{"id":13580,"date":"2012-08-06T00:00:00","date_gmt":"2012-08-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13580\/brasilianische-stahlproduzenten-verpflichten-sich-zu-urwaldschutz\/"},"modified":"2019-05-30T12:08:42","modified_gmt":"2019-05-30T10:08:42","slug":"brasilianische-stahlproduzenten-verpflichten-sich-zu-urwaldschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13580\/brasilianische-stahlproduzenten-verpflichten-sich-zu-urwaldschutz\/","title":{"rendered":"Brasilianische Stahlproduzenten verpflichten sich zu Urwaldschutz"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e2aff4cf-e2aff4cf-120806_charcoal.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e2aff4cf-e2aff4cf-120806_charcoal.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Montag, 6. August 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Illegales Holzkohle-Camp im brasilianischen Urwald. In den Brenn\u00f6fen wird die Holzkohle hergestellt.<br \/>\n\u00a9 Marizilda Cruppe \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Alle Roheisen-Hersteller aus dem brasilianischen Bundesstaat Maranhao  haben ein wichtiges Abkommen unterzeichnet. Die sieben ans\u00e4ssigen Konzerne verpflichten sich darin, keine Holzkohle mehr  aus Urwaldzerst\u00f6rung oder indigenen Gebieten zu nutzen. Zudem sagten sie  zu, keine Sklavenarbeit mehr in der Holzkohleherstellung zu dulden. Der  gesamte Produktionsprozess wird zuk\u00fcnftig \u00fcber ein Monitoring-System  \u00fcberwacht werden.<\/p>\n<p>Ein Grossteil der Holzkohle wird in den nordostbrasilianischen  Bundesstaaten Para und Maranhao in kleinen abgelegenen Camps  hergestellt. H\u00e4ufig werden dabei Indianergebiete zerst\u00f6rt. Auch vor  sklaverei\u00e4hnlichen Arbeitsverh\u00e4ltnissen wird nicht haltgemacht.<\/p>\n<p>Zahlreiche indigene V\u00f6lker in der Region leiden unter der  Holzkohleherstellung. Das 400 K\u00f6pfe kleine Volk der Awa-Guaja  beispielsweise lebt v\u00f6llig isoliert als J\u00e4ger und Sammler im Grenzgebiet  der Provinzen Para und Maranhao. Erst vor 40 Jahren wurden sie erstmals  von Wissenschaftlern kontaktiert. Heute ist ihr \u00dcberleben extrem  bedroht, da Holzf\u00e4ller knapp ein Drittel ihres Landes zerst\u00f6rt haben.<\/p>\n<h3>Holzkohle f\u00fcr die Stahlproduktion der Industriestaaten<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Produktion von Roheisen brauchen die Konzerne grosse Mengen Holzkohle. Das daf\u00fcr verwendete Holz stammt meist aus illegaler Abholzung. Viele Roheisenhersteller aus Maranhao beliefern <abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">US<\/abbr>-amerikanische  Stahlkocher. Darunter den Stahlhersteller Severstal in Columbus,  Mississippi, der nach eigenen Angaben Autohersteller wie BMW, Ford oder  Mercedes zu seinen Kunden z\u00e4hlt.<\/p>\n<p><span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> ver\u00f6ffentlichte im Mai den <a href=\"http:\/\/issuu.com\/greenpeaceinternational\/docs\/driving-destruction-in-the-amazon\/1\">Report Driving Destruction in the Amazon<\/a>. Damit konnte die brasilianische \u00d6ffentlichkeit auf das Problem der Holzkohleherstellung aufmerksam gemacht werden. Kurze Zeit sp\u00e4ter folgte <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/brasilien-drei-tage-protest-auf-der-ankerkett\/blog\/40519\/\">eine spektakul\u00e4re Aktion<\/a>, die auch viel  prominente Unterst\u00fctzung bekam: Zehn Tage lang hatten Aktivistinnen und  Aktivisten sich abgel\u00f6st, um an der Ankerkette des Frachters Clipper Hope<em><\/em> gegen die Zerst\u00f6rung des Amazonas-Regenwalds f\u00fcr Holzkohle zu protestieren. Das Schiff<em><\/em> sollte Roheisen in die <abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">USA<\/abbr> verfrachten, das mithilfe der urwaldzerst\u00f6renden Holzkohle hergestellt wurde.<\/p>\n<p>Der Vize-Gouverneur von Maranhao rief Industrie und Zivilgesellschaft  auf, die zerst\u00f6rerischen Praktiken miteinander zu diskutieren und nach  L\u00f6sungen zu suchen. Nach nur wenigen Wochen wurde nun das Akommen zum  Schutz der Urw\u00e4lder im Governeurspalast von Maranhao unterzeichnet.<\/p>\n<p>\u00abDiese Vereinbarung mit der Industrie ist f\u00fcr den Schutz des Amazonas und seiner Menschen ein wichtiger Schritt nach vorne\u00bb, sagt Paulo Adario, Direktor der Amazonas-Kampagne von <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> Brasilien. \u00abStrenge Kriterien f\u00fcr den Bezug von Kohle werden dazu beitragen, dass die Lieferkette frei von Urwaldzerst\u00f6rung, Sklaverei und Betrug ist.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 6. 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