{"id":14218,"date":"2012-01-24T00:00:00","date_gmt":"2012-01-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14218\/amerikanischer-traum-in-gruen\/"},"modified":"2019-05-30T12:28:07","modified_gmt":"2019-05-30T10:28:07","slug":"amerikanischer-traum-in-gruen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14218\/amerikanischer-traum-in-gruen\/","title":{"rendered":"Amerikanischer Traum in Gr\u00fcn"},"content":{"rendered":"<p><b>Kann man noch auf eine gr\u00fcne Zukunft made in California hoffen? Eine Spurensuche vom sterbenden Salton Sea \u00fcber die gebrochene Bilderwelt von Los Angeles bis ins bl\u00fchende San Francisco. Und zur\u00fcck.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"XLT2sp\"><strong>Von Hannes Grassegger<\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><strong><\/p>\n<div class=\"listings items\">\n<h3 title=\"Diesen Artikel als PDF downloaden\">Diesen Artikel als PDF downloaden<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"ccsnlink\">\n    <a title=\"Amerikanischer Traum in Gr\u00fcn (Magazin 4 2011)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/GP_4_11_DEF_KalifornienWeb.pdf\">Amerikanischer Traum in Gr\u00fcn (Magazin 4 2011)<\/a><br \/>\n    <span class=\"contenttype\">Dokument<\/span>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<br \/><\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/de5a3b3b-de5a3b3b-kalifornien2.jpg\" title=\"Salton Sea bei Niland: Verseucht, versalzen, nahezu ausgetrocknet \u2013 Kaliforniens gr\u00f6sster See stirbt.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" title=\"Salton Sea bei Niland: Verseucht, versalzen, nahezu ausgetrocknet \u2013 Kaliforniens gr\u00f6sster See stirbt.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/de5a3b3b-de5a3b3b-kalifornien2.jpg\" alt=\"Salton Sea bei Niland: Verseucht, versalzen, nahezu ausgetrocknet \u2013 Kaliforniens gr\u00f6sster See stirbt.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Salton Sea bei Niland: Verseucht, versalzen, nahezu ausgetrocknet \u2013 Kaliforniens gr\u00f6sster See stirbt.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Niland, S\u00fcdostkalifornien.<\/span> Irgendwann werden mir die gl\u00fchende Hitze und der Ammoniakgeruch der Fischkadaver zu viel. Ich stehe am Fusse des Salvation Mountain, des knallbunt bemalten, religi\u00f6sen Schuttmonuments aus Schrott und Lehm im S\u00fcdosten Kaliforniens. Ganz in der N\u00e4he stirbt der gr\u00f6sste See <br \/> des Bundes-staates vor sich hin: Salton Sea, verseucht, versalzen und verlassen. In Endzeitstimmung steige ich in den Dodge, starte den Motor und frage mich: Ist dieses Kalifornien, dieser Mix aus Day After und Disneyland, das gelobte Land, das dem Westen zu einer neuen Zukunft verhelfen soll?<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Unterwegs, Los Angeles.<\/span> Seit fast zwei Stunden auf der Innen-stadtautobahn. Zehn Spuren, alles dicht, sogar die \u00dcberholspur f\u00fcr \u00f6kologische Car-Pools (Fahrgemeinschaften). Mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln w\u00fcrde mein Trip vom Echo Park zum Topanga Canyon etwa f\u00fcnf Stunden dauern. Es gibt in Los Angeles zwar S-Bahnen und Busse, aber die reichen nicht. Und wegen der austrocknenden Stadtfinanzen werden sie immer knapper.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">L.A. ist die Frontstadt der westlichen Welt: ein Ballungsgebiet zwischen Disneyland und Hollywood, 12,8 Millionen Einwohner, weltweit der drittgr\u00f6sste Wirtschaftsraum. Kalifornien selber ist etwa die zehntst\u00e4rkste Volkswirtschaft der Welt, die Nummer eins der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Es hiess lange, wenn die USA eine gr\u00fcne Zukunft haben k\u00f6nnten, dann w\u00fcrde sie aus Kalifornien kommen, aus den kalifornischen Unternehmen. Kalifornien bedeutet Goldfieber, Demonstrationen in Berkeley, gr\u00fcne Modellstadt City of Davis, aber auch HP, Google, iPad. Von den 100 f\u00fchrenden Cleantech-Unternehmen weltweit befanden sich 2010 allein 34 in Kalifornien.