{"id":15286,"date":"2010-12-21T00:00:00","date_gmt":"2010-12-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15286\/abholzung-stimmen-von-betroffenen\/"},"modified":"2019-05-30T12:57:34","modified_gmt":"2019-05-30T10:57:34","slug":"abholzung-stimmen-von-betroffenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15286\/abholzung-stimmen-von-betroffenen\/","title":{"rendered":"Abholzung: Stimmen von Betroffenen"},"content":{"rendered":"<p><b>Im Fr\u00fchling 2010 organisierte Greenpeace in Oshw\u00e9, in der Provinz Bandundu der Demo- kratischen Republik Kongo, ein mehrt\u00e4giges Forum. Ziel war es, f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung und weitere Akteure wie die Forstbeh\u00f6rde ein Forum zur Diskussion \u00fcber die Zukunft ihrer W\u00e4lder zu schaffen. Im Zentrum der Ge- spr\u00e4che standen die Bed\u00fcrfnisse der lokalen Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nIm Rahmen des Forums wurden verschiedene Teilnehmer zur Frage interviewt, welcher Wert der Wald f\u00fcr sie pers\u00f6nlich hat. In dieser Region ist das Forstunternehmen Sodefor t\u00e4tig, das der Liechtensteiner Holding Nords\u00fcdtimber geh\u00f6rt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><em>Aus dem Forum Oshw\u00e9 (Provinz Bandundu), 26. bis 28. April 2010<\/em><\/p>\n<hr>\n<h2>Jos\u00e9 Ipapala<\/h2>\n<p>\u00abWir leben wie in einem Vogelnest\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/210ef9e6-210ef9e6-jose.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Jos\u00e9 Ipapala stammt aus Loma, einem Dorf im Verwaltungsgebiet Oshw\u00e9 in der Provinz Bandundu. Er ist Schulleiter und aufgrund seiner vielen Kontakte zu internationalen Nichtregierungsorganisationen zus\u00e4tzlich \u00abUmweltschutzausbilder\u00bb in seiner Gemeinde. Er leitete das Sekretariat des Forums von Oshw\u00e9 und stellt hier die verschiedensten Empfehlungen der f\u00fcr die Gebietsk\u00f6rperschaft Oshw\u00e9 zust\u00e4ndigen Gesellschaft des b\u00fcrgerlichen Rechts vor. Die Empfehlungen wurden von den Teilnehmern des Forums in themenbezogenen Workshops zu sozialen Problemen und Landkonflikten erarbeitet.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abWir sind vom Regenwald umgeben. Wir leben hier wie in einem Vogelnest.<\/p>\n<p>Der Wald hilft uns, denn wenn die Holzfirmen kommen, um hier zu arbeiten, m\u00fcssen sie auch etwas f\u00fcr das Gemeinwohl tun, zum Beispiel \u00f6rtliche Gesundheitszentren errichten. Nur tun sie das leider nicht. Das ist unser grosses Problem.<\/p>\n<p>Sie kommen und nutzen uns aus, ohne uns dabei zu helfen, unsere Grundbed\u00fcrfnisse zu decken. Das Forstgesetz schreibt vor, dass sich die Holzfirmen bei ihrer Ankunft direkt mit den Gemeinden vor Ort in Verbindung setzen und ein Pflichtenheft unterzeichnen. Wir haben hier die Firma Sodefor, die nichts von all dem gemacht hat. Jedes Mal, wenn die Einwohner ihre Rechte einfordern, folgt als einzige Reaktion die Festnahme der \u2039Unruhestifter\u203a. Diese Erfahrung hat das Volk der Bokongo, von dem auch ich abstamme, gerade erst am eigenen Leib zu sp\u00fcren bekommen. Seit Sodefor hier ist, also seit rund zwanzig Jahren, ist kein einziges Pflichtenheft unterzeichnet worden. Das geschieht ganz bewusst. Die Holzindustrie hat uns keine Entwicklung gebracht.