{"id":14311,"date":"2011-12-15T00:00:00","date_gmt":"2011-12-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14311\/majak-uran-zweifelhafter-sukkurs-fuer-die-axpo\/"},"modified":"2019-05-30T12:30:13","modified_gmt":"2019-05-30T10:30:13","slug":"majak-uran-zweifelhafter-sukkurs-fuer-die-axpo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14311\/majak-uran-zweifelhafter-sukkurs-fuer-die-axpo\/","title":{"rendered":"Majak-Uran: Zweifelhafter Sukkurs f\u00fcr die Axpo"},"content":{"rendered":"<p><b>Die heutige Ausgabe der Weltwoche behauptet im Artikel &#171;Dreck, viel Dreck&#187; , dass die Vorw\u00fcrfe von Greenpeace gegen\u00fcber\u00a0 der Axpo wegen ihres Bezugs von Uran aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Majak falsch seien. Tats\u00e4chlich kann der Journalist keine einzige Aussage von Greenpeace widerlegen, sondern interpretiert sie fehlerhaft und tendenzi\u00f6s.So behauptet der Autor etwa, die Annahme von Greenpeace, wonach auch der heutige Betrieb der Anlage den Fluss Techa radioaktiv verseuche, entbehre jeder Grundlage. Tatsache ist \u2013 und das r\u00e4umt auch die Axpo ein \u2013 dass nach wie vor schwach- und mittelaktive Fl\u00fcssigabf\u00e4lle in die Abwasserbecken rund um die Anlage &#8211; von der Gr\u00f6sse vergleichbar mit\u00a0 dem Bieler- oder dem Zugersee &#8211; eingeleitet werden. Ebenso ist erwiesen, dass Radionuklide durch Versickerung ins nat\u00fcrliche Wassersystem gelangen. Studien renommierter Institute sind gem\u00e4ss Weltwoche zum Schluss gekommen, dass die Stichproben\u00a0 der &#171;Umweltaktivisten&#187; kein Beleg daf\u00fcr seien, dass die Anlage Majak aktuell radioaktive R\u00fcckst\u00e4nde einleite. Von einem Beweis hat Greenpeace jedoch nie gesprochen, sondern von klaren, belegbaren Indizien. Was Greenpeace hingegen seit nunmehr zwei Jahren fordert, sind Informationen \u00fcber die Zusammensetzung der radioaktiven Abgaben der Anlage in Majak. Bisher vergeblich. Und zwar nicht, weil es diese nicht gibt, sondern weil offenbar niemand ein Interesse hat, solche Werte zu ver\u00f6ffentlichen.Der Weltwoche-Artikel spielt auch die Relevanz der gemessenen Werte herunter. Dies, obwohl die gemessenen Strontium-Werte im Fluss Tetscha (70 Kilometer flussabw\u00e4rts von der Anlage entfernt!) jede europ\u00e4ische Sicherheitsbeh\u00f6rde auf den Plan rufen w\u00fcrden, um genau abzukl\u00e4ren, woher die Kontamination stammt. Wenn die Zust\u00e4nde in Russland als Normalfall behandelt werden, belegt dies lediglich, wie weit die Umweltstandards der westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder und Russlands auseinanderklaffen. Greenpeace ist der Meinung, dass es nicht verantwortbar ist, andern L\u00e4ndern und Menschen einen leichtsinnigen Umgang mit radioaktiven Materialien zuzumuten, der in der Schweiz nie und nimmer toleriert w\u00fcrde. Greenpeace fordert von der Axpo weiterhin den Beweis, dass der heutige Betrieb die Umgebung von Majak nicht weiter radioaktiv verseucht.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p>Die heutige Ausgabe der Weltwoche behauptet im Artikel <a title=\"Weltwoche\" href=\"http:\/\/www.weltwoche.ch\/weiche\/hinweisgesperrt.html?hidID=543657\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#171;Dreck, viel Dreck&#187; <\/a>, dass die Vorw\u00fcrfe von Greenpeace gegen\u00fcber\u00a0 der Axpo wegen ihres Bezugs von Uran aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Majak falsch seien. Tats\u00e4chlich kann der Journalist keine einzige Aussage von Greenpeace widerlegen, sondern interpretiert sie fehlerhaft und tendenzi\u00f6s.<\/p>\n<p>So behauptet der Autor etwa, die Annahme von Greenpeace, wonach auch der heutige Betrieb der Anlage den Fluss Techa radioaktiv verseuche, entbehre jeder Grundlage. Tatsache ist \u2013 und das r\u00e4umt auch die Axpo ein \u2013 dass nach wie vor schwach- und mittelaktive Fl\u00fcssigabf\u00e4lle in die Abwasserbecken rund um die Anlage &#8211; von der Gr\u00f6sse vergleichbar mit\u00a0 dem Bieler- oder dem Zugersee &#8211; eingeleitet werden. Ebenso ist erwiesen, dass Radionuklide durch Versickerung ins nat\u00fcrliche Wassersystem gelangen. <\/p>\n<p>Studien renommierter Institute sind gem\u00e4ss Weltwoche zum Schluss gekommen, dass die Stichproben\u00a0 der &#171;Umweltaktivisten&#187; kein Beleg daf\u00fcr seien, dass die Anlage Majak aktuell radioaktive R\u00fcckst\u00e4nde einleite. Von einem Beweis hat Greenpeace jedoch nie gesprochen, sondern von klaren, belegbaren Indizien. Was Greenpeace hingegen seit nunmehr zwei Jahren fordert, sind Informationen \u00fcber die Zusammensetzung der radioaktiven Abgaben der Anlage in Majak. Bisher vergeblich. Und zwar nicht, weil es diese nicht gibt, sondern weil offenbar niemand ein Interesse hat, solche Werte zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Der Weltwoche-Artikel spielt auch die Relevanz der gemessenen Werte herunter. Dies, obwohl die gemessenen Strontium-Werte im Fluss Tetscha (70 Kilometer flussabw\u00e4rts von der Anlage entfernt!) jede europ\u00e4ische Sicherheitsbeh\u00f6rde auf den Plan rufen w\u00fcrden, um genau abzukl\u00e4ren, woher die Kontamination stammt. 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