{"id":15634,"date":"2010-08-27T00:00:00","date_gmt":"2010-08-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15634\/was-passiert-im-golf-von-mexico\/"},"modified":"2019-05-30T13:06:28","modified_gmt":"2019-05-30T11:06:28","slug":"was-passiert-im-golf-von-mexico","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15634\/was-passiert-im-golf-von-mexico\/","title":{"rendered":"Was passiert im Golf von Mexico?"},"content":{"rendered":"<p><b>Neue Wissenschaftler, neue Schiffscrew und neue Untersuchungen &#8211; die n\u00e4chste Etappe der Greenpeace-Schiffstour im Golf von Mexiko hat begonnen. Im Fokus diese Woche stehen Wale und Plankton. Die Arctic Sunrise ist am 12. August zu einer dreimonatigen Forschungsreise aufgebrochen, um die Folgen der BP-\u00d6lpest zu dokumentieren.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Neue Wissenschaftler, neue Schiffscrew und neue Untersuchungen &#8211; die n\u00e4chste Etappe der <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Schiffstour im Golf von Mexiko hat begonnen. Im Fokus diese Woche stehen Wale und Plankton. Die <span lang=\"en\"><span lang=\"en\"><em>Arctic Sunrise<\/em><\/span><\/span> ist am 12. August zu einer dreimonatigen Forschungsreise aufgebrochen, um die Folgen der <abbr title=\"British Petroleum - \u00d6lkonzern\">BP<\/abbr>-\u00d6lpest zu dokumentieren.<\/strong><\/p>\n<p>Frisch an Bord gekommen sind Caz Taylor und Erin Grey von der Tulane  University in New Orleans. Sie werden in den kommenden Tagen Plankton  sammeln und <strong>Blaukrabben-Larven<\/strong> im  Vorher-Nachher-Vergleich untersuchen. Der Zustand dieser Krabben ist aus  der Zeit vor der \u00d6lkatastrophe gut dokumentiert. Sie nehmen eine  wichtige Funktion in der Nahrungskette ein und sind von enormer  wirtschaftlicher Bedeutung f\u00fcr die \u00f6rtliche Fischerei. Die Forscher  hatten bereits im Juli Spuren von \u00d6l-Corexit-Tr\u00f6pfchen in den Larven  entdeckt. Die umstrittene Chemikalie Corexit hatte <abbr title=\"British Petroleum - \u00d6lkonzern\">BP<\/abbr> sowohl in der Wassers\u00e4ule als auch an der Wasseroberfl\u00e4che eingesetzt,  um das \u00d6l in kleinste Tr\u00f6pfchen zu zersetzen und unter der  Wasseroberfl\u00e4che zu halten.<\/p>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><object width=\"560\" height=\"340\"><param name=\"movie\" value=\"https:\/\/www.youtube.com\/v\/2zFsWbbn3CY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><embed src=\"https:\/\/www.youtube.com\/v\/2zFsWbbn3CY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"560\" height=\"340\"><\/embed><\/object> <!-- END DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p>Niemand kann sagen, in welchem Umfang das \u00d6l-Gift-Gemisch den Meeresbewohnern langfristig Schaden zuf\u00fcgen wird.<q>Es gibt beispielsweise eine Population von <strong>Pottwalen<\/strong>, die nur im Golf von Mexiko lebt. Diese Population bekommt keine genetische Zufuhr von au\u00dfen<\/q>, erkl\u00e4rt Regine Frerichs, <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Forschungstaucherin.  Der Bestand sei deshalb extrem gef\u00e4hrdet. Wissenschaftler gehen davon  aus, dass die Population zusammenbreche, wenn nur wenige erwachsene  Exemplare sterben. Sue Rocca, eine Meeresbiologin der Whale and Dolphin  Conservation Society, ist deshalb neu dazugesto\u00dfen.<\/p>\n<h3>Wo ist das \u00d6l hin?<\/h3>\n<p>Das Team auf der <span lang=\"en\"><span lang=\"en\"><em>Arctic Sunrise<\/em><\/span><\/span> &#8211; <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Aktivisten,  Wissenschaftler und Medienvertreter &#8211; werden untersuchen, wie und wo  das ausgelaufene \u00d6l die Tier- und Pflanzenwelt im Golf von Mexiko  bedroht. Die Frage, wie viel \u00d6l noch im Meer treibt, ist derweil noch  nicht gekl\u00e4rt. Die offiziellen Zahlen der <abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">US<\/abbr>-Beh\u00f6rde f\u00fcr Ozeane und Atmosph\u00e4re (NOAA) lie\u00dfen die Medien wild spekulieren, der Gro\u00dfteil des \u00d6ls sei verschwunden. <abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">US<\/abbr>-Wissenschaftler  wurden stutzig und rechneten nach: Nicht 24 Prozent, sondern 79 Prozent  des \u00d6ls sch\u00e4dige weiter das empfindliche \u00d6kosystem im Golf.<\/p>\n<h3>Was ist bisher passiert?<\/h3>\n<p>Die <span lang=\"en\"><span lang=\"en\"><em>Arctic Sunrise<\/em><\/span><\/span> startete am 12. August von St. Petersburg in Florida in den Golf von  Mexiko. Im ersten Tourabschnitt dokumentierten Dr. Jose Lopez und Dr.  Charles Messing (Nova Southeastern University&#8217;s Oceanographic Center)  den Zustand der Riffe im Dry Tortugas Nationalpark &#8211; einer Region die  bald von der \u00d6lpest betroffen sein k\u00f6nnte. Im Fokus ihrer Untersuchungen  standen Schw\u00e4mme, die bis zu mehreren Tausend Litern Meereswasser am  Tag filtern. Das macht sie zu wichtigen Indikatoren: <q>Es ist m\u00f6glich, dass \u00d6l aus der <abbr title=\"British Petroleum - \u00d6lkonzern\">BP<\/abbr>-Katastrophe  so klein zersetzt und unter Wasser gelangt ist, dass die  Meeresboden-Organismen &#8211; wie zum Beispiel Schw\u00e4mme &#8211; R\u00fcckst\u00e4nde  besonders gut nachweisen<\/q>, sagt Lopez.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Wissenschaftler, neue Schiffscrew und neue Untersuchungen &#8211; die n\u00e4chste Etappe der Greenpeace-Schiffstour im Golf von Mexiko hat begonnen. Im Fokus diese Woche stehen Wale und Plankton. 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