{"id":136190,"date":"2026-10-06T19:39:53","date_gmt":"2026-10-06T17:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=136190"},"modified":"2026-10-06T19:39:59","modified_gmt":"2026-10-06T17:39:59","slug":"referendum-gegen-das-atom-gesetz-eingereicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/136190\/referendum-gegen-das-atom-gesetz-eingereicht\/","title":{"rendered":"Referendum gegen das Atom-Gesetz eingereicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das breite, \u00fcberparteiliche B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb hat heute 131\u2019793 Unterschriften gegen das Atom-Gesetz eingereicht. Damit ist klar: Die Bev\u00f6lkerung wird \u00fcber neue AKW abstimmen und kann die Atom-Kehrtwende verhindern. Neue AKW w\u00fcrden Milliarden kosten, die schliesslich die Steuerzahlenden bezahlen m\u00fcssten. Zudem w\u00fcrde der Bau neuer AKW die Schweiz in eine zus\u00e4tzliche Abh\u00e4ngigkeit von Uran-Importen aus dem Ausland treiben, insbesondere aus Russland. Fukushima und Tschernobyl sind Warnung genug. Eine R\u00fcckkehr zur Atomkraft w\u00fcrde die dicht besiedelte Schweiz grossen Risiken aussetzen.<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb von nur drei Monaten ist es gelungen, 131\u2019793 Unterschriften gegen neue AKW zu sammeln. Getragen wurde die Sammlung von Hunderten von engagierten Freiwilligen. Das grosse Engagement von Menschen aus allen politischen Lagern war w\u00e4hrend der Unterschriftensammlung in der ganzen Schweiz sp\u00fcrbar. So kamen mehr Unterschriften gegen das Atom-Gesetz zusammen als f\u00fcr die Initiative der Atomlobby, die mit ihrer teuer bezahlten Unterschriftensammlung die wackelige Grundlage f\u00fcr das Atom-Gesetz (als Gegenvorschlag zur Initiative) geschaffen hatte.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine R\u00fcckkehr zur Atomenergie w\u00e4re riskant und <\/strong><strong><br><\/strong><strong>unverantwortlich gegen\u00fcber den k\u00fcnftigen Generationen<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tschernobyl und Fukushima waren eine Warnung. In der dicht besiedelten Schweiz h\u00e4tte ein Reaktorunfall katastrophale Folgen. Baut die Schweiz ein neues Atomkraftwerk, steigt das Risiko f\u00fcr nukleare Unf\u00e4lle mit potenziell gravierenden Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Umwelt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben diesen Risiken hinterlassen Atomkraftwerke radioaktiven M\u00fcll, der \u00fcber eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. Weltweit gibt es daf\u00fcr keine erprobte L\u00f6sung. Ein Tiefenlager ist geplant, doch noch sind zahlreiche Fragen offen. Klar ist jedoch: F\u00fcr zus\u00e4tzlichen Atomm\u00fcll aus einem neuen AKW hat es darin keinen Platz. Die Folge w\u00e4ren erneut horrende Kosten und grosse Ungewissheit; ein toxisches Erbe f\u00fcr die kommenden Generationen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue AKW machen die Schweiz abh\u00e4ngig, kosten die Steuerzahlenden Milliarden&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Atomkraftwerke ben\u00f6tigen Uran als Brennstoff. Dieses muss aus dem Ausland importiert werden und stammt auch&nbsp; aus autokratischen Staaten wie Russland. Wenn die Schweiz neue Atomkraftwerke baut, wird sie noch st\u00e4rker von Uran-Importen abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommen gigantische finanzielle Risiken. Ein neues AKW kostet bis zu 43 Milliarden Franken. Wie diese Milliardenkosten finanziert werden sollen, verschweigt der Bundesrat bis anhin. Dabei drohen die Kosten auf die Bev\u00f6lkerung abgew\u00e4lzt zu werden, \u00fcber Steuererh\u00f6hungen und h\u00f6here Strompreise.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Referendum gegen fehlgeleitete Politik&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stimmbev\u00f6lkerung hat sich dreimal klar f\u00fcr eine erneuerbare Zukunft entschieden \u2013 2017 mit dem Ja zur Energiestrategie, 2023 in der Abstimmung zum Klimaschutzgesetz und 2024 mit einer deutlichen Annahme des Stromgesetzes. Dieser Weg ist erfolgreich: Die Schweiz deckt ihren Bedarf zunehmend mit einheimischer Solar-, Wind- und Wasserkraft. Trotzdem hat das Parlament unter grossem Druck dem Atom-Gesetz zugestimmt. Das B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb&nbsp;bringt das Gesetz mit dem Referendum zur Abstimmung und ist \u00fcberzeugt, dass die Stimmbev\u00f6lkerung den Fehlentscheid des Parlaments korrigieren wird.