{"id":15398,"date":"2010-11-09T00:00:00","date_gmt":"2010-11-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15398\/bier-her-wie-greenpeace-mit-einem-lkw-castor-blockierte\/"},"modified":"2019-05-30T13:00:27","modified_gmt":"2019-05-30T11:00:27","slug":"bier-her-wie-greenpeace-mit-einem-lkw-castor-blockierte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15398\/bier-her-wie-greenpeace-mit-einem-lkw-castor-blockierte\/","title":{"rendered":"Bier her! Wie Greenpeace mit einem LKW Castor blockierte"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/76cb10b4-76cb10b4-gp02888_layout.jpg\" title=\"Greenpeace Bierlastwagen blockiert Castor (Video unten)\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Greenpeace Bierlastwagen blockiert Castor (Video unten)\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/76cb10b4-76cb10b4-gp02888_layout.jpg\" alt=\"Greenpeace Bierlastwagen blockiert Castor (Video unten)\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Greenpeace Bierlastwagen blockiert Castor (Video unten)<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Daniel Mueller \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> <!-- END DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p><strong>Der Castor-Transport quer durch Westeuropa ist zwar am Ziel. Aber Greenpeace und Tausende Demonstranten haben sich der t\u00f6dlichen Fracht mutig in den Weg gestellt. Bei der vielleicht spektakul\u00e4rsten Aktion brachte Greenpeace einen Bierlaster clever in Position&#8230; \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Soviel \u00d6ffentlichkeit bekommt die kleine Bierbrauerei H\u00fctt aus Hessen wohl selten.<br \/>\u00abSo herzerfrischend anders\u00bb lautet die Aufschrift eines LKWs, und besser h\u00e4tte man es nicht ausdr\u00fccken k\u00f6nnen: Mehr als 12 Stunden blockierte Greenpeace alle m\u00f6glichen Zufahrtstra\u00dfen zum Zwischenlager Gorleben.<\/p>\n<p>Wieder einmal \u00fcberraschte Greenpeace selbst die Polizei, und das nicht nur negativ. \u00abGreenpeace macht immer tolle Ma\u00dfnahmen\u00bb, bekannte selbst der Presse-Sprecher der deutschen Polizei, Andreas Grischke. \u00abH\u00fctt? \u2013 das ist ein gutes Bier\u00bb, t\u00f6nte es derweil aus den M\u00fcndern der Polizisten. <br \/>Im Inneren des als Bierwagen getarnten Lastwagens hatten sich f\u00fcnf Greenpeace-Aktivisten so befestigt, dass die Polizisten keine Chance hatten den LKW von der Strecke zu fahren, ohne dabei die Menschen zu verletzen.<\/p>\n<p>Zwei von ihnen hatten sich mit je einem Arm und beiden Beinen in einem Betonblock eingelassen, der durch den Boden des LKWs auf die Stra\u00dfe gestellt und zus\u00e4tzlich mit Stahlzylindern im Asphalt verankert wurde. Die drei anderen waren mit den M\u00e4nnern im Beton und dem LKW fest verbunden. Ratlos musste die Polizei zusehen, wie Greenpeace die wichtigste Zufahrtsstra\u00dfe nach Gorleben ungehindert versperrte.<\/p>\n<p>\u00dcber drei Stunden arbeiteten die Beamten daran, die schlaue Konstruktion der Verkettung der Aktivisten \u00fcberhaupt erst einmal zu verstehen. Derweil hatte Greenpeace in den Laderaum des LKWs eine Kamera positioniert und \u00fcbertrug die Geschehnisse im Inneren des Lasters auf einen Monitor nach au\u00dfen. Journalisten und Fotografen konnten live zusehen, Schaulustige wurden aber in die naheliegenden Felder zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Die M\u00f6glichkeit des Castors, den LKW zu umfahren, gab die Polizei nach einigen Messungen schnell wieder auf. Auch die Idee, den LKW und die mit ihm durch Beton verbundenen Personen mit einem Hubwagen zur Seite zu schieben wurde als aussichtslos eingestuft. Um 03.00 Uhr morgens begann die Polizei schlie\u00dflich den Betonblock m\u00fchsam aufzuschneiden.<\/p>\n<p>Inzwischen trugen die Beamten die ersten Demonstranten von den Gleisen, doch viele von ihnen liefen einfach ein St\u00fcck nach hinten und setzen sich dort wieder zu ihren Mitstreitern. Was die Polizei damit bezweckt wurde niemandem so richtig klar, und die einzige L\u00f6sung f\u00fcr die Polizei sei \u00abSitzen lassen und sich dazu setzen\u00bb, wie Jochen Stay von <a title=\"ausgestrahlt.de\" href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ausgestrahlt.de<\/a> kommentierte.<\/p>\n<p>Kurz darauf kommt es zum Gerangel zwischen Polizei und Presse. Die Fotografen werden \u00fcber Lautsprecher aufgefordert, die Arbeiten nicht zu behindern. Sofort hallen die Rufe der Demonstranten durch die Nacht: \u00abDie Presse bleibt hier, die Presse bleibt hier\u00bb. Die Atmosph\u00e4re bleibt gespannt, aber friedlich.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gelingt es Kletterern der Umwelt-Organisation Robin Wood unter gro\u00dfem Applaus ein Transparent zwischen Strommast und Baum zu spannen: \u00abEndstation Atom. Bitte alle aussteigen\u00bb. Mittlerweile hatte man Greenpeace selber den Zugang zu den Aktivisten verwehrt, und auch die Presse wird ausgeschlossen. Nach Angaben von Greenpeace sei eine Kommunikation \u00fcber Konfliktmanager und Sanit\u00e4ter trotzdem m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Erst um sechs Uhr heute Morgen gelang es den ersten Aktivist aus dem Betonblock zu l\u00f6sen, der zweite folgte um sieben Uhr.<\/p>\n<p>Damit war die Kreuzung aber noch immer nicht frei! Die Aktivisten hatten die Hydraulik des Fahrzeugs au\u00dfer Kraft gesetzt und den Wagen mit Stahlstangen in der Stra\u00dfendecke verankert. Ein R\u00e4umfahrzeug der Polizei versuchte den Lastwagen abzuschleppen, konnte ihn aber keinen Zentimeter bewegen.<\/p>\n<p>Schliesslich, um acht Uhr konnte der Wagen von der Stra\u00dfe gezogen werden. An den Gleisen ging es mittlerweile ruppiger zu und die Schienenbesetzer wurden im schnellen Tempo fortgetragen und an den Stra\u00dfenrand geworfen. Damit war der letzte Schienenabschnitt ger\u00e4umt und mit der ersten Sonne des Tages strahlte vor allem eines: Bewunderung f\u00fcr die Demonstrierenden in Deutschland. Was \u00fcber 35.000 Menschen in den letzten vier Tage geleistet haben, ist das gro\u00dfartige Zeugnis dass ziviler Ungehorsam funktionieren kann.<\/p>\n<p>\n<object width=\"610\" height=\"368\" data=\"https:\/\/www.youtube.com\/v\/YZgvIC-fPvg?fs=1&amp;hl=de_DE\" type=\"application\/x-shockwave-flash\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><param name=\"src\" value=\"https:\/\/www.youtube.com\/v\/YZgvIC-fPvg?fs=1&amp;hl=de_DE\"><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\"><\/object>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Bierlastwagen blockiert Castor (Video unten) \u00a9 Daniel Mueller \/ Greenpeace Der Castor-Transport quer durch Westeuropa ist zwar am Ziel. 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