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Kalifornien ist die Wiege einiger der gr\u00f6ssten Ver\u00e4nderungen, die die westliche Welt in den letzten Jahrzehnten durchlief: von San Franciscos Haight Street, dem Symbol aller Hippietr\u00e4ume; der derzeit bedeutendsten Firma, Apple; von einigen der striktesten Umweltschutzgesetze der Welt.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Sogar Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger wurde hier zum Gr\u00fcnen. Im Juli 2006 \u00fcberraschte er mit dem Vorschlag, eine Klimaschutzbeh\u00f6rde einzuf\u00fchren, und formulierte einen Plan -gegen die Erderw\u00e4rmung. Am 27. September 2006 unterzeichnete er das weitreichendste Gesetz zum Kampf gegen Klimawandel, das die Nation je gesehen hatte. Nun ist er weg, die Staatskasse ist leer und eine Krise jagt die n\u00e4chste. Kann man noch auf eine gr\u00fcne Revo-lution aus Kalifornien hoffen?<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Im Fr\u00fchherbst 2011 kollabierten grosse Teile der hoffnungsvollen gr\u00fcnen Energiebranche Kaliforniens. Die gr\u00fcne Blase platzte mit Solyndra, einem Solarzellenhersteller, dessen Bankrott seit August die Bundesbeh\u00f6rden besch\u00e4ftigt. Aufgrund von 500\u00a0Millionen Dollar versenkten Subventionen ist der Fall zum Wahlkampfproblem f\u00fcr Barack Obama geworden. Die gr\u00fcne Wirtschaft war kaum angekommen, da implodierte sie.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Nur wenig hatte sie trotz grosser Pl\u00e4ne bisher erreicht. Laut einer Studie der renommierten Brookings-Instituts gab es in Kalifornien Mitte 2011 knapp 320\u2009000 Jobs im gr\u00fcnen Bereich, im Grossraum L.A. waren es nicht einmal 90\u2009000. W\u00e4hrend der Rest der US-Wirtschaft seit 2003 mit einer j\u00e4hrlichen Rate von 4,2 Prozent wuchs, waren es im gr\u00fcnen Bereich 3,4 Prozent.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Topanga Canyon, L.A.<\/span> Der Smog verstopft meine Lungen. Seit -einer Stunde h\u00e4tte ich bei Ramona Gonzalez sein sollen. Die Musikerin ist die Verk\u00f6rperung jener Bohemiens, die sich in den Stadtteilen Echo Park und Silverlake sammeln. Als \u00abNite Jewel\u00bb macht -Ramona Musik, die man im iTunes Radio unter \u00abUrban\u00bb finden w\u00fcrde. Sie ist L.A.s Darling. Nebenbei hat die 27-J\u00e4hrige Philo-sophie studiert und ist k\u00fcrzlich \u00abaufs Land\u00bb gezogen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/842e5dab-842e5dab-kalifornien6.jpg\" title=\"Topanga Canyon: Raum f\u00fcr alle, die aussteigen wollen \u2013 aber nicht ganz.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_Image1\" title=\"Topanga Canyon: Raum f\u00fcr alle, die aussteigen wollen \u2013 aber nicht ganz.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/842e5dab-842e5dab-kalifornien6.jpg\" alt=\"Topanga Canyon: Raum f\u00fcr alle, die aussteigen wollen \u2013 aber nicht ganz.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Topanga Canyon: Raum f\u00fcr alle, die aussteigen wollen \u2013 aber nicht ganz.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"XLT2sp\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5fd0c40e-5fd0c40e-kalifornien1.jpg\" title=\"Ramona \u00abNite Jewel\u00bb Gonzalez: \u00abNatur ist etwas f\u00fcr Einzelg\u00e4nger.\u00bb\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl08_Image1\" title=\"Ramona \u00abNite Jewel\u00bb Gonzalez: \u00abNatur ist etwas f\u00fcr Einzelg\u00e4nger.\u00bb\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5fd0c40e-5fd0c40e-kalifornien1.jpg\" alt=\"Ramona \u00abNite Jewel\u00bb Gonzalez: \u00abNatur ist etwas f\u00fcr Einzelg\u00e4nger.\u00bb\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Ramona \u00abNite Jewel\u00bb Gonzalez: \u00abNatur ist etwas f\u00fcr Einzelg\u00e4nger.