{"id":15618,"date":"2010-08-31T00:00:00","date_gmt":"2010-08-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15618\/greenpeace-besetzt-bohrplattform-vor-groenland\/"},"modified":"2019-05-30T13:06:09","modified_gmt":"2019-05-30T11:06:09","slug":"greenpeace-besetzt-bohrplattform-vor-groenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15618\/greenpeace-besetzt-bohrplattform-vor-groenland\/","title":{"rendered":"Greenpeace besetzt Bohrplattform vor Gr\u00f6nland"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Aktivisten haben die Bohrinsel \u201eStena Don\u201c in den arktischen Gew\u00e4ssern vor Gr\u00f6nland besetzt. Mit der Aktion sollen Probebohrungen in der Arktis gestoppt und ein m\u00f6glicher \u201eOil Rush\u201c in der Arktis verhindert werden. Greenpeace fordert den Ausstieg aus den Tiefseebohrungen und eine weltweite Energiewende hin zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.Vier Greenpeace-Kletterer haben heute Morgen das immense milit\u00e4rische Sicherheitsaufgebot rund um die vom schottischen Energiekonzern Cairn Energy betriebene Bohrinsel \u201eStena Don\u201c umgangen und die Bohrinsel besetzt. Im Morgengrauen gelang es den vier Kletterern, in Gummibooten die d\u00e4nische Marine zu umschiffen und auf die Bohrinsel zu klettern. Dort installierten sie ihre Zelte, die nun an Seilen rund 15 Meter \u00fcber der eisigen See h\u00e4ngen. Die Kletterer haben gen\u00fcgend Vorr\u00e4te, um mehrere Tage auf der Bohrinsel zu verharren Wenn es ihnen gelingt, die Bohrungen der Stena Don auch nur f\u00fcr wenige Tage zu unterbrechen, wird die Cairn Energy zum Abbruch der \u00d6lsuche gezwungen sein. Mit dem Wintereinbruch in den arktischen Gew\u00e4ssern Anfang Oktober m\u00fcssten weitere Bohrungen auf n\u00e4chstes Jahr verschoben werden. \u201eDie Bohrungen auf der Stena Don, bei denen bereits Gasvorkommen gesichtet wurden, k\u00f6nnten die Vorboten sein f\u00fcr einen \u201eOil Rush\u201c in der Arktis. Wir m\u00fcssen verhindern, dass die \u00d6lmultis hierher kommen und auf der fatalen Suche nach den allerletzten Tropfen Erd\u00f6l ein\u00a0 fragiles \u00d6kosystem ruinieren. Das Desaster im Golf von Mexiko hat gezeigt, dass das Erd\u00f6lzeitalter zu Ende ist!\u201cso\u00a0 der Amerikaner Sim McKenna, einer der Greenpeace-Aktivisten, welche die Bohrinsel besetzen.Auf\u00a0 die Bohrinsel Stena Don sind derzeit die Augen aller grossen\u00a0 \u00d6lkonzerne gerichtet, die sich bisher von den widrigen Bedingungen der Tiefseebohrung in dieser Gegend hatten abschrecken lassen. Wenn hier \u00d6l gefunden wird, erwarten Experten einen neuen \u201eOil Rush\u201c in der Arktis, Erd\u00f6l-Multis wie Exxon oder\u00a0 Chevron sind\u00a0 bereits daran, Lizenzen f\u00fcr Tiefseebohrungen in dieser Gegend zu kaufen.\u201eAnstatt weitere Tiefseebohrungen zuzulassen, m\u00fcssen die Regierungen jetzt die Umsetzung gr\u00fcner Technologien forcieren, die wir im Kampf gegen den Klimawandel brauchen. Die Suche nach den letzten Erd\u00f6lvorkommen ist nicht nur zerst\u00f6rerisch und riskant. Sie l\u00e4uft auch den internationalen Klimazielen zuwider\u201c,\u00a0 so Cyrill Studer Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz. \u201e Gem\u00e4ss einer\u00a0 in Nature publizierten Studie\u00a0 des Potsdamer Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung kann n\u00e4mlich bis 2050 nicht mehr als ein Viertel der nachgewiesenen Vorkommen fossiler Brennstoffe verbrannt werden, wenn die globale Erw\u00e4rmung auf zwei Grad Celsius begrenzt werden soll.\u201c Das Greenpeace-Schiff \u201eEsperanza\u201c, das jetzt rund einen Kilometer von der besetzten Plattform stationiert ist, wurde bereits seit 9 Tagen von einem 120 Meter langen d\u00e4nischen Kriegsschiff,\u00a0 Hochgeschwindigkeitsbooten und einer Unzahl von Polizeibooten belauert. Mit dem Eindringen der Greenpeace-AktivistInnen in die 500-Meter-Sperrzone kam es zur automatischen Stilllegung der Arbeiten. Greenpeace hofft mit der Besetzung die Verlagerung der Bohrinsel zu einer neuen Bohrst\u00e4tte rund 100 Kilometer von der jetzigen entfernt zu verhindern.