{"id":15151,"date":"2011-02-13T00:00:00","date_gmt":"2011-02-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15151\/wir-verlieren-mit-traumhaften-51-2\/"},"modified":"2019-05-30T12:53:31","modified_gmt":"2019-05-30T10:53:31","slug":"wir-verlieren-mit-traumhaften-51-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15151\/wir-verlieren-mit-traumhaften-51-2\/","title":{"rendered":"Wir verlieren mit traumhaften 51.2%"},"content":{"rendered":"<p><b>Kaspar Schuler, Kampagnenleiter Klima &#038; Energie, aus dem Rest. L\u00f6tschberg, Bern:Das Endresultat der Berner Volksabstimmung zum Neubau hat all unsere k\u00fchnsten Erwartungen \u00fcbertroffen: Nur 51.2% der BernerInne wollen ein neues AKW! Sch\u00f6ner kann man nicht verlieren.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b89c555c-b89c555c-17491_34098.jpg\" alt=\"\" width=\"200\">Kaspar Schuler, Kampagnenleiter Klima &amp; Energie, aus dem Rest. L\u00f6tschberg, Bern:<\/strong><\/p>\n<p>Das Endresultat der Berner Volksabstimmung zum Neubau hat all unsere k\u00fchnsten Erwartungen \u00fcbertroffen: Nur 51.2% der BernerInne wollen ein neues AKW! Sch\u00f6ner kann man nicht verlieren.<\/p>\n<p>Zeit also, Dank zu sagen, zum Schluss den Granden der Schweizer Politik aufs Maul zu schauen, begl\u00fcckt ins Bett \u2013 und an die Arbeit zu gehen!<\/p>\n<p><strong>Das Endergebnis steht fest:<\/strong><br \/>188&#8217;193 Stimmberechtigte sagten JA.<br \/>179&#8217;279 sprachen sich gegen das neue AKW M\u00fchleberg aus!!<\/p>\n<p><strong>Das sind nur 51.2% Ja-Stimmen!<\/strong><\/p>\n<p>Ein grosser, heftiger Dank geht darum an all jene, die die letzten Monate in Bern gezeigt haben, was ein Abstimmungskampf mit Chuzpe und Schmiss, mit Professionalit\u00e4t und Leidenschaft ist.<\/p>\n<p>Es sind hunderte von genauso begeisterten wie professionellen Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer, in den Umweltorganisationen und uns unbekannten Gruppen. Und nicht zuletzt war es das Wirtschaftskomitee \u201aGruppe neue Erneuerbare Bern\u2019, die mit einer eigenen Kampagen den Bernerinnen und Berner die Zukunftstechnologien kompetent und sympathisch ans Herz gelegt haben. Aber sicher.<\/p>\n<p>Sie alle sind w\u00e4hrend Tagen an St\u00e4nden auf Strassen und Pl\u00e4tzen gestanden, sie haben den Kino-Spot \u201edie Zukunft ist erneuerbar\u201c und 3 verschiedene Plakatkampagnen erm\u00f6glicht; die dritte in den letzten Wochen. Sie verschickten Zehntausende Mailings, E-Newsletter, Flyer in die Haushalte. Sie klingelten an der T\u00fcr und baten die erstaunten BernerInnen, doch etwas Atomm\u00fcll bei sich im Graben zu vergraben, sie kreierten Postkarten, die sich an Phantasie und einem ganz eigenen Humor immer wieder von neuem \u00fcbertrafen.<\/p>\n<p>Und wenn jemand noch einen echten Sieg m\u00f6chte: Im Rating der Berner Zeitung bei den LeserInnenbriefen steht es 91:53 f\u00fcr unsere Seite.<\/p>\n<p>Und doch ist noch sehr viel zu tun. So sagte Christophe Darbellay in der Elefantenrunde am Schweizer TV: \u201eEs ist sicher, dass wir 1 oder 2 neue AKW brauchen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Fulvio Pelli weiss es ganz genau: \u201eDie Alternativenergien k\u00f6nnen die Kernenergie nicht ersetzen.\u201c<\/p>\n<p>Sogar Toni Brunner hat den Durchblick: \u201eWir sind der Meinung, dass es ohne Kernkraft nicht geht, wenn wir nicht vom Ausland abh\u00e4ngig werden wollen. Das Referendum kommt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Schweizer Volk wird das letzte Wort haben und das ist gut so.\u201c<\/p>\n<p>Deutlich weiter sieht der SP-Pr\u00e4sident Levrat: \u201eIch habe Angst, dass wir 5 Jahre lang die falsche Diskussion f\u00fchren, statt die Investitionen in die Erneuerbaren zu sprechen, die den Ausstieg m\u00f6glich machen.\u201c<\/p>\n<p>Denn St\u00e4nderat Rolf Schweiger, Pr\u00e4sident der AVES (Aktion f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Energiepolitik Schweiz) hat weiterhin genau dazu die guten alten Argumente auf Lager: \u201eWir m\u00fcssen es einfach klar sehen: Es gibt keine vern\u00fcnftige Alternative zur Kernenergie.\u201c Dass er dann auch gleich die Staatsverschuldung von ganz Deutschland der Subventionierung der Erneuerbaren Energien anlastet, ist doch etwas dicke Post.<\/p>\n<p>Was er tunlichst ausblendet: Das renommierte Fraunhofer-Institut in Deutschland sagt, dass die Photovoltaik in zwei Jahren <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/solarstrom-an-der-schwelle-zum-wirtschaftlich\/blog\/33246\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Netzparit\u00e4t erreicht haben k\u00f6nnte<\/a>. Was nichts anderes heisst, als dass 2013\/14 Photovoltaik unsubventioniert voll konkurrenzf\u00e4hig sein wird.<\/p>\n<p>Die aktuelle Stimmung hier im Restaurant bringt aber nur ein Berner auf den Punkt, Blaise Knopf von den Gr\u00fcnen in Bern: \u201e Ich bin zuversichtlich, dass wir in 2 Jahren die zus\u00e4tzlichen 2% in Bern und national gewinnen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaspar Schuler, Kampagnenleiter Klima &#038; Energie, aus dem Rest. 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