{"id":13929,"date":"2012-03-31T00:00:00","date_gmt":"2012-03-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13929\/gasleck-greenpeace-experten-auf-dem-weg-zur-ungluecksplattform\/"},"modified":"2019-05-30T12:19:29","modified_gmt":"2019-05-30T10:19:29","slug":"gasleck-greenpeace-experten-auf-dem-weg-zur-ungluecksplattform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13929\/gasleck-greenpeace-experten-auf-dem-weg-zur-ungluecksplattform\/","title":{"rendered":"Gasleck: Greenpeace-Experten auf dem Weg zur Ungl\u00fccksplattform"},"content":{"rendered":"<p><b>Knapp eine Woche nach Entdeckung des Gaslecks an der Erdgas-Plattform Elgin in der Nordsee haben sich am Samstag Greenpeace-Experten aus Cuxhaven auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Unterdessen hat die Betreiberfirma Total erkl\u00e4rt, dass eine zuletzt noch brennende Fackel auf der Plattform von selbst erloschen sei. Es war bef\u00fcrchtet worden, dass die austretende Gaswolke an der Fackel, die normalerweise \u00fcbersch\u00fcssiges Gas verbrennt, explodieren k\u00f6nnte.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Knapp eine Woche nach Entdeckung des Gaslecks an der Erdgas-Plattform Elgin in der Nordsee haben sich am Samstag Greenpeace-Experten aus Cuxhaven auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Unterdessen hat die Betreiberfirma Total erkl\u00e4rt, dass eine zuletzt noch brennende Fackel auf der Plattform von selbst erloschen sei. Es war bef\u00fcrchtet worden, dass die austretende Gaswolke an der Fackel, die normalerweise \u00fcbersch\u00fcssiges Gas verbrennt, explodieren k\u00f6nnte.<\/strong><\/p>\n<p>Die Greenpeace-Experten wollen in der Nordsee konkrete Informationen zur Lage einholen: Anhand von Luftmessungen und der Entnahme von Wasser- und Bodenproben wollen sie die Belastung der Umwelt dokumentieren. Mithilfe einer Infrarotkamera soll au\u00dferdem gepr\u00fcft werden, ob die Angaben von Total zur undichten Stelle auf der Plattform stimmen.<\/p>\n<p>Der Informationsfluss seitens des franz\u00f6sischen \u00d6lkonzerns Total ist weiter v\u00f6llig unzureichend. So hat das Unternehmen erst am Freitag bekannt gegeben, dass Arbeiter auf der Elgin bereits seit \u00fcber einem Monat mit Problemen zu k\u00e4mpfen hatten. Man habe bis zur Evakuierung am vergangenen Sonntag jedoch versucht, die Schwierigkeiten unter Kontrolle zu bringen.<\/p>\n<p>Total will das Leck auf der Plattform selbst lokalisiert haben &#8211; also \u00fcber dem Meeresspiegel. Es sieht aber immer noch so aus, als ob die Arbeiten zur Verbesserung der Lage vorerst nicht beginnen k\u00f6nnen. Vor Ort wurde eine Sperrzone, sowohl im Wasser als auch in der Luft, errichtet. Damit kann momentan niemand nah an die Plattform heran &#8211; auch nicht die Fachkr\u00e4fte, die das Problem beheben sollen. Greenpeace-Mitarbeiter waren bereits mit einem FLugzeug vor Ort, um sich die Situation selbst anzuschauen.<\/p>\n<p>\u201cWir sind nicht nah genug herangekommen\u201d, sagt Greenpeace-Sprecher Kai Britt. Die Mitarbeiter hatten von dem Flugzeug aus Aufnahmen mit einer W\u00e4rmebildkamera und mit Spezialkameras zur Gaserkennung gemacht. Zu sehen war allerdings nur, dass es einen Gasaustritt gibt. Kai Britt vermutet, dass es sich um Methan handelt.<\/p>\n<p><strong>Notfallszenarien von \u00d6lkonzernen werden der Realit\u00e4t nicht gerecht<\/strong><\/p>\n<p>Laut Angaben der Betreiberfirma Total ist noch unklar, wie das Problem gel\u00f6st werden soll. M\u00f6glich ist eine sogenannte Entlastungsbohrung. Um die durchzuf\u00fchren, k\u00f6nnen aber sechs Monate ins Land gehen. In dieser Zeit w\u00fcrden umgerechnet 800.000 Tonnen CO2-\u00c4quivalente entstehen. Das entpricht ungef\u00e4hr der Menge an CO2, die 400.000 Autos pro Jahr aussto\u00dfen. Die Zahl basiert auf einer Rechnung, die vom Aussto\u00df von zwei Kilogramm Methan pro Sekunde am Leck der Plattform ausgeht.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, das Problem in der Nordsee in den Griff zu bekommen, ist, das Leck mithilfe von Schlamm zu verschlie\u00dfen. Am liebsten aber w\u00e4re es dem \u00d6lkonzern, wenn das Gas von selbst versiegt. Dass die Realit\u00e4t nicht so einfach ist wie in Notfallszenarien der \u00d6lkonzerne oftmals dargestellt, wird in der jetzigen Situation einmal mehr klar. Trotzdem gehen die Konzerne auf ihrer Jagd nach mehr Profit bei der Gas- und \u00d6lgewinnung immer gr\u00f6\u00dfere Risiken ein.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr mehr Profit nehmen \u00d6lkonzerne die Zerst\u00f6rung wertvoller \u00d6kosysteme in Kauf<\/strong><\/p>\n<p>Shells Pl\u00e4ne, in der Arktis nach \u00d6l zu bohren, sind ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, dass die Konzerne trotz zahlreicher Unf\u00e4lle in der Vergangenheit noch immer so tun, als ob die Risiken kalkulierbar seien. Ein \u00d6lunfall in dieser Region h\u00e4tte katastrophale Folgen f\u00fcr das hochsensible und einzigartige \u00d6kosystem. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-kletterer-ketten-sich-an-shell-eis\/blog\/39546\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace hat bereits mit Aktionen Ende Februar und Mitte M\u00e4rz gegen Shells Pl\u00e4ne protestiert.<\/a><\/p>\n<h4>Online-Petition zum Schutz der Arktis<\/h4>\n<p><a href=\"\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Stromzukunft-Schweiz\/Klima\/arctic-impacts\/arctic\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cbd5a7b2-cbd5a7b2-110907_petition.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"72\"><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Gas- und \u00d6lbohrungen k\u00f6nnen nie sicher sein, sagt Kai Britt, Sprecher von Greenpeace. Es gibt immer die Gefahr einer Katastrophe, sowohl f\u00fcr Arbeiter als auch f\u00fcr die Umwelt.<\/p>\n<p><a title=\"Spenden Sie f\u00fcr den Kampf gegen \u00d6l- und Gasbohrungen.\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/donate?utm_source=arctic&amp;utm_medium=leaderboard&amp;utm_campaign=arctic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/banner_bohrinsel.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"140\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp eine Woche nach Entdeckung des Gaslecks an der Erdgas-Plattform Elgin in der Nordsee haben sich am Samstag Greenpeace-Experten aus Cuxhaven auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":13931,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-13929","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13929"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13929\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13929"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=13929"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=13929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}