{"id":15187,"date":"2011-02-11T00:00:00","date_gmt":"2011-02-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15187\/verschnaufpause-fuer-den-indonesischen-urwald-und-die-orang-utans\/"},"modified":"2019-05-30T12:54:22","modified_gmt":"2019-05-30T10:54:22","slug":"verschnaufpause-fuer-den-indonesischen-urwald-und-die-orang-utans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15187\/verschnaufpause-fuer-den-indonesischen-urwald-und-die-orang-utans\/","title":{"rendered":"Verschnaufpause f\u00fcr den indonesischen Urwald und die Orang Utans"},"content":{"rendered":"<p><b>In den letzten drei Jahren hat Greenpeace verschiedene Firmen wie Nestl\u00e9, Unilever, Kraft und Burger King dazu gebracht, ihre direkten Vertr\u00e4ge mit ihrem indonesischen Palm\u00f6l-Lieferanten Sinar Mas bzw. dessen Palm\u00f6l-Tochter Golden Agri Resources (GAR) zu k\u00fcndigen. Dieser zerst\u00f6rte nachweislich Torflandschaften und schlug Urwald kahl, um neue \u00d6lpalm-Plantagen errichten zu k\u00f6nnen. GAR ist die zweitgr\u00f6sste Palm\u00f6lproduzentin weltweit. Greenpeace beleuchtete im Rahmen einer l\u00e4ngeren internationalen Kampagne nicht nur die Machenschaften dieses Konzerns, sondern zeigte auch die Verbindungen mit grossen Nahrungsmittelherstellern auf.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><span style=\"font-size: small;\">In den letzten drei Jahren hat Greenpeace verschiedene Firmen wie Nestl\u00e9, Unilever, Kraft und Burger King dazu gebracht, ihre direkten Vertr\u00e4ge mit ihrem indonesischen Palm\u00f6l-Lieferanten Sinar Mas bzw. dessen Palm\u00f6l-Tochter Golden Agri Resources (GAR) zu k\u00fcndigen. Dieser zerst\u00f6rte nachweislich Torflandschaften und schlug Urwald kahl, um neue \u00d6lpalm-Plantagen errichten zu k\u00f6nnen. GAR ist die zweitgr\u00f6sste Palm\u00f6lproduzentin weltweit. Greenpeace beleuchtete im Rahmen einer l\u00e4ngeren internationalen Kampagne nicht nur die Machenschaften dieses Konzerns, sondern zeigte auch die Verbindungen mit grossen Nahrungsmittelherstellern auf.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Golden Agri hat heute an einer Medienkonferenz einen neuen Plan zum Schutz des Regenwaldes angek\u00fcndigt, der ambitioniert und messbar sein soll: Das Unternehmen verpflichtet sich generell dazu, keine weiteren Torflandschaften und W\u00e4lder mit hohem Schutzwert, so genannte &#171;High Conservation Values&#187;, f\u00fcr ihre Plantagen zu zerst\u00f6ren. Es d\u00fcrfen explizit keine W\u00e4lder mehr abgeholzt werden, die viel CO2 speichern, so genannte &#8218;High Carbon Storage&#8216; (HCS)-W\u00e4lder.  Diese sind wichtig als Lebensgrundlage f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung, als Habitate vieler seltener Tierarten wie den Orang Utan sowie f\u00fcr den Klimaschutz. Die Verpflichtungen sollen auch garantieren, dass die Rechte der lokalen und indigenen Bev\u00f6lkerung respektiert werden. Im Unterschied zu bisherigen Ank\u00fcndigungen m\u00f6chte Golden Agri von jetzt an <a href=\"http:\/\/www.tft-forests.org\/news\/item.asp?n=12128\">mit Hilfe der Organisation The Forest Trust (TFT)<\/a> sicherstellen, dass diese Absichten auch wirklich umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Der neue Plan von GAR geht auch \u00fcber das freiwillige Zertifizierungssystem \u201cRunder Tisch f\u00fcr nachhaltiges Palm\u00f6l\u201d (RSPO) hinaus, welches sich bisher durch <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Wald\/Urwald-in-Indonesien\/Keine-Produkte-aus-Regenwald-Zerstorung\/\">schwache Kriterien und mangelnde Umsetzung<\/a> auszeichnet. Bedeutet das die Trendwende in der Palm\u00f6lindustrie? Es bleibt abzuwarten, ob und wie Golden Agri ihre Absichten umsetzt. Greenpeace wird die weitere Entwicklung sorgf\u00e4ltig beobachten. Auch liegt es nun an der indonesischen Regierung, solche Massst\u00e4be f\u00fcr die ganze Palm\u00f6l- und Forstindustrie durchzusetzen. Die Expansion in weitere Urwald- und Torflandgebiete muss landesweit durch ein klar festgelegtes Moratorium verhindert werden &#8211; f\u00fcr Mensch, Biodiversit\u00e4t und Klima.<\/p>\n<p>So begr\u00fcssenswert die Einsicht von GAR ist &#8211; der Palm\u00f6lproduzent ist nur ein Teil des riesigen Sinar-Mas-Konzerns. Asian Pulp and Paper (APP) der Papierzweig im Unternehmen, ist an dem neuen Waldschutz-Plan nicht beteiligt. Auf der internationalen Papierfachmesse Paperworld haben Greenpeace-Aktivisten dem Urwaldzerst\u00f6rer deshalb k\u00fcrzlich die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/waelder\/nachrichten\/artikel\/qgoldene_kettensaegeq_fuer_asiatischen_papierriesen\/\">Goldene Kettens\u00e4ge<\/a> \u00fcberreicht. Greenpeace fordert weiterhin alle Abnehmer von Papier und Verpackungen auf, APP als Lieferanten auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/waelder\/nachrichten\/artikel\/meilenstein_palmoelgigant_verspricht_stopp_der_urwaldzerstoerung\/\">Weitere Infos zur Greenpeace Kampagne gegen den Palm\u00f6lbereich der Sinar MAs Gruppe.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten drei Jahren hat Greenpeace verschiedene Firmen wie Nestl\u00e9, Unilever, Kraft und Burger King dazu gebracht, ihre direkten Vertr\u00e4ge mit ihrem indonesischen Palm\u00f6l-Lieferanten Sinar Mas bzw. dessen Palm\u00f6l-Tochter&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[40],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-15187","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-wald","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15187"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15187\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15187"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=15187"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=15187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}