{"id":14477,"date":"2011-11-01T00:00:00","date_gmt":"2011-10-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14477\/gorleben-greenpeace-stellt-strafanzeige-gegen-deutschen-umweltminister\/"},"modified":"2019-05-30T12:35:05","modified_gmt":"2019-05-30T10:35:05","slug":"gorleben-greenpeace-stellt-strafanzeige-gegen-deutschen-umweltminister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14477\/gorleben-greenpeace-stellt-strafanzeige-gegen-deutschen-umweltminister\/","title":{"rendered":"Gorleben: Greenpeace stellt Strafanzeige gegen deutschen Umweltminister"},"content":{"rendered":"<p><b>Minister nimmt erh\u00f6hte Freisetzung radioaktiver Strahlung in Kauf<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Minister nimmt erh\u00f6hte Freisetzung radioaktiver Strahlung in Kauf<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9bdff458-9bdff458-ce8e637f05.jpg\" title=\"Castorzug auf dem Weg von La Hague nach Gorleben. Zwischenstopp in Lehrte. \"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Castorzug auf dem Weg von La Hague nach Gorleben. Zwischenstopp in Lehrte. \" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9bdff458-9bdff458-ce8e637f05.jpg\" alt=\"Castorzug auf dem Weg von La Hague nach Gorleben. Zwischenstopp in Lehrte. \" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Castorzug auf dem Weg von La Hague nach Gorleben. Zwischenstopp in Lehrte. <\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Martina Buchholz \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Gegen den nieders\u00e4chsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (<abbr title=\"Freie Demokratische Partei\">FDP<\/abbr>) hat <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> Deutschland heute bei der Staatsanwaltschaft Hannover Strafanzeige gestellt. Dem Minister wird vorgeworfen, sich auf  fehlerhafte Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben zu berufen, damit  weiterer hochradioaktiver Atomm\u00fcll aus der franz\u00f6sischen Plutoniumfabrik  <span lang=\"fr\">La Hague<\/span> eingelagert werden kann.<\/p>\n<p>Gestern erkl\u00e4rte das nieders\u00e4chsische Umweltministerium, es s\u00e4he  keinen Anlass, eine Einlagerung hochradioaktiven Atomm\u00fclls in diesem  Jahr abzusagen. <q>Sander nimmt r\u00fccksichtslos erh\u00f6hte radioaktive  Strahlung am Zwischenlager in Kauf. Das ist nicht nur verantwortungslos,  sondern auch strafbar<\/q>, sagt Tobias Riedl, Atomexperte bei <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>.<\/p>\n<h3>Sander ignoriert erh\u00f6hte Strahlenmesswerte am Zwischenlager Gorleben<\/h3>\n<p><span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> hat <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/no-go-gorleben-greenpeace-entlarvt-rechnungsf\/blog\/37532\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">vergangene Woche belegt<\/a>, dass  das nieders\u00e4chsische Umweltministerium erhebliche Fehler bei der  Berechnung der Strahlenwerte am Zwischenlager gemacht hatte. Demnach  k\u00f6nnte der zul\u00e4ssige Strahlengrenzwert von 0,3 Millisievert am  Zwischenlager selbst ohne weitere Einlagerung hochradioaktiven Atomm\u00fclls  bis Jahresende \u00fcberschritten werden. Laut geltender Genehmigung f\u00fcr das  Zwischenlager m\u00fcsste dies dazu f\u00fchren, dass kein weiterer strahlender  M\u00fcll eingelagert wird. Trotz der Aufforderung in einem offenen Brief hat  das Ministerium die <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Berechnung ignoriert. Es beruft sich auf seinen Strahlenmesswert von 0,233 Millisivert, den <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> widerlegt hat. Nach Einlagerung der f\u00fcr November geplanten elf Castoren  l\u00e4ge die diesj\u00e4hrige Strahlendosis laut Ministerium bei 0,235  Millisievert.<\/p>\n<h3>Keine R\u00fccksicht auf Sicherheit der B\u00fcrger und Polizeibeamten<\/h3>\n<p><q>Der Castortransport scheint Sander wichtiger zu sein als die Sicherheit der B\u00fcrger und Polizeibeamten<\/q>, sagt Tobias Riedl, Atomexperte von <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>. <q>Wir  gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft diese Sache im Interesse  der B\u00fcrger z\u00fcgig aufkl\u00e4rt und das Ministerium die Entscheidung \u00fcber die  Einlagerung der Castoren zur\u00fccknehmen muss.<\/q><\/p>\n<p>Nach Paragraph 311 Strafgesetzbuch macht sich strafbar, wer unter  Verletzung verwaltungsrechtlicher Pflichten ionisierende Strahlen  freisetzt, die geeignet ist, Leib und Leben eines anderen Menschen oder  fremde Sachen von bedeutendem Wert zu sch\u00e4digen. Nach Paragraph 311  Absatz 2 Strafgesetzbuch ist auch der Versuch strafbar.<\/p>\n<p>Am 24. November startet voraussichtlich der Castortransport in  <span lang=\"fr\">La Hague<\/span> (Frankreich). Jeder Castor beinhaltet viermal so viel Radioaktivit\u00e4t wie beim Super-<acronym title=\"Gr\u00f6\u00dfter Anzunehmender Unfall\">GAU<\/acronym> in Fukushima ausgetreten ist.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Minister nimmt erh\u00f6hte Freisetzung radioaktiver Strahlung in Kauf Minister nimmt erh\u00f6hte Freisetzung radioaktiver Strahlung in Kauf \u00a0 Castorzug auf dem Weg von La Hague nach Gorleben. 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