{"id":13691,"date":"2012-06-11T00:00:00","date_gmt":"2012-06-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13691\/wir-muessen-mit-einer-stimme-sprechen\/"},"modified":"2019-05-30T12:12:47","modified_gmt":"2019-05-30T10:12:47","slug":"wir-muessen-mit-einer-stimme-sprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13691\/wir-muessen-mit-einer-stimme-sprechen\/","title":{"rendered":"\u00abWir m\u00fcssen mit einer Stimme sprechen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><b>Rosmarie B\u00e4r hat seit dem Erdgipfel von Rio 1992 an allen internationalen Folgekonferenzen als Vertreterin der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen in der offiziellen Schweizer Delegation teilgenommen. Nach 20 Jahren zieht sie ein ern\u00fcchterndes Fazit \u2013 ohne aber die Hoffnung aufzugeben.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><strong>Von Urs Fitze, Presseb\u00fcro Seegrund<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"listings items\">\n<h3 title=\"Diesen Artikel als PDF downloaden\">Diesen Artikel als PDF downloaden<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"ccsnlink\">\n    <a title='\"WIr m\u00fcssen mit einer Stimme sprechen (PDF, Magazin Nr. 1 2012)' href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/GP_2_12_D_Web-Baer.pdf\">&#171;WIr m\u00fcssen mit einer Stimme sprechen (PDF, Magazin Nr. 1 2012)<\/a><br \/>\n    <span class=\"contenttype\">Dokument<\/span>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/847f9b69-847f9b69-dossierbaer.jpg\" title=\"Rosmarie B\u00e4r\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" title=\"Rosmarie B\u00e4r\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/847f9b69-847f9b69-dossierbaer.jpg\" alt=\"Rosmarie B\u00e4r\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 12. Juni 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Rosmarie B\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Keystone \/ J\u00fcrg M\u00fcller\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Greenpeace:<\/em> \u00abThe future we want\u00bb lautet der Titel des Entwurfs f\u00fcr das Abschlussdokument der UNO-Konferenz Rio+20, die im kommenden Juni, 20 Jahre nach dem Erdgipfel, \u00fcber die B\u00fchne gehen soll. Was halten Sie von dem Papier?<\/strong><\/p>\n<p><em>Rosmarie B\u00e4r:<\/em> Es ist ein klarer R\u00fcckschritt, gemessen an den Beschl\u00fcssen des Erdgipfels und an dem, was im wahrsten Sinne des Wortes notwendig w\u00e4re. Man bleibt im Unverbindlichen. Es gibt keine konkreten L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge, nur vage Absichtserkl\u00e4rungen und Appelle. Menschenrechte und soziale Fragen sind nur noch am Rande vermerkt. Das \u00abunvertr\u00e4gliche Konsum- und Produktionsverhalten, vor allem der Industriestaaten\u00bb, wie es in der Agenda 21 hiess, wird nicht in Frage gestellt. Dabei sollte es ja um die Leitlinien f\u00fcr eine gr\u00fcne, nachhaltige Wirtschaft gehen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Und vor 20 Jahren?<\/strong><\/p>\n<p>Da herrschte eine grosse Aufbruchstimmung. Einm\u00fctig wurde die Agenda 21 verabschiedet, das wegweisende Pflichtenheft aller Staaten f\u00fcr das 21. Jahrhundert. Man war sich damals einig, dass Umwelt und Entwicklung zwei Seiten derselben Medaille sind: \u00abDer einzige Weg, der uns eine sichere und bl\u00fchende Zukunft bescheren kann, besteht darin, Umwelt- und Entwicklungsfragen gleichermassen und miteinander anzugehen. Wir m\u00fcssen menschliche Grundbed\u00fcrfnisse befriedigen, den Lebensstandard aller Menschen verbessern und die \u00d6kosysteme wirkungsvoll sch\u00fctzen und verwalten.\u00bb Das unterschreibe ich auch heute noch. Aber wir brauchen mehr denn je verpflichtende Massnahmen und keine Sch\u00f6nrederei.