{"id":14075,"date":"2012-02-23T00:00:00","date_gmt":"2012-02-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14075\/paradies-der-arktis-in-gefahr\/"},"modified":"2022-03-31T10:24:41","modified_gmt":"2022-03-31T08:24:41","slug":"paradies-der-arktis-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14075\/paradies-der-arktis-in-gefahr\/","title":{"rendered":"Paradies der Arktis in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p><b>Der \u00d6lkonzern Shell hat sich zum Ziel gesetzt, gef\u00e4hrliche \u00d6lbohrungen in der Arktis Alaskas durchzuf\u00fchren \u2013 eines der zerbrechlichsten und sch\u00f6nsten Gebiete auf unserem Planeten. Die Arktis ist die Heimat f\u00fcr Lebewesen wie den Eisb\u00e4ren, ein Tier, das es nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Bis vor kurzem hat das Eis der Arktis die \u00d6lindustrie ferngehalten, doch durch den Klimawandel erw\u00e4rmt sich die Region nun schneller als irgendein Ort sonst auf der Welt. Das Eis schmilzt und entfacht einen Ansturm auf das arktische \u00d6l.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Der \u00d6lkonzern Shell hat sich zum Ziel gesetzt, gef\u00e4hrliche \u00d6lbohrungen in der Arktis Alaskas durchzuf\u00fchren \u2013 eines der zerbrechlichsten und sch\u00f6nsten Gebiete auf unserem Planeten. Die Arktis ist die Heimat f\u00fcr Lebewesen wie den Eisb\u00e4ren, ein Tier, das es nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Bis vor kurzem hat das Eis der Arktis die \u00d6lindustrie ferngehalten, doch durch den Klimawandel erw\u00e4rmt sich die Region nun schneller als irgendein Ort sonst auf der Welt. Das Eis schmilzt und entfacht einen Ansturm auf das arktische \u00d6l.<\/p>\n<p>Shell sieht das Abschmelzen nicht als eine wichtige Warnung. Stattdessen sieht der Konzern den R\u00fcckgang des Eises als M\u00f6glichkeit weiter nach \u00d6l zu bohren, dessen Nutzung die Erw\u00e4rmung \u00fcberhaupt erst verursacht hat. Wir finden, das ist Wahnsinn. Es ist als w\u00fcrde man versuchen Feuer mit Benzin zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Es geht aber nicht nur ums Klima. Ein \u00d6lunfall in der Arktis w\u00e4re eine Katastrophe, da die einzigartigen Gegebenheiten in dieser Region eine Reinigungsaktion beinahe unm\u00f6glich machen w\u00fcrden. Experten sagen, dass es in der Arktis bei einem pl\u00f6tzlichen \u00d6laustritt \u00e4hnlich wie dem bei der \u00abDeepwater Horizon-Katastrophe\u00bb mehr als ein Jahr dauern k\u00f6nnte, um diesen wieder unter Kontrolle zu bekommen.<\/p>\n<p>Die schwerwiegenden Ver\u00e4nderungen, die wir in der Arktis beobachten, sind keine Gesch\u00e4ftsoption. Sie sind ein Beweis mehr, dass wir mit dem Wandel zu nachhaltiger, erneuerbarer Energie beginnen m\u00fcssen. Und zwar jetzt, wenn es noch Hoffnung geben soll, unser Klima zu stabilisieren.<\/p>\n<p><strong>Wir <em>k\u00f6nnen <\/em><\/strong><strong>Shell von den \u00d6lbohrungen in der Arktis abhalten. Wir k\u00f6nnen Konzerne davon abhalten, das zerbrechliche \u00d6kosystem des gefrorenen Nordens und die Menschen, die von ihm abh\u00e4ngig sind, zu bedrohen. Aber wir k\u00f6nnen es nicht ohne Sie tun. Bitte werden Sie noch heute aktiv und helfen Sie uns, die \u00d6lfirmen aus der Arktis fernzuhalten!<\/strong><\/p>\n<div class=\"embedded-image-gallery promo general-form\">\n<h2>Arktis<\/h2>\n<\/div>\n<p>Die 10 Hauptgr\u00fcnde, warum \u00d6lbohrungen in der Arktis eine wirklich schlechte Idee sind:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Es ist extrem gef\u00e4hrlich<\/strong>. Das arktische Klima ist eines der rauesten in der Welt und jeder Eingriff ist komplizierter als irgendwo sonst auf der Welt.<\/li>\n<li><strong>Unser Klima kann es sich nicht leisten<\/strong>. Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer sichtbarer und die Gefahr gr\u00f6sser. Nach \u00d6l zu bohren und noch mehr fossile Energietr\u00e4ger zu verbrennen ist daher das Letzte was wir brauchen. Vor allem an einem so sensiblen und unber\u00fchrten Ort wie der Arktis.<\/li>\n<li><strong>Entlastungsbohrungen sind schwieriger durchzuf\u00fchren<\/strong>. Im Falle eines pl\u00f6tzlichen \u00d6laustritts, wie \u00a0bei \u00abDeepwater Horizon\u00bb, muss eine Entlastungsbohrung durchgef\u00fchrt werden, doch das Wintereis verk\u00fcrzt die Bohrsaison dramatisch. Das bedeutet, dass das \u00d6l bis zu zwei Jahre ungehindert ausstr\u00f6men k\u00f6nnte.<\/li>\n<li><strong>\u00d6lbek\u00e4mpfung ist im Eis beinahe unm\u00f6glich<\/strong>. \u00dcbliche Technologien zur Bek\u00e4mpfung der Folgen einer \u00d6lkatastrophe wie Sprengungen werden im dicken Eis unbrauchbar. Laut einem leitenden Beamten einer kanadischen Firma, die auf \u00d6lkatastrophen spezialisiert ist, \u00abgibt es heute keine bekannte L\u00f6sung oder Methode, mit der es tats\u00e4chlich m\u00f6glich ist, ausgelaufenes \u00d6l aus der Arktis zu sammeln.\u00bb<\/li>\n<li><strong>Es gibt nicht ann\u00e4hernd genug Kapazit\u00e4ten f\u00fcr einen \u00d6lkatastrophen-Einsatz <\/strong>Die Arktis ist abgeschieden \u2013 sie hat nur eine kleine Population und wenig technische Hilfsmittel zur Verf\u00fcgung. Etwa 6000 Schiffe wurden gebraucht, um das \u00d6l w\u00e4hrend der \u00abDeepwater Horizon-Katastrophe\u00bb abzutransportieren. Shell hat nur neun Schiffe in ihrem \u00abNotfallsplan\u00bb f\u00fcr das Chukchi Meer genannt.<\/li>\n<li><strong>Die Natur kann noch weniger \u00d6l aufzunehmen als in s\u00fcdlicheren Breiten. <\/strong>Das Fehlen von Sonnenlicht im Winter und das kalte Wetter bedeuten, dass es l\u00e4nger dauert, bis das \u00d6l abbaut ist. Das \u00d6l wird unter dem Eis eingeschlossen. Mehr als zwanzig Jahre nach der Exxon-Valdez-Katastrophe in Alaska, wird immer noch \u00d6l in der Umgebung der Prinz-William-Bucht gefunden.<\/li>\n<li><strong>Die Wildtiere w\u00fcrden enorm unter dem \u00d6l leiden.<\/strong> Viele Vogelarten, Wale und Robben wandern im Sommer zur Arktis. Eisb\u00e4ren und arktische F\u00fcchse, die auf die Meeres- und K\u00fcstenressourcen angewiesen sind, werden direkt von der Industrialisierung betroffen sein.<\/li>\n<li><strong>Es ist enorm kostspielig.<\/strong> An den Grenzen der letzten grossen Wildnis der Welt zu arbeiten, um nach \u00d6l zu suchen, ist extrem teuer. Ein weiterer \u00d6lkonzern, Cairn Energy, hat in den letzten zwei Jahren \u00fcber eine Milliarde Dollar investiert um eine handvoll Bohrbrunnen zu bohren \u2013 und hat noch immer kein \u00d6l gefunden.<\/li>\n<li><strong>Bedarfsdeckung von nur drei Jahren. <\/strong>Die US Geological Survey sch\u00e4tzt, dass in der Arktis bis zu 90 Milliarden Barrel \u00d6l vorhanden sind. Das klingt nach viel, w\u00fcrde die Nachfrage nach \u00d6l aber nur drei Jahre lang decken. Diese riesigen, rostenden Bohrinseln mit ihren ungeeigneten \u00abKatastrophenpl\u00e4nen\u00bb riskieren die Zukunft der Arktis f\u00fcr den Wert von drei Jahren \u00d6l. Das ist das Risiko sicher nicht wert!<\/li>\n<li><strong>Wir brauchen es nicht wirklich. <\/strong>Autohersteller sind absolut in der Lage, kraftstoffsparendere Fahrzeuge herzustellen. Wenn Unternehmen wie Volkswagen aufh\u00f6ren w\u00fcrden entscheidende Effizienzgesetze zu blockieren, w\u00fcrden effizientere Fahrzeuge die Regel werden. Auf diese Art w\u00fcrden wir unseren Bedarf an \u00d6l reduzieren, dem Planeten helfen und den Konsumenten einiges an Treibstoffkosten ersparen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00d6lkonzern Shell hat sich zum Ziel gesetzt, gef\u00e4hrliche \u00d6lbohrungen in der Arktis Alaskas durchzuf\u00fchren \u2013 eines der zerbrechlichsten und sch\u00f6nsten Gebiete auf unserem Planeten. 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