{"id":135813,"date":"2026-09-29T00:01:00","date_gmt":"2026-09-28T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=135813"},"modified":"2026-09-29T00:01:08","modified_gmt":"2026-09-28T22:01:08","slug":"mehr-wasser-fuer-akw-als-fuer-die-bewaesserung-in-der-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/135813\/mehr-wasser-fuer-akw-als-fuer-die-bewaesserung-in-der-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Mehr Wasser f\u00fcr AKW als f\u00fcr die Bew\u00e4sserung in der Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Atomkraftwerke ben\u00f6tigen riesige Mengen an Wasser zur K\u00fchlung ihrer Reaktoren. Die AKW G\u00f6sgen und Leibstadt verbrauchen j\u00e4hrlich \u00fcber 35 Millionen m<sup>3<\/sup> Aare- und Rhein-Wasser. Das ist mehr Wasser als die Landwirtschaft in einem trockenen Sommer f\u00fcr die Bew\u00e4sserung ihrer Felder ben\u00f6tigt. Das zeigt der neue Greenpeace-Bericht \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/135749\/hitzewelle-und-atomkraft-wasser-unter-hochspannung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hitzewelle und Atomkraft: Wasser unter Hochspannung<\/a>\u00bb. Auch neue Atomkraftwerke w\u00e4ren auf sehr viel Wasser angewiesen. Der Gew\u00e4sserschutz m\u00fcsste gelockert werden.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4chstes Jahr wird das Schweizer Stimmvolk \u00fcber den Bau neuer AKW befinden. Bei der Atomfrage ist entscheidend, dass auch das Thema Wasserverbrauch von AKW ber\u00fccksichtigt wird. Angesichts der klimawandelbedingten Zunahme von Hitze- und D\u00fcrreperioden stellen sich fundamentale Fragen zur k\u00fcnftigen Nutzung von Wasser.&nbsp;<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abPolitik und Wissenschaft haben in den bisherigen Debatten den enormen Wasserbedarf von AKW zur K\u00fchlung ihrer Reaktoren sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt ausgeblendet\u00bb, sagt Florian Kasser, Experte f\u00fcr Nuklearfragen bei Greenpeace Schweiz. \u00abUnser Bericht zeigt, dass keine der auf dem Markt verf\u00fcgbaren Reaktortechnologien unsere Fl\u00fcsse schonen kann.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beiden mit einem K\u00fchlturm ausgestatteten AKW von G\u00f6sgen und Leibstadt dienen als Referenz f\u00fcr einen allf\u00e4lligen neuen Reaktor in der Schweiz. G\u00f6sgen und Leibstadt entnehmen j\u00e4hrlich fast 140 Millionen m<sup>3<\/sup> Wasser aus der Aare und dem Rhein f\u00fcr die K\u00fchlung der Reaktoren. Etwa ein Viertel des entnommenen Wassers verdunstet in den K\u00fchlt\u00fcrmen. Das sind \u00fcber 35 Millionen m<sup>3<\/sup> pro Jahr. Zum Vergleich: Der<a href=\"https:\/\/www.agrarforschungschweiz.ch\/2025\/09\/wieviel-wasser-braucht-die-schweizer-landwirtschaft-zur-bewaesserung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Gesamtverbrauch der Landwirtschaft in der Schweiz f\u00fcr die Bew\u00e4sserung<\/a> wird gesch\u00e4tzt auf 10 Mio. Kubikmeter in einem nassen und auf 30 bis 40 Mio. Kubikmeter in einem trockenen Jahr. Die zwei Atomkraftwerke Leibstadt und G\u00f6sgen verbrauchen somit \u2013 je nach Jahr \u2013 gleich viel bis mehr als das Dreifache an Wasser wie die gesamte Landwirtschaft f\u00fcr die Bew\u00e4sserung.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch neue Atomkraftwerke w\u00e4ren auf sehr viel Wasser angewiesen. Weil Wasser aufgrund des Klimawandels eine immer knapper werdende Ressource wird, muss davon ausgegangen werden, dass der Betrieb eines m\u00f6glichen neuen Reaktors nur mit einer Aufweichung des Gew\u00e4sserschutzes einhergehen kann. Die Beh\u00f6rden haben in der Vergangenheit die<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/108449\/atomkraftwerk-beznau-kuehlwasser-bedroht-fischbestaende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Gew\u00e4sserschutzvorschriften f\u00fcr AKW bereits gelockert<\/a>. Dabei ist der Lebensraum von Tieren und Pflanzen bereits in<a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/de\/baeche-fluesse-seen-und-grundwasser-unter-der-lupe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> \u00fcber zwei Dritteln der Fliessgew\u00e4sser<\/a> gesch\u00e4digt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kasser: \u00abEs ist absurd, neue AKW bauen zu wollen, die fr\u00fchestens 2050 betriebsbereit sind und die ihrerseits jahrzehntelang immense Wassermengen ben\u00f6tigen. Die Abflussmenge der Fl\u00fcsse k\u00f6nnte sich in den kommenden Hitzesommern erheblich ver\u00e4ndern. Gleichzeitig d\u00fcrfte der Wasserbedarf \u2013 besonders in der Landwirtschaft \u2013 stark ansteigen. Der Bau neuer AKW wird die Folgen des Klimawandels nicht mildern, sondern sogar versch\u00e4rfen. Ein rascher \u00dcbergang zu erneuerbaren Energien ist die einzige Antwort auf Hitzewellen. Und der einzige Weg, um unsere Energieversorgung zu sichern.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neuer Greenpeace-Bericht<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/135749\/hitzewelle-und-atomkraft-wasser-unter-hochspannung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hitzewelle und Atomkraft: Wasser unter Hochspannung<\/a><\/em>, Greenpeace Schweiz, September 2026 LINK<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Florian Kasser<\/strong>, Experte f\u00fcr Nuklearfragen, Greenpeace Schweiz, +41 76 345 26 55, <a href=\"mailto:florian.kasser@greenpeace.org\">florian.kasser@greenpeace.org<\/a>\u00a0<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atomkraftwerke ben\u00f6tigen riesige Mengen an Wasser zur K\u00fchlung ihrer Reaktoren. 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