{"id":14934,"date":"2011-06-06T00:00:00","date_gmt":"2011-06-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14934\/greenpeace-aktivisten-auf-bohrplattform-verhaftet\/"},"modified":"2019-05-30T12:47:27","modified_gmt":"2019-05-30T10:47:27","slug":"greenpeace-aktivisten-auf-bohrplattform-verhaftet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14934\/greenpeace-aktivisten-auf-bohrplattform-verhaftet\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Aktivisten auf Bohrplattform verhaftet"},"content":{"rendered":"<p><b>18 Greenpeace-Aktivisten sind auf der arktischen Bohrplattform der Firma Cairn Energy verhaftet worden. Sie hatten die Leiv Eiriksson besetzt, um gegen die gef\u00e4hrlichen \u00d6lbohrungen in der Arktis zu protestieren. Von Cairn Energy verlangten die Aktivisten Einsicht in die Notfallpl\u00e4ne im Falle einer \u00d6lpest. Bereits in der vergangenen Woche war es Greenpeace gelungen, die Leiv Eiriksson am Beginn der Bohrungen zu hindern. Zwei Kletterer hatten sich in einer \u00dcberlebenskapsel an die Plattform geh\u00e4ngt. Nach vier Tagen wurden sie von einer Spezialeinheit der d\u00e4nischen Polizei heruntergeholt und verhaftet. Die 18 Aktivisten, die am Samstag die Plattform besetzten, sitzen in der d\u00e4nischen Hauptstadt Nuuk im Gef\u00e4ngnis. Cairn Energy verlangt vor einem Gericht in Amsterdam eine Busse von zwei Millionen Euro f\u00fcr jeden Tag, an dem sie von den Greenpeace-Aktivisten an der Fortsetzung der Bohrungen gehindert wird. Greenpeace protestiert gegen die \u00d6lbohrungen, weil eine \u00d6lpest wie im Golf von Mexiko die empfindliche Lebenswelt in der Arktis extrem gef\u00e4hrden w\u00fcrde. Angesichts eisiger Temperaturen und arktischer St\u00fcrme k\u00f6nnte auslaufendes \u00d6l in der Polarregion kaum unter Kontrolle gebracht werden. Einen Notfallplan hat Cairn Energy bis jetzt nicht vorgelegt. Klar ist lediglich, dass der Konzern im Notfall lediglich 14 Schiffe zur Verf\u00fcgung h\u00e4tte. Im Golf von Mexiko waren dagegen 6500 Schiffe und 50.000 Menschen im Einsatz, um gegen das ausfliessende \u00d6l anzuk\u00e4mpfen.Neben Cairn haben auch \u00d6lkonzerne wie Exxon und Chevron bereits Lizenzen f\u00fcr Bohrungen in der Arktis erworben. Ist die \u201eLeiv Eiriksson\u201c erfolgreich, werden sie sofort nachstossen und den Run auf die arktischen \u00d6lreserven er\u00f6ffnen. Wie gef\u00e4hrlich die \u00d6lf\u00f6rderung in der Arktis ist, haben k\u00fcrzlich auch Dokumente der britischen Regierung best\u00e4tigt.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/57833889-57833889-23602_45301.jpg\" alt=\"\" width=\"250\">18 Greenpeace-Aktivisten sind auf der arktischen Bohrplattform der Firma Cairn Energy verhaftet worden. Sie hatten die Leiv Eiriksson besetzt, um gegen die gef\u00e4hrlichen \u00d6lbohrungen in der Arktis zu protestieren. Von Cairn Energy verlangten die Aktivisten Einsicht in die Notfallpl\u00e4ne im Falle einer \u00d6lpest. <br \/><\/strong><br \/>Bereits in der vergangenen Woche war es Greenpeace gelungen, die Leiv Eiriksson am Beginn der Bohrungen zu hindern. Zwei Kletterer hatten sich in einer \u00dcberlebenskapsel an die Plattform geh\u00e4ngt. Nach vier Tagen wurden sie von einer Spezialeinheit der d\u00e4nischen Polizei heruntergeholt und verhaftet. Die 18 Aktivisten, die am Samstag die Plattform besetzten, sitzen in der d\u00e4nischen Hauptstadt Nuuk im Gef\u00e4ngnis. Cairn Energy verlangt vor einem Gericht in Amsterdam eine Busse von zwei Millionen Euro f\u00fcr jeden Tag, an dem sie von den Greenpeace-Aktivisten an der Fortsetzung der Bohrungen gehindert wird. <\/p>\n<p>Greenpeace protestiert gegen die \u00d6lbohrungen, weil eine \u00d6lpest wie im Golf von Mexiko die empfindliche Lebenswelt in der Arktis extrem gef\u00e4hrden w\u00fcrde. Angesichts eisiger Temperaturen und arktischer St\u00fcrme k\u00f6nnte auslaufendes \u00d6l in der Polarregion kaum unter Kontrolle gebracht werden. Einen Notfallplan hat Cairn Energy bis jetzt nicht vorgelegt. Klar ist lediglich, dass der Konzern im Notfall lediglich 14 Schiffe zur Verf\u00fcgung h\u00e4tte. Im Golf von Mexiko waren dagegen 6500 Schiffe und 50.000 Menschen im Einsatz, um gegen das ausfliessende \u00d6l anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Neben Cairn haben auch \u00d6lkonzerne wie Exxon und Chevron bereits Lizenzen f\u00fcr Bohrungen in der Arktis erworben. Ist die \u201eLeiv Eiriksson\u201c erfolgreich, werden sie sofort nachstossen und den Run auf die arktischen \u00d6lreserven er\u00f6ffnen. Wie gef\u00e4hrlich die \u00d6lf\u00f6rderung in der Arktis ist, haben k\u00fcrzlich auch Dokumente der britischen Regierung best\u00e4tigt. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18 Greenpeace-Aktivisten sind auf der arktischen Bohrplattform der Firma Cairn Energy verhaftet worden. Sie hatten die Leiv Eiriksson besetzt, um gegen die gef\u00e4hrlichen \u00d6lbohrungen in der Arktis zu protestieren. 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