{"id":133864,"date":"2026-06-30T16:40:05","date_gmt":"2026-06-30T14:40:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=133864"},"modified":"2026-06-30T16:40:18","modified_gmt":"2026-06-30T14:40:18","slug":"bundnis-referendum-atom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/133864\/bundnis-referendum-atom\/","title":{"rendered":"B\u00fcndnis lanciert Referendum gegen das Atom-Gesetz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit dem Atom-Gesetz \u00f6ffnen Parlament und Bundesrat gegen den Willen der Stimmbev\u00f6lkerung den Weg f\u00fcr neue Atomkraftwerke in der Schweiz. Diese w\u00fcrden die Stromkonsumentinnen und -konsumenten sowie die Steuerzahlenden Milliarden kosten und die Schweiz in eine zus\u00e4tzliche Abh\u00e4ngigkeit von Uran-Importen aus dem Ausland treiben. Fukushima und Tschernobyl sind Warnung genug. Eine R\u00fcckkehr zur Atomkraft w\u00fcrde die dicht besiedelte Schweiz grossen Risiken aussetzen. Das breite, \u00fcberparteiliche B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb lanciert deshalb heute das Referendum, damit die Bev\u00f6lkerung diese Atom-Kehrtwende stoppen kann.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Stimmbev\u00f6lkerung hat sich dreimal klar f\u00fcr eine erneuerbare Zukunft entschieden \u2013 2017 mit dem Ja zur Energiestrategie, 2023 in der Abstimmung zum Klimaschutzgesetz und 2024 mit einer deutlichen Annahme des Stromgesetzes. Dieser Weg ist erfolgreich: Die Schweiz deckt ihren Bedarf zunehmend mit einheimischer Solar-, Wind- und Wasserkraft. Trotzdem hat das Parlament unter grossem Druck dem Atom-Gesetz zugestimmt. Das B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb bringt das Gesetz mit dem Referendum zur Abstimmung und ist \u00fcberzeugt, dass die Stimmbev\u00f6lkerung den Fehlentscheid des Parlaments korrigieren wird.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Neue AKW machen die Schweiz abh\u00e4ngig, kosten die Steuerzahlenden Milliarden und bremsen den Ausbau der Erneuerbaren<\/h4>\n\n<p>Atomkraftwerke ben\u00f6tigen Uran als Brennstoff. Dieses muss aus dem Ausland importiert werden und stammt auch aus autokratischen Staaten wie Russland. Wenn die Schweiz neue Atomkraftwerke baut, wird sie noch st\u00e4rker von Uran-Importen abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n<p>Hinzu kommen gigantische finanzielle Risiken. Ein neues AKW kostet mindestens 25 Milliarden Franken. Wie diese Milliardenkosten finanziert werden sollen, verschweigt der Bundesrat bis anhin. Dabei drohen die Kosten auf die Bev\u00f6lkerung abgew\u00e4lzt zu werden, \u00fcber Steuererh\u00f6hungen und h\u00f6here Strompreise. Dazu kommt: Jeder Franken, der in ein neues AKW fliesst, fehlt beim Ausbau der g\u00fcnstigen, einheimischen und klimafreundlichen Erneuerbaren.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Eine R\u00fcckkehr zur Atomenergie w\u00e4re riskant und<br>unverantwortlich gegen\u00fcber den k\u00fcnftigen Generationen<\/h4>\n\n<p><br>Tschernobyl und Fukushima waren eine Warnung. In der dicht besiedelten Schweiz h\u00e4tte ein Reaktorunfall katastrophale Folgen. Baut die Schweiz ein neues Atomkraftwerk, steigt das Risiko f\u00fcr nukleare Unf\u00e4lle mit potenziell gravierenden Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Umwelt.<\/p>\n\n<p>Neben diesen Risiken hinterlassen Atomkraftwerke radioaktiven M\u00fcll, der \u00fcber eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. Weltweit gibt es daf\u00fcr keine erprobte L\u00f6sung. Ein Tiefenlager ist geplant, doch noch sind zahlreiche Fragen offen. Klar ist jedoch: F\u00fcr zus\u00e4tzlichen Atomm\u00fcll aus einem neuen AKW hat es darin keinen Platz. Die Folge w\u00e4ren erneut horrende Kosten und grosse Ungewissheit; ein toxisches Erbe f\u00fcr die kommenden Generationen.