\u00bb<\/p>\n<hr>\n<h2>Monkiki Yembe<\/h2>\n<p>\u00abDer Wald ist unsere Bank\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/53374fcd-53374fcd-monkiki.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Monkiki Yembe wurde in den 1930er Jahren geboren und stammt aus einem Dorf in der N\u00e4he der Stadt Oshw\u00e9. Er ist \u00abchef de terre\u00bb, Erdherr, seine Position hat er von seinem Vater geerbt, seine Autorit\u00e4t leitet sich aus dem Gewohnheitsrecht ab. Deshalb vertritt er die \u00dcberzeugung, dass der Wald ihm gleichermassen geh\u00f6rt wie schon seinen Vorfahren. Doch damit hat er auch die Pflicht, seine Gemeinschaft zu besch\u00fctzen. Sein Aufgabengebiet unterscheidet sich von dem des Vorsitzenden der Gemeinschaft, des \u00abchef de groupement\u00bb, der sich eher um verwaltungsrechtliche Fragen k\u00fcmmert.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abIm Allgemeinen herrscht Einvernehmen zwischen dem Erdherrn und dem Vorsitzenden der Gemeinschaft. Aber manchmal gibt es auch Meinungsverschiedenheiten, vor allem wenn es um die Aufteilung der gef\u00e4hrdeten Tiere geht, die hier get\u00f6tet wurden. Ich bekomme die Hinterpfote und er die Vorderpfote. Bei den gef\u00e4hrdeten Tieren handelt es sich um Tiere, die der Staat unter Artenschutz gestellt hat, wie den Leoparden, den Elefanten oder das Schuppentier. Sie werden von J\u00e4gern get\u00f6tet, die irrt\u00fcmlich auf sie schiessen. Wenn ein J\u00e4ger sich geirrt hat, muss er eine Pfote dem Erdherrn \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Seit 1965 haben wir hier keine Industrie mehr. Wir leben in erster Linie von der Landwirtschaft, daneben von der Jagd und vom Fischfang. Doch es ist schwierig, weil dies alles keine sicheren Einnahmequellen sind. Eigenes Fleisch gibt es nur selten. Hier in der N\u00e4he der Stadt decken wir unseren Fleischbedarf auf dem Markt, zumindest die, die Geld verdienen. Die anderen m\u00fcssen sich von ihren Feldern ern\u00e4hren, auf denen es gen\u00fcgend Maniokbl\u00e4tter gibt. Wenn man keine eigenen Felder hat, ist man schlecht dran.<\/p>\n<p>Viele Kinder lungern nur herum, da sie keine Eltern haben, die ihnen das Schulgeld bezahlen. Kinder zu haben, ist hier problematisch. Und ohne eigene Felder l\u00e4uft man Gefahr, versklavt zu werden. Fr\u00fcher ging das ganze Dorf gemeinsam mit Fangnetzen auf die Jagd. Als man damit begonnen hat, Felder zu anzulegen, sind die Tiere weggezogen. Wir brauchen den Wald. Man k\u00f6nnte sagen, er ist unsere Bank. Wir leben vom Wald, er gibt uns Holz zum Kochen und Wasser.<\/p>\n<p><em>Wie hoch ist der Druck auf den Wald? <\/em><\/p>\n<p>Den konnte man nicht vorhersehen, der Wald ist gross. Doch wir beginnen gerade erst zu verstehen, dass er nicht gross genug ist.\u00bb<\/p>\n<hr>\n<h2>David Kabumba<\/h2>\n<p>\u00abDiese Schule ist alles andere als vollst\u00e4ndig eingerichtet\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ad0f06c8-ad0f06c8-david.