{"id":14927,"date":"2011-05-27T00:00:00","date_gmt":"2011-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14927\/greenpeace-schiffe-vor-oelbohrplattform-in-der-arktis\/"},"modified":"2019-05-30T12:46:57","modified_gmt":"2019-05-30T10:46:57","slug":"greenpeace-schiffe-vor-oelbohrplattform-in-der-arktis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14927\/greenpeace-schiffe-vor-oelbohrplattform-in-der-arktis\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Schiffe vor \u00d6lbohrplattform in der Arktis"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>            Die Bohrplattform Leiv Eriksson soll in der Arktis nach \u00d6l suchen.<\/p>\n<p> Die britische Regierung geht davon aus, dass ein \u00d6lbohrunfall wie im Golf von Mexiko im arktischen Meer nicht unter Kontrolle gebracht werden k\u00f6nnte. Trotzdem bringt der schottische \u00d6lkonzern Cairn Energy in der Arktis eine Plattform in Position, die in 1500 Metern Tiefe nach \u00d6l bohren soll. Die \u201eLeiv Eiriksson\u201c l\u00e4sst sich dabei von einem d\u00e4nischen Kriegsschiff besch\u00fctzen. Eine ganze Woche haben die Greenpeace-Schiffe \u201eEsperanza\u201c und \u201eArctic Sunrise\u201c in der \u201eEisberg-Allee\u201c zwischen Gr\u00f6nland und Kanada nach der riesigen \u00d6lplattform gesucht. Das d\u00e4nische Kriegsschiff, das sie begleitet, soll die Aktivisten wohl daran hindern, sich der Bohrplattform zu n\u00e4hern. Denn bereits im April hatten Greenpeace-Aktivisten die \u201eLeiv Eiriksson\u201c geentert und versucht, sie am Auslaufen aus einem t\u00fcrkischen Hafen zu hindern. Viel steht auf dem Spiel: Die \u201eLeiv Eiriksson\u201c ist die Vorhut der immer weiter nach Norden vordringenden \u00d6lindustrie. Wenn sie in der Arktis \u00d6l findet, werden andere Konzerne nachr\u00fccken. F\u00fcr die Zukunft der Arktis sind die \u00d6lbohrungen eine immense Bedrohung, die Risiken der Exploration in der eisigen See sind enorm. Selbst Experten der britischen Regierung gehen davon aus, dass ein Unfall wie im Golf von Mexiko noch weit verheerendere Auswirkungen haben w\u00fcrde. Ein Grund sei, dass \u00f6lfressende Bakterien, die im Golf von Mexiko eine zentrale Rolle spielten, bei arktischen Minustemperaturen kaum noch aktiv sind. Technische Massnahmen wie Entlastungsbohrungen oder das Stopfen eines Lecks w\u00e4ren bei eisiger K\u00e4lte und arktischen St\u00fcrmen gem\u00e4ss dem britischen Foreign Office so gut wie unm\u00f6glich. Ausserdem sei die arktische Region so abgelegen, dass es enorm lange dauern w\u00fcrde, bevor technisches Equipment zur Bek\u00e4mpfung einer \u00d6lpest herangeschafft werden k\u00f6nnte. Wenn die Arktis im Winter zufriert, w\u00e4ren jegliche Operationen g\u00e4nzlich unm\u00f6glich. Cairn weigert sich, einen Plan zur Bek\u00e4mpfung eines oil-spills vorzulegen und hat im Notfall lediglich 14 Schiffe zur Verf\u00fcgung. Im Golf von Mexiko waren dagegen 6500 Schiffe und 50.000 Menschen im Einsatz, um das ausfliessende \u00d6l aufzufangen oder von der K\u00fcste zu kratzen. Greenpeace ist mit seinen Schiffen vor Ort, weil nur ein Verbot von \u00d6lbohrungen die empfindliche Arktis und ihre einzigartige Tierwelt sch\u00fctzen kann. Blauwale, Eisb\u00e4ren, Seehunde, Haie und viele Zugv\u00f6gel sind ebenso bedroht wie der Narwal, von dem fast der ganze Bestand in der Baffin Bay beheimatet ist.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><!-- START DYNAMIC CONTENT --><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b04f96f4-b04f96f4-kuminaidooleiveiriksson.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b04f96f4-b04f96f4-kuminaidooleiveiriksson.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Die Bohrplattform Leiv Eriksson soll in der Arktis nach \u00d6l suchen.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> <!-- END DYNAMIC CONTENT -->Die britische Regierung geht davon aus, dass ein \u00d6lbohrunfall wie im Golf von Mexiko im arktischen Meer nicht unter Kontrolle gebracht werden k\u00f6nnte. Trotzdem bringt der schottische \u00d6lkonzern Cairn Energy in der Arktis eine Plattform in Position, die in 1500 Metern Tiefe nach \u00d6l bohren soll. Die \u201eLeiv Eiriksson\u201c l\u00e4sst sich dabei von einem d\u00e4nischen Kriegsschiff besch\u00fctzen. <br \/><\/strong><br \/>Eine ganze Woche haben die Greenpeace-Schiffe \u201eEsperanza\u201c und \u201eArctic Sunrise\u201c in der \u201eEisberg-Allee\u201c zwischen Gr\u00f6nland und Kanada nach der riesigen \u00d6lplattform gesucht. Das d\u00e4nische Kriegsschiff, das sie begleitet, soll die Aktivisten wohl daran hindern, sich der Bohrplattform zu n\u00e4hern. Denn bereits im April hatten Greenpeace-Aktivisten die \u201eLeiv Eiriksson\u201c geentert und versucht, sie am Auslaufen aus einem t\u00fcrkischen Hafen zu hindern. <\/p>\n<p>Viel steht auf dem Spiel: Die \u201eLeiv Eiriksson\u201c ist die Vorhut der immer weiter nach Norden vordringenden \u00d6lindustrie. Wenn sie in der Arktis \u00d6l findet, werden andere Konzerne nachr\u00fccken. F\u00fcr die Zukunft der Arktis sind die \u00d6lbohrungen eine immense Bedrohung, die Risiken der Exploration in der eisigen See sind enorm. <\/p>\n<p>Selbst Experten der britischen Regierung gehen davon aus, dass ein Unfall wie im Golf von Mexiko noch weit verheerendere Auswirkungen haben w\u00fcrde. Ein Grund sei, dass \u00f6lfressende Bakterien, die im Golf von Mexiko eine zentrale Rolle spielten, bei arktischen Minustemperaturen kaum noch aktiv sind. Technische Massnahmen wie Entlastungsbohrungen oder das Stopfen eines Lecks w\u00e4ren bei eisiger K\u00e4lte und arktischen St\u00fcrmen gem\u00e4ss dem britischen Foreign Office so gut wie unm\u00f6glich. <\/p>\n<p>Ausserdem sei die arktische Region so abgelegen, dass es enorm lange dauern w\u00fcrde, bevor technisches Equipment zur Bek\u00e4mpfung einer \u00d6lpest herangeschafft werden k\u00f6nnte. 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