{"id":14416,"date":"2011-11-23T00:00:00","date_gmt":"2011-11-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14416\/neuer-report-wer-verhindert-den-klimaschutzvertrag\/"},"modified":"2019-05-30T12:33:01","modified_gmt":"2019-05-30T10:33:01","slug":"neuer-report-wer-verhindert-den-klimaschutzvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14416\/neuer-report-wer-verhindert-den-klimaschutzvertrag\/","title":{"rendered":"Neuer Report: Wer verhindert den Klimaschutzvertrag?"},"content":{"rendered":"<p><b>Vom 28. November bis 9. Dezember 2011 findet im s\u00fcdafrikanischen  Durban die 17. Internationale Klimakonferenz (COP17) statt. Vor  Ort: Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik bei Greenpeace.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Vom 28. November bis 9. Dezember 2011 findet im s\u00fcdafrikanischen  Durban die 17. Internationale Klimakonferenz (COP17) statt. Vor  Ort: Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik bei Greenpeace. <\/strong><\/p>\n<p>Es gibt ein Netzwerk von Industrien, die mit fossilen Energientr\u00e4gern  Milliardenbetr\u00e4ge verdienen. Dieses Netzwerk investiert in die  Verhinderung von ambitionierten Klimaschutzzielen in Schl\u00fcssell\u00e4ndern  und blockiert den UN Prozess! Im Finanzsektor haben wir schon mehr als  deutlich gesehen, wie die Regierungschefs von den Banken am Nasenring  durch die Finanzkrise gef\u00fchrt wurden. Jetzt spielt sich ganz \u00e4hnliches  im Klimaschutz ab.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Tage vor Start der wegweisenden Klimaverhandlungen im s\u00fcdafrikanischen Durban hat<a title=\"Greenpeace heute\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/publications\/reports\/Whos-holding-us-back\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Greenpeace heute<\/a> einen neuen Bericht ver\u00f6ffentlicht. <a class=\"pdf\" title=\"Who is holding us back? How carbon-intensive industry is preventing effective climate legislation\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/Global\/international\/publications\/climate\/2011\/391%20-%20WhosHoldingUsBack.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Who is holding us back? How carbon-intensive industry is preventing effective climate legislation<\/a> entlarvt das Lobbynetzwerk, das vor allem den historisch gr\u00f6\u00dften Klimas\u00fcnder, die USA, von einem Klimaschutzvertrag fernh\u00e4lt.<a class=\"pdf\" title=\"(zur \u00dcbersetzung des Reports)\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/klima\/UEbersetzung_Report_What_is_holding_us_back.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> (zur \u00dcbersetzung des Reports)<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Strategie des \u00d6l- und Kohle-Industrienetzwerks<\/strong><\/p>\n<p>Der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) setzt  aggressiv die Interessen derjenigen Unternehmen durch, die Milliarden  Menschen durch die Verhinderung von ambitionierten Klimaschutzzielen  schaden. Strategisch setzen der WBCSD sowie die Industrie-Lobbyisten in  Japan, Kanada, Australien, der EU und vor allem in den USA an. Bis auf  die USA z\u00e4hlen diese L\u00e4nder allesamt zu den ersten  Kyoto-Vertragsstaaten, die mit der Ratifizierung erstmals verbindliche  Minderungsziele national umsetzen mussten. <a class=\"zoom\" title=\"Kippt Kyoto\" href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/2011\/06\/17\/kyoto-ist-nicht-tot-noch-nicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kippt Kyoto<\/a>,  brauchen sich die Mineral\u00f6lwirtschaft sowie die Kohle-Energiewirtschaft  nicht mehr vor Einschr\u00e4nkungen f\u00fcrchten. Das ist deren strategisches  Ziel f\u00fcr Durban. Und das muss verhindert werden! Denn wenn Obama sich  f\u00fcr verbindliche Klimaschutzgesetze einsetzen w\u00fcrde, m\u00fcssten die global  operierenden \u00d6l- und Kohle-Unternehmen klare Beschr\u00e4nkungen f\u00fcrchten.<\/p>\n<p><strong>BASF vorne mit dabei, Klimaschutz zu verhindern<\/strong><\/p>\n<p>BASF ist eines der Unternehmen, die \u00f6ffentlich mit sehr trickreichen  Konstruktionen (\u201cnur wenn alle mitmachen w\u00e4re ein Klimaschutzabkommen  akzeptabel\u201d) verschleiern, dass sie hinten herum aktiv an dessen  Verhinderung arbeiten. 