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>David Kabumba wohnt im Dorf Isoko. Mit seinem Einbaum brauchte er f\u00fcnf Stunden bis nach Oshw\u00e9. David ist wie die anderen Bewohner seines Dorfes der Ansicht, es sei an der Zeit, sich der Anwesenheit von Sodefor zu widersetzen. Die Holzfirma hat ihre Versprechen nicht eingehalten. In Isoko, wie auch in den anderen Orten der Umgebung, tr\u00e4umen die Jugendlichen von der Universit\u00e4t, und dabei gibt es in ihrem Dorf noch nicht einmal eine richtige Schule. Der lokale Erdherr Nkoti Bamoko scheint entschlossen, nicht nachzugeben.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abSodefor verkauft uns f\u00fcr dumm. Deshalb hat der Erdherr gesagt, dass wir ein solches Unternehmen nicht brauchen. Sodefor sollte eine Schule bauen, aber der Erdherr will keine Schule akzeptieren, in der es noch nicht einmal B\u00e4nke gibt. Selbst f\u00fcr den Lehrer gibt es keine M\u00f6glichkeit, sich zu setzen. Wir brauchen eine bessere Welt. Wie sollen die Kinder in dieser Schule lernen? Sie ist alles andere als vollst\u00e4ndig eingerichtet.<\/p>\n<p>Wir brauchen Firmen, die wirtschaftliche Entwicklung in unser Dorf bringen. Wir wollen eine andere Holzfirma als Sodefor. Eine Firma, die unsere Rechte wirklich respektiert. Nein, wir wissen nicht, was unsere B\u00e4ume wert sind. Das ist Sache unseres Erdherrs. Er k\u00fcmmert sich um unsere Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n<p>Sodefor ist irgendwann einfach verschwunden. Sie haben ihre Versprechen nicht gehalten. Die Schule, die Krankenstation, die Kirchen \u2013 nichts davon haben sie fertig gebaut.<\/p>\n<p><em>Und die Strasse nach Oshw\u00e9? <\/em><\/p>\n<p>Sie wollten Holz verkaufen, also haben sie die B\u00e4ume gef\u00e4llt, und als sie damit fertig waren, haben sie die Gegend verlassen. Sie machen solchen Bl\u00f6dsinn.<\/p>\n<p>Im Dorf hat sich trotz Sodefor nichts ver\u00e4ndert. Wir sind arm geblieben. Wir wollen das nicht l\u00e4nger hinnehmen. Und wir haben keine Angst mehr, seitdem der Erdherr gesagt hat, dass Sodefor nicht mehr hierher kommen darf. Sie k\u00f6nnten uns Schwierigkeiten machen, aber wir sind bereit, uns zu wehren. Das hier ist unser Dorf. Selbst wenn sie mit dem Milit\u00e4r kommen \u2013 wir haben keine Angst.\u00bb\u00a0<\/p>\n<hr>\n<h2>Bolako Kabamba &amp; Koko Kangila<\/h2>\n<p>\u00abWir k\u00f6nnen nicht mehr auf die Jagd gehen wie unsere Vorfahren\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1e6f6292-1e6f6292-pygmens.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Bolako Kabamba und sein Kollege Koko Kangila vertreten auf dem von Greenpeace organisierten Forum die Ureinwohner. In den W\u00e4ldern Kongos leben viele Pygm\u00e4enst\u00e4mme. Noch nie waren sie in ihrer Existenz so bedroht wie heute. Um nach Oshw\u00e9 zu kommen, war Bolako Kabamba mehrere Tage zu Fuss unterwegs, denn sein Dorf Lokongo liegt ungef\u00e4hr 84 Kilometer entfernt.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Wie ist das Leben im Dorf? <\/em><\/p>\n<p>Unsere Situation ist befriedigend, aber wir haben Probleme. Wir haben den Wald zum Leben. Wir haben immer schon hier gelebt und ern\u00e4hren uns von der Jagd und dem Sammeln. Was das betrifft, geht es uns gut. Wir leben im Einklang mit unserer Umwelt. Unser Hauptproblem ist der Mangel an Geld. Wir k\u00f6nnen keine richtigen Ausbildungen machen, nicht studieren, und deshalb werden wir nie das Niveau der Bantu erreichen.