\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Von der K\u00fcstenstrasse Richtung Malibu zweigt die Topanga Canyon Road ab und schl\u00e4ngelt sich durch ein immer gr\u00fcner werdendes Tal. Der an L.A. grenzende Canyon bietet Raum f\u00fcr jene, die aussteigen wollen, aber nicht ganz. Hier wohnen K\u00fcnstler, aber auch Gesch\u00e4ftsleute. Rockstar Neil Young, der mit seinem Elekt-roauto Lincvolt die Welt ver\u00e4ndern wollte, lebte einst hier. Wir laufen r\u00fcber ins Froggy\u2019s, in dem ein Dutzend Gratiszeitungen mit Titeln wie \u00abNat\u00fcrliches Erwachen\u00bb ausliegen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Sie f\u00fchle sich gl\u00fccklicher, leichter, weniger nachdenklich als in der Stadt, erz\u00e4hlt Ramona. Sie wandere viel. \u00abHier zu leben, ist Luxus\u00bb, sagt sie. \u00abMan wird nicht konfrontiert mit der Zerst\u00f6rung dieser Welt. Das Einzige, was die Leute hier eint, ist ein Grund-gef\u00fchl: leben und leben lassen. Natur ist was f\u00fcr Einzelg\u00e4nger.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Ramona erz\u00e4hlt von ihrem Song Unearthly Delights: \u00abEs geht um die Zuf\u00e4lligkeit der Natur. Ihre Willk\u00fcr. Natur ist Chaos. Echte Natur, nicht die Natur, die wir aus Parks kennen, verschwendet keinen Gedanken auf dich.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Sie nimmt einen Schluck von ihrem Cocktail.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abHier in Topanga konsumiere ich die Natur. Ich k\u00e4mpfe nicht mehr f\u00fcr den Naturschutz. Es sind weniger Leute um mich herum, die ich f\u00fcr die Zerst\u00f6rung unseres Planeten hasse. Ich k\u00fcmmere mich weniger um andere. Das erm\u00f6glicht mir, nur an mich zu denken, nur Musik zu machen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">W\u00e4hrend sich die einen in nostalgischen Kommunen wie dem Baumsch\u00fctzermekka Arcata in Nordkalifornien zusammen-schliessen, hat Nite Jewel sich in Topangas Idyll eingeigelt, um ihren eigenen \u00f6kologischen Lifestyle zu formulieren. Schonungslos -unromantisch, naturverbunden und nicht besonders verantwortungsvoll.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Big Sur, Highway One.<\/span> Zwischen den in L.A. entstehenden Visionen und deren Umsetzung in der Wirtschaftsregion um San Francisco liegt viel Natur. Ich bin im Dodge auf der Fahrt nach Norden. Der Highway One f\u00fchrt immer n\u00e4her ans Wasser, manchmal sind es nur zehn Meter zur Brandung. Ich folge dem One, seinen Windungen und Steigungen, bis nach Big Sur, in das h\u00fcge-lige Waldgebiet mit seinen steinigen K\u00fcsten. Kalifornier erleben Natur vom Auto aus. Man kann von L.A. aus in nur zwei Stunden Seel\u00f6wen im Sand -liegen sehen und durch Mammutbaumw\u00e4lder kurven. Hier werden Parkpl\u00e4tze an Robbenliegepl\u00e4tze gebaut.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">In Big Sur lebte ab 1942 der Schriftsteller Henry Miller und schrieb seine USA-Kritik: Der klimatisierte Albtraum. R\u00fcckzug in die Natur hat in Kaliforniens Kultur Tradition. Gleichzeitig gab es hier einige der fr\u00fchsten Initiativen, die \u00d6kologie handfest im Alltag verankerten. Die Fahrradhochburg Davis zum Beispiel, eine Universit\u00e4tsstadt nahe Sacramento. W\u00e4hrend die USA Anfang der 1960er begannen, gegen Rassensegregation vorzugehen, k\u00e4mpfte hier eine B\u00fcrgerbewegung gegen das amerikanische Statussymbol schlechthin \u2013 das Auto. Bereits 1966 erk\u00e4mpften die Umwelt-sch\u00fctzer eine Pro-Fahrrad-Mehrheit im Stadtrat. Davis wurde weltweit zum Vorbild f\u00fcr gr\u00fcne Stadtpolitik.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cb98e21e-cb98e21e-kalifornien3.jpg\" title=\"Das Naturgef\u00fchl verinnerlichen: f\u00fcr viele Kalifornier ein Erlebnis aus dem Auto heraus.