{"id":13450,"date":"2012-08-28T00:00:00","date_gmt":"2012-08-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13450\/gestatten-elizabeth-the-queen-of-sun\/"},"modified":"2019-05-30T12:04:38","modified_gmt":"2019-05-30T10:04:38","slug":"gestatten-elizabeth-the-queen-of-sun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13450\/gestatten-elizabeth-the-queen-of-sun\/","title":{"rendered":"Gestatten: Elizabeth, the Queen of Sun"},"content":{"rendered":"<p><b>Solarstrom kann f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung Kenias so vieles bedeuten: Bessere Gesundheit, Sicherheit, Zugang zum Weltgeschehen, Nachhaltigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit von der staatlichen und unzuverl\u00e4ssigen Stromwirtschaft. Zudem bedeutet es auch neue Bildungschancen und Perspektiven f\u00fcr junge Menschen. Elizabeth Otieno (23) stellt geradezu musterg\u00fcltig dar, wie ein solares Multiprojekt rundum Gutes bringt.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e2d751ff-e2d751ff-1208_solarqueen_montage.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e2d751ff-e2d751ff-1208_solarqueen_montage.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Das Team von Solafrica.ch bereitet die Solarmodule f\u00fcr die Installation vor.<br \/>\u00a9 Laura Weidmann\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Minivan ist wegen der vielen Pannen bereits etwa 12 Stunden im Verzug, deshalb h\u00e4lt nur ganz kurz in Siaya, 250 km westlich von Nairobi, Elizabeth h\u00fcpft auf den letzten freien Platz und weiter geht die Fahrt. Es herrscht Schulreise-Atmosph\u00e4re, das Solafrica-Team ist aufgedreht und freut sich, dass sie dieses Projekt wieder zusammen auf eine Reise schickt. Ziel ist heute Kogelo, ein kleines Dorf von grosser Bekanntheit. Denn hier wohnt Mama Sarah Obama, die Grossmutter des US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama. Bald feiert sie ihren 90. Geburtstag, was <a title=\"Solafrica.ch\" href=\"http:\/\/www.solafrica.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Solafrica<\/a> zum Anlass nimmt, ihr eine Solarinstallation zu schenken. Es sind zwei Panels, die je 95 Wattstunden pro Tag liefern was etwa dem Verbrauch eines K\u00fchlschranks entspricht. Sie sollen nun ihr neues Haus mit Licht und versorgen, das ihr von Fans und Freunden der Familie gespendet wurde.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e9cab6e3-e9cab6e3-1208_gruppenportrait_solarqueen.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e9cab6e3-e9cab6e3-1208_gruppenportrait_solarqueen.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Gruppenportrait mit Mama Sarah Obama (Mitte), der Grossmutter des US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama.<br \/>\u00a9 Laura Weidmann\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Empfang ist gut organisiert und verl\u00e4uft ziemlich formell: St\u00fchle stehen in Halbkreis gegen\u00fcber Mama Sarahs Thron \u2013 ein Plastikstuhl wie jeder andere. Sie sitzt bereits da, posiert noch f\u00fcr die obligaten Abschieds-Fotos mit den G\u00e4sten die vor uns \u201eAudienz\u201c hatten. Die Vorstellungsrunde wird von einem von Baracks Onkeln moderiert, Elizabeth darf der Geburtstags-Oma feierlich das Solarmodul \u00fcberreichen. Dann geht\u2019s an die Arbeit \u2013 es wird ges\u00e4gt, gefeilt, geschraubt, die Vorbereitungen gehen schnell voran, die Hitze dr\u00e4ngt. Bei jedem Solafrica-Projekt werden interessierte Schnupperg\u00e4ste eingeladen, so schauen auch heute drei Neulinge gebannt zu und werden ab und zu aufgefordert, selbst Hand anzulegen. \u00a0Schliesslich ruft das Dach \u2013 die Erleichterung ist gross, als klar wird, dass es mittlerweile ganz fertiggestellt ist und ausserdem nicht aus dem \u00fcblichen Wellblech, sondern aus \u201eechten\u201c Kunststoffziegeln besteht. Elizabeth macht den Anfang und steigt langsam die wacklige Leiter hoch \u2013 der Ziegenbock schaut ihr ungl\u00e4ubig nach. Die zwei vorbereiteten Module werden mit je vier Schrauben befestigt, und das war\u2019s auch schon.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a688ea9a-a688ea9a-1208_solarqueen_auf_dach.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a688ea9a-a688ea9a-1208_solarqueen_auf_dach.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Elizabeth Otieno montiert mir ihren Kollegen Solarmodule.