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 10px; margin-right: 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7738566a-7738566a-10888_18641.jpg\" alt=\"\" width=\"250\">Greenpeace-Aktivisten haben die Bohrinsel \u201eStena Don\u201c in den arktischen Gew\u00e4ssern vor Gr\u00f6nland besetzt. Mit der Aktion sollen Probebohrungen in der Arktis gestoppt und ein m\u00f6glicher \u201eOil Rush\u201c in der Arktis verhindert werden. Greenpeace fordert den Ausstieg aus den Tiefseebohrungen und eine weltweite Energiewende hin zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.<\/p>\n<p>Vier Greenpeace-Kletterer haben heute Morgen das immense milit\u00e4rische Sicherheitsaufgebot rund um die vom schottischen Energiekonzern Cairn Energy betriebene Bohrinsel \u201eStena Don\u201c umgangen und die Bohrinsel besetzt. Im Morgengrauen gelang es den vier Kletterern, in Gummibooten die d\u00e4nische Marine zu umschiffen und auf die Bohrinsel zu klettern. Dort installierten sie ihre Zelte, die nun an Seilen rund 15 Meter \u00fcber der eisigen See h\u00e4ngen. <\/p>\n<p>Die Kletterer haben gen\u00fcgend Vorr\u00e4te, um mehrere Tage auf der Bohrinsel zu verharren Wenn es ihnen gelingt, die Bohrungen der Stena Don auch nur f\u00fcr wenige Tage zu unterbrechen, wird die Cairn Energy zum Abbruch der \u00d6lsuche gezwungen sein. Mit dem Wintereinbruch in den arktischen Gew\u00e4ssern Anfang Oktober m\u00fcssten weitere Bohrungen auf n\u00e4chstes Jahr verschoben werden. <\/p>\n<p>\u201eDie Bohrungen auf der Stena Don, bei denen bereits Gasvorkommen gesichtet wurden, k\u00f6nnten die Vorboten sein f\u00fcr einen \u201eOil Rush\u201c in der Arktis. Wir m\u00fcssen verhindern, dass die \u00d6lmultis hierher kommen und auf der fatalen Suche nach den allerletzten Tropfen Erd\u00f6l ein\u00a0 fragiles \u00d6kosystem ruinieren. Das Desaster im Golf von Mexiko hat gezeigt, dass das Erd\u00f6lzeitalter zu Ende ist!\u201cso\u00a0 der Amerikaner Sim McKenna, einer der Greenpeace-Aktivisten, welche die Bohrinsel besetzen.<\/p>\n<p>Auf\u00a0 die Bohrinsel Stena Don sind derzeit die Augen aller grossen\u00a0 \u00d6lkonzerne gerichtet, die sich bisher von den widrigen Bedingungen der Tiefseebohrung in dieser Gegend hatten abschrecken lassen. Wenn hier \u00d6l gefunden wird, erwarten Experten einen neuen \u201eOil Rush\u201c in der Arktis, Erd\u00f6l-Multis wie Exxon oder\u00a0 Chevron sind\u00a0 bereits daran, Lizenzen f\u00fcr Tiefseebohrungen in dieser Gegend zu kaufen.<\/p>\n<p>\u201eAnstatt weitere Tiefseebohrungen zuzulassen, m\u00fcssen die Regierungen jetzt die Umsetzung gr\u00fcner Technologien forcieren, die wir im Kampf gegen den Klimawandel brauchen. <br \/>Die Suche nach den letzten Erd\u00f6lvorkommen ist nicht nur zerst\u00f6rerisch und riskant. Sie l\u00e4uft auch den internationalen Klimazielen zuwider\u201c,\u00a0 so Cyrill Studer Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz. \u201e Gem\u00e4ss einer\u00a0 in Nature publizierten Studie\u00a0 des Potsdamer Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung kann n\u00e4mlich bis 2050 nicht mehr als ein Viertel der nachgewiesenen Vorkommen fossiler Brennstoffe verbrannt werden, wenn die globale Erw\u00e4rmung auf zwei Grad Celsius begrenzt werden soll.\u201c <\/p>\n<p>Das Greenpeace-Schiff \u201eEsperanza\u201c, das jetzt rund einen Kilometer von der besetzten Plattform stationiert ist, wurde bereits seit 9 Tagen von einem 120 Meter langen d\u00e4nischen Kriegsschiff,\u00a0 Hochgeschwindigkeitsbooten und einer Unzahl von Polizeibooten belauert. Mit dem Eindringen der Greenpeace-AktivistInnen in die 500-Meter-Sperrzone kam es zur automatischen Stilllegung der Arbeiten. 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