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl10_Image1\" title=\"Das Naturgef\u00fchl verinnerlichen: f\u00fcr viele Kalifornier ein Erlebnis aus dem Auto heraus.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cb98e21e-cb98e21e-kalifornien3.jpg\" alt=\"Das Naturgef\u00fchl verinnerlichen: f\u00fcr viele Kalifornier ein Erlebnis aus dem Auto heraus.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Das Naturgef\u00fchl verinnerlichen: f\u00fcr viele Kalifornier ein Erlebnis aus dem Auto heraus.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Fort Mason, San Francisco.<\/span> Im Osten von San Francisco liegt die gr\u00fcn-alternative Uni-Stadt Berkeley, im S\u00fcdwesten das Silicon Valley. Die sogenannte Bay Area ist ein Start-up-Paradies und -bietet ein mehrstufiges F\u00f6rdersystem f\u00fcr Jungunternehmer: In The Hub kann man sich erst mal einen Arbeitsplatz mieten. Wer weiter will, kann auf \u00abBeschleuniger\u00bb wie 500 Startups hoffen: Sie leisten Businessnachhilfe und vergeben Kleinkredite. N\u00e4chste Stufe: \u00abInkubatoren\u00bb, die den Nachwuchs mit Mentoren zusammenbringen. So sollen die Googles, Apples und Facebooks der Zukunft -gez\u00fcchtet werden. Skalieren, in die Gr\u00f6sse treiben, das ist das Ziel dieses Wirtschaftstreibhauses. Nun hat man auch Social Impact (Soziale Wirkung) als Investment entdeckt.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die Socap 11 findet in einem ehemaligen Kasernengel\u00e4nde an San Franciscos Bucht statt: Fort Mason, zwei Werfthallen voll -Anzugtr\u00e4ger und Studententypen in Turnschuhen. Socap will der Marktplatz sein f\u00fcr Unternehmer und Investoren mit gr\u00fcnen <br \/> und sozialen Visionen. Besucher aus \u00fcber 50 L\u00e4ndern tagen hier. Workshops tragen Titel wie \u00abSeeding Systems Change: A Look Toward Green 3.0.\u00bb Google-Verwaltungsrat Eric Schmidt ist da, ebenso die Gates-Stiftung, \u00abForbes Magazine\u00bb berichtet.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">An einem Stand l\u00e4chelt Myshkin Ingawale, 29, aus Mumbai. Sein Modell: kosteng\u00fcnstige elektronische Bluttester f\u00fcr \u00c4rzte in Indien. Er braucht 300\u2009000 Dollar. Aber das wird schon. Myshkin wurde an die Socap geholt vom Unreasonable Institute, dem Liebling dieser Messe. Das erst zwei Jahre alte Institut f\u00f6rdert ausschliesslich Social Enterprises, die das Leben von \u00abmindestens einer Million Menschen\u00bb verbessern k\u00f6nnen. Unterst\u00fctzt wird, wer sich f\u00fcr ein sechsw\u00f6chiges Lerncamp qualifiziert, in dem F\u00e4higkeiten vermittelt werden wie Kommunikation, Recruiting, Profitdenken. Im Kern spinnt Unreasonable ein feinselektiertes Netzwerk aus Investoren, Mentoren und Jungunternehmen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abAls wir selber ein soziales Unternehmen gr\u00fcnden wollten, stiessen wir auf typische Probleme der Startphase\u00bb, erkl\u00e4rt der 24-j\u00e4hrige Teju Ravilochan, Mitgr\u00fcnder des Unreasonable Institute. \u00abWir merkten, dass es kein Geld f\u00fcr soziale Unternehmer in der Fr\u00fchphase gibt. Geld gibt es nur, wenn man Menschen kennt, die einem vertrauen. Also bauen wir Entrepreneuren ein echtes Netzwerk. Bei unseren Camps sind 25 Jungunternehmer in einem Haus. Dann kommen Mentoren. Da putzt sich der CTO von Hewlett Packard mit dem Start-up-Gr\u00fcnder die Z\u00e4hne. Tags\u00fcber gibt es Workshops oder man arbeitet.\u00bb So bilde man Vertrauensnetzwerke f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">In 70 L\u00e4ndern bewirbt das Unreasonable Institute seine Camps. Aus Europa komme fast niemand. Ein Drittel aller Teilnehmenden ist aus den USA. \u00abWir haben viele Inder, neu auch Kenianer und Ugander im Programm\u00bb, erz\u00e4hlt der junge Vizepr\u00e4sident, \u00abf\u00fcr uns ist entscheidend, ob man ein Projekt skalieren kann.