{"id":13294,"date":"2012-09-28T00:00:00","date_gmt":"2012-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13294\/ein-weiterer-rettungsschirm-der-steuerzahler-fuer-japans-sterbende-walfangindustrie\/"},"modified":"2019-05-30T12:00:21","modified_gmt":"2019-05-30T10:00:21","slug":"ein-weiterer-rettungsschirm-der-steuerzahler-fuer-japans-sterbende-walfangindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13294\/ein-weiterer-rettungsschirm-der-steuerzahler-fuer-japans-sterbende-walfangindustrie\/","title":{"rendered":"Ein weiterer Rettungsschirm der Steuerzahler f\u00fcr Japans sterbende Walfangindustrie?"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7823ce9b-7823ce9b-meere_junichi_gp02dwf.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7823ce9b-7823ce9b-meere_junichi_gp02dwf.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 28. September 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Junichi Sato\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Heute Morgen bin ich zu den Berichten \u00fcber die japanische  Fischereiagentur aufgewacht. Die f\u00fcr unsere Walfang-Industrie  verantwortliche Beh\u00f6rde sucht nach staatlichen Subventionen, um die \u00abNisshin Maru\u00bb, das Hauptverarbeitungsschiff der Walfang-Flotte, zu  reparieren, nachzur\u00fcsten und energieeffizienter zu machen.\u00a0Das sinnlose  Antarktisprogramm meines Landes kann nicht ohne die Nisshin Maru  stattfinden.<\/p>\n<p>Japans kommerzieller Walfang &#8211; der unter dem Deckmantel der \u00abWissenschaft\u00bb auftritt &#8211; ist v\u00f6llig zwecklos. Tausende Tonnen von  Walfleisch lagern in Gefrierf\u00e4chern und es wurde noch keine wesentliche  Forschungsleistung erbracht &#8211; ausser der langj\u00e4hrigen, sinnlosen  Abschlachtung von Walen. Wir haben beobachtet wie Steuergelder ohne  Wissen der \u00d6ffentlichkeit in die Walfangindustrie fliessen. Es ist eine  Schande und abscheulich, dass diese Steuereinnahmen in den Walfang  anstatt in die notwendigen Hilfeleistungen f\u00fcr die von Fukushima  betroffenen Menschen fliessen.<\/p>\n<p>Die japanische Bev\u00f6lkerung hat genug von staatlicher Verschwendung,  Korruption und Politikern, die das Verlangen der Bev\u00f6lkerung nach  einer Ver\u00e4nderung ignorieren. Wir sind Zeugen eines einzigartigen Moments in  der Geschichte Japans. Nachdem die Regierung die meisten Forderungen der  \u00d6ffentlichkeit ignoriert hat und das Ziel der Wiederinbetriebnahme der  Reaktoren verfolgt, war sie davon \u00fcberrascht, dass <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/news\/features\/Japans-Hydrangea-revolution\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hunderttausende Menschen jede Woche vor dem B\u00fcro des Premierministers demonstriert<\/a>en. Nachdem die regionalen Medien diese Woche den Skandal der  Verwendung der Fonds f\u00fcr die Walfangindustrie anstatt f\u00fcr den  Wiederaufbau in Fukushimas aufgegriffen haben, werden die wachsenden  Meinungsunterschiede sichtbar. Doch wir machen einen Fortschritt &#8211; die  japanische Bev\u00f6lkerung weiss nun Bescheid, dass ihr Geld in den  Walfischfang fliesst und dass die Regierung weiterhin versuchen wird die  Wahrheit \u00fcber die in die Walfangindustrie fliessenden Subventionen zu  vertuschen.<\/p>\n<p>Das ist eine einzigartige M\u00f6glichkeit f\u00fcr Japan, um von der  internationalen Schande seines Walfangprogrammes wegzukommen ohne das  Gesicht zu verlieren. F\u00fcr die Aufr\u00fcstung der Nisshin Maru und die  Entschuldung der Industrie werden Unmengen an Geld ben\u00f6tigt. Wir  wiederholen unsere Forderung, dass die Regierung damit aufh\u00f6ren soll den  Walfang zu subventionieren. Wir haben ganz einfach nicht das Geld und  ausserdem ist das Verlustgesch\u00e4ft der Walfangindustrie keinen einzigen  zus\u00e4tzlichen Yen wert.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Partnern arbeiten wir daran diese Subventionen zu  beenden. Obwohl die Walf\u00e4nger das Blaue vom Himmel versprechen und behaupten,  dass ihre T\u00e4tigkeit nicht kommerziell sondern wissenschaftlich ist, fordern sie Gelder vom \u00abF\u00f6rderungsprojekt f\u00fcr profitablen Fischfang\u00bb,  das \u00f6ffentliche F\u00f6rderungsgelder f\u00fcr die gewinnmaximierende Fischereiindustrie bereitstellt. Hinter diesen  Sanierungssubventionen verstecken sich noch andere F\u00f6rderungen. Das \u00abF\u00f6rderungsprojekt f\u00fcr profitablen Fischfang\u00bb kann maximal 3 Jahre lang  50 bis 90 Prozent der Schulden eines angenommenen Antrags zahlen.  Nachdem der Kollaps des Walfleisch-Marktes der Walfindustrie einen  Verlust von 1.2 Milliarden Yen (von 2004 bis 2009) gebracht hat und die  Verluste weiter steigen, wird diese weiterhin staatliche Unterst\u00fctzung  suchen. Und die Regierung wird sich ihnen wieder beugen.<\/p>\n<p>Ich bin kein Schiffexperte, aber wenn man bedenkt, dass \u00fcber 2.5  Tonnen \u00d6l notwendig sind, um eine Tonne Walfleisch aus der Antarktis zu  f\u00f6rdern, kann man sehen, dass es einen einfachen Weg gibt, den  Kraftstoffverbrauch zu verringern: H\u00f6rt damit auf in die Antarktis zu  fahren!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 28. September 2012 Junichi Sato \u00a0 Heute Morgen bin ich zu den Berichten \u00fcber die japanische Fischereiagentur aufgewacht. 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