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb<\/h3>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><br>Das B\u00fcndnis sorgt mit dem Referendum daf\u00fcr, dass die Bev\u00f6lkerung in diesen grundlegenden Fragen das letzte Wort hat. Die Unterschriftensammlung l\u00e4uft voraussichtlich bis zum 8. Oktober. Das B\u00fcndnis besteht aus zahlreichen Parteien und Organisationen, die sich f\u00fcr eine erneuerbare statt nukleare Energiezukunft einsetzen.<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><a href=\"http:\/\/www.neue-akw-nein.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Argumente und unterst\u00fctzenden Organisationen<\/a><\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fotos der Medienkonferenz<\/h3>\n\n<p><br><a href=\"http:\/\/www.neue-akw-nein.ch\/bilder-mk-referendum\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Les photos de la conf\u00e9rence de presse&nbsp;<br><\/a><\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<br><\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stefan M\u00fcller-Altermatt, Nationalrat Die Mitte, stefan.mueller-altermatt@parl.ch, 076 332 15 26<\/li>\n\n\n\n<li>Nils Epprecht, Schweizerische Energiestiftung, nils.epprecht@energiestiftung.ch, 077 455 99 79<\/li>\n\n\n\n<li>Lisa Mazzone, Pr\u00e4sidentin Gr\u00fcne Schweiz, lisa.mazzone@gruene.ch, 077 404 16 08<\/li>\n\n\n\n<li>Matthias Samuel Jauslin, GLP Schweiz, jauslin@jostwohlen.ch, 079 402 29 81<\/li>\n\n\n\n<li>Priska Wismer, Vereinigung Die Mitte Frauen, priska.wismer@parl.ch, 076 458 37 78<\/li>\n\n\n\n<li>Mattea Meyer, Co-Pr\u00e4sidentin SP Schweiz, mattea.meyer@parl.ch, 079 101 68 90<\/li>\n\n\n\n<li>Aeneas Wanner, CEO Renera AG, a.wanner@renera.energy, 076 538 01 06<\/li>\n\n\n\n<li>Florian Kasser, Greenpeace Schweiz, florian.kasser@greenpeace.org, 076 345 26 55<\/li>\n<\/ul>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Statements der Referentinnen und Referenten<\/h3>\n\n<p><br><strong>Stefan M\u00fcller-Altermatt, Nationalrat Die Mitte (SO):<\/strong> \u00abAtomkraftwerke machen ein Land verwundbar \u2013 gerade in einer Zeit, in der Konflikte zunehmen und Cyberangriffe komplexer werden. Statt neue Risiken einzugehen, sollten wir sie minimieren. Die Schweiz hat mit den Erneuerbaren eine sichere, g\u00fcnstige und einheimische L\u00f6sung. Darum lanciert unser breites B\u00fcndnis das Referendum gegen das Atom-Gesetz.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Nils Epprecht, Gesch\u00e4ftsleiter Schweizerische Energie-Stiftung:<\/strong> \u00abNeue AKW rechnen sich in der Schweiz nicht \u2013 gebaut w\u00fcrden sie nur mit Milliardensubventionen. Und dieses Geld richtet doppelten Schaden an: Es fehlt den Erneuerbaren und verdr\u00e4ngt die Wasserkraft aus dem Markt. So wird ein neues AKW zum Sargnagel f\u00fcr unsere Wasserkraftprojekte. Mit Sonne, Wind und Wasser haben wir die bessere L\u00f6sung. Darum unterst\u00fctzt die Energie-Stiftung das Referendum.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Lisa Mazzone, Pr\u00e4sidentin der GR\u00dcNEN Schweiz:<\/strong> \u00abEine R\u00fcckkehr in die 80er Jahre mit diesen AKW-Tr\u00e4umereien bedeutet eine Gefahr f\u00fcr das Klima. Jeder Franken, der in AKW-Projekte investiert wird, fehlt beim Ausbau erneuerbarer Energien: Das ist eine regelrechte Sabotage der Energiewende.