{"id":14952,"date":"2011-05-26T00:00:00","date_gmt":"2011-05-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/14952\/hohe-kontamination-von-algen-und-fischen-in-fukushima\/"},"modified":"2019-05-30T12:47:58","modified_gmt":"2019-05-30T10:47:58","slug":"hohe-kontamination-von-algen-und-fischen-in-fukushima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/14952\/hohe-kontamination-von-algen-und-fischen-in-fukushima\/","title":{"rendered":"Hohe Kontamination von Algen und Fischen in Fukushima"},"content":{"rendered":"<p><b>Die unabh\u00e4ngigen Greenpeace-Messungen an Algen ergaben eine f\u00fcnfzigfache  \u00dcberschreitung der erlaubten Strahlengrenzwerte. Diese Ergebnisse  lassen anhaltende, langfristige Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt durch  kontaminiertes Meerwasser bef\u00fcrchten. Die japanischen Beh\u00f6rden hingegen  behaupten, die Radioaktivit\u00e4t w\u00fcrde sich weit verteilen und dabei stark  verd\u00fcnnen. Sie wollen au\u00dferdem nur eine sehr begrenzte \u00dcberwachung der  Strahlenbelastung durchf\u00fchren.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b69f97c5-b69f97c5-23155_44413.jpg\" alt=\"\" width=\"250\">Die unabh\u00e4ngigen Greenpeace-Messungen an Algen ergaben eine f\u00fcnfzigfache  \u00dcberschreitung der erlaubten Strahlengrenzwerte. Diese Ergebnisse  lassen anhaltende, langfristige Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt durch  kontaminiertes Meerwasser bef\u00fcrchten. Die japanischen Beh\u00f6rden hingegen  behaupten, die Radioaktivit\u00e4t w\u00fcrde sich weit verteilen und dabei stark  verd\u00fcnnen. Sie wollen au\u00dferdem nur eine sehr begrenzte \u00dcberwachung der  Strahlenbelastung durchf\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-darf-vor-der-kste-japans-keine-mes\/blog\/34494\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schon Anfang Mai schickte Greenpeace die  Rainbow Warrior mit einem Team von unabh\u00e4ngigen Strahlenexperten nach  Fukushima, um dort an der K\u00fcste und im Meer rund um das zerst\u00f6rte  Atomkraftwerk Messungen durchzuf\u00fchren.<\/a> Dazu wurden Proben von Fischen  und Schalentieren entlang der K\u00fcste und von Algen und Meerwasser  au\u00dferhalb des japanischen Hoheitsgebietes entnommen.\u00a0 Detaillierte  Analysen ergaben schon damals eine hohe radioaktive Jod-Kontamination  und signifikant hohe radioaktive C\u00e4sium-Werte in den Proben.<\/p>\n<p><strong>Strahlungsgefahr nimmt nicht ab<\/strong><\/p>\n<p>Die neuen Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Verunreinigungen auch  \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen vom Kernkraftwerk Fukushima verbreiten.  &#171;Entgegen der Behauptungen der japanischen Beh\u00f6rden nimmt die  Strahlungsgefahr durch Verd\u00fcnnung oder Dispersion der Materialien nicht  ab. Die Konzentration von radioaktivem Jod, die wir im Seetang fanden,  ist beunruhigend und zeigt wie weit die Kontamination sich entlang der  K\u00fcste ausbreitet. Mehrere Arten dieser Algen werden in Japan als  Nahrungsmittel verwendet&#187;, erkl\u00e4rt Jan Van de Putte,  Strahlenschutz-Experte von Greenpeace.<\/p>\n<p>Bei den meisten Fischen und Schalentieren wurde in den  stichprobenartigen Untersuchungen von Greenpeace festgestellt, dass die  Radioaktivit\u00e4t \u00fcber den Grenzwerten f\u00fcr Lebensmittel-Kontamination  liegt. Dies ist nur eine der zahlreichen M\u00f6glichkeiten, wo die Menschen,  die in der N\u00e4he von Fukushima leben, der Strahlung zuk\u00fcnftig ausgesetzt  sein k\u00f6nnen. Erst im April haben die Beh\u00f6rden die vorgeschriebenen  Grenzwerte f\u00fcr die Strahlenexposition auf das Zwanzigfache, auf 20  Millisievert pro Jahr f\u00fcr alle Menschen, also auch f\u00fcr Kinder,  angehoben.<\/p>\n<p><strong>Hohes Verstrahlungsrisiko\u00a0f\u00fcr Fischer<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Laufende Verunreinigungen durch das zerst\u00f6rte Kraftwerk Fukushima  k\u00f6nnen auch f\u00fcr die Fischer zu zus\u00e4tzlichen Risiken f\u00fchren &#8211; etwa durch  den t\u00e4glichen Umgang mit Fischernetzen, die in Kontakt mit radioaktivem  Sediment kommen oder mit Hanfmaterialien wie Seilen, die radioaktive  Stoffe absorbieren oder durch den Kontakt mit der Radioaktivit\u00e4t in den  Fischen und den entlang der K\u00fcste Fukushimas gesammelten Algen. Die  Fischer an den K\u00fcstenorten und die Konsumenten brauchen dringend  Informationen, wie sich die Radioaktivit\u00e4t auf ihr Leben, ihren  Lebensunterhalt und die \u00d6kosysteme, die ihre Lebensgrundlage bilden,  auswirken und vor allem, wie sie sich und ihre Familien vor weiterer  Kontamination sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Selbst wenn alle Lecks des Kernkraftwerks Fukushima unmittelbar  geschlossen werden k\u00f6nnen, wird das Strahlungsproblem nicht  verschwinden. Was es braucht, ist ein langfristiges, umfassendes  Monitoring-Programm und entscheidende Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen endlich ergriffen  werden, um die Gesundheit der Fischer, Bauern und Verbraucher zu  sch\u00fctzen. Au\u00dferdem muss Entsch\u00e4digung f\u00fcr alle bezahlt werden, deren  Lebensgrundlage durch diese Katastrophe zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unabh\u00e4ngigen Greenpeace-Messungen an Algen ergaben eine f\u00fcnfzigfache \u00dcberschreitung der erlaubten Strahlengrenzwerte. Diese Ergebnisse lassen anhaltende, langfristige Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt durch kontaminiertes Meerwasser bef\u00fcrchten. 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