<\/p>\n<p>Die Dinge haben sich ge\u00e4ndert. Wenn man \u00fcberlegt, wie unsere Vorfahren noch auf die Jagd gingen, gemeinsam oder mit Fangnetzen \u2013 ja, das hat sich ge\u00e4ndert. Damals gab es noch genug Wild, in letzter Zeit finden wir nichts mehr. Wir benutzen jetzt Fallen oder Schusswaffen aus lokaler Produktion und jagen bei Nacht. Das kommt vielleicht davon, dass fr\u00fcher hemmungslos und verantwortungslos gejagt wurde.<\/p>\n<p>Eigentlich leben wir von der Landwirtschaft, aber aufgrund des Mangels an Hilfsmitteln f\u00fcr die Landwirtschaft und den Transport unserer Produkte sind wir gezwungen, auf die Jagd zu gehen. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass einige Tierarten aussterben und wir auf andere Jagdtechniken umstellen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Kommen die Pygm\u00e4end\u00f6rfer in Kontakt mit den Holzfirmen? <\/em><\/p>\n<p>Sodefor hat eine Einschlag\u00adkonzession in der N\u00e4he meines Dorfes, mitten in unseren angestammten Gebieten. Und auch in der N\u00e4he des Dorfes meines Kollegen hat Sodefor eine Konzession. Doch mit oder ohne Sodefor, das macht f\u00fcr uns keinen Unterschied. Es ist in Ordnung, wenn Sodefor kommt und unsere Strassen repariert, die sich in einem schlechten Zustand befinden. Das n\u00fctzt uns, weil wir dann Handel treiben k\u00f6nnen. Aber f\u00fcr uns selber tut Sodefor nichts. Sie haben noch nie mit uns verhandelt. Die B\u00e4ume sind weg, aber ohne dass man vorher mit uns gesprochen hat.<\/p>\n<p><em>Was sind die Erinnerung an das Forum?<\/em><\/p>\n<p>Wir haben Filme \u00fcber das Klima angesehen. Es ist schrecklich, wirklich bedauerlich f\u00fcr unsere Br\u00fcder. Auch wir bemerken hier Ver\u00e4nderungen im Vergleich zu fr\u00fcher.\u00bb<\/p>\n<hr>\n<h2>Omer Paul Liema<\/h2>\n<p>\u00abDie Holzindustrie k\u00fcmmert sich nicht um die Auflagen des Staates\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/52b5cd32-52b5cd32-omer.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Omer Paul Liema ist Erdherr und der dritth\u00f6chste Amtstr\u00e4ger des Verwaltungsgebiets. Er stammt aus dem Dorf Wato\/Kangara und ist f\u00fcr die Aufgabenverteilung zwischen den einzelnen Beh\u00f6rden der Gebietsk\u00f6rperschaft Oshw\u00e9 zust\u00e4ndig, der zweitgr\u00f6ssten der Demokratischen Republik Kongo.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Ist die Verwaltung dieses Gebietes eine einfache Aufgabe? <\/em><\/p>\n<p>Das ist eine Frage der Gew\u00f6hnung. Ich habe mehr als 500 Mitarbeiter.<\/p>\n<p><em>Arbeitet Ihr mit Computern? <\/em><\/p>\n<p>Nein, ich arbeite mit meinem Kopf. Unter anderem untersteht mir der Leiter der Beh\u00f6rde Umweltschutz. Wir br\u00e4uchten eigentlich 60 Angestellte, aber wir sind unterbesetzt. Knapp 30 Beamte sind f\u00fcr 43\u00a0000 Quadratkilometer, vier Bezirke und eine Stadt zust\u00e4ndig. Die M\u00e4nner sind zu Fuss unterwegs. Wenn der Aufseher, der sein B\u00fcro in Oshw\u00e9 hat, ins Landesinnere muss, ist er einen Monat unterwegs und muss bis zu 500 Kilometer zur\u00fccklegen.