61.500 US Dollar hat BASF bei den Zwischenwahlen  2010 in den USA an solche Kandidaten gegeben, die eine Klimagesetzgebung  f\u00fcr die USA verhindern wollten. Das ist ein Skandal!<br \/> Die  Unternehmen arbeiten sehr trickreich. Industrieverb\u00e4nde und sogenannte  \u201aThink Tanks\u2019 organisieren Lobbystrategien und Pseudofakten. \u00d6ffentliche  Kampagnen, um die Klima-Forschung zu diskreditieren, erg\u00e4nzen dies.  Unternehmensvertreter sind zeitweise immer wieder auf Regierungsposten  zu finden und wechseln dann nach einigen Jahren wieder in die Industrie.<\/p>\n<p><strong>Die Institutionen der USA sind durch ein starkes Lobbynetzwerk ausgehebelt<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahren waren und sind es vor allem die US, Royal Dutch  Shell, the US Chamber of Commerce, Edison Electric Institute, PG&amp;E,  Southern Company, ExxonMobil, Chevron, BP and ConocoPhillips, die es  alle unter die Top 20-Lobbygruppen der USA geschafft haben. Zwischen  2003 und 2008 hat sich die Zahl der Lobbyisten gegen den Klimaschutz in  den USA verdreifacht! Wie die Unternehmen in anderen Industriel\u00e4ndern  operieren ist im Bericht sehr klar dargestellt.<\/p>\n<p><strong>Schaden von den Menschen abhalten<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"pdf\" title=\"90% der Menschen\" href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/public_opinion\/archives\/ebs\/ebs_372_en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">90% der Menschen<\/a> fordern einen strengeren Klimaschutz. Wie lange lassen sich die  europ\u00e4ischen Regierungen trotzdem noch durch dieses Industrienetzwerk  von einem ambitionierten Klimaschutzziel fernhalten? Wie lange lassen  sich Obama und die Abgeordneten von US Kongresses und Senat noch von  Shell, Koch &amp; Co unter Druck setzen? Subventionen in Milliardenh\u00f6he  flie\u00dfen von den Regierungen an die fossilen Industrien! Wie lange lassen  wir uns dieses Verbrechen an der Natur und an der Menschheit noch  gefallen? In Durban muss mit dem Einfluss der Klimas\u00fcnder auf die  Regierungschefs Schluss sein. Gem\u00e4\u00df deutschem Grundgesetz ist die  Bundeskanzlerin verpflichtet Schaden vom deutschen Volk abzuhalten. Die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/austria\/de\/News\/Aktuelle-Meldungen\/Klima-News\/Neuer-UN-Klimabericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">H\u00e4ufung der Wetterextreme<\/a> durch den Klimawandel sind solche Sch\u00e4den. Im gesamten Grundgesetz gibt  es keinen Artikel in dem der staatliche Schutz des globalen Klimas  gefordert wird. Mit letzterem muss sp\u00e4testens jetzt in Durban Schluss  sein!<\/p>\n<p>Im gesamten Grundgesetz gibt es keinen Artikel in dem der Schutz der  klimasch\u00e4dlichen Industrien vor konsequenten Klimaschutzma\u00dfnahmen  gefordert wird. Mit letzterem muss sp\u00e4testens jetzt in Durban Schluss  sein!<\/p>\n<p><strong>Der Klimawandel zeigt schon heute vielerorts seine Auswirkungen. <a title=\"Hier\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/GreenpeaceDE#g\/c\/B4A8ADEEC5B0BAF3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier<\/a> finden Sie kurze Video-Clips in denen Klimazeugen aus Deutschland  erz\u00e4hlen. Die Videos wurden 2009 anl\u00e4sslich der UN-Klimakonferenz in  Kopenhagen produziert. Sie sind heute \u2013 gerade nach Erscheinen des <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/austria\/de\/News\/Aktuelle-Meldungen\/Klima-News\/Neuer-UN-Klimabericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IPCC-Berichts zu Extremwettern<\/a> \u2013 aktueller denn je.<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Positionspapier-Durban_fin.pdf\">Greenpeace Positionspapier zur Klimakonferenz in Durban.<\/a><br \/><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 28. November bis 9. Dezember 2011 findet im s\u00fcdafrikanischen Durban die 17. Internationale Klimakonferenz (COP17) statt. Vor Ort: Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik bei Greenpeace. Vom 28. 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