<br \/>\u00a9 Laura Weidmann\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Abgesehen vom Dach ist das Haus noch nicht ganz fertiggestellt, allerdings ist schon jetzt sichtbar, welche Umstellung der r\u00fcstigen alten Dame bevorsteht: Pl\u00f6tzlich wird ihr Reich statt drei winzige, sieben grossz\u00fcgige Zimmer umfassen. Keine grosse Umstellung wird allerdings die Stromversorgung sein, denn dank Solafrica wurde Mama Sarahs altes Haus schon vor vier Jahren mit einem Solarmodul ausgestattet und so hat sie sich nun bereits an Licht und stromabh\u00e4ngige Komforts gew\u00f6hnt. Als Elizabeth das alte Haus betritt um den Akkuschrauber zu laden, liegt die Steckleiste prominent mitten im Raum, alle Anschl\u00fcsse sind besetzt und mehrere Handys liegen bereits auf der Couch, wartend auf eine neue Ladung. Es scheint, als ob nicht nur Mama Sarah, sondern das ganze Dorf an diese Stromquelle angeschlossen sei. Dieser Anblick ist keine \u00dcberraschung in ruralen Gegenden wie dieser, da Mobiltelefone in Kenia mit Entwicklung in enger Verbindung stehen: Ein Handy ist Weg der Kommunikation, des Geldtransfers und bedeutet eine Verbindung zum Weltgeschehen. Gerade in Gegenden wie Kogelo, wo die Qualit\u00e4t der Strassen ziemlich d\u00fcster ist, sind sie oft das grundlegende Element um mit der Welt Schritt zu halten. Logisch, dass Strom dabei eine essentielle Rolle spielt. Das hat auch Elizabeth fr\u00fch erfahren, und dabei kam sie zum ersten Mal mit Solartechnik in Ber\u00fchrung, als ihr Vater bereits vor elf Jahren eine Solarinstallation auf sein Haus setzte. Er war einer der Pioniere in seinem Dorf, in einer Zeit als noch die ganze Region total vom Stromnetz abgeschnitten war.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer noch so d\u00fcrftigen Infrastruktur und sp\u00e4rlichen Verbreitung erneuerbarer Energien wurde 2009 das Kibera Jugend Solarprojekt entwickelt. Res Wirz, damals von Solafrica und Greenpeace Schweiz angestellt, leitete ein Solartraining f\u00fcr Jugendliche im Kibera-Slum Nairobis. Daraus wiederum entwickelte sich ein langfristiges Projekt, wobei Elizabeth zusammen mit drei weiteren Teilnehmern des Trainings in ein permanentes Team berufen wurde. Weil sie sich besonders engagiert und zuverl\u00e4ssig zeigte, wurde sie nach einer Evaluationsphase sogar zur Teamleiterin ernannt. Elizabeth f\u00fchlt sich wohl in ihrem Team. Ihre F\u00fchrungsqualit\u00e4ten musste sie sich zwangsweise aneignen, da es im Team schwierig sein kann sich als junge Frau zu behaupten. Sie m\u00f6chte unabh\u00e4ngig sein, und daf\u00fcr bietet dieser Job eine optimale Vorbereitung. Viele junge Frauen in ihrem Umfeld, so sagt sie, suchen sich einfach einen Mann, der sie unterst\u00fctzt, damit sie sich selbst zur\u00fccklehnen k\u00f6nnen. Liza hingegen hofft, diesen Herbst gen\u00fcgend Geld gespart zu haben, um ihr Ingenieur-Studium beginnen zu k\u00f6nnen. Falls es klappt, da ist sie ganz sicher, m\u00f6chte sie dem Projekt Solafrica dennoch treu bleiben. Die Solarlampe ist mittlerweile in Kenia sowie in der Schweiz bekannt. Anstatt dass sich das Team aber auf der ersten Idee und deren Erfolg ausruht, m\u00f6chten sie weitergehen und neue Ideen umsetzen. Die Solarlampen m\u00fcssten der Nachfrage soweit angepasst werden, dass sie zus\u00e4tzlich als Handyladeger\u00e4t genutzt werden k\u00f6nnen. Recht hat sie wohl, eine Lichtquelle allein scheint nicht so sehr das Tor zur Welt zu verk\u00f6rpern, wie dies Mobiltelefone tun. Elizabeth sieht den zuk\u00fcnftigen Schwerpunkt ihrer Organisation daher in ruralen Solarinstallationen wie jene bei Mama Sarah. Um diesem Standbein der Organisation mehr Nachdruck zu verleihen, wird Anfang 2013 ein neuer Ausbildungslehrgang zu Solarinstallationen angeboten, erneut unter der Leitung von Res Wirz und Assistentin Elizabeth Otieno. Sie freut sich auf eine neue, solare Herausforderung.\u00a0<\/p>\n<address>Diese Cool Spot Story ist Teil einer Serie, die positive Projekte ins Zentrum stellt. Bei Interesse bitte hier nachlesen (<a title=\"Facebook\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/YouthForRenewables\/notes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.facebook.com\/YouthForRenewables\/notes<\/a>)<\/address>\n<address>Link: <a title=\"Solafrica.ch\" href=\"http:\/\/www.solafrica.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.solafrica.ch<\/a>\u00a0<\/address>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solarstrom kann f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung Kenias so vieles bedeuten: Bessere Gesundheit, Sicherheit, Zugang zum Weltgeschehen, Nachhaltigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit von der staatlichen und unzuverl\u00e4ssigen Stromwirtschaft. 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