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Fragt man heute junge Leute nach der Agenda 21, dann wissen nur die wenigsten etwas damit anzufangen. Wie kann ein so wegweisendes Papier so in Vergessenheit geraten?<\/strong><\/p>\n<p>Es stimmt. Die Agenda 21 ist zum schubladisierten Papiertiger geworden. Dabei stehen darin konkrete, detaillierte Handlungsanweisungen \u2013 etwa, dass jede Gemeinde mit einer lokalen Agenda 21 die Ziele von Rio auf lokaler Ebene umsetzen und jeder Staat einen Rat f\u00fcr Nachhaltigkeit einsetzen soll, der die Politik und die Verwaltung mit Fachwissen unterst\u00fctzt und Handlungsempfehlungen ausarbeitet. Zahlreiche L\u00e4nder haben dies auch getan. Globale Verpflichtungen sind n\u00e4mlich nationale Hausaufgaben. In der Schweiz hingegen verpuffte die Aufbruchstimmung des Jahres 1992 fast so schnell, wie sie aufgekommen war. Sie war ein laues L\u00fcftchen, leider.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Woran lags?<\/strong><\/p>\n<p>20 Jahre Rio heisst 20 Jahre kollektives Versagen der Politik. Niemand war willens, den versprochenen Paradigmenwechsel einzuleiten. Der Bundesrat hat die nachhaltige Entwicklung nie zur Chefsache gemacht. Er \u00fcbernahm keine F\u00fchrungsarbeit und stellte keine entscheidenden Weichen, nicht einmal, als der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung in die Bundesverfassung aufgenommen wurde. An vielen Orten wurden Aktivit\u00e4ten entfaltet, aber eine in sich koh\u00e4rente nationale Nachhaltigkeitsstrategie haben wir bis heute nicht. Ein Beispiel: Ich war Mitglied des 1998 einberufenen Nachhaltigkeitsrats. Wir hatten kein konkretes Mandat, keine Infrastruktur und schon gar keine finanziellen Mittel. Zwei Jahre sp\u00e4ter erreichte mich mitten in der Nacht ein Fax: Man danke f\u00fcr den Einsatz, die Aufgaben des Nachhaltigkeitsrats w\u00fcrden k\u00fcnftig in einer Kommission f\u00fcr Raumentwicklung wahrgenommen. Das wars.<\/p>\n<\/p>\n<div id=\"greyleft\">\n<p>Eine nachhaltige Wirtschaft darf nicht weiter wachsen, sie muss in einzelnen Segmenten sogar schrumpfen<span class=\"lastword\">.<\/span> <\/p>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Rio 1992 darf auch als Premiere der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen gelten, die erstmals mit an den Verhandlungstischen sassen. Sie waren seit 1992 an allen einschl\u00e4gigen Konferenzen dabei. Was hat das Engagement der Nichtregierungsorganisationen gebracht?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Bilanz ist \u00fcberwiegend positiv. Die VertreterInnen der Zivilgesellschaft sind von der internationalen B\u00fchne nicht mehr wegzudenken. Sie haben mit fundiertem Sachwissen wichtige Impulse gesetzt und hartn\u00e4ckig ihre Positionen vertreten. Die Agenda 21 anerkennt etwa erstmals die \u00fcberragende Rolle der Frauen. Das w\u00e4re ohne die hartn\u00e4ckige Arbeit der Frauenorganisationen sicher nicht passiert. Und wenn wir von der Schweiz reden: An den Umwelt- und Entwicklungsorganisationen liegt es nicht, dass die Agenda 21 so wenig ernst genommen wurde. Wir waren es, die in den letzten 20 Jahren die Fahne der nachhaltigen Entwicklung hochgehalten haben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Haben die Organisationen auch selbst profitiert?<\/strong><\/p>\n<p>Sie sind professioneller geworden und haben sich international st\u00e4rker vernetzt, auch zwischen S\u00fcd und Nord. Das war ein wichtiger Schritt, um mehr Einfluss zu gewinnen. Dass damit die latente Gefahr besteht, den Kontakt zur eigenen Basis zu Hause zu verlieren, liegt in der Natur der Sache. Es ist deshalb unabdingbar, stets mit beiden F\u00fcssen auch auf dem Boden der Basis zu bleiben. Das gilt f\u00fcr alle Funktionsebenen der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Es braucht heute beide: die Profis mit ihrer Dossier- und Sachkenntnis und die Engagierten, die AktivistInnen, die Ehrenamtlichen, die jede Nichtregierungsorganisation erst glaubw\u00fcrdig zur Vertreterin der Zivilgesellschaft machen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>In der Schweiz wird diese Legitimit\u00e4t immer wieder angezweifelt, j\u00fcngst mit den Kampagnen gegen das Verbandsbeschwerderecht.