{"id":15624,"date":"2010-08-30T00:00:00","date_gmt":"2010-08-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15624\/bericht-vom-ippnw-weltkongress\/"},"modified":"2019-05-30T13:06:13","modified_gmt":"2019-05-30T11:06:13","slug":"bericht-vom-ippnw-weltkongress","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15624\/bericht-vom-ippnw-weltkongress\/","title":{"rendered":"Bericht vom IPPNW-Weltkongress"},"content":{"rendered":"<p><b>Mich erstaunt es immer, wie gern die Schweizer Stromproduzenten Atomstrom als einen \u00e4ussert sauberen Energietr\u00e4ger verkaufen. Ein Augenschein in den Gebieten, in denen Uran gef\u00f6rdert wird, reicht, um sich vom Gegenteil zu \u00fcberzeugen. Dieser Augenschein wurde mir von Vertretern der betroffenen Bev\u00f6lkerungen erm\u00f6glicht, die anl\u00e4sslich des Kongresses des IPPNW letzte Woche in Basel \u00fcber die Lage in den Uranabbaugebieten berichteten.Sp\u00e4testens dann wurde mir klar, welche verheerenden Folgen der Uranabbau f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in den umliegenden Gebieten hat: Verseuchung von Gew\u00e4ssern und B\u00f6den, Strahlung aus radioaktivem Material, Verbreitung von kontaminiertem Staub. Eine Vermehrung von Lungenkrebsf\u00e4llen und Leuk\u00e4mien sind die direkten Konsequenzen f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung.Die Wut der Betroffenen ist auff\u00e4llig. Sie sind w\u00fctend gegen die Grosskonzerne, die Uran r\u00fccksichtslos abbauen und n\u00f6tige Schutzmassnahmen ungen\u00fcgend oder gar nicht treffen. W\u00fctend gegen die Beh\u00f6rden, die gerne ein Auge zudr\u00fccken, wenn es darum geht, die Gesetzgebung konsequent durchzuziehen und den Vollzug zu kontrollieren. Und auch oft w\u00fctend gegen die L\u00e4nder, die vom Atomstrom profitieren und schnell vergessen, welche Sch\u00e4den die Uranf\u00f6rderung in den Abbaugebieten anrichtet.Paradox ist, dass viele Gebiete, in denen Uran gef\u00f6rdert wird \u2013 wie Australien, Namibia oder Niger &#8211; sich ausgezeichnet f\u00fcr Photovoltaik-Anlagen eignen w\u00fcrden. Eine lokale Stromerzeugung aus Sonne w\u00fcrde der lokalen Bev\u00f6lkerung eine nachhaltige wirtschaftliche Grundlage schaffen und gleichzeitig einen grossen Beitrag zur Verbesserung der Umweltqualit\u00e4t leisten.Die Botschaft war also klar und ist bei mir angekommen: Uranabbau wird nie sauber sein. Schutz f\u00fcr Mensch und Umwelt k\u00f6nnen nur gew\u00e4hrleistet werden, wenn das Uran im Boden bleibt und gar nicht erst gef\u00f6rdert wird. Daran werde ich gern auch unsere Stromproduzenten hier in der Schweiz erinnern: Wenn sie einen ernsthaften Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen, sollen sie erneuerbare Energien statt den Uranabbau f\u00f6rdern.Mehr Infos zum Uranabbau auf uranstory.ch.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p>Mich erstaunt es immer, wie gern die Schweizer Stromproduzenten Atomstrom als einen \u00e4ussert sauberen Energietr\u00e4ger verkaufen. Ein Augenschein in den Gebieten, in denen Uran gef\u00f6rdert wird, reicht, um sich vom Gegenteil zu \u00fcberzeugen. Dieser Augenschein wurde mir von Vertretern der betroffenen Bev\u00f6lkerungen erm\u00f6glicht, die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/ippnw-weltkongress\/blog\/26253\">anl\u00e4sslich des Kongresses des IPPNW letzte Woche in Basel<\/a> \u00fcber die Lage in den Uranabbaugebieten berichteten.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens dann wurde mir klar, welche verheerenden Folgen der Uranabbau f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in den umliegenden Gebieten hat: Verseuchung von Gew\u00e4ssern und B\u00f6den, Strahlung aus radioaktivem Material, Verbreitung von kontaminiertem Staub. Eine Vermehrung von Lungenkrebsf\u00e4llen und Leuk\u00e4mien sind die direkten Konsequenzen f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Die Wut der Betroffenen ist auff\u00e4llig. Sie sind w\u00fctend gegen die Grosskonzerne, die Uran r\u00fccksichtslos abbauen und n\u00f6tige Schutzmassnahmen ungen\u00fcgend oder gar nicht treffen. W\u00fctend gegen die Beh\u00f6rden, die gerne ein Auge zudr\u00fccken, wenn es darum geht, die Gesetzgebung konsequent durchzuziehen und den Vollzug zu kontrollieren. Und auch oft w\u00fctend gegen die L\u00e4nder, die vom Atomstrom profitieren und schnell vergessen, welche Sch\u00e4den die Uranf\u00f6rderung in den Abbaugebieten anrichtet.<\/p>\n<p>Paradox ist, dass viele Gebiete, in denen Uran gef\u00f6rdert wird \u2013 wie Australien, Namibia oder Niger &#8211; sich ausgezeichnet f\u00fcr Photovoltaik-Anlagen eignen w\u00fcrden. Eine lokale Stromerzeugung aus Sonne w\u00fcrde der lokalen Bev\u00f6lkerung eine nachhaltige wirtschaftliche Grundlage schaffen und gleichzeitig einen grossen Beitrag zur Verbesserung der Umweltqualit\u00e4t leisten.<\/p>\n<p>Die Botschaft war also klar und ist bei mir angekommen: Uranabbau wird nie sauber sein. Schutz f\u00fcr Mensch und Umwelt k\u00f6nnen nur gew\u00e4hrleistet werden, wenn das Uran im Boden bleibt und gar nicht erst gef\u00f6rdert wird. Daran werde ich gern auch unsere Stromproduzenten hier in der Schweiz erinnern: Wenn sie einen ernsthaften Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen, sollen sie erneuerbare Energien statt den Uranabbau f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><a title=\"Zu uranstory.ch gehen\" href=\"http:\/\/www.uranstory.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mehr Infos zum Uranabbau auf uranstory.ch.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich erstaunt es immer, wie gern die Schweizer Stromproduzenten Atomstrom als einen \u00e4ussert sauberen Energietr\u00e4ger verkaufen. 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