{"id":14768,"date":"2011-08-10T00:00:00","date_gmt":"2011-08-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14768\/fischerei-in-schutzgebieten-ist-illegal\/"},"modified":"2019-05-30T12:43:07","modified_gmt":"2019-05-30T10:43:07","slug":"fischerei-in-schutzgebieten-ist-illegal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14768\/fischerei-in-schutzgebieten-ist-illegal\/","title":{"rendered":"Fischerei in Schutzgebieten ist illegal"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/326e9522-326e9522-meere_schweinswal.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/326e9522-326e9522-meere_schweinswal.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Greenpeace\/ Solvin Zankl\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- END DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<h4>Greenpeace legt unabh\u00e4ngige Rechtsexpertise zu Meeresschutzgebieten vor<\/h4>\n<p>Der Vorschlag des deutschen Fischerei-Ministeriums, in den Meeresschutzgebieten der Nord- und Ostsee die Fischerei mit Stellnetzen weiterhin zu erlauben, verst\u00f6sst gegen europ\u00e4isches Naturschutzrecht. Zu diesem Schluss kommt ein Rechtsgutachten, das Greenpeace heute in Hamburg ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>\u201eDie Pl\u00e4ne der deutschen Regierung, die Fischerei mit Stellnetzen weiterhin zu erlauben, machen deutlich, dass der Meeresschutz wie so oft den Interessen der Fischerei untergeordnet wird. Das ist illegal und gef\u00e4hrdet dar\u00fcber hinaus das \u00dcberleben der einzigen heimischen Walart der Nord- und Ostsee\u201c, kommentiert Greenpeace-Meeresexpertin Antje Helms.<\/p>\n<p>Geht es nach dem deutschen Bundesministerium soll in den \u201eNATURA 2000\u201c-Schutzgebieten, die zum Schutz von Schweinswalen eingerichtet wurden, die Fischerei mit Stellnetzen weiterhin erlaubt sein, sofern diese mit so genannten Pingern ausgestattet sind. Diese kleinen l\u00e4rmenden Unterwasserlautsprecher sollen die Schweinswale davon abhalten gemeinsam mit Scholle, Seezunge und Krabben in die Netze zu gehen und qualvoll zu ertrinken. Das laute Unterwasser-Signal verjagt die bedrohten Kleinwale jedoch auch aus den eigens f\u00fcr sie eingerichteten Schutzgebieten. Damit verst\u00f6sst die Stellnetzfischerei und der Einsatz von Pingern in den Schutzgebieten laut der von Greenpeace vorgelegten\u00a0 Rechtsexpertise gegen die europ\u00e4ischen und nationalen Regelungen zum Gebiets- und Artenschutzrecht. \u201eDer Vorschlag Stellnetzfischerei mit diesen akustischen Walscheuchen zu erlauben, ist absurd\u201c, so Greenpeace-Sprecherin Antje Helms. \u201eErst richtet man Schweinswalschutzgebiete ein, um die Tiere zu sch\u00fctzen, und dann will man sie von dort vertreiben\u201c, wundert sich die Meeresbiologin.<\/p>\n<p>Der Gew\u00f6hnliche Schweinswal ist mit maximal 1,80 Metern einer der kleinsten Wale der Welt. Die Art gilt als stark gef\u00e4hrdet und steht unter Naturschutz. Besonders bedroht ist eine genetisch isolierte Population in der \u00f6stlichen Ostsee, hier werden nur noch 300 bis 600 Wale vermutet. Tote Schweinswale, viele davon Opfer des Beifangs in der Fischerei, werden in ganz Europa an die K\u00fcsten geschwemmt. Da die Best\u00e4nde insgesamt zur\u00fcckgehen, sind echte Schutzgebiete f\u00fcr das \u00dcberleben der Schweinswale n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Seit 2008 versucht Greenpeace nur auf dem Papier existierende Schutzgebiete in Nord- und Ostsee mit dem Versenken von Natursteinen wirksam zu sch\u00fctzen. 2008 wurden 320 Natursteine im &#171;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/110809meere_Karte_SylterAussenriff.pdf\">Sylter Aussenriff<\/a>&#187; in der Nordsee versenkt, erst in der letzten Woche hatten Greenpeace-Aktivisten weitere Felsbrocken ausgebracht. Die Felsen verhindern erfolgreich das Fischen mit Grundschleppnetzen. Greenpeace-Taucher dokumentieren seitdem wie sich die Natur um die versenkten Naturfelsen erholt: Die Felsen sind mittlerweile mit zahlreichen Meeresorganismen bewachsen und in das nat\u00fcrliche Riff integriert.<\/p>\n<p>Das Gebiet gilt als die deutsche \u201eSchweinswal-Kinderstube\u201c. Es ist eines von zehn &#171;NATURA 2000&#187;-Meeresschutzgebieten, die Deutschland an die Europ\u00e4ische Union gemeldet hat. Die Gemeinsame Fischereipolitik der Europ\u00e4ischen Union durchl\u00e4uft zurzeit einen Reformprozess, der Ende 2012 abgeschlossen sein soll. Greenpeace fordert den Abbau der riesigen \u00dcberkapazit\u00e4ten in der Fischfangflotte, wissenschaftsbasierte Fangquoten und die Ausweisung grossfl\u00e4chiger Meeresschutzgebiete, in denen keine Fischerei stattfindet. Nur so k\u00f6nnen sich die \u00fcberfischten Best\u00e4nde und die Meeresnatur erholen.<\/p>\n<h4>Podcast<\/h4>\n<p>Greenpeace Deutschland Meeresexperte Thilo Maack erkl\u00e4rt im Interview, was die Schweinswal-Best\u00e4nde bedroht und wie Greenpeace eigene Schutzgebiete schafft, um den kleinen Walen richtige Schutzgebiete zu schaffen<\/p>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><object height=\"81\" width=\"100%\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/player.soundcloud.com\/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F20761478\"><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><embed allowscriptaccess=\"always\" height=\"81\" src=\"http:\/\/player.soundcloud.com\/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F20761478\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"100%\"><\/embed><\/object>  <span><a href=\"http:\/\/soundcloud.com\/greenpeacede\/14-schweinswale-bedroht\">#14 Schweinswale bedroht &#8211; GreenBites, der Podcast von Greenpeace<\/a> by <a href=\"http:\/\/soundcloud.com\/greenpeacede\">GreenpeaceDe<\/a><\/span> <\/p>\n<h4><a href=\"\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Meer\/SOS-RettetUnsereMeere\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/083f0c6d-083f0c6d-act-arrow.png\" alt=\"\"> Zum Web-Magazin \u00abSOS-Rettet die Meere\u00bb<\/a><\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a9 Greenpeace\/ Solvin Zankl Greenpeace legt unabh\u00e4ngige Rechtsexpertise zu Meeresschutzgebieten vor Der Vorschlag des deutschen Fischerei-Ministeriums, in den Meeresschutzgebieten der Nord- und Ostsee die Fischerei mit Stellnetzen weiterhin zu erlauben,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":14770,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-14768","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14768"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=14768"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=14768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}