{"id":13936,"date":"2012-03-29T00:00:00","date_gmt":"2012-03-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13936\/explosionsgefahr-durch-gasleck-in-der-nordsee\/"},"modified":"2019-05-30T12:19:40","modified_gmt":"2019-05-30T10:19:40","slug":"explosionsgefahr-durch-gasleck-in-der-nordsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13936\/explosionsgefahr-durch-gasleck-in-der-nordsee\/","title":{"rendered":"Explosionsgefahr durch Gasleck in der Nordsee"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>        Donnerstag, 29. M\u00e4rz 2012<br \/>\n        Gasplattform Elgin.<\/p>\n<p>            Von blossem Auge nicht erkennbar, auf der Infrarotaufnahme deutlich zu erkennen: Die Gasflamme, die normalerweise \u00fcbersch\u00fcssiges Gas verbrennt lodert noch immer. Im ung\u00fcnstigsten Fall f\u00fchrt dies dazu, dass sich aufsteigendes Gas bei einer gigantischen Explosion entz\u00fcndet.<br \/>\n\u00a9 Greenpeace \/ TIB<\/p>\n<p>Noch immer str\u00f6mt ungehindert Gas aus dem Leck der Bohrinsel Elgin in die Nordsee. Es besteht nach wie vor das Risiko einer Explosion.Knapp eine Woche nach Entdeckung des Gaslecks an der Erdgas-Plattform Elgin in der Nordsee haben sich am Samstag Greenpeace-Experten aus Cuxhaven auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Mit Luftmessungen, Infrarotkameras und Wasser- und Bodenproben wollen sie die Belastung der Umwelt dokumentieren und die Angaben von Total \u00fcberpr\u00fcfen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/49c1921e-49c1921e-elgin_3zu2_ir.jpg\" title=\"Gasplattform Elgin.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Gasplattform Elgin.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/49c1921e-49c1921e-elgin_3zu2_ir.jpg\" alt=\"Gasplattform Elgin.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Donnerstag, 29. M\u00e4rz 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Gasplattform Elgin.<\/strong><\/p>\n<p>\n            Von blossem Auge nicht erkennbar, auf der Infrarotaufnahme deutlich zu erkennen: Die Gasflamme, die normalerweise \u00fcbersch\u00fcssiges Gas verbrennt lodert noch immer. Im ung\u00fcnstigsten Fall f\u00fchrt dies dazu, dass sich aufsteigendes Gas bei einer gigantischen Explosion entz\u00fcndet.<br \/>\n\u00a9 Greenpeace \/ TIB\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Noch immer str\u00f6mt ungehindert Gas aus dem Leck der Bohrinsel Elgin in die Nordsee. Es besteht nach wie vor das Risiko einer Explosion.<\/strong><\/p>\n<p>Knapp eine Woche nach Entdeckung des Gaslecks an der Erdgas-Plattform Elgin in der Nordsee haben sich am Samstag Greenpeace-Experten aus Cuxhaven auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Mit Luftmessungen, Infrarotkameras und Wasser- und Bodenproben wollen sie die Belastung der Umwelt dokumentieren und die Angaben von Total \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Vor Ort wurde eine Sperrzone, sowohl im Wasser als auch in der Luft, errichtet. Damit kann momentan niemand nah an die Plattform heran &#8211; auch nicht die Fachkr\u00e4fte, die das Problem beheben sollen. Greenpeace-Mitarbeiter waren bereits vor einigen Tagen vor Ort, um sich die Situation aus der Luft selbst anzuschauen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/34929_68466.jpg\">&gt; Download Infrarot Bild hochaufl\u00f6send<\/a><\/p>\n<h4>Notfallszenarien von \u00d6lkonzernen werden der Realit\u00e4t nicht gerecht<\/h4>\n<p>Laut Angaben der Betreiberfirma Total ist noch unklar, wie das Problem gel\u00f6st werden soll. M\u00f6glich ist eine sogenannte Entlastungsbohrung. Um die durchzuf\u00fchren, k\u00f6nnen aber sechs Monate ins Land gehen. In dieser Zeit w\u00fcrden umgerechnet 800.000 Tonnen CO2-\u00c4quivalente entstehen. Das entpricht ungef\u00e4hr der Menge an CO2, die 400.000 Autos pro Jahr aussto\u00dfen. Die Zahl basiert auf einer Rechnung, die vom Aussto\u00df von zwei Kilogramm Methan pro Sekunde am Leck der Plattform ausgeht.