{"id":14374,"date":"2011-11-29T00:00:00","date_gmt":"2011-11-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14374\/castor-2011-das-finale\/"},"modified":"2019-05-30T12:31:50","modified_gmt":"2019-05-30T10:31:50","slug":"castor-2011-das-finale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14374\/castor-2011-das-finale\/","title":{"rendered":"Castor 2011 &#8211; Das Finale"},"content":{"rendered":"<p><b>9 Wasserwerfer, Polizei mit Tr\u00e4nengasausr\u00fcstung, Hundestaffeln,  berittene Polizei, Schlagstockeinsatz, tausenden Uniformierte in Reih-  und Glied. Wenige Kilometer vor dem vermeintlichen Zwischenlager  Gorleben verwandelt der gr\u00f6\u00dfte Polizeieinsatz Europas das idyllische  Dorf Laase in ein Kriegsgebiet.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>9 Wasserwerfer, Polizei mit Tr\u00e4nengasausr\u00fcstung, Hundestaffeln,  berittene Polizei, Schlagstockeinsatz, tausenden Uniformierte in Reih-  und Glied. Wenige Kilometer vor dem vermeintlichen Zwischenlager  Gorleben verwandelt der gr\u00f6\u00dfte Polizeieinsatz Europas das idyllische  Dorf Laase in ein Kriegsgebiet. <\/strong><\/p>\n<p>Mit Nebel und Blendscheinwerfern wirkt  die Szenerie einem Roland Emmerich Film oder \u00e4hnlichen  Hollywoodblockbustern entliehen &#8211; fast grotesk, wenn man das Feld in der  L\u00fcneburger Heide mit Traktoren und Pferden im Alltag kennt.<\/p>\n<p><object width=\"500\" height=\"375\"><param name=\"flashvars\" value=\"offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fgreenpeacede%2Fsets%2F72157628109605981%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fgreenpeacede%2Fsets%2F72157628109605981%2F&amp;set_id=72157628109605981&amp;jump_to=\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.flickr.com\/apps\/slideshow\/show.swf?v=109615\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" src=\"http:\/\/www.flickr.com\/apps\/slideshow\/show.swf?v=109615\" allowfullscreen=\"true\" flashvars=\"offsite=true&amp;lang=en-us&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fgreenpeacede%2Fsets%2F72157628109605981%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fgreenpeacede%2Fsets%2F72157628109605981%2F&amp;set_id=72157628109605981&amp;jump_to=\" width=\"500\" height=\"375\"><\/embed><\/object>\u00a0<\/p>\n<p>Doch die Polizei wei\u00df, sie braucht dieses Aufgebot, um den  Atomm\u00fcll-Transport durchs Wendland zu bringen. Nirgendwo sonst gibt es  einen derartigen Anti-Atom-Widerstand. Kaum ein Haus, das nicht mit  \u201eCastor stoppen\u201c-Plakaten aufwartet, kaum ein Vorgarten ohne dem  typischen gelben X oder einer symbolischen Atomm\u00fcll-Tonne. Jedes Dorf,  jede Siedlung voller engagierter Menschen, die gegen die Atomindustrie  vor der Haust\u00fcre, aber auch weltweit demonstrieren. Ganze Familien,  Kinder, Freundeskreise junger Menschen, Gro\u00dfeltern &#8211; sie alle sind auf  den Beinen und stehen den Uniformierten gegen\u00fcber. Warum die Polizei  mehrmals mit Wasserwerfern, Schlagst\u00f6cken und Einzelverhaftungen gegen  die angemeldete und genehmigte Demonstration vorgeht, bleibt ein R\u00e4tsel.  Wiederholt stellen sich Sanit\u00e4ter, Seelsorger, aber auch \u00e4lter Damen im  eleganten Mantel zwischen die Demonstranten und die Polizei und  versuchen eine m\u00f6gliche Eskalation einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>126 Stunden Fahrzeit \u2013 l\u00e4nger als je zuvor \u2013 brauchte der  Castor-Transport 2011 aus der franz\u00f6sischen Wiederaufbereitungsanlage La  Hague ins deutsche Zwischenlager Gorleben. Traditionell gibt es seit  Jahrzehnten heftigen Widerstand der\u00a0 deutschen Anti-Atom-Bewegung und  der Menschen aus der Gegend um Gorleben, dem Wendland, gegen diesen  Atomm\u00fcll.<\/p>\n<p>Gorleben war eigentlich immer nur als Zwischenlager konzipiert, aber  die Politik setzt alles daran, den Salzstock Gorleben auch zum Endlager  zu machen. Und das obwohl der Standort geologisch v\u00f6llig ungeeignet ist.  Bereits mit der Ladung aus dem diesj\u00e4hrigen Castor-Transport wird die  erlaubte radioaktive Strahlung f\u00fcr den Standort bereits \u00fcberschritten.  Obwohl dies bekannt ist, wurde der Castor-Transport nach Gorleben  genehmigt. Dieser Transport, vor allem aber die Lagerung in Gorleben,  ist somit illegal.<\/p>\n<p>Greenpeace hat gegen die Einlagerung Strafanzeige eingebracht, die  derzeit noch nicht rechtskr\u00e4ftig entschieden ist. Gleichzeitig konnte  von Greenpeace dargelegt werden, dass das Atomm\u00fclllager nicht wie  angek\u00fcndigt an die neubewertete Terrorgefahr angepasst wurde. Also  werden wohlwissentlich neue Atomm\u00fcll Beh\u00e4lter ins nicht f\u00fcr  Terrorsicherheit nachger\u00fcstete Zwischenlager gebracht. Politisch  gesehen, wird es bereits als Endlager vorbereitet und die  Strahlengrenzwerte ab sofort deutlich \u00fcberschriiten werden.<\/p>\n<p>Das Anliegen der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung, diesen Castor-Transport zu  stoppen, kann Greenpeace nur unterst\u00fctzen. \u00a0Solange die Proteste  gewaltfrei, kreativ und dem typischen David-Goliath-Prinzip entsprechen  finden sich unsere Greenpeace-Ans\u00e4tze in diesen wieder.<\/p>\n<p>(Text: Niklas Schinerl)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9 Wasserwerfer, Polizei mit Tr\u00e4nengasausr\u00fcstung, Hundestaffeln, berittene Polizei, Schlagstockeinsatz, tausenden Uniformierte in Reih- und Glied. 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