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Matthias Samuel Jauslin, Nationalrat GLP (AG):<\/strong> \u00abDieselben, die sich angeblich f\u00fcr die Versorgungssicherheit einsetzen, bek\u00e4mpfen Windprojekte, blockieren die Zusammenarbeit mit Europa und k\u00fcrzen Forschungsgelder \u2013 und fordern dann ein Kernkraftwerk, das fr\u00fchestens in einem Vierteljahrhundert Strom liefert. Die GLP setzt auf Effizienz, Erneuerbare, Energiespeicher und Europa. Darum unterst\u00fctzen wir das Referendum gegen das Atom-Gesetz.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Priska Wismer-Felder, Nationalr\u00e4tin Die Mitte (LU), Vereinigung Die Mitte Frauen Schweiz:<\/strong> \u00abDie Aufhebung des AKW-Neubauverbots f\u00fchrt zu Milliarden an Baukosten, die Familien und Gewerbe belasten, dazu kaum kalkulierbare Lasten f\u00fcr Stilllegung, R\u00fcckbau und Endlagerung, die wir den kommenden Generationen aufb\u00fcrden. Das widerspricht den Prinzipien, f\u00fcr die wir Mitte Frauen einstehen. Darum sagen wir klar Nein zu neuen Atomkraftwerken \u2013 und unterst\u00fctzen das Referendum, das heute lanciert wird.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Mattea Meyer, Nationalr\u00e4tin (ZH), Co-Pr\u00e4sidentin SP Schweiz:<\/strong> \u00abMit neuen Atomkraftwerken wird die Schweiz noch st\u00e4rker von Uranimporten aus Russland abh\u00e4ngig. Damit entlarven die Bef\u00fcrworter ihre Heuchelei gleich selbst: Ausgerechnet die SVP, die sich immer als H\u00fcterin der Unabh\u00e4ngigkeit aufspielt, will uns st\u00e4rker ans Putin-Regime binden. Echte Unabh\u00e4ngigkeit liegt in Sonne, Wind und Wasser. Darum unterst\u00fctzt die SP Schweiz das Referendum gegen das Atom-Gesetz.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Aeneas Wanner, Mitgr\u00fcnder und CEO der Renera AG:<\/strong> \u00abDas Gesetz schafft keine Versorgungssicherheit, sondern Investitions-Unsicherheit. Schon die blosse Aussicht auf staatlich subventionierte AKW l\u00e4sst Investoren z\u00f6gern \u2013 und bremst heute genau die Projekte, die heute f\u00fcr mehr erneuerbaren Strom sorgen, nicht erst in ein paar Jahrzehnten. Darum unterst\u00fctze ich das Referendum.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Florian Kasser, Atom-Experte Greenpeace Schweiz:<\/strong> \u00abNeue Atomkraftwerke bedeuten mehr Abh\u00e4ngigkeit von Uran-Importen aus dem Ausland. Die Blutsverwandtschaft von ziviler und milit\u00e4rischer Nutzung machen Uran-Lieferketten undurchsichtig und geopolitisch ausgesetzt. F\u00fcr die kleinr\u00e4umige Schweiz ist zudem das Unfallrisiko nicht tragbar. Tschornobyl und Fukushima waren Warnung genug.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fukushima und Tschernobyl sind Warnung genug. Eine R\u00fcckkehr zur Atomkraft w\u00fcrde die dicht besiedelte Schweiz grossen Risiken aussetzen. Das breite, \u00fcberparteiliche B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb lanciert deshalb heute das Referendum, damit die Bev\u00f6lkerung diese Atom-Kehrtwende stoppen kann.<\/p>\n","protected":false},"author":37,"featured_media":133861,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[167],"tags":[42,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-133864","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energy","tag-energie","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/37"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133864"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133864\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133865,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133864\/revisions\/133865"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133864"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=133864"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=133864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}