\u00bb Gr\u00f6sse, Optimismus und weltweite Perspektive sind das Rezept von -Unreasonable.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abSilicon Valley ist eine ganz eigene Art und Weise, Wirtschaft zu machen. Hochvernetzt und egalit\u00e4r\u00bb, schreibt die Wirtschaftshistorikerin Margaret O\u2019Mara. Seit der Zeit des Goldrauschs werde hier grosse Risikobereitschaft mit Talent aus aller Welt verkn\u00fcpft. Boulder, Colorado, und Austin, Texas, versuchen gerade, Silicon Valley den Ruf als gr\u00fcnes Mekka streitig zu machen. Alle arbeiten an einer neuen Idee von Business. Shared Value nennt der Wirtschaftswissenschaftler Michael Porter die Vision von Unternehmen, die der Welt wirklich n\u00fctzen \u2013 und trotzdem ungehemmt Profit abwerfen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Ferry Plaza Farmer\u2019s Market.<\/span> Kurz vor der Oakland Bay Bridge sehe ich einen Bauernmarkt. Gutes Obst ist rare Ware in Kalifornien. In den Superm\u00e4rkten finden sich fast nur \u00fcberz\u00fcchtete Produkte: einf\u00f6rmig, riesig, fade. Nicht so am Ferry Plaza Farmer\u2019s Market. Der Markt ist ein Muss f\u00fcr San Franciscos iPad-B\u00fcrgertum. Es duftet nach frisch Gekochtem, die Famiglia Bariani wirbt mit Oliven\u00f6l aus kalifornischer Produktion, \u00fcberall sieht man Kunden neugierig Fr\u00fcchte probieren.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die 21-j\u00e4hrige Jennifer erkl\u00e4rt, warum an jedem Stand Informationsplakate h\u00e4ngen: \u00abWir haben 50 Jahre lang vergessen, uns um unser Essen zu k\u00fcmmern. Wir dachten, Essen kommt aus Fabriken. Dann wurden wir alle krank. Wir m\u00fcssen wieder lernen, was Essen \u00fcberhaupt ist.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Diabetes hat die USA allein im Jahr 2007 174 Milliarden Dollar gekostet, fast 30 Prozent der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen haben Altersdia-betes in den USA. Es gibt Hunderte Organisationen, die an einem grundlegenden Wandel arbeiten, der Kalifornien ergriffen zu haben scheint. K\u00fcchenchefs sind Celebrities geworden. Nun er\u00f6ffnen \u00fcberall vegane Restaurants. Sogar die Tacotrucks, fahrende Imbisse, satteln auf Gourmet und Bio um.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Lebensmittel sind ein smarter Kniff, um die meist in St\u00e4dten lebenden Kalifornier wieder mit der Natur zu verbinden. Vor-derhand geht es um das Geschmackserlebnis. Durch die Hintert\u00fcr kommt der Umweltschutz. \u00abErlebe echten Geschmack. Verbinde dich mit dem Rhythmus der Natur\u00bb, fordert das Flugblatt, das mir Jennifer in die Hand dr\u00fcckt. Punkt 4: \u00abSch\u00fctze die Umwelt.\u00bb Logisch, wenn man pl\u00f6tzlich versteht, dass da die Grapefruit herkommt.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/308aa264-308aa264-kalifornien4.jpg\" title=\"James Ferraro im Fresh Produce Street Market, Silverlake: \u00abDer gr\u00fcne Supermarkt ist ein soziales Ph\u00e4nomen.\u00bb\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl12_Image1\" title=\"James Ferraro im Fresh Produce Street Market, Silverlake: \u00abDer gr\u00fcne Supermarkt ist ein soziales Ph\u00e4nomen.\u00bb\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/308aa264-308aa264-kalifornien4.jpg\" alt=\"James Ferraro im Fresh Produce Street Market, Silverlake: \u00abDer gr\u00fcne Supermarkt ist ein soziales Ph\u00e4nomen.\u00bb\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>James Ferraro im Fresh Produce Street Market, Silverlake: \u00abDer gr\u00fcne Supermarkt ist ein soziales Ph\u00e4nomen.\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Wholefoods, Santa Monica.<\/span> Die Bay Area ist f\u00fcr Technik-Nerds, die Firmen starten. Los Angeles produziert den Lifestyle. Zur\u00fcck in L.A., treffe ich im Wholefoods, Santa Monica, den 26-j\u00e4hrigen Musiker James Ferraro beim Einkaufen. Der gr\u00fcne Supermarkt ist superhip, die Verkaufsfl\u00e4che ein Catwalk.