{"id":14485,"date":"2011-10-31T00:00:00","date_gmt":"2011-10-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14485\/25-jahre-schweizerhalle-noch-immer-brandaktuell\/"},"modified":"2019-05-30T12:35:21","modified_gmt":"2019-05-30T10:35:21","slug":"25-jahre-schweizerhalle-noch-immer-brandaktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14485\/25-jahre-schweizerhalle-noch-immer-brandaktuell\/","title":{"rendered":"25 Jahre Schweizerhalle: noch immer brandaktuell"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e1892ff3-e1892ff3-2011_schweizerhalle.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e1892ff3-e1892ff3-2011_schweizerhalle.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            18.11.1986, Basel. Nach der Katastrophe von Schweizerhalle fordert Greenpeace mit einem Bannerprotest von der Basler Chemie, ihre Verantwortung wahrzunehmen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>In der Nacht auf den 1. November 1986 steht bei Sandoz in Schweizerhalle (BL) eine Lagerhalle in Flammen. \u00dcber 1\u2019300 Tonnen hochgiftiger Chemikalien brennen. Radio und Lautsprecherdurchsagen fordern die Menschen in der Stadt und Agglomeration Basel auf, zu Hause zu bleiben. Dann heulen die Sirenen. Die Bev\u00f6lkerung der Region Basel hat Angst. Die ganze Schweiz ist fassungslos. Bis nach Rotterdam ist der Rhein vergiftet, abertausende von Fischen verenden. Heute ist das 25 Jahre her. Doch das Inferno von damals ist auch heute noch brandaktuell. Der Brandplatz Schweizerhalle gef\u00e4hrdet noch immer das Trinkwasser von 200&#8217;000 TrinkwasserkonsumentInnen. <a href=\"http:\/\/martinforter.ch\/\">Der Basler Altlastenexperte Martin Forter<\/a> zeigt in seinem neusten Buch <a href=\"http:\/\/martinforter.ch\/publikationen\/publi.html\">\u00abFalsches Spiel\u00bb<\/a>. Die Umwelts\u00fcnden der Basler Chemie vor und nach Schweizerhalle warum wir uns auch heute noch mit den Folgen der Katastrophe besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Laut Forter halten sich Novartis &amp; Co als Nachfolgekonzerne von Sandoz seit 17 Jahren nicht an die damals mit den Beh\u00f6rden verbindlich vereinbarten Sanierungsverpflichtungen. Und dies mit Wissen der \u00c4mter. W\u00e4hrend 17 Jahren sitzen diese demnach j\u00e4hrlich mit der chemischen Industrie zusammen und nehmen den Misstand regelm\u00e4ssig zur Kenntnis: Statt der maximal zul\u00e4ssigen 0.5 Kilogramm, gelangen Jahr f\u00fcr Jahr drei bis vier Kilogramm giftiger Schadstoffe aus der Schweizerhalle-Deponie ins Grundwasser.<\/p>\n<p><strong>Skandal\u00f6ses Vorgehen der Regierung<\/strong><\/p>\n<p>Forter klagt an: Dieses Vorgehen untergr\u00e4bt die Autorit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit der Baselbieter Regierung. Es l\u00e4sst Novartis &amp; Co. wissen: Im Baselbiet lohnt es sich, mit den Beh\u00f6rden getroffene Abmachungen nicht einzuhalten. Konsequenzen sind keine zu bef\u00fcrchten. Wenn der Missstand an die \u00d6ffentlichkeit gelangt, ist die Regierung flugs zur Stelle und hebt die entsprechenden Vereinbarungen auf. Ein solches Handeln ist skandal\u00f6s und foutiert sich um Wohl und Gesundheit der Bev\u00f6lkerung als TrinkwasserkonsumentInnen.<\/p>\n<p>Und Novartis? Der Pharmakonzern ist Nachfolger von Sandoz und verschreibt sich der Nachhaltigkeit. Er stellt sich explizit in den Dienst der Gesundheit. Kann er es sich leisten, Abmachungen zum verl\u00e4sslichen Schutz des Trinkwassers zu ignorieren? Allein das pr\u00e4sentierte Firmenimage, sollte man meinen, verpflichtet Novartis dazu, ihre belastende Sandoz-Hinterlassenschaft in Schweizerhalle ein f\u00fcr allemal wegzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Forter hat im Rahmen des Jahrestags <a href=\"http:\/\/martinforter.ch\/\">den ehemaligen Umweltchef des Basler Chemiekonzerns Ciba Spezialit\u00e4ten, Peter Donath, befragt.<\/a>\u00a0 Dieser zieht eine skeptische Bilanz: Schweizerhalle habe auf die Basler chemische und pharmazeutische Industrie im Umweltbereich \u00abkeine nachhaltige Wirkung gehabt\u00bb. Im Gegenteil: Sie sei der infolge des Brandes versch\u00e4rften Gesetzgebung ausgewichen und habe die Produktionen weitgehend von Europa nach Asien verlagert. Damit habe die Branche 10 bis 15 Prozent Umweltkosten pro Kilo Produkt eingespart. Die hier installierte Umwelttechnik wie Kl\u00e4ranlagen und Abluftreinigungen habe sie weitgehend stillgelegt und nehme daf\u00fcr heute in Asien in Kauf, unter katastrophalen arbeitshygienischen und umwelttechnischen Bedingungen zu produzieren.<\/p>\n<p>Greenpeace k\u00e4mpft seit Jahrzehnten gegen die Chemiem\u00fclldeponien der Basler chemischen Industrie und hat dabei <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Chemie\/Chemopolis\/\">einige Erfolge erzielt<\/a>. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18.11.1986, Basel. Nach der Katastrophe von Schweizerhalle fordert Greenpeace mit einem Bannerprotest von der Basler Chemie, ihre Verantwortung wahrzunehmen. In der Nacht auf den 1. 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