{"id":13533,"date":"2012-08-22T00:00:00","date_gmt":"2012-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13533\/welterschoepfungstag-22-august-2012\/"},"modified":"2019-05-30T12:07:01","modified_gmt":"2019-05-30T10:07:01","slug":"welterschoepfungstag-22-august-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13533\/welterschoepfungstag-22-august-2012\/","title":{"rendered":"Weltersch\u00f6pfungstag \u2013 22.August 2012"},"content":{"rendered":"<p><b>Wieviele Planeten h\u00e4tten Sie denn gern?<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3>Wieviele Planeten h\u00e4tten Sie denn gern?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"\/switzerland\/Global\/switzerland\/photos\/diverses\/erde_GP028S3.jpeg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e4e0ca2b-e4e0ca2b-erde_gp028s3.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\"><span class=\"date\">Mittwoch, 22. August 2012<\/span><\/div>\n<\/div>\n<p>Der Weltersch\u00f6pfungstag (Earth Overshoot Day) f\u00e4llt heuer auf den 22. August. Damit wurde die Gesamtleistung der Natur auf unserem Planeten im Jahr 2012 in weniger als neun Monaten aufgebraucht. Ab morgen \u00fcbersteigt der \u00d6kologische Fu\u00dfabdruck der Menschheit die Biokapazit\u00e4t der Erde. Wir nehmen uns mehr von den Ressourcen der Erde, als diese j\u00e4hrlich erneuern und an Treibhausgasen aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Das Global Footprint Network berechnet j\u00e4hrlich die auf der Erde verf\u00fcgbare Biokapazit\u00e4t &#8211; das Potenzial der Natur &#8211; und stellt es dem \u00d6kologischen Fu\u00dfabdruck (Footprint) gegen\u00fcber &#8211; dem Ma\u00df f\u00fcr die menschliche Inanspruchnahme der Naturleistungen. Ist die Beanspruchung gr\u00f6\u00dfer als der Nachschub, spricht man von einem \u201eOvershoot\u201c &#8211; der \u00f6kologischen \u00dcberschuldung.<\/p>\n<h4>Die Alarmglocken sollten Sturm l\u00e4uten<\/h4>\n<p>Die Menschheit lebt ab dem 22. August bis zum Jahresende 2012 \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse &#8211; sozusagen auf Pump. In den 70er Jahren rutschte die Menschheit erstmals in die \u00f6kologische Verschuldung. Seitdem kommt der Weltersch\u00f6pfungstag jedes Jahr ein wenig fr\u00fcher.\u00a0Unser Lebensstil verlangt bereits so viele Ressourcen, dass es eineinhalb Erden bed\u00fcrfte um diese nachhaltig bereit zu stellen. Allerdings ist es nur ein Viertel aller Menschen, die durch ihren konsumorientierten Lebensstil den Gro\u00dfteil der \u00dcbernutzung verursachen. W\u00fcrde die ganze Menschheit so verschwenderisch leben wie wir \u00d6sterreicher, w\u00e4ren bereits heute drei Planeten von der Qualit\u00e4t der Erde erforderlich. Der \u00f6sterreichische Weltersch\u00f6pfungstag fiel heuer bereits auf den 3. Mai, der Ersch\u00f6pfungstag in den USA war schon am 28. M\u00e4rz. Der Lebensstil der US-Amerikaner verbraucht derzeit mehr als vier Planeten.<\/p>\n<h4>Die globale \u00dcbernutzung ist die zentrale Herausforderung der Menschheit<\/h4>\n<p>Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint erl\u00e4utert die Daten:\u00a0\u201eDie Analyse des Overshoot zeigt uns h\u00f6chst alarmierende Trends, die von der Politik str\u00e4flich ignoriert werden. Es gibt weder Ziele die j\u00e4hrliche \u00d6ko-Neuverschuldung einzud\u00e4mmen noch Pl\u00e4ne, wie die j\u00e4hrlich wachsende Gesamtschuld jemals zur\u00fcckbezahlt werden k\u00f6nnte.\u201c Die Parallelen zur gegenw\u00e4rtigen Finanzkrise sind offensichtlich. Die \u00f6kologische Verschuldung ist aber langfristig weit gef\u00e4hrlicher als die finanzielle. Die derzeitige Knappheit an Getreide etwa wurde durch nur eine trockene Saison ausgel\u00f6st und Millionen Menschen hungern heute. Die globale \u00dcbernutzung ist kein \u00f6kologisches Problem: Sie ist die zentrale Herausforderung der Menschheit.<\/p>\n<p>F\u00fcr jedes weitere vers\u00e4umte Jahr werden wir einen h\u00f6heren Preis bezahlen m\u00fcssen: Versch\u00e4rfung bestehender Ungerechtigkeiten, Ressourcenkonflikte, Kriege, Hunger und verheerende Naturkatastrophen.<\/p>\n<h4>Wie also weitermachen?<\/h4>\n<p>Wolfgang Pekny bleibt optimistisch: \u201eDie Konzepte f\u00fcr ein \u201aOne-Planet-Living\u2018 sind technisch, \u00f6konomisch und sozial l\u00e4ngst vorhanden. Auch steigt die Zahl der Menschen mit Globalverstand, die begreifen, dass weniger Konsum und daf\u00fcr mehr Zeit die Qualit\u00e4t unserer Gesellschaft und ein gutes Leben auf dem Raumschiff Erde f\u00fcr den Einzelnen und f\u00fcr alle erh\u00f6hen.\u201c<\/p>\n<p>Jeder kann <a href=\"http:\/\/www.wwf.ch\/de\/aktiv\/bewusst\/footprint\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>\u00a0den eigenen \u00d6kologischen Fu\u00dfabdruck berechnen und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten analysieren. Und vergessen Sie nicht \u2013 erz\u00e4hlen Sie es weiter!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieviele Planeten h\u00e4tten Sie denn gern? Wieviele Planeten h\u00e4tten Sie denn gern? &nbsp; &nbsp; Mittwoch, 22. August 2012 Der Weltersch\u00f6pfungstag (Earth Overshoot Day) f\u00e4llt heuer auf den 22. August. 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