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abWholefoods ist ein soziales Ph\u00e4nomen\u00bb, erkl\u00e4rt James. Er hat gerade eine Platte \u00fcber den \u00f6kologischen Lifestyle im digitalen Zeitalter rausgebracht. \u00abEs funktioniert wie Apple, wie alles in Kalifornien. Das Produkt ist ein Medium f\u00fcr symbolische Werte. Wholefoods verkauft das Feeling, Teil einer Graswurzelbewegung zu sein.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Nat\u00fcrlichkeit als Ware im Zeitalter virtueller W\u00e4hrungen. \u00abLocal\u00bb ist der Slogan. Er steht f\u00fcr die Verbindung zum Land. Durch den Konsum lokaler Waren entstehe ein Bezug zur \u00abCommunity\u00bb, erkl\u00e4rt mir eine Kellnerin im Restaurant \u00abLocal\u00bb. Und Szene-Metzgerin Amelia gelobt: \u00abWir kaufen unser Fleisch immer von einem einzigen Farmer. Dann kommt das Tier vor den Augen unserer Kunden komplett in den Laden, und wir zerlegen es hier. Man kann alles sehen.\u00bb Sie glaubt nicht an Bio-Labels, sondern an eine \u00abPostbio\u00bb-Wirtschaft, die auf vertrauensvoller Zusammenarbeit beruhe.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">So gross ist das Bed\u00fcrfnis nach N\u00e4he zum Land, dass die hippen Leute von L.A. nach der Yogastunde in Gemeinschaftsg\u00e4rten j\u00e4ten gehen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box right\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6a55e396-6a55e396-kalifornien5.jpg\" title=\"VELA-Community: Latino-Teenager lernen, wie man sich gesund ern\u00e4hrt.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl14_Image1\" title=\"VELA-Community: Latino-Teenager lernen, wie man sich gesund ern\u00e4hrt.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6a55e396-6a55e396-kalifornien5.jpg\" alt=\"VELA-Community: Latino-Teenager lernen, wie man sich gesund ern\u00e4hrt.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>VELA-Community: Latino-Teenager lernen, wie man sich gesund ern\u00e4hrt.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 2011 Tomas Muscionico\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">VELA Community Center, L.A.<\/span> 20 Minuten \u00f6stlich sind die H\u00e4user einst\u00f6ckig und spanisch angeschrieben. Reanne Estrada k\u00e4mpft im Community Center VELA damit, einer Handvoll Latino-Teenager beizubringen, wie man sich gesund ern\u00e4hrt. In der Latino Community (40 Prozent der Stadtbev\u00f6lkerung) grassiert Diabetes sogar schon bei Jugendlichen.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abMeine Mutter kann sich kein Auto leisten. Das n\u00e4chste frische Obst liegt Stunden entfernt. Wenn ich in der Schule Hunger habe, dann hab ich keine Zeit, um Gem\u00fcse zu kaufen. Das gibt es ja -nirgends\u00bb, beschreibt die 17-j\u00e4hrige Jocelyne das Problem der Food Deserts (Nahrungsw\u00fcsten). In ihrer Gegend gibt es Fastfood-ketten und Liquor Stores voll Alkohol.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">In Reannes Projekt Market Makeovers versucht man, durch Aufkl\u00e4rung Nachfrage f\u00fcr Frischwaren zu wecken und andererseits Inhaber von Nachbarschaftsl\u00e4den \u2013 oft Liquor Stores \u2013 zu \u00fcberzeugen, \u00fcberhaupt Frisches anzubieten. Nirgendwo scheint die gr\u00fcne Revolution weiter entfernt.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Und doch.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Ein neues Eden.<\/span> \u00abKalifornien ist das Zentrum technologischer Innovation in der Welt. Tonnen von Erfindungen in Cleantech. Right here, jeden Tag\u00bb, sagt Jason Matlof vom milliardenschweren Wagniskapitalgeber Battery. \u00abCleantech bl\u00fcht weiter. Es ist nach Digital Media und Cloud Computing in der Investorenwelt Thema Nummer drei.