{"id":15215,"date":"2011-02-01T00:00:00","date_gmt":"2011-01-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15215\/neue-greenpeace-studie-99-prozent-erneuerbare-energien-fuer-europa-moeglich\/"},"modified":"2019-05-30T12:55:10","modified_gmt":"2019-05-30T10:55:10","slug":"neue-greenpeace-studie-99-prozent-erneuerbare-energien-fuer-europa-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15215\/neue-greenpeace-studie-99-prozent-erneuerbare-energien-fuer-europa-moeglich\/","title":{"rendered":"Neue Greenpeace-Studie: 99 Prozent Erneuerbare Energien f\u00fcr Europa m\u00f6glich!"},"content":{"rendered":"<p><b>Unwirtschaftlich und r\u00fcckst\u00e4ndig sind sie bisher, die Stromnetze f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kontinent. So genannte Br\u00fcckentechnologie wie Atomkraft verteuert den Einsatz der Erneuerbaren massiv. Die gute Nachricht: Bis zum Jahr 2050 k\u00f6nnen f\u00fcr Europa \u00fcber 95 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ein neuer Greenpeace-Report zeigt, wie.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/95f42d6e-95f42d6e-16871_32424.jpg\" alt=\"\" width=\"250\">Unwirtschaftlich und r\u00fcckst\u00e4ndig sind sie bisher, die Stromnetze f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kontinent. So genannte Br\u00fcckentechnologie wie Atomkraft verteuert den Einsatz der Erneuerbaren massiv. Die gute Nachricht: Bis zum Jahr 2050 k\u00f6nnen f\u00fcr Europa \u00fcber 95 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ein neuer Greenpeace-Report zeigt, wie.<\/strong><\/p>\n<p>Die Studie \u201cBattle of the Grids\u201d &#8211; zu deutsch \u201cDie Schlacht ums Stromnetz\u201d &#8211; ist eine Anleitung f\u00fcr einen europ\u00e4ischen Systemwechsel. Die Netzintegration von 68 Prozent Erneuerbaren Energien in Europa ist bis 2030 wirtschaftlich und technisch m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dieser erste Schritt erfordert eine Investition von 100 Milliarden Euro bis 2030 in neue Netze &#8211; gerade mal ein Prozent mehr als bisher. Mit dem Umbau der Netzinfrastruktur k\u00f6nnte sich Europas Strom ab 2050 rund um die Uhr zu fast hundert Prozent aus Erneuerbaren Energien speisen.<\/p>\n<p>\u201cDie Regierungen der EU-L\u00e4nder &#8211; allen voran Deutschland &#8211; m\u00fcssen sich f\u00fcr einen Systemwechsel entscheiden, \u00e4hnlich wie er in der Kommunikationstechnik von analog auf digitale \u00dcbertragung bereits vor Jahren vollzogen wurde,\u201d sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. \u201cEin Umsteigen vollst\u00e4ndig auf Erneuerbare Energien mit flexiblen Solar- und Windkraftwerken birgt keinen Platz f\u00fcr so genannte Grundlast-Kraftwerke, also starre Kohle- und Atomkraftwerke. 99 Prozent Strom aus klimafreundlichen, erneuerbaren Energien ohne atomares Risiko ist technisch und wirtschaftlich zu machen &#8211; nun ist die Politik gefragt\u201d.<\/p>\n<h3>Kostenfaktor Atomkraft<\/h3>\n<p>Tausende Windkraft- und Sonnenanlagen wurden im vergangenen Jahr zeitweise abgeschaltet, damit klimasch\u00e4dlicher Atom- und Kohlestrom ungehindert durch die Leitungen str\u00f6men konnte. Der Grund: Atomkraftwerke sind nicht ohne Weiteres regelbar, ihr Strom verstopft regelm\u00e4\u00dfig die Netze. Um die Klimakiller Kohle und Atom vom europ\u00e4ischen Energiemarkt zu verbannen, muss in den Mitgliedsstaaten ein politischer Rahmen geschaffen werden. Mit der Laufzeitverl\u00e4ngerung setzt die deutsche Regierung das falsche Signal an Europa.<\/p>\n<h3>L\u00f6sungen<\/h3>\n<p>Der neue Greenpeace-Bericht f\u00fchrt die beiden Studien \u201cEnergy [R]Evolution\u201d und \u201cRenewables 24\/7\u201d fort. Greenpeace hat gemeinsam mit dem technischen Institut \u201cenergynautics\u201d zwei Netzausbau-Szenarien erarbeitet und stellt fest: Das Optimum liegt zwischen beiden Optionen.<\/p>\n<table style=\"border-color: #c6c5c7; border-width: 1px;\" border=\"1\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<td><strong>Wie?<\/strong><\/td>\n<td><strong>Vorteil?<\/strong><\/td>\n<td><strong>Nachteil?<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Low Grid<\/strong><\/td>\n<td>Hoher Anteil dezentrale Energien, wenig Solarstrom-Import aus Nordafrika<\/td>\n<td>Geringere Netzkosten<\/td>\n<td>H\u00f6here Stromerzeugungs-kosten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>High Grid<\/strong><\/td>\n<td>Hoher Anteil an Solarstrom-Importen aus Nordafrika<\/td>\n<td>Geringere Stromerzeugungskosten<\/td>\n<td>H\u00f6here Netzkosten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Netzinfrastruktur ist ein Schl\u00fcsselfaktor beim Systemwechsel und erfordert mehr Innovation beim Netzausbau. Greenpeace schl\u00e4gt vor, entlang von Bahntrassen oder Autobahnen Stromkabel zu legen oder teilweise Oberleitungen der Eisenbahnen zu nutzen. Diese Ma\u00dfnahmen sto\u00dfen auf deutlich weniger Widerstand aus der Bev\u00f6lkerung und erm\u00f6glichen ein h\u00f6heres Ausbautempo.<\/p>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"listings items multy-border\">\n<h3 title=\"Download\">Download<\/h3>\n<div class=\"\">\n<ul>\n<li class=\"flexible-height\">\n    <a title='Download Studie \"Battle of the grids\" (Engl.)' href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Report_Battle_of_the_Grids_Jan2011.pdf\">Download Studie &#171;Battle of the grids&#187; (Engl.)<\/a>\t<\/p>\n<p class=\"contenttype\">Dokument<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> <!-- END DYNAMIC CONTENT -->\n<\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unwirtschaftlich und r\u00fcckst\u00e4ndig sind sie bisher, die Stromnetze f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kontinent. So genannte Br\u00fcckentechnologie wie Atomkraft verteuert den Einsatz der Erneuerbaren massiv. 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