{"id":13924,"date":"2012-04-04T00:00:00","date_gmt":"2012-04-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13924\/gasleck-jetzt-werden-die-proben-ausgewertet\/"},"modified":"2019-05-30T12:19:24","modified_gmt":"2019-05-30T10:19:24","slug":"gasleck-jetzt-werden-die-proben-ausgewertet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13924\/gasleck-jetzt-werden-die-proben-ausgewertet\/","title":{"rendered":"Gasleck: Jetzt werden die Proben ausgewertet"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>        Dienstag, 3. April 2012<br \/>\n        Ein Greenpeace-Experte nimmt Wasserproben um die Auswirkungen des Unfalls auf der F\u00f6rderplattform Elgin zu untersuchen.<\/p>\n<p>            \u00a9 Joerg Modrow \/ Greenpeace<\/p>\n<p>Nachdem Greenpeace-Aktivisten Wasser- und Luftproben rund um die havarierte Plattform Elgin Wellhead genommen haben, sind sie heute Mittwoch morgen mit der\u00a0K\u00f6nigin Juliana\u00a0wieder in Cuxhaven angekommen. Nun gehen die Proben ins Labor  und werden ausgewertet. Die Ergebnisse sind in ein bis zwei Wochen zu  erwarten.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8909aab0-8909aab0-wasserprobe_elgin.jpg\" title=\"Ein Greenpeace-Experte nimmt Wasserproben um die Auswirkungen des Unfalls auf der F\u00f6rderplattform Elgin zu untersuchen.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Ein Greenpeace-Experte nimmt Wasserproben um die Auswirkungen des Unfalls auf der F\u00f6rderplattform Elgin zu untersuchen.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8909aab0-8909aab0-wasserprobe_elgin.jpg\" alt=\"Ein Greenpeace-Experte nimmt Wasserproben um die Auswirkungen des Unfalls auf der F\u00f6rderplattform Elgin zu untersuchen.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 3. April 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Ein Greenpeace-Experte nimmt Wasserproben um die Auswirkungen des Unfalls auf der F\u00f6rderplattform Elgin zu untersuchen.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Joerg Modrow \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Nachdem <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Aktivisten Wasser- und Luftproben rund um die havarierte Plattform <em>Elgin Wellhead<\/em> genommen haben, sind sie heute Mittwoch morgen mit der\u00a0<em>K\u00f6nigin Juliana<\/em>\u00a0wieder in Cuxhaven angekommen. Nun gehen die Proben ins Labor  und werden ausgewertet. Die Ergebnisse sind in ein bis zwei Wochen zu  erwarten.<\/strong><\/p>\n<p>Am Montag untersuchten die <span lang=\"en\">Greenpeacer<\/span> entlang der Sperrzone um die havarierte Gasplattform, <a rel=\"external_link noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/2012\/04\/03\/gaswolke-mit-blosem-auge-sichtbar\/\" target=\"_blank\">wie stark die Umwelt nach dem Unfall belastet ist.<\/a> Sie konnten dabei eine gro\u00dffl\u00e4chige \u00d6lverschmutzung des  Oberfl\u00e4chenwassers feststellen. Mit einer Mittelwellen-Infrarotkamera  haben die Umweltsch\u00fctzer nach der Austrittsstelle des klimasch\u00e4dlichen  Methan-Gases gesucht. Zus\u00e4tzlich hat ein Chemie-Experte mittels gro\u00dfer  Lufts\u00e4cke Proben aus der Atmosph\u00e4re genommen. Die derzeitige Position  des Schiffes wird auf <a href=\"http:\/\/yb.tl\/EMSKoniginJuliana\">dieser Karte<\/a> angezeigt.<\/p>\n<p>Total hat am Montag bekanntgegeben, dass trotz Explosionsgefahr ein  Expertenteam mit Spezialausr\u00fcstung auf die Plattform geschickt werden  solle, um das Leck zu stopfen. Am Freitag hat Total erkl\u00e4rt, dass  Arbeiter auf der <em>Elgin<\/em> bereits seit \u00fcber einem Monat mit  Problemen zu k\u00e4mpfen hatten. Man habe bis zur Evakuierung am vergangenen  Sonntag jedoch versucht, die Schwierigkeiten unter Kontrolle zu  bringen.