<\/strong><\/p>\n<p>Da bin ich gelassen. Die Erfolgsbilanz der eingereichten Beschwerden zeigt, wie verantwortungsvoll die NGOs mit dem Instrument umgehen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Umgekehrt suchen manche Nichtregierungsorganisationen die N\u00e4he zu Wirtschaft und Politik, runde Tische werden gegr\u00fcndet, um kleine Verbesserungen in einzelnen Sachfragen zu erreichen. Das k\u00f6nnte man durchaus als sinnvolle Fortsetzung des Engagements bei internationalen Konferenzen interpretieren. Was halten Sie davon?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin nicht begeistert \u2013 schon gar nicht, wenn mit einzelnen Unternehmen kooperiert wird. Die Gefahr, zum \u00abG\u00fctesiegel\u00bb von Greenwashing zu werden, ist zu gross. Glaubw\u00fcrdigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit, unser wichtigstes Kapital, stehen auf dem Spiel. Wie will man einen Konzern, mit dem man eben noch gemeinsame Sache gemacht hat, glaubw\u00fcrdig kritisieren, wenn es darauf ankommt?<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Dasselbe liesse sich doch auch hinsichtlich der Teilnahme an grossen Konferenzen sagen.<\/strong><\/p>\n<p>Nein. Da haben die Nichtregierungsorganisationen ja Beobachterstatus. Sie machen Lobby- und \u00dcberzeugungsarbeit und pr\u00e4sentieren eigene Positionen. Sie reden mit, sie k\u00f6nnen aber nicht mitentscheiden. Das bewahrt ihnen jede Freiheit zur Kritik, die absolut unabdingbar ist und bleibt, gerade angesichts der aktuellen Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Sie ziehen 20 Jahre nach Rio eine ern\u00fcchternde Bilanz: Die damaligen Ziele sind nicht nur deutlich verfehlt worden, sondern stehen teilweise gar nicht mehr im Fokus. Wie sollen sich Nichtregierungsorganisationen k\u00fcnftig an internationalen Konferenzen verhalten?<\/strong><\/p>\n<p>Das Wichtigste ist, mit einer Stimme zu sprechen. Die Wirtschaftslobby hat l\u00e4ngst Position bezogen zu Rio+20, um den Privatsektor schon im Vorfeld ins gr\u00fcne Licht zu r\u00fccken. Hier braucht es eine Gegenstimme, die sich deutlich und mit klaren Zielsetzungen zu Wort meldet. Das schaffen die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen nur, wenn sie geschlossen auftreten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Und inhaltlich?<\/strong><\/p>\n<p>Der vorliegende Textentwurf ist in dieser Form indiskutabel. F\u00fcr solche Allgemeinpl\u00e4tze braucht es keine neue Konferenz. Die Nichtregierungsorganisationen sollten in Rio der Staatengemeinschaft und ihren Regierungen zu Hause einen Gegenentwurf vorlegen, der die Lebensgrundlagen sch\u00fctzt und die Basis f\u00fcr eine gemeinsame Zukunft der Menschheit bildet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Selbst dann: Wird das genug sein?<\/strong><\/p>\n<p>Nein. So wie heute \u00fcber gr\u00fcne Wirtschaft geredet wird, muss zwangsl\u00e4ufig der Eindruck entstehen, man k\u00f6nne mit neuen Technologien und mehr Effizienz nicht nur unsere Probleme l\u00f6sen, sondern auch noch stattliche Wachstumsraten erzielen. Das ist schlicht nicht m\u00f6glich. Es gibt eine einfache Wahrheit, die auch mit dem Adjektiv \u00abgr\u00fcn\u00bb nicht umzustossen ist: In einer begrenzten Welt ist unbegrenztes Wachstum nicht m\u00f6glich. Unsere Erde ist ein begrenzter Raum. Der Boden und die nicht erneuerbaren Ressourcen wachsen nicht nach. Die Biosph\u00e4re kann nicht endlos Schadstoffe aufnehmen. Wir m\u00fcssen also Klartext reden, auch wenn das niemand h\u00f6ren will: Eine nachhaltige, die Lebensgrundlagen sichernde Wirtschaft darf nicht weiter wachsen, sie muss in einzelnen Segmenten sogar schrumpfen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das heisst, die Grenzen des Wachstums sind erreicht?