommen verhandeln, auf, diese Produkte zu verbieten, die Plastikproduktion zu reduzieren und die unkontrollierte und unregulierte Verschmutzung durch Plastik und Chemikalien zu beenden.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abPlastik zerst\u00f6rt unsere Umwelt und gelangt in unseren K\u00f6rper, und zwar schon ab dem S\u00e4uglingsalter. Weniger Plastik zu produzieren und sch\u00e4dliche Chemikalien zu beseitigen, ist unerl\u00e4sslich, um die menschliche Gesundheit zu sch\u00fctzen, insbesondere die Gesundheit unserer Kinder\u00bb, schliesst Jo\u00eblle H\u00e9rin von Greenpeace.&nbsp;<\/p>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[1] SINTEF Ocean in Norwegen hat die Studie 2025 im Auftrag von Greenpeace International durchgef\u00fchrt. SINTEF Ocean hat jeweils drei Quetschies von zwei Babynahrungsprodukten untersucht, Fruchtcremep\u00fcree der Marke Gerber von Nestl\u00e9 und Fruchtp\u00fcree der Marke Happy Baby Organics von Danone. Die Produkte wurden in ihrem Verkaufszustand (nicht erhitzt) analysiert.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/132517\/tiny-plastics-big-problem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tiny Plastics, Big Problem: The Hidden Risks of Plastic Pouches for Baby Food<\/a>\u00bb (Englisch), Studie von Greenpeace International, Mai 2026.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/05\/21dbb5db-zusammenfassung-plastikquetschies.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Zusammenfassung<\/a> der Studie \u00abTiny Plastics, Big Problem: The Hidden Risks of Plastic Pouches for Baby Food\u00bb, Greenpeace International, Mai 2026.<\/li>\n\n\n\n<li>Bilder sind in der <a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/Detail\/27MZIFJHIRVZD\">Bilddatenbank von Greenpeace<\/a> verf\u00fcgbar.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Jo\u00eblle H\u00e9rin<\/strong>, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz, +41 79 256 32 65, joelle.herin@greenpeace.org<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Medienstelle Greenpeace Schweiz<\/strong>, +41 44 447 41 11, pressestelle.ch@greenpeace.org<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace International hat Mikroplastik in Babynahrung aus Quetschbeuteln von Nestl\u00e9 und Danone nachgewiesen. Das gibt Anlass zu Sorge.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":132588,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[33,217,37,212],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-132587","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","tag-konsum","tag-zero-waste","tag-kreislaufwirtschaft","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132587"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132598,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132587\/revisions\/132598"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132587"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=132587"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=132587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}