<\/p>\n<p>Am Samstag hat die Betreiberfirma Total best\u00e4tigt, dass eine zuletzt  noch brennende Fackel auf der Plattform von selbst erloschen sei. Es war  bef\u00fcrchtet worden, dass die austretende Gaswolke an der Fackel, die  normalerweise \u00fcbersch\u00fcssiges Gas verbrennt, explodieren k\u00f6nnte. Das Leck  will Total auf der Plattform selbst lokalisiert haben &#8211; also \u00fcber dem  Meeresspiegel. Vor Ort wurde eine Sperrzone, sowohl im Wasser als auch  in der Luft, errichtet. Damit kann momentan niemand nah an die Plattform  heran &#8211; auch nicht die Fachkr\u00e4fte, die das Problem beheben sollen.<\/p>\n<p><span lang=\"en\"><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c0fbec92-c0fbec92-120404__gaswolke_elgin_gp03v9t.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c0fbec92-c0fbec92-120404__gaswolke_elgin_gp03v9t.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Mittwoch, 4. April 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Midwave-Infrarot-Kamera-Aufnahme der Elgin Plattform (Total) in der Nordsee vor Schottland. Die Plattform hat ein Leck an einem der Bohrl\u00f6cher und Methangas tritt aus. Das Infrarot-Bild von Greenpeace zeigt die Ausbreitung der Gaswolke. Pink bedeutet w\u00e4rmer als blau. \u00a9 Greenpeace\/TIB\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Greenpeace<\/span>-Mitarbeiter waren bereits mit einem FLugzeug vor Ort, um sich die Situation selbst anzuschauen. <q>Wir sind nicht nah genug herangekommen<\/q>, sagt <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Sprecher  Kai Britt. Die Mitarbeiter hatten von dem Flugzeug aus Aufnahmen mit  einer W\u00e4rmebildkamera und mit Spezialkameras zur Gaserkennung gemacht.  Zu sehen war allerdings nur, dass es einen Gasaustritt gibt. Kai Britt  vermutet, dass es sich um Methan handelt.<\/p>\n<h3>Notfallszenarien von \u00d6lkonzernen werden der Realit\u00e4t nicht gerecht<\/h3>\n<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5aa821e9-5aa821e9-132550ced2.jpg\" title=\"Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen nimmt Luftproben an der Elgin-Sperrzone \"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl06_Image1\" title=\"Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen nimmt Luftproben an der Elgin-Sperrzone \" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5aa821e9-5aa821e9-132550ced2.jpg\" alt=\"Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen nimmt Luftproben an der Elgin-Sperrzone \" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 3. April 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen nimmt Luftproben an der Elgin-Sperrzone <\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Joerg Modrow \/ Germany\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Laut Angaben der Betreiberfirma Total ist noch unklar, wie das Problem  gel\u00f6st werden soll. M\u00f6glich ist eine sogenannte Entlastungsbohrung. Um  die durchzuf\u00fchren, k\u00f6nnen aber sechs Monate ins Land gehen. In dieser  Zeit w\u00fcrden umgerechnet 800.000 Tonnen <abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-\u00c4quivalente entstehen. Das entpricht ungef\u00e4hr der Menge an <abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>,  die 400.000 Autos pro Jahr aussto\u00dfen. Die Zahl basiert auf einer  Rechnung, die vom Aussto\u00df von zwei Kilogramm Methan pro Sekunde am Leck  der Plattform ausgeht.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, das Problem in der Nordsee in den Griff zu  bekommen, ist, das Leck mithilfe von Schlamm zu verschlie\u00dfen. Am  liebsten aber w\u00e4re es dem \u00d6lkonzern, wenn das Gas von selbst versiegt.  Dass die Realit\u00e4t nicht so einfach ist wie in Notfallszenarien der  \u00d6lkonzerne oftmals dargestellt, wird in der jetzigen Situation einmal  mehr klar. Trotzdem gehen die Konzerne auf ihrer Jagd nach mehr Profit  bei der Gas- und \u00d6lgewinnung immer gr\u00f6\u00dfere Risiken ein.