{"id":15297,"date":"2010-12-09T00:00:00","date_gmt":"2010-12-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15297\/feuerhoelle-russland\/"},"modified":"2019-05-30T12:57:40","modified_gmt":"2019-05-30T10:57:40","slug":"feuerhoelle-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15297\/feuerhoelle-russland\/","title":{"rendered":"Feuerh\u00f6lle Russland"},"content":{"rendered":"<p><b>Jedes Jahr bedrohen landwirtschaftliche Brandrodungen Leib und Leben von Millionen und f\u00fchren zu erheblichen Umweltsch\u00e4den. Russlands Regierung setzt dem kaum etwas entgegen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame reset-padding\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f4fd25cf-f4fd25cf-greenpeace_russland_brandrodungen_mg_7740.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f4fd25cf-f4fd25cf-greenpeace_russland_brandrodungen_mg_7740.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"hidden\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> <!-- END DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p>Alles um ihn herum ist schwarz und grau: Verkohlte B\u00e4ume, soweit das Auge reicht und Aschepartikel, die das Atmen trotz Schutzmaske erschweren. Stefan steht vor seinem ersten Grossbrand. Mit einer Gruppe Aktivisten von Greenpeace Russland ist er aufgebrochen, die verheerenden Waldbr\u00e4nde im Land zu bek\u00e4mpfen. Mit 20-Liter Wasser-S\u00e4cken auf ihren R\u00fccken k\u00e4mpfen sie gegen die Flammen an. Sind sie geleert, heisst es rennen, auff\u00fcllen, und zur\u00fcck zum Brandherd. \u00abEs kommt mir vor, wie ein Armee-Training\u00bb, meint der Umweltaktivist. Die Feuerwehr haben sie l\u00e4ngst gerufen doch niemand kommt. Schliesslich schaffen es die Aktivisten nach stundenlangem Einsatz, den Brand alleine unter Kontrolle zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Bewusst gelegte Feuer<\/strong><\/p>\n<p>Was Stefan hier erlebt, geschieht in Russland jedes Jahr: Grossfl\u00e4chige Br\u00e4nde zerst\u00f6ren die Natur und werden nicht selten zur Gefahr f\u00fcr Siedlungen und Anwohner. Dabei sind dies keine Zufallsbr\u00e4nde: Einerseits hat die starke Rodung der W\u00e4lder dazu gef\u00fchrt, dass auf riesigen Fl\u00e4chen nur noch leicht entz\u00fcndbare Buschlandschaften existieren. Ein Funke kann gen\u00fcgen und die Buschfeuer breiten sich unkontrollierbar schnell aus.<\/p>\n<p>Andererseits greifen Bauern in Russland im Fr\u00fchling nach wie vor zu einer altbew\u00e4hrten Strategie, um die Reste ihrer Felder f\u00fcr die Saat oder f\u00fcr das Vieh bereit zu machen: Sie brennen die Grasreste nieder.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Erhebliche Sch\u00e4den<\/strong><\/p>\n<p>Diese Methode gilt nach wie vor als harmlos und n\u00fctzlich, obwohl sie f\u00fcr einen Grossteil der Wald- und Torfbr\u00e4nde verantwortlich ist. Letztere sind besonders gef\u00e4hrlich, da sie neben Kohlendioxid auch hohe Mengen Kohlenmonoxid und Russpartikel freisetzen. Die Folge: Es kommt lokal zu bedenklich starkem Smog und damit zu Gesundheitsproblemen f\u00fcr Mensch und Tier (siehe Kasten 1). Zudem wird die Artenvielfalt in den W\u00e4ldern reduziert und die B\u00f6den sind weniger fruchtbar. Nicht zuletzt gehen Untersuchungen davon aus, dass die Br\u00e4nde erheblich zur globalen Erw\u00e4rmung beitragen.<\/p>\n<p><strong>Russische Regierung schreitet nicht ein<\/strong><\/p>\n<p>Trotz der Sch\u00e4den gibt es in Russland keine Regulierung der landwirtschaftlichen Grasbr\u00e4nde. Zwar sind sie in einzelnen Gebieten verboten, eine Kontrollbeh\u00f6rde wurde bisher aber nicht eingerichtet. Die Russische Regierung \u00fcberl\u00e4sst die Verantwortung den P\u00e4chtern und F\u00f6rstern. Auch ein wirksames Konzept zur Brandeind\u00e4mmung fehlt. 103.000 Siedlungen mit etwa 27 Millionen Einwohnern sind ausserhalb der Reichweite von Feuerwehren. So wundert es wenig, dass jedes Jahr einzelne H\u00f6fe oder gar ganze D\u00f6rfer den Flammen zum Opfer fallen.<\/p>\n<p><strong>Was Greenpeace leistet<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Russland versucht nicht nur mit politischen Forderungen (siehe Kasten 2) etwas an dieser Situation zu \u00e4ndern: Einerseits bek\u00e4mpft die Organisation aktiv die Flammen, indem sie L\u00f6schtrupps in die betroffenen Gebiete schickt, die Bewohner in Brandbek\u00e4mpfung schult und versucht die Bauern dazu zu bringen, auf Rodung durch Feuer zu verzichten. Andererseits unterst\u00fctzt sie mit Projekten wie \u00abKids for Forests\u00bb die Wiederaufforstung einzelner Gebiete, die u.a. unter Mithilfe von lokal ans\u00e4ssigen Kindern, die neu gepflanzten B\u00e4ume auch sch\u00fctzen sollen.