{"id":14489,"date":"2011-10-31T00:00:00","date_gmt":"2011-10-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14489\/akw-check-in-der-eu-schneller-transparenter-und-vielleicht-auch-strenger-als-in-der-schweiz\/"},"modified":"2019-05-30T12:35:24","modified_gmt":"2019-05-30T10:35:24","slug":"akw-check-in-der-eu-schneller-transparenter-und-vielleicht-auch-strenger-als-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14489\/akw-check-in-der-eu-schneller-transparenter-und-vielleicht-auch-strenger-als-in-der-schweiz\/","title":{"rendered":"AKW-Check in der EU: schneller, transparenter und vielleicht auch strenger als in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute l\u00e4uft f\u00fcr die Betreiber der AKWs M\u00fchleberg, Beznau, G\u00f6sgen und Leibstadt die Frist ab, um beim ENSI ihre Schlussberichte zuhanden des AKW-Stresstests der EU einzureichen. Die Sicherheits-\u00dcberpr\u00fcfung aller 143 europ\u00e4ischen AKWs war im Nachgang zur Katastrophe im japanischen AKW Fukushima vom Europ\u00e4ischen Rat beschlossen worden. Nach einigem Zaudern hatte sich die Schweiz dem EU-weiten Test schliesslich doch noch angeschlossen. Das ENSI wird aufgrund der eingereichten Berichte Ende Jahr einen zusammenfassenden Landesbericht an die EU abliefern.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p>Heute l\u00e4uft f\u00fcr die Betreiber der AKWs M\u00fchleberg, Beznau, G\u00f6sgen und Leibstadt die Frist ab, um beim ENSI ihre Schlussberichte zuhanden des AKW-Stresstests der EU einzureichen. Die Sicherheits-<a title=\"Stresstest-Karte\" href=\"http:\/\/maps.google.ch\/maps\/ms?msid=215685468721309931045.0004b0968fa1fb3fd9e21&amp;msa=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>\u00dcberpr\u00fcfung aller 143 europ\u00e4ischen AKWs<\/strong><\/a> war im Nachgang zur Katastrophe im japanischen AKW Fukushima vom Europ\u00e4ischen Rat beschlossen worden. Nach einigem Zaudern hatte sich die Schweiz dem EU-weiten Test schliesslich doch noch angeschlossen. Das ENSI wird aufgrund der eingereichten Berichte Ende Jahr einen zusammenfassenden Landesbericht an die EU abliefern.<\/p>\n<p>Der Stresstest der EU verlangt im Wesentlichen das gleiche wie die Schweizer Sicherheits-\u00dcberpr\u00fcfungen: Nachweise zur Erdbebenfestigkeit und Hochwassersicherheit der Anlagen, Absch\u00e4tzungen zu den Folgen des Verlusts von Strom- und K\u00fchlwasserversorgung, \u00dcberpr\u00fcfung der Wirksamkeit der Notfallschutzmassnahmen, sowie eine Beurteilung von Schwachstellen und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten. Offen ist hingegen, ob die europ\u00e4ische Gruppe der Europ\u00e4ischen Sicherheitsinspektorate (ENSREG) und die EU-Kommission die Sachlage \u00e4hnlich bewerten wie das ENSI.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Hier gehts zur interaktiven EU-Stresstestkarte<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"600\" height=\"200\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/maps.google.ch\/maps\/ms?msa=0&amp;msid=215685468721309931045.0004b0968fa1fb3fd9e21&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;vpsrc=6&amp;ll=50.289339,20.566406&amp;spn=11.238779,52.646484&amp;z=4&amp;iwloc=0004b0969173c2d26d2ba&amp;output=embed\"><\/iframe><br \/><small><a href=\"http:\/\/maps.google.ch\/maps\/ms?msa=0&amp;msid=215685468721309931045.0004b0968fa1fb3fd9e21&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;vpsrc=6&amp;ll=50.289339,20.566406&amp;spn=11.238779,52.646484&amp;z=4&amp;iwloc=0004b0969173c2d26d2ba&amp;source=embed\" style=\"color:#0000FF;text-align:left\">Interaktive Karte zur Sicherheit der Atomkraftwerke in Europa<\/a> auf einer gr\u00f6\u00dferen Karte anzeigen<\/small>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Und auch sonst gibt es Unterschiede zu den Schweizer Stresstests. So hat man es mit der heute auslaufenden Deadline 31. Oktober\u00a0 in der EU offenbar eiliger als bei uns: Das ENSI verlangt den Bericht zur Erdbebenfestigkeit der hiesigen AKWs erst per 30. November 2011 und den Sicherheitsnachweis f\u00fcr den Fall eines kombinierten Ereignisses (Hochwasser und Erdbeben) erst auf den 31.M\u00e4rz 2012.<\/p>\n<p>Der wichtigste Unterschied zu den Schweizer Sicherheitschecks ist jedoch, dass sich die EU zur vollen Transparenz\u00a0 bekennt: Die Informationen der Stresstests sollen ver\u00f6ffentlicht und die Schlussberichte in breiten Panels (z.B. auch mit Umweltorganisationen) \u00f6ffentlich diskutiert werden. In der Schweiz lassen vergleichbare Transparenz-Bem\u00fchungen bisher auf sich warten. Dies obwohl Bundesr\u00e4tin Leuthard in einem offenen Brief am 16. August von \u00a013 Organisationen (Aargauer und Berner Anti-AKW-Gruppen und Regionalparteien) aufgefordert worden war, \u00f6ffentliche Hearings in die Wege zu leiten und die Berichte vollumf\u00e4nglich \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Greenpeace schliesst sich dieser Forderung an und verlangt von den AKW-Betreibern, ihre Berichte nach Einreichung an das ENSI \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p>Auch wenn die EU-Stresstests st\u00e4rker auf Transparenz ausgelegt sind, bleiben auch bei diesen gewisse zentrale Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen blinde Flecken. Dazu geh\u00f6rt etwa das Risiko eines Flugzeugabsturzes auf ein Atomkraftwerk. Hier fehlen trotz Stresstests aktuelle Angaben bzw. sie werden unter Verschluss gehalten. Eine von Greenpeace aktuell publizierte <a title=\"Interaktive EU-Strasstest Karte\" href=\"http:\/\/maps.google.ch\/maps\/ms?msid=215685468721309931045.0004b0968fa1fb3fd9e21&amp;msa=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">interaktive Karte<\/a> gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die &#8211; nicht gegebene &#8211; Sicherheit der AKWs in Europa.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute l\u00e4uft f\u00fcr die Betreiber der AKWs M\u00fchleberg, Beznau, G\u00f6sgen und Leibstadt die Frist ab, um beim ENSI ihre Schlussberichte zuhanden des AKW-Stresstests der EU einzureichen. 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