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, das Problem in der Nordsee in den Griff zu bekommen, ist, das Leck mithilfe von Schlamm zu verschlie\u00dfen. Am liebsten aber w\u00e4re es dem \u00d6lkonzern, wenn das Gas von selbst versiegt. Dass die Realit\u00e4t nicht so einfach ist wie in Notfallszenarien der \u00d6lkonzerne oftmals dargestellt, wird in der jetzigen Situation einmal mehr klar. Trotzdem gehen die Konzerne auf ihrer Jagd nach mehr Profit bei der Gas- und \u00d6lgewinnung immer gr\u00f6\u00dfere Risiken ein.<\/p>\n<h4>F\u00fcr mehr Profit nehmen \u00d6lkonzerne die Zerst\u00f6rung wertvoller \u00d6kosysteme in Kauf<\/h4>\n<p>Greenpeace hat in der Vergangenheit <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/oel\/nachrichten\/artikel\/oelunfall_in_der_nordsee_jederzeit_moeglich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bei Fl\u00fcgen \u00fcber der Nordsee dokumentiert<\/a>, dass auch im normalen Betrieb &#8211; ohne Zwischenfall &#8211; \u00d6l austritt. Die durch \u00d6l- und Gasplattformen verursachte Verschmutzung ist aus der Luft deutlich in Form von \u00d6lteppichen sichtbar. Bei der F\u00f6rderung eines Gemischs aus \u00d6l, Gas und Wasser bleibt das sogenannte Produktionswasser \u00fcbrig. Dieses Wasser wird ins Meer geleitet &#8211; mitsamt der Restmengen an \u00d6l. Die enthaltenen Schadstoffe k\u00f6nnen so in die Nahrungskette gelangen und sich in Meereslebewesen anreichern.<\/p>\n<p>Shells Pl\u00e4ne, in der Arktis nach \u00d6l zu bohren, sind ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, dass die Konzerne trotz zahlreicher Unf\u00e4lle in der Vergangenheit noch immer so tun, als ob die Risiken kalkulierbar seien. Ein \u00d6lunfall in dieser Region h\u00e4tte katastrophale Folgen f\u00fcr das hochsensible und einzigartige \u00d6kosystem. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-kletterer-ketten-sich-an-shell-eis\/blog\/39546\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace hat bereits mit Aktionen Ende Februar und Mitte M\u00e4rz gegen Shells Pl\u00e4ne protestiert.<\/a><\/p>\n<h4>Online-Petition zum Schutz der Arktis<\/h4>\n<p><a href=\"\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Stromzukunft-Schweiz\/Klima\/arctic-impacts\/arctic\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/110907_petition.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"72\"><\/a><\/p>\n<p><strong>\u201cGas- und \u00d6lbohrungen k\u00f6nnen nie sicher sein\u201d, sagt Kai Britt, Sprecher von Greenpeace. \u201cEs gibt immer die Gefahr einer Katastrophe, sowohl f\u00fcr Arbeiter als auch f\u00fcr die Umwelt.\u201d<\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Spenden Sie f\u00fcr den Kampf gegen \u00d6l- und Gasbohrungen.\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/donate?utm_source=arctic&amp;utm_medium=leaderboard&amp;utm_campaign=arctic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/banner_bohrinsel.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"140\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Donnerstag, 29. 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