<\/strong><\/p>\n<p>Am Eingang des Apollo-Tempels in Delphi steht: \u00abVon nichts zu viel.\u00bb Das ist wohl die erste bekannte Definition von Suffizienz. Diesen Begriff f\u00fcrchten die Politik und leider auch viele Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wie der Teufel das Weihwasser. Sie haben Angst, als Verzichtsmuffel und G\u00fcrtel-enger-schnallen-Apostel abgestempelt zu werden. Aber Suffizienz heisst nicht Verzicht. Es ist eine \u00ab\u00d6konomie des Genug\u00bb. Ein bedenkenswerter Vorschlag kommt aus Sri Lanka von Mohan Munasinghe, dem Vizepr\u00e4sidenten des Weltklimarats. Er empfiehlt, sich auf die 1,4 Milliarden Menschen zu konzentrieren, die das reichste F\u00fcnftel der Weltbev\u00f6lkerung ausmachen. Sie verbrauchen vier F\u00fcnftel der Produkte \u2013 das Sechzigfache dessen, was das \u00e4rmste F\u00fcnftel der Menschheit zur Verf\u00fcgung hat. Das heisst: Bei uns machen schon kleine Einsparungen einen grossen Unterschied. Es geht um Gerechtigkeit jenseits von Wachstum. Bedingungen und M\u00f6glichkeiten einer Wirtschaft nach dem Wachstum sind jetzt auszuloten. Das ist die grosse Herausforderung des 21. Jahrhunderts.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/fbe157d2-fbe157d2-laif-01852507.jpg\" title=\"Klimagipfel in Kopenhagen (7. Dezember 2009)\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl08_Image1\" title=\"Klimagipfel in Kopenhagen (7. Dezember 2009)\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/fbe157d2-fbe157d2-laif-01852507.jpg\" alt=\"Klimagipfel in Kopenhagen (7. Dezember 2009)\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 12. Juni 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Klimagipfel in Kopenhagen (7. Dezember 2009)<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Christoph Bangert \/Laif\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das klingt angesichts der vorherrschenden Meinung wenig hoffnungsvoll.<\/strong><\/p>\n<p>Hoffnung, schrieb Vaclav Havel, sei die F\u00e4higkeit, f\u00fcr das Gelingen einer Sache zu arbeiten in der Gewissheit, dass etwas einen guten Sinn hat, egal wie es am Ende ausgeht. Diese Hoffnung allein sei es, die uns die Kraft gebe, zu leben und Neues zu wagen, selbst unter Bedingungen, die uns vollkommen hoffnungslos erscheinen. Das gilt f\u00fcr alle Menschen, auch f\u00fcr mich, die ich jetzt im Ruhegang bin.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zur Person: Rosmarie B\u00e4r, Jahrgang 1947, war von 1996 bis 2010 Koordinatorin f\u00fcr Entwicklungspolitik bei Alliance Sud und verantwortlich f\u00fcr das Dossier Nachhaltige Entwicklung. Von 1987 bis 1995 sass sie f\u00fcr die Gr\u00fcnen im Nationalrat.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"listings items\">\n<h3 title=\"Diesen Artikel als PDF downloaden\">Diesen Artikel als PDF downloaden<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"ccsnlink\">\n    <a title='\"WIr m\u00fcssen mit einer Stimme sprechen (PDF, Magazin Nr. 1 2012)' href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/GP_2_12_D_Web-Baer.pdf\">&#171;WIr m\u00fcssen mit einer Stimme sprechen (PDF, Magazin Nr. 1 2012)<\/a><br \/>\n    <span class=\"contenttype\">Dokument<\/span>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rosmarie B\u00e4r hat seit dem Erdgipfel von Rio 1992 an allen internationalen Folgekonferenzen als Vertreterin der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen in der offiziellen Schweizer Delegation teilgenommen. 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