<\/p>\n<p><em>Sind diese Mitarbeiter gut ausgebildet? <\/em><\/p>\n<p>Das ist schwierig hierzulande. In den meisten F\u00e4llen haben wir keine Fachleute. Ihre Aufgabe im Landesinneren? Sie m\u00fcssen dort mit der Bev\u00f6lkerung arbeiten. Gute Kontakte zur Industrie? Ja, die Kontakte sind gut. Weil sie gut sein m\u00fcssen. Die Industrie verhalte sich nicht sehr gut gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung? Sehr gut w\u00e4re \u00fcbertrieben. Die Unternehmen hier bei uns k\u00fcmmern sich nicht um die Auflagen des Staates. Wir fragen uns langsam, an wem es liegt, am Staat oder an den Holzfirmen.<\/p>\n<p><em>Wie ist die Beziehungen zwischen dem Staat und den Holzfirmen? <\/em><\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen mich, was die Antwort auf diese Frage betrifft, entschuldigen. Wir arbeiten gut mit der Industrie zusammen, aber die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und der Bev\u00f6lkerung funktioniert nicht. Das ist nun mal so. Die Bev\u00f6lkerung knirscht immer mit den Z\u00e4hnen, wenn es um die Holzfirmen geht, und erst wenn sie l\u00e4chelt, k\u00f6nnen wir sagen, dass alles gut l\u00e4uft. Auf dem Forum von Greenpeace wird viel \u00fcber die Pflichtenhefte geredet.<\/p>\n<p><em>K\u00f6nnen sie die Beziehungen zur Industrie verbessern? <\/em><\/p>\n<p>Wir Erdherren sind daf\u00fcr ausgebildet worden, aber ich glaube, dass es nicht einfach ist, eine einvernehmliche L\u00f6sung zu finden. F\u00fcr die Holzfirmen ist es viel einfacher, nichts zu machen.<\/p>\n<p><em>M\u00fcssen die W\u00e4lder in ihren Augen gerettet werden? <\/em><\/p>\n<p>Ja, das ist wirklich eine gute Sache. Man hat verstanden, dass die Rettung nicht umsonst sein kann, sondern dass man eine L\u00f6sung f\u00fcr die finden muss, die den Bestand des Waldes bewahren.<\/p>\n<p><em>Ist die Bev\u00f6lkerung bereit, dies zu akzeptieren? <\/em><\/p>\n<p>Ja, das ist m\u00f6glich. Ich bin auch Erdherr, und ich spreche mit Ihnen auch als Vertreter der Bev\u00f6lkerung. Wenn ich es verstehe, verstehen es auch die Menschen in meinem Dorf.\u00bb\u00a0<\/p>\n<hr>\n<h2>Alfred Itomba Buliousy<\/h2>\n<p>\u00abKorruption ist nicht gut, die Bev\u00f6lkerung ist besorgt\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6bce7719-6bce7719-alfred.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Alfred Itomba Buliousy ist technischer Beauftragter im Rahmen eines von der Europ\u00e4ischen Union finanzierten Programms zur Verbesserung der Lebensmittelversorgung.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abWir betreuen die Bauern, vor allem die Produzenten, um die Lebensmittelversorgung zu sichern und das Produktionsniveau zu erh\u00f6hen. Wir zeigen ihnen, wie sie ihre Ertr\u00e4ge verbessern k\u00f6nnen. Wir bem\u00fchen uns auch, Verb\u00e4nde und Genossenschaften zu gr\u00fcnden. Wir brauchen Strukturen, die von den Menschen vor Ort angenommen, geleitet und mit Leben gef\u00fcllt werden. Unser Ziel ist die Verbesserung ihrer Eink\u00fcnfte. Wir m\u00fcssen dazu beitragen, den Druck vom Wald zu nehmen. Wir sagen ihnen auch, dass sie den Wald nicht abholzen sollen. Wir hoffen, dass wir mit verbessertem Saatgut der Entwaldung durch Brandrodung entgegenwirken k\u00f6nnen. Die Bewohner von Oshw\u00e9 sind durchaus empf\u00e4nglich f\u00fcr diesen Ansatz. Sie sind zwar grunds\u00e4tzlich den althergebrachten Traditionen verhaftet, aber doch auch Neuerungen gegen\u00fcber aufgeschlossen.