{"id":14418,"date":"2011-11-23T00:00:00","date_gmt":"2011-11-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14418\/soja-moratorium-in-brasilien-verlaengert\/"},"modified":"2019-07-08T11:39:41","modified_gmt":"2019-07-08T09:39:41","slug":"soja-moratorium-in-brasilien-verlaengert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14418\/soja-moratorium-in-brasilien-verlaengert\/","title":{"rendered":"Soja-Moratorium in Brasilien verl\u00e4ngert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Soja-Moratorium zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes ist k\u00fcrzlich erneut verl\u00e4ngert worden. Das ist erfreulich. Doch sieht es im Moment f\u00fcr den Amazonas nicht allzu gut aus.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die politische Debatte um ein&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/waelder\/nachrichten\/artikel\/bei_bedarf_brasilien_amnestie_fuer_alle_illegalen_abholzungen_ab_dem_jahr_1500\">neues brasilianisches Waldgesetz<\/a>, der so genannte Forest Code, insbesondere die geplante Amnestie f\u00fcr Umweltstraftaten, hat im Vorfeld zu einem Freibrief f\u00fcr Abholzungen gef\u00fchrt.<\/p>\n\n<p>2004 wurden in Brasilien 2,7 Millionen Hektar Amazonas-Regenwald gerodet, bis 2010 ist die Rodung um 75 Prozent zur\u00fcckgegangen. Der positive Trend der letzten Jahre, die Entwaldung im Amazonas-Regenwald zu reduzieren, ist 2011 jedoch gebrochen. Dies zeigt sich unter anderem im Bundesstaat Mato Grosso, der f\u00fcr 90 Prozent des Sojaanbaus in Amazonien steht und wo die Entwaldung in diesem Jahr wieder mit 37 Prozent gestiegen ist. In den vergangenen Jahren geh\u00f6rte Mato Grosso zu den Bundesstaaten, wo die Entwaldung am st\u00e4rksten zur\u00fcckgegangen war.&nbsp;Greenpeace&nbsp;hat die offiziellen Satellitendaten mit den Landnutzungsdaten verglichen und es zeigt sich, dass 46 Prozent der Entwaldung mit der Landwirtschaft zusammenh\u00e4ngen und 26 Prozent in den Regionen mit Rinderweiden. Mit grosser Sorge ist auch festzustellen, dass die Landkonflikte im Amazonasgebiet in diesem Jahr zugenommen haben und neue Todesopfer gefordert haben.<\/p>\n\n<p>Bis jetzt konnten die Unternehmen ihren Konsumenten immer nachweisen, dass das Soja tats\u00e4chlich nicht aus einem nach dem Moratorium abgeholzten Gebiet stammt. Ihre Aufgabe k\u00f6nnte aber in naher Zukunft schwierig werden. Denn die steigende Entwaldung f\u00fchrt dazu, dass in ein bis zwei Jahren wieder mehr Urwald-Soja&nbsp;auf den Markt kommen wird. Um so wichtiger ist es nun, dass die Anforderungen an das laufende Soja-Moratorium und seine \u00dcberwachungsmechanismen verst\u00e4rkt werden. Mit der Verl\u00e4ngerung des Moratoriums hat sich ein grosser Teil der Sojah\u00e4ndler bereit erkl\u00e4rt, weiterhin Lieferanten auszuschliessen, die Soja von neu gerodeten Fl\u00e4chen des Amazonas-Regenwaldes anbieten.<\/p>\n\n<p>Die Sojah\u00e4ndler bestimmen 90 Prozent des brasilianischen Sojamarktes. Bereits im Jahr 2006 stimmten sie einem zweij\u00e4hrigen Moratorium zu. Seitdem wurde es j\u00e4hrlich verl\u00e4ngert. Die brasilianische Weltraumbeh\u00f6rde INPE \u2013 zust\u00e4ndig f\u00fcr die offizielle Auswertung der Entwaldungsdaten im Amazonas \u2013 sch\u00e4tzt, dass das Moratorium die Ausweitung der Entwaldung f\u00fcr Soja im Amazonas-Regenwald eind\u00e4mmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sojafelder im Amazonas \/ 05\/10\/2006 \u00a9 Greenpeace \/ Ricardo Beliel \u00a0 Das Soja-Moratorium zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes ist k\u00fcrzlich erneut verl\u00e4ngert worden. Das ist erfreulich. 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