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fotos des Anlasses&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bilder finden Sie nach der Einreichung unter diesem Link: <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1z1PvXLba7klRx8eNER-7wHh0VGb-CEZX?usp=sharing\">https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1z1PvXLba7klRx8eNER-7wHh0VGb-CEZX?usp=sharing<\/a><\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte der Referierenden<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Priska Wismer-Felder<\/strong>, Vereinigung Die Mitte Frauen, <a href=\"mailto:priska.wismer@parl.ch\">priska.wismer@parl.ch<\/a>, 076 458 37 78<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Barbara Schaffner<\/strong>, Vorstandsmitglied GLP Schweiz, <a href=\"mailto:barbara.schaffner@parl.ch\">barbara.schaffner@parl.ch<\/a>, 079 309 81 99<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lisa Mazzone<\/strong>, Pr\u00e4sidentin Gr\u00fcne Schweiz, <a href=\"mailto:lisa.mazzone@gruene.ch\">lisa.mazzone@gruene.ch<\/a>, 077 404 16 08<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Jacqueline Badran<\/strong>, Vize-Pr\u00e4sidentin SP Schweiz, <a href=\"mailto:jacqueline.badran@parl.ch\">jacqueline.badran@parl.ch<\/a>, 076 324 68 67<\/li>\n<\/ul>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontakt f\u00fcr organisatorische Anliegen<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dimitri Rougy, Medienverantwortlicher B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb<\/li>\n<\/ul>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"mailto:medien@neue-akw-nein.ch\">medien@neue-akw-nein.ch<\/a>, 076 681 81 78<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Statements der Referentinnen und Referenten<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Priska Wismer-Felder, Nationalr\u00e4tin Die Mitte (LU), Vereinigung Die Mitte Frauen Schweiz: <\/strong>\u00abDie Aufhebung des AKW-Neubauverbots f\u00fchrt zu Milliarden an Baukosten, die Familien und Gewerbe belasten, dazu kaum kalkulierbare Lasten f\u00fcr Stilllegung, R\u00fcckbau und Endlagerung, die wir den kommenden Generationen aufb\u00fcrden. Das widerspricht den Prinzipien, f\u00fcr die wir Mitte Frauen einstehen. Darum sagen wir klar Nein zu neuen Atomkraftwerken.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Barbara Schaffner, Nationalr\u00e4tin (ZH), Vorstandsmitglied GLP Schweiz: <\/strong>\u00abDie Schweiz will die Energieversorgung elektrifizieren. Daf\u00fcr braucht es die Erneuerbaren, die heute liefern. Ein neues AKW, selbst mit heutigen Technologien gebaut, produziert fr\u00fchestens in zwanzig Jahren Strom. Der Zeithorizont, in dem wir die Energiewende schaffen m\u00fcssen, sind aber die n\u00e4chsten zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre. Wenn wir auf alte Kerntechnologien setzen, verschieben wir Priorit\u00e4ten.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lisa Mazzone, Pr\u00e4sidentin der GR\u00dcNEN Schweiz:<\/strong> \u00abEine R\u00fcckkehr in die 80er Jahre mit diesen AKW-Tr\u00e4umereien bedeutet eine Gefahr f\u00fcr das Klima. Jeder Franken, der in AKW-Projekte investiert wird, fehlt beim Ausbau erneuerbarer Energien: Das ist eine regelrechte Sabotage der Energiewende.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jacqueline Badran, Nationalr\u00e4tin (ZH), Vize-Pr\u00e4sidentin SP Schweiz:<\/strong> \u00abAKWs begleiten mich schon mein ganzes politisches Leben. Sie sind eine Hochrisiko-Technologie, hinterlassen ein toxisches Erbe f\u00fcr Generationen, behalten uns abh\u00e4ngig vom begrenzten Uran und Autokraten wie Putin, verdr\u00e4ngen Investitionen in erneuerbare Energien und kosten uns alle Milliarden. Doch das Parlament wollte die Rechnung nicht einmal anschauen. Die Bev\u00f6lkerung muss diesen r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten Fehlentscheid umgehend stoppen.\u00bb<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das B\u00fcndnis sorgt mit dem Referendum daf\u00fcr, dass die Bev\u00f6lkerung in diesen grundlegenden Fragen das letzte Wort hat. Das B\u00fcndnis besteht aus zahlreichen Parteien und Organisationen, die sich f\u00fcr eine erneuerbare statt nukleare Energiezukunft einsetzen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Argumente und unterst\u00fctzenden Organisationen finden Sie auf: <a href=\"http:\/\/www.neue-akw-nein.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.neue-akw-nein.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das breite, \u00fcberparteiliche B\u00fcndnis \u00abNein zu neuen AKW\u00bb hat heute 131\u2019793 Unterschriften gegen das Atom-Gesetz eingereicht. 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