<\/p>\n<p>Die Holzfirmen wie Sodefor oder ITB h\u00f6ren nicht auf, die Bev\u00f6lkerung zu betr\u00fcgen. Sie versuchen die Amtstr\u00e4ger und die Erdherren zu bestechen. Aber die Bev\u00f6lkerung durchschaut das Spiel. Korruption ist nicht gut, die Bev\u00f6lkerung ist besorgt. Die Unternehmen wenden sich immer an die, die das Sagen haben, vor allem an die Eigent\u00fcmer der W\u00e4lder, und die manipulieren sie.\u00bb<\/p>\n<hr>\n<h2>Nestor Mputu Kamanga<\/h2>\n<p>\u00abDer Aktionsradius unserer Mitarbeiter ist beschr\u00e4nkt\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1672e26a-1672e26a-nestor.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Nestor Mputu Kamanga ist B\u00fcrgermeister von Oshw\u00e9. Der hohe Verwaltungsbeamte kam in Begleitung weiterer W\u00fcrdentr\u00e4ger der Ortschaft zum Forum von Oshw\u00e9 und folgte den Diskussionen mit grosser Aufmerksamkeit.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abIch bin B\u00fcrgermeister hier in Oshw\u00e9. Das heisst, dass ich f\u00fcr die Verwaltung und die Polizei zust\u00e4ndig bin. Die Bev\u00f6lkerung fordert ihre Rechte ein.<\/p>\n<p><em>Werden die Probleme mit den Holzfirmen verdeckt? <\/em><\/p>\n<p>Es gibt Probleme, vor allem mit Sodefor.<\/p>\n<p>Bevor das neue Forstgesetz verabschiedet wurde, wurde alles in Kinshasa entschieden. Nun muss man an der Basis beginnen. Die Holzfirmen m\u00fcssen mit den Gemeinden vor Ort eine \u00dcbereinkunft erzielen. Anschliessend m\u00fcssen die verschiedenen Umweltbeh\u00f6rden kontaktiert werden. F\u00fcr mich ist das eine echte Revolution, eine gute Sache.<\/p>\n<p>Um einen Wald abzuholzen, reichte es fr\u00fcher, den Einwohnern ein paar P\u00e4ckchen Salz und eine Flasche Whisky zu geben. Das war\u2019s. Die lokalen Gemeinschaften m\u00fcssten aber etwas bekommen, von dem alle profitieren: ein Gesundheitszentrum, ein Krankenhaus oder Schulen, die Instandsetzung und Instandhaltung der Strassen m\u00fcssten gew\u00e4hrleistet werden, das ist schon sehr gut. Aber es ist noch nicht optimal. Deshalb ist die Bev\u00f6lkerung mit Unternehmen wie Sodefor unzufrieden.<\/p>\n<p><em>Wie ist es f\u00fcr Sodefor m\u00f6glich, ihre Rechte geltend zu machen? Und wie funktioniert das? <\/em><\/p>\n<p>Das ist eine Frage des Geldes und des Einflusses. Sodefor verf\u00fcgt in Maydomb\u00e9 \u00fcber Macht. Da fliesst viel Geld, aber nicht an die \u00f6rtlichen Gemeinschaften. Geld, das an die Beh\u00f6rden geht? Ja, nat\u00fcrlich. Als Sodefor die Isoko-B\u00e4ume abholzen wollte, kamen sie zu uns und wollten uns dazu bringen, die Polizei in die D\u00f6rfer zu schicken, um die Dorfbewohner einzusch\u00fcchtern. Wir haben nein gesagt. Der gesamte Sicherheitsausschuss hat nein gesagt.<\/p>\n<p><em>Ist es f\u00fcr die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden einfach, ein ausl\u00e4ndisches Unternehmen zu \u00fcberwachen? Verf\u00fcgen Sie \u00fcber ausreichende Mittel? <\/em><\/p>\n<p>Wir sind hier in der Stadt, und hier haben wir keine Probleme.