<\/p>\n<h3>F\u00fcr mehr Profit nehmen \u00d6lkonzerne die Zerst\u00f6rung wertvoller \u00d6kosysteme in Kauf<\/h3>\n<p><span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> hat in der Vergangenheit <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/nachrichten\/artikel\/oelunfall_in_der_nordsee_jederzeit_moeglich\/\">bei Fl\u00fcgen \u00fcber der Nordsee dokumentiert<\/a>,  dass auch im normalen Betrieb &#8211; ohne Zwischenfall &#8211; \u00d6l austritt. Die  durch \u00d6l- und Gasplattformen verursachte Verschmutzung ist aus der Luft  deutlich in Form von \u00d6lteppichen sichtbar. Bei der F\u00f6rderung eines  Gemischs aus \u00d6l, Gas und Wasser bleibt das sogenannte Produktionswasser  \u00fcbrig. Dieses Wasser wird ins Meer geleitet &#8211; mitsamt der Restmengen an  \u00d6l. Die enthaltenen Schadstoffe k\u00f6nnen so in die Nahrungskette gelangen  und sich in Meereslebewesen anreichern.<\/p>\n<p>Shells Pl\u00e4ne, in der Arktis nach \u00d6l zu bohren, sind ein weiteres  Beispiel daf\u00fcr, dass die Konzerne trotz zahlreicher Unf\u00e4lle in der  Vergangenheit noch immer so tun, als ob die Risiken kalkulierbar seien.  Ein \u00d6lunfall in dieser Region h\u00e4tte katastrophale Folgen f\u00fcr das  hochsensible und einzigartige \u00d6kosystem. <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> hat bereits mit Aktionen <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/nachrichten\/artikel\/protest_gegen_zerstoerung_der_arktis\/\">Ende Februar<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/nachrichten\/artikel\/protest_gegen_oelbohrungen_von_shell_in_der_arktis\/\">Mitte M\u00e4rz<\/a> gegen Shells Pl\u00e4ne protestiert.<\/p>\n<p><q>Gas- und \u00d6lbohrungen k\u00f6nnen nie sicher sein<\/q>, sagt Kai Britt, Sprecher von <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>. <q>Es gibt immer die Gefahr einer Katastrophe, sowohl f\u00fcr Arbeiter als auch f\u00fcr die Umwelt.<\/q><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"listings items multy-border\">\n<h3 title=\"Weitere Informationen\">Weitere Informationen<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"flexible-height\">\n    <a title=\"Bisherige News chronologisch\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/System-templates\/Search-results\/?sort=easysearch_startpublishshort\" target=\"1&amp;all=elgin\" rel=\"noopener noreferrer\">Bisherige News chronologisch<\/a>\t<\/p>\n<p class=\"contenttype\">Link<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"flexible-height\">\n    <a title=\"\u00dcbersicht zum Thema von Greenpeace Deutschland\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00dcbersicht zum Thema von Greenpeace Deutschland<\/a>\t<\/p>\n<p class=\"contenttype\">Link<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"flexible-height\">\n    <a title='Blog von Bj\u00f6rn Jettka, Crewmitglied auf der \"K\u00f6nigin Juliane\"' href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/?s=elgin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blog von Bj\u00f6rn Jettka, Crewmitglied auf der &#171;K\u00f6nigin Juliane&#187;<\/a>\t<\/p>\n<p class=\"contenttype\">Link<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"flexible-height\">\n    <a title=\"Position des Schiffs\" href=\"http:\/\/yb.tl\/EMSKoniginJuliana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Position des Schiffs<\/a>\t<\/p>\n<p class=\"contenttype\">Link<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a title=\"Spenden Sie f\u00fcr den Kampf gegen \u00d6l- und Gasbohrungen.\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/donate?utm_source=arctic&amp;utm_medium=leaderboard&amp;utm_campaign=arctic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/banner_bohrinsel.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"140\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Dienstag, 3. 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