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Zukunftsforscher Jamais Cascio gilt als Guru f\u00fcr gr\u00fcne Technologie am und jenseits des Horizonts. Der 45-J\u00e4hrige sieht die Region als entscheidendes Testfeld: \u00abLos Angeles ist die Welt in klein. Wenn wir es hier schaffen, dann k\u00f6nnen wir es \u00fcberall.\u00bb <br \/> In seinen Augen hat Chinas aggressive Subventionspolitik f\u00fcr gr\u00fcne Technologie den Zusammenbruch der kalifornischen Solarzellen-industrie verursacht. Doch er sieht Hoffnung. Er arbeitet an einem Buch mit dem Titel \u00abA New Kind of Eden\u00bb. Darin entwickelt er drei Szenarien f\u00fcr eine gr\u00fcne Zukunft Kaliforniens:<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0Entschieden Gr\u00fcn: Das althergebrachte kalifornische Modell des gr\u00fcnen Pfades funktioniere nur, wenn die \u00d6konomie an Fahrt gewinne und sowohl Bev\u00f6lkerung als auch Politik weiter die -lokale Wirtschaft in eine gr\u00fcne Richtung steuerten.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Gr\u00fcn durch Zwang: Halte die wirtschaftliche Stagnation an und entscheide sich Kalifornien f\u00fcr die billigste Infrastruktur, also Importe aus China, werde die Region umweltfreundlicher, weil China so stark auf gr\u00fcne Technologien setzte.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Gr\u00fcnes \u00dcberholman\u00f6ver: Trotz weiteren \u00f6konomischen Niedergangs entschliesst sich Kalifornien zu einem \u00abgr\u00fcnen Bocksprung\u00bb und sieht die Notwendigkeit, die einheimische Infrastruktur gr\u00f6sstenteils ersetzen zu m\u00fcssen, als Chance f\u00fcr eine gr\u00fcne Erneuerung. Kalifornien bliebe Vorreiterstaat.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Jamais Cascio h\u00e4lt die kalifornische F\u00e4higkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, als die wichtigste gr\u00fcne Tendenz \u00fcberhaupt. Er sagt: \u00abKalifornien bedeutet: kein Stillstand.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Disneyland.<\/span> Ich fahre zum ersten Mal in einem kalifornischen Zug. Am Gleisrand ein Werbeplakat: Agrifuture. Darauf ein Roboter beim Pflegen eines Gartens voll riesiger Fr\u00fcchte. Seltsamerweise sind robotisierte Gemeinschaftsg\u00e4rten genau eine der gr\u00fcnen Visionen von Jamais Cascio. Hier in Disneyland wohnt Tarzan in einem Plastikbaum, h\u00e4lt sich der amerikanische Durchschnittsb\u00fcrger Mickey Mouse H\u00fchner, genau wie die Trendsetter aus Echo Park, und hier f\u00e4hrt jener Hochgeschwindigkeitszug, auf den Kalifornien in der Realit\u00e4t seit der Projektgenehmigung vor Jahren vergeblich wartet. Die Hochbahn ist fast leer. Unter den Gleisen aber bilden sich Schlangen vor dem von Chevron gesponserten Autopia. Lachende Kinder brausen in Boxautos herum, die echtes Benzin verbrennen. Im Stadtteil Tomorrowland erstelle ich mir auf einem Touchscreen eine virtuelle nachhaltige Zukunft. Dann lasse ich mir ein Auto vorf\u00fchren, bei dem man auf einen gr\u00fcnen Knopf dr\u00fccken kann, um es auf umweltfreundlich zu schalten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Von Hannes Grassegger<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\"><strong><\/p>\n<div class=\"listings items\">\n<h3 title=\"Diesen Artikel als PDF downloaden\">Diesen Artikel als PDF downloaden<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"ccsnlink\">\n    <a title=\"Amerikanischer Traum in Gr\u00fcn (Magazin 4 2011)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/GP_4_11_DEF_KalifornienWeb.pdf\">Amerikanischer Traum in Gr\u00fcn (Magazin 4 2011)<\/a><br \/>\n    <span class=\"contenttype\">Dokument<\/span>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<br \/><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann man noch auf eine gr\u00fcne Zukunft made in California hoffen? Eine Spurensuche vom sterbenden Salton Sea \u00fcber die gebrochene Bilderwelt von Los Angeles bis ins bl\u00fchende San Francisco. 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