{"id":13413,"date":"2012-09-12T00:00:00","date_gmt":"2012-09-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13413\/shells-oelbohrung-durch-arktisches-eis-gestoppt\/"},"modified":"2019-05-30T12:03:22","modified_gmt":"2019-05-30T10:03:22","slug":"shells-oelbohrung-durch-arktisches-eis-gestoppt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13413\/shells-oelbohrung-durch-arktisches-eis-gestoppt\/","title":{"rendered":"Shells \u00d6lbohrung durch arktisches Eis gestoppt"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1e98d08d-1e98d08d-120912_noblediscoverer.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1e98d08d-1e98d08d-120912_noblediscoverer.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Mittwoch, 12. September 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Das Shell-Bohrschiff Noble Discoverer<br \/>\n29.08.2012, \u00a9 U.S. Coast Guard Air Station Kodiak.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Shells Versuch in der Arktis nach \u00d6l zu bohren, hat einen erneuten  R\u00fcckschlag erfahren. Die am vergangenen Sonntag an Bord des Bohrschiffes Noble Discoverer gestartete erste Bohrung in der Chukchi See, n\u00f6rdlich von Alaska,  musste unterbrochen werden. Bereits nach einem Tag kam das vorl\u00e4ufige  Aus: Nach Angaben des Konzerns bewegt sich eine 50 mal 12 Kilometer  grosse Meereisfl\u00e4che auf die Bohrstelle zu.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung zeigt, wie gef\u00e4hrlich es ist in der Arktis nach \u00d6l  zu bohren. Schon der Start musste von Juli auf September verschoben  werden, da sich dieses Jahr das Meereis in dieser Region sehr sp\u00e4t  zur\u00fcck gezogen hat. Das ist aber nicht der einzige Grund f\u00fcr die  Verz\u00f6gerungen des 4,5 Milliarden US Dollar teuren \u00d6labenteuers des  \u00d6lgiganten. Ein wesentlicher Baustein im so genannten Notfallplan f\u00fcr  \u00d6lunf\u00e4lle ist, dass das zur \u00d6lbek\u00e4mpfung umgebaute Schiff Arctic  Challenger bis heute nicht die notwendige Erlaubnis der  US-K\u00fcstenwache hat, um in der rauen arktischen See agieren  zu d\u00fcrfen. <a href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/author\/bborgerding\/\">Das Schiff liegt noch immer tausende Kilometer entfernt im US-Bundesstaat Washington.<\/a><\/p>\n<p>Doch Shell l\u00e4sst nichts unversucht, um noch in diesem Jahr zum Zuge  zu kommen. Ihr abstruser Vorschlag an die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden: Shell  f\u00e4ngt mit den Bohrungen an, stoppt aber rechtzeitig, bevor sie auf  \u00f6lf\u00fchrende Schichten treffen. Erst wenn die Arctic Challenger mit den  notwendigen Papieren eintrifft und einer Verl\u00e4ngerung der Bohrerlaubnis  \u00fcber den genehmigten Zeitraum hinaus zugestimmt wurde, dringen die  Bohrer tiefer in den arktischen Boden, um an das heiss begehrte \u00d6l zu  gelangen. Gefragt, genehmigt, seit Sonntag umgesetzt\u2026<\/p>\n<p>Nun kommt das Meereis auf das Bohrschiff zu und durchkreuzt schon  nach wenigen Stunden die Bohrpl\u00e4ne. Ich frage mich, was braucht es noch,  um zu zeigen, dass die Arktis kein Ort ist, um nach \u00d6l zu bohren?<\/p>\n<p>Es ist wie ein schlechter Horrorfilm mit einer realen Trag\u00f6die als  Kern. Shells laufende Fehlschl\u00e4ge sollten endlich alle Beteiligten \u2013  Beh\u00f6rden, Investoren und andere \u00d6lkonzerne mit \u00e4hnlichen Absichten \u2013  wachr\u00fctteln. Das Projekt arktische \u00d6lbohrungen muss umgehend beendet  werden!<\/p>\n<p><strong>Historische Eisschmelze in der Arktis<\/strong><\/p>\n<p>Die Folgen des Klimawandels zeigen sich in diesen Tagen in gr\u00f6sster Deutlichkeit. Noch nie seit Beginn der Messungen war die Eisfl\u00e4che in der Arktis derartig klein. Bereits vor wenigen Tagen ist sie unter die Marke von 4 Mio. km<sup>2 <\/sup>gefallen. Damit war die Eisfl\u00e4che vor 30 Jahren im Sommer noch doppelt so gross wie heute. Wissenschaftler sagen voraus, dass die Arktis im Sommer k\u00fcnftig komplett eisfrei sein wird. <a href=\"http:\/\/nsidc.org\/cryosphere\/quickfacts\/seaice.html\">Dabei ist das Abschmelzen der Arktis ein gef\u00e4hrlicher, sich selbst verst\u00e4rkender Effekt, welcher den Klimawandel weiter anheizt.<\/a> Das Greenpeace Schiff Arctic Sunrise reist derzeit an den \u00e4ussersten Zipfel des verbliebenen Meereises. Gemeinsam mit renommierten Forschern des US National Snow and Ice data Centre\u00a0 (NSIDC) und der Cambridge Universit\u00e4t <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.chblogs.org\/2012\/09\/07\/going-to-the-arctic-to-witness-history\/\">wird Greenpeace vor Ort Zeugnis vom vollen Ausmass der Klimakatastrophe ablegen.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weiteres \u00d6l aus der Arktis treibt den Klimawandel weiter an und verhindert die Umsetzung einer nachhaltigen Energiepolitik! Helfen Sie uns, die Arktis zu sch\u00fctzen!\u00a0<\/a><strong><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 12. 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