{"id":13696,"date":"2012-06-12T00:00:00","date_gmt":"2012-06-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13696\/basler-chemische-industrie-haelt-in-bonfol-versprechen-nicht-ein\/"},"modified":"2019-05-30T12:12:52","modified_gmt":"2019-05-30T10:12:52","slug":"basler-chemische-industrie-haelt-in-bonfol-versprechen-nicht-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13696\/basler-chemische-industrie-haelt-in-bonfol-versprechen-nicht-ein\/","title":{"rendered":"Basler Chemische Industrie h\u00e4lt in Bonfol Versprechen nicht ein"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/baf0adc9-baf0adc9-120612_bonfol.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/baf0adc9-baf0adc9-120612_bonfol.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 12. Juni 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Greenpeace zeigt in der N\u00e4he der Chemiem\u00fclldeponie Bonfol, dass es der Basler Chemischen Industrie (BCI) auf die Finger schaut.<br \/>\n07\/13\/2005, \u00a9 Ex-Press \/ David Adair\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Basler Chemische Industrie (BCI, u.a. Novartis, Roche, BASF, Syngenta) hat das Versprechen nicht eingehalten, dass die Arbeiter beim Ausgraben der Chemiem\u00fclldeponie Bonfol nicht mehr giftigen Schadstoffen ausgesetzt sind als auf normalen Baustellen. <a href=\"http:\/\/www.martinforter.ch\/\">Dies belegen interne Dokumente, die das Collectif Bonfol (CB), dem auch Greenpeace angeh\u00f6rt, nun ver\u00f6ffentlicht hat.<\/a><\/p>\n<p>Was war geschehen?\u00a0 Im Mai 2010 hatte der Kanton Jura die BCI beauftragt, die Konzentration von zw\u00f6lf Schadstoffen in der Luft innerhalb der Schutzanz\u00fcge (Stufe 5) von Arbeitern in der Abfallbearbeitungshalle (Lot B) zu messen. Denn: Wenn Schadstoffe durch einen Schutzanzug hindurch gelangen, besteht die Gefahr, dass die Giftstoffe via die Haut in den K\u00f6rper der Arbeiter gelangen.\u00a0 Und tats\u00e4chlich: Im Mai 2010 wies das Labor Encoma in den Schutzanz\u00fcgen bis zu elf der gesuchten zw\u00f6lf Schadstoffe nach. Der Wert f\u00fcr Benzol \u00fcberschritt zum Teil die maximale zul\u00e4ssige Arbeitsplatzkonzentration (Mak-Wert) sogar zum Teil innerhalb des Anzugs, wie aus dem bisher unver\u00f6ffentlichten Analysebericht vom 22. Mai 2010 hervorgeht. Encoma folgert: \u00abDie Anz\u00fcge der Schutzstufe 5 beim Los B lassen eine Diffusion der Schadstoffe zu.\u00bb Sie liege nach einer Zeitspanne von drei Stunden zum Teil \u00abgleich hoch wie ausserhalb des Anzugs.\u00bb Encoma folgert: Die Verwendung der Schutzanz\u00fcge der Schutzstufe 5\u00a0 im Lot B \u00abist zu \u00fcberdenken\u00bb.<\/p>\n<p>Neben den zw\u00f6lf gesuchten Schadstoffen hat es noch zahlreiche andere Giftstoffe in der Luft der Bonfol-Hallen. Diese k\u00f6nnen \u2013 wie die gemessenen Schadstoffe \u2013 ebenfalls durch die Schutzanz\u00fcge eindringen, sind aber teilweise nicht messbar bzw. \u00fcber ihre Giftigkeit ist nichts bekannt. Passieren solche Schadstoffe die Schutzanz\u00fcge, setzt die BCI ihre Arbeiter\u00a0 schwer einsch\u00e4tzbaren Risiken aus.<\/p>\n<p>Am 30. Juni 2010 scheiterten weitere Messungen in den Schutzanz\u00fcgen von  Lot B, weil die Feuchtigkeit darin zu hoch ist. Am 7. Juli 2010  ereignete sich in der Aushubhalle Lot A eine schwere Explosion. Ein  Arbeiter wurde verletzt. Zudem trat aus der Halle eine Chemiestaub-Wolke  aus. Fast ein Jahr lang standen die Arbeiten still. Am 18. Mai 2011  nahm die BCI die Aushubarbeiten wieder auf. Im Lot B aber verpackten die  Arbeiter wie vor der Explosion den Chemieabfall weiterhin in Anz\u00fcgen  der ungen\u00fcgenden Schutzstufe 5 f\u00fcr den Abtransport, wie aus dem  erw\u00e4hnten unver\u00f6ffentlichten Protokoll hervorgeht.<\/p>\n<p>Zwar behauptet die BCI in ihren Sanierungsberichten, in der  Deponie Bonfol sei Benzol der wichtigste und gef\u00e4hrlichste Schadstoff.  Wie erw\u00e4hnt hat die BCI Benzol auch innerhalb der Schutzkleidung der  Arbeiter sogar \u00fcber den Mak-Wert gemessen. Doch im September 2011  geschieht gem\u00e4ss Informationen der \u00abTageswoche\u00bb erstaunliches: Benzol  wird als wenig aussagekr\u00e4ftig bezeichnet und aus dem  Untersuchungsprogramm der Arbeiter gestrichen. Dies geschieht einen  Monat nachdem der jurassische Arbeitsinspektor Parrat im August 2011  festgehalten hatte, das Problem der Schutzanz\u00fcge der Stufe 5 sei noch  immer nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Unterdessen setze man die Anz\u00fcge mit sauberer Luft unter \u00dcberdruck,  damit keine Schadstoffe eindringen k\u00f6nnen, wie die BCI gegen\u00fcber dem  \u00abJournal du Jura\u00bb und der \u00abTagesWoche\u00bb betonen. Jedoch: Je nach  Einsatzgebiet der Arbeiter sei es noch immer m\u00f6glich, dass Anz\u00fcge mit  unterschiedlichem Schutzniveau zum Einsatz k\u00e4men.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 12. 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