{"id":14446,"date":"2011-11-10T00:00:00","date_gmt":"2011-11-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14446\/weltenergieausblick-2011\/"},"modified":"2019-05-30T12:34:00","modified_gmt":"2019-05-30T10:34:00","slug":"weltenergieausblick-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14446\/weltenergieausblick-2011\/","title":{"rendered":"Weltenergieausblick 2011"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Internationale Energie Agentur (World Energy Agency, IEA)  hat ihre Prognose zu Energie und Klima ver\u00f6ffentlicht. Die Rolle der  Atomkraft zur globalen Energiegewinnung bewertet sie weiterhin hoch,  zur\u00fcckhaltend ist hingegen ihre Erwartungshaltung an die Entwicklung  Erneuerbarer Energien.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"margin: 5px; float: left;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/850f4a4e-850f4a4e-29710_58383.jpg\" alt=\"\" width=\"200\"><strong>Die Internationale Energie Agentur (World Energy Agency, <abbr title=\"Internationale Energie-Agentur\">IEA<\/abbr>)  hat ihre Prognose zu Energie und Klima ver\u00f6ffentlicht. Die Rolle der  Atomkraft zur globalen Energiegewinnung bewertet sie weiterhin hoch,  zur\u00fcckhaltend ist hingegen ihre Erwartungshaltung an die Entwicklung  Erneuerbarer Energien.<\/strong><\/p>\n<p>Der World Energy Outlook (WEO) erscheint jedes Jahr im November. Er  enth\u00e4lt Angaben \u00fcber derzeitige und zuk\u00fcnftige Energiekosten sowie eine  umfangreiche Statistik \u00fcber s\u00e4mtliche Bereiche der weltweiten  Energieversorgung. Auf Basis dieser Statistik werden verschiedene  Szenarien entwickelt, in denen m\u00f6gliche k\u00fcnftige Auswirkungen  verschiedener Entwicklungen und Ma\u00dfnahmen aufgezeigt werden.<\/p>\n<h3>Der Weltenergieausblick 2011<\/h3>\n<p>In der ungef\u00e4hr 600-seitigen Ver\u00f6ffentlichung wird die Rolle der  Atomkraft traditionell sehr hoch bewertet, so auch 2011. Deutschland und  Belgien haben nach dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima ihren  Atomausstieg angek\u00fcndigt &#8211; trotzdem geht die <abbr title=\"Internationale Energie-Agentur\">IEA<\/abbr> weiterhin von einem nur unmerklichen R\u00fcckgang der globalen Atomkraftkapazit\u00e4t aus. Sven Teske, Energieexperte von <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> International, bezeichnet die aufgezeigte Entwicklung der Atomkraft in allen Szenarien als <q>realit\u00e4tsfern<\/q>.<\/p>\n<p>Auch Kohle wird eine gro\u00dfe Rolle zugeschrieben. Vor allem L\u00e4nder wie  China und Indien, die derzeit eine Phase rasanten wirtschaftlichen  Wachstums erleben, versuchen ihren gigantischen Energiebedarf durch  Kohlekraft zu decken. Um dramatische Folgen f\u00fcr das Klima zu vermeiden,  fordert Teske daher einen konsequenten Verzicht auf Energie aus  Kohlekraft.<\/p>\n<p>Der Anteil der Erneuerbaren Energien wird, abh\u00e4ngig vom jeweiligen  Szenario, f\u00fcr 2035 auf 32 bis 44 Prozent prognostiziert. F\u00fcr eine  Einsch\u00e4tzung von Langzeitfolgen ist der Zeitraum bis 2035 im WEO  allerdings zu kurz.<\/p>\n<h3>Energie [R]evolution<\/h3>\n<p><span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> und der Europ\u00e4ische Rat f\u00fcr  Erneuerbare Energien (EREC) haben 2010 einen eigenen Fahrplan f\u00fcr eine  konsequente Energiewende entworfen: <a href=\"\/switzerland\/de\/Publikationen\/Reports-Klima\/Klimawandel-schneller111\/\"><em>Energy [R]evolution: A Sustainable World Energy Outlook<\/em>.<\/a> Basis dieser Prognose sind die Zahlen der <abbr title=\"Internationale Energie-Agentur\">IEA<\/abbr> und ber\u00fccksichtigt wird der Zeitraum bis zum Jahr 2050.<\/p>\n<p>Der Bericht betont vor allem zwei Aspekte: Zum einen bieten die  Erneuerbaren Energien Unabh\u00e4ngigkeit von den Treibstoffpreisen auf dem  Weltmarkt, zum anderen entstehen durch sie Millionen neuer, gr\u00fcner  Arbeitspl\u00e4tze. Dem Energy [R]evolution-Konzept folgend entst\u00fcnden  weltweit 33 Prozent mehr Arbeitspl\u00e4tze im Energiesektor als bei der  gegenw\u00e4rtigen Energiepolitik.<\/p>\n<p>Der H\u00f6hepunkt der <abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen  w\u00e4re laut Energy [R]evolution-Szenario 2015 erreicht, bis 2050 s\u00e4nken  die Emissionen im Vergleich zu 1990 um 80 Prozent. 95 Prozent der  Elektrizit\u00e4t k\u00f6nnten 2050 aus Erneuerbaren Energien stammen.<\/p>\n<p>Eine nachhaltige Zukunft unseres Planeten h\u00e4ngt vom politischen  Willen ab, in Erneuerbare Energien zu investieren, statt weiter auf  begrenzte, schmutzige fossile Brennstoffe zu setzen.<\/p>\n<p>(Autor: Bastian Satthoff)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale Energie Agentur (World Energy Agency, IEA) hat ihre Prognose zu Energie und Klima ver\u00f6ffentlicht. 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