<\/p>\n<p>Aber der Weg dahin ist noch lang: Stefan muss mit eigenen Augen mitansehen, wie f\u00fcr einen der aufgeforsteten W\u00e4lder jede Hilfe zu sp\u00e4t kommt. \u00abEs hat die Atmosph\u00e4re eines Friedhofs. Hunderte von B\u00e4umen haben sich in Rauch aufgel\u00f6st.\u00bb Zwar wird nur eine Woche sp\u00e4ter alles wieder neu bepflanzt, und manche B\u00e4ume haben gar \u00fcberlebt. Aber Stefan ist sich bewusst: \u00abWir k\u00f6nnen nur hoffen, dass sie im n\u00e4chsten Jahr nicht wieder brennen.\u00bb<\/p>\n<p><em>Autor: Jvo Cukas<\/em><\/p>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p><!-- INTRO BLOCK -->\n<\/p>\n<div class=\"box-holder\">\n<div class=\"box\">\n<div class=\"holder\">\n<div class=\"frame\">\n<div class=\"box-content\">\n<h3 class=\"box-content\">Was der Spiegel schreibt<\/h3>\n<p class=\"box-content\">Bei den Wald- und Torfbr\u00e4nden in Russland verbrennt organisches Material. Dabei werdenKohlendioxid (CO2) und das weitaus giftigere Kohlenmonoxid (CO) freigesetzt. Besonders gef\u00e4hrlich ist Kohlenmonoxid und kann im Extremfall zum Erstickungstod f\u00fchren. Das Gas bindet sich dabei an die roten Blutk\u00f6rperchen, welche eigentlich f\u00fcr den Transport von Sauerstoff zust\u00e4ndig sind. Bei der Vergiftung wird also CO statt Sauerstoff in die Organe transportiert und die Zellen ersticken. \u00abEs ist, als wenn man sich bei laufendem Motor in einer geschlossenen Garage ins Auto setzt\u00bb, sagt der deutsche Bundesfeuerwehrarzt Hans-Richard Paschen. Vergiftungen durch Rauchgas sind immer Mischvergiftungen, nahezu alle Todesf\u00e4lle werden aber durch CO verursacht. In Russland kommen noch die starke Hitze und Ru\u00dfpartikel hinzu. In der Lunge f\u00fchren Ru\u00dfpartikel zu einer chemischen Sch\u00e4digung der Schleimhaut. Diese kann zwar wieder ausheilen, bei intensiverer Belastung aber auch das Lungengewebe ver\u00e4ndern und verh\u00e4rten. (Quelle: spiegel.de: http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,711289,00.html) <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- INTRO BLOCK END --><br \/>\n<!-- END DYNAMIC CONTENT --> <!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p><!-- INTRO BLOCK -->\n<\/p>\n<div class=\"box-holder\">\n<div class=\"box\">\n<div class=\"holder\">\n<div class=\"frame\">\n<div class=\"box-content\">\n<h3 class=\"box-content\">Was Greenpeace Russland verlangt:<\/h3>\n<p class=\"box-content\">Greenpeace Russland fordert auf politischer Ebene folgende Punkte umzusetzen, um die verheerenden Br\u00e4nde einzud\u00e4mmen: <\/p>\n<ol>\n<li>\n<p class=\"box-content\">Ein staatliches System und Organ einzurichten, welches die Brandrodungen in unbewaldeten Gebieten bek\u00e4mpft und sich f\u00fcr die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben  verantwortlich zeichnet.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"box-content\">Die staatlichen und regionalen Gesetzgebungen dahingehend zu \u00e4ndern, dass die selbstgelegten Br\u00e4nde verboten werden und jeder Verantwortliche daf\u00fcr haftbar gemacht wird, wenn er Br\u00e4nde legt oder sie nicht bek\u00e4mpft.  <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"box-content\">Alternativen zu den Brandrodungen durch andere landwirtschaftliche Technologien zu unterst\u00fctzen und vorzugeben.      <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"box-content\">Mit einer nationalen Aufkl\u00e4rungs-Kampagne die \u00f6ffentliche Meinung zu \u00e4ndern und aufzuzeigen, dass die Brandrodungen eine nutzlose, illegale und gef\u00e4hrliche Sache sind. <\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- INTRO BLOCK END --><br \/>\n<!-- END DYNAMIC CONTENT -->\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr bedrohen landwirtschaftliche Brandrodungen Leib und Leben von Millionen und f\u00fchren zu erheblichen Umweltsch\u00e4den. Russlands Regierung setzt dem kaum etwas entgegen. Alles um ihn herum ist schwarz und grau:&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":15299,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-15297","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15297\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15297"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=15297"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=15297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}