<\/p>\n<p><em>Wie sieht es denn draussen aus, ausserhalb der St\u00e4dte? Ist es dort einfach, die Industrie zu kontrollieren? <\/em><\/p>\n<p>Nein, denn es fehlen Transportmittel. Zudem ist der Aktionsradius unserer Mitarbeiter beschr\u00e4nkt. Wenn eine Holzfirma zum Beispiel bei Iseng\u00e9 arbeitet, br\u00e4uchten wir einen Aussenbordmotor f\u00fcr unsere Boote, um in n\u00fctzlicher Frist dorthin zu gelangen.<\/p>\n<p><em>Doch wer hat einen solchen Aussenbordmotor? Wer hat Benzin?<\/em><\/p>\n<p>Nein, uns fehlen die Mittel.\u00bb<\/p>\n<hr>\n<h2>Odessa Kange<\/h2>\n<p>\u00abWir haben unseren Lohn nicht vollst\u00e4ndig ausbezahlt erhalten\u00bb<\/p>\n<h4>Steckbrief<\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: right; padding: 0px 0px 10px 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6707342c-6707342c-odessa.jpg\" alt=\"\" width=\"200px\"><\/p>\n<p><em><strong>Odessa Kange ist von Beruf Holzf\u00e4ller, sofern er Arbeit hat. Er vertritt die \u00f6rtliche Gemeinschaft von Lokolama (Itomba) auf dem Forum in Oshw\u00e9, zu dem er mit dem Velo angereist ist. Die Entfernung zwischen den beiden Orten betr\u00e4gt mehr als 80 Kilometer, daf\u00fcr war er zwei Tage unterwegs.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00abIch habe f\u00fcr die Holzfirma Seng\u00e9 Seng\u00e9 gearbeitet. Das war 2006. Die Arbeiter kamen aus verschiedenen D\u00f6rfern, auch aus Oshw\u00e9. Wir waren 65 Holzf\u00e4ller. Wir f\u00e4llten verschiedene Baumarten mit Motors\u00e4gen. Der Lohn? Das waren 10 Dollar f\u00fcr 30 Arbeitstage. Wir waren von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends im Wald.<\/p>\n<p><em>Wie viele B\u00e4ume wurden gef\u00e4llt? <\/em><\/p>\n<p>Schwer zu sagen, manchmal zwanzig am Tag. Wir haben uns auch um den Transport der B\u00e4ume bis ins Dorf von Danzer gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Es war ein gef\u00e4hrlicher Job, es gab auch Verletzte. Manchmal waren es Unf\u00e4lle mit den Motors\u00e4gen, manchmal aber auch Wespen, die uns zu Hunderten stachen, wenn wir unwillentlich eines ihrer Nester zerst\u00f6rten. Und bis heute haben wir unseren Lohn nicht vollst\u00e4ndig ausbezahlt bekommen, die B\u00e4ume blieben im Wald liegen. Der Erdherr war nicht f\u00e4hig, Verhandlungen mit der Holzfirma zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><em>Was kann man mit 10 Dollar anfangen? <\/em><\/p>\n<p>Man kann kleine Gl\u00e4ser Salz kaufen oder kleine Seifenst\u00fccke. Aber es reicht nicht, um ein Kind in die Schule zu schicken.<\/p>\n<p><em>Und die Firma \u2013 hat sie etwas f\u00fcr das Dorf getan?<\/em><\/p>\n<p>Keine Schule, keine Kirche, keine Strasse \u2013 kein Versprechen wurde eingehalten.<\/p>\n<p><em>Was ist der Wert der gef\u00e4llten B\u00e4ume? <\/em><\/p>\n<p>Wir haben keine Ahnung. Ich habe gerade erst gelernt, dass es verschiedene Baumarten gibt. Das ist alles neu f\u00fcr mich. Die Holzfirma ist weg. Die Bulldozer hat sie zur\u00fcckgelassen. Insgesamt haben wir zwei Jahre gearbeitet. Wenn sie zur\u00fcckkommen, werden wir unsere L\u00f6hne verlangen. Aber wann verschwinden die Fahrzeuge?\u00bb<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<h2>Fokus<\/h2>\n<h4>Fokus:\u00a0Das Forstgesetz<\/h4>\n<p>Das 2002 in Kraft getretene Gesetz legt Rechte und Pflichten der industriellen Holzf\u00e4ller und der \u00f6rtlichen Gemeinschaften fest. Allerdings wird das Forstgesetz in den Einschlaggebieten im Landesinneren nicht durchgesetzt. Greenpeace f\u00f6rdert seine Verbreitung, indem sie f\u00fcr die betroffenen Bev\u00f6lkerungsgruppen Workshops zum Gedanken- und Informationsaustausch organisiert. Den Verantwortlichen vor Ort wurde auch eine \u00dcbersetzung in Lingala durch mehrere Nichtregierungsorganisationen angeboten.<\/p>\n<h4><strong>Fokus:\u00a0Die Einschlagkonzessionen<\/strong><\/h4>\n<p>Die \u00abBeschaffungsgarantie\u00bb stellt eine der drei Arten von Einschlagkonzessionen dar, welche in- und ausl\u00e4ndische Holzfirmen von der kongolesischen Regierung erwerben. Mehrere Holzfirmen teilen sich die von der kongolesischen Regierung erworbenen Titel im Gebiet Oshw\u00e9, einer Region in der Gr\u00f6sse der Schweiz, das zu drei Vierteln vom Regenwald bedeckt ist. Unter diesem Titel werden fr\u00fcher oder sp\u00e4ter 1,28 Millionen Hektar Wald dem Einschlag zum Opfer fallen.<\/p>\n<h4>Fokus:\u00a0Der Landnutzungsplan<\/h4>\n<p>Dieser Plan soll die Demokratische Republik Kongo entsprechend den verschiedenen Funktionen des Waldes einteilen. Das Forstgesetz sieht Schutzzonen, Zonen f\u00fcr die lokale Forstwirtschaft und Zonen f\u00fcr eine sinnvolle industrielle Nutzung vor. Der Landnutzungsplan muss die verschiedenen Funktionen des Waldes f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigen. Jedes Dorf soll seine Jagd- und Fischgebiete sowie seine heiligen St\u00e4tten angeben. All diese Funktionen werden bis zum heutigen Tag von der Holzindustrie nicht beachtet.<\/p>\n<h4>Fokus:\u00a0Der Wert eines Baumes<\/h4>\n<p>Diese Frage wurde zahlreichen Teilnehmern des Forums in Oshw\u00e9 gestellt. Die Antwort war jedes Mal die gleiche: In dieser Region, in der die Holzindustrie der einzige Wirtschaftsfaktor ist, weiss keiner um den Wert der B\u00e4ume. Auf der Grundlage der Informationen, die Greenpeace vor Ort gesammelt hat, l\u00e4sst sich bis auf wenige Dollar absch\u00e4tzen, wie viel Geld die Holzfirmen f\u00fcr die B\u00e4ume ausgegeben haben, die sie f\u00fcr mehrere Tausend Dollar auf dem Markt in Kinshasa verkaufen.<\/p>\n<h4>Fokus:\u00a0Der Wald geh\u00f6rt dem kongolesischen Staat<\/h4>\n<p>Juristisch gesehen geh\u00f6rt der Wald dem kongolesischen Staat, der auch f\u00fcr die Vergabe von Konzessionen an die Holzfirmen zust\u00e4ndig ist. Diese Rechtsvorschrift konkurriert mit dem Gewohnheitsrecht, das immer noch einen hohen Stellenwert hat. Eine Synthese dieser zwei Rechtsgrunds\u00e4tze sieht das Forstgesetz vor, das von den Holzfirmen verlangt, sich vor der Verwertung ihrer Einschlagkonzessionen mit den Verantwortlichen der Gemeinschaften vor Ort in Verbindung zu setzen. Es muss mit den Gemeinschaften ein Pflichtenheft unterzeichnet werden und vier Jahre nach der Unterzeichnung des Konzessionsvertrags ist ein Waldmanagementplan zu erstellen. Die Realit\u00e4t vor Ort unterscheidet sich stark von dieser theoretischen Realit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fr\u00fchling 2010 organisierte Greenpeace in Oshw\u00e9, in der Provinz Bandundu der Demo- kratischen Republik Kongo, ein mehrt\u00e4giges Forum. 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