{"id":15656,"date":"2010-08-11T00:00:00","date_gmt":"2010-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15656\/risiko-energien-oel-und-uran\/"},"modified":"2019-05-30T13:07:46","modified_gmt":"2019-05-30T11:07:46","slug":"risiko-energien-oel-und-uran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15656\/risiko-energien-oel-und-uran\/","title":{"rendered":"Risiko-Energien \u00d6l und Uran"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Karte vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die \u00f6kologischen und sozialen Probleme im Zusammenhang mit Erd\u00f6l und Uran. Klicken Sie mit der Maus auf die Brennpunkte und Sie erhalten mehr Informationen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<p style=\"padding-top:300px;\">Klicken Sie auf die farbigen Punkte in der Karte und Sie erhalten eine Kurzinformation zum Brennpunkt.<br \/>\nWeiter f\u00fchrende Informationen zu den einzelnen Brennpunkten erhalten Sie unten stehend. <\/p>\n<p><!-- accordion --><\/p>\n<div id=\"accordion\">\n<h2 class=\"current\">Wenn wir vom Ausstieg aus der Atomkraft reden, von welchem Zeithorizont sprechen wir da?<\/h2>\n<div class=\"pane\" style=\"display:block\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8954f45a-8954f45a-exxon-valdez.jpg\" alt=\"JavaScript tools\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"><\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\">Alaska &#8211; 1989<\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\">Innert 15 bis 25 Jahren kann sich die Schweiz ohne Atomkraftwerke sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Strom versorgen. Wir zeigen zwei m\u00f6gliche Szenarien auf:<\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">\nSzenario 1 \u2013 Umstieg bis 2025<br \/>\nIm priorisierten Szenario 1 kann der schweizerische Strombedarf im Jahr 2025<br \/>\nzu 100% mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. \u00d6kologisch und \u00f6konomisch<br \/>\nbetrachtet, k\u00f6nnen rund 95% des Strombedarfs in der Schweiz produziert werden.<br \/>\nDie u\u0308brigen 5% w\u00e4ren technisch problemlos realisierbar, sie bedingen jedoch entweder<br \/>\nversch\u00e4rfte Regulierungen bei der Effizienz oder erh\u00f6hte Kosten auf Seiten der<br \/>\nFotovoltaik. In einer \u00dcbergangszeit von fu\u0308nf bis zehn Jahren k\u00f6nnten sie auch durch<br \/>\nImporte von Solarenergie aus dem Su\u0308den oder Windenergie aus dem Norden gedeckt<br \/>\nwerden.<br \/>\nSzenario 2 \u2013 Umstieg bis 2035<br \/>\nIn Szenario 2 wird mit einem Umstieg auf eine erneuerbare Stromversorgung bis 2035<br \/>\ngerechnet. Das Szenario 2035 l\u00e4sst sich ganz ohne Stromimporte realisieren. Im Jahr<br \/>\n2035 wu\u0308rde die Schweiz gar aus erneuerbaren Energien einen Stromu\u0308berschuss von<br \/>\nrund 5 Terawattstunden * produzieren \u2013 hochwertiger \u00d6kostrom, der zu guten Preisen<br \/>\nexportiert werden kann.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Wie sieht die Stromversorgung der Schweiz heute aus? Und woher soll der Strom 2025 kommen?<\/h2>\n<div class=\"pane\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8313ca8e-8313ca8e-kanada-tarsand.jpg\" alt=\"JavaScript tools\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\">Kanada &#8211; heute<\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Den L\u00f6wenanteil des heutigen Strommixes der Schweiz machen Wasserkraft (55%) und<br \/>\nAtomenergie (39%) aus. Rund 4% des Stroms kommen aus Energiegewinnung durch<br \/>\nfossile Stromproduktion. Lediglich 2% des Stroms stammen aus neuen erneuerbaren<br \/>\nEnergien wie Windkraft oder Fotovoltaik.<br \/>\nBis 2025 soll sich dieses Bild grundlegend \u00e4ndern. Mit Abstand am meisten Wachstumspotenzial<br \/>\nbietet die Solarenergie. Bis 2025 kann Strom von der Sonne 21% der Jahresstromproduktion<br \/>\ndecken.<br \/>\nUnd wer denkt, Abfall sei gleich Abfall, der kennt die Energie, die in der Biomasse steckt,<br \/>\nnicht: Gru\u0308nabf\u00e4lle, Gu\u0308lle, Mist und Faulschlamm aus Kl\u00e4ranlagen k\u00f6nnen zusammen<br \/>\nmit Holz aus unseren W\u00e4ldern clever genutzt bis 11% unseres Bedarfs decken.<br \/>\nEin oft vergessenes, aber ebenfalls riesiges Potenzial birgt die Stromeffizienz. Also die<br \/>\nVerringerung des Verbrauchs durch effiziente Ger\u00e4te, Beleuchtungen, Anlagen etc. Dadurch<br \/>\nlassen sich knapp 14 Terawattstunden (TWh) Strom einsparen. Fu\u0308r 2025 bedeutet<br \/>\ndies, dass die Schweiz ihren Stromverbrauch um 14 TWh auf 58 TWh (statt 72 TWh)<br \/>\nreduzieren kann.<\/p>\n<\/div>\n<h2>K\u00f6nnen erneuerbare Energien<br \/>\nunseren wachsenden<br \/>\nStromverbrauch bis 2025<br \/>\nu\u0308berhaupt vollst\u00e4ndig<br \/>\ndecken?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/deepwater-horizon.jpg\" alt=\"JavaScript tools\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\">  <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\">Golf von Mexiko (USA) &#8211; 2010<\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Es ist richtig, dass mit dem Umbau auf eine CO2-freie Gesellschaft die Bedeutung des<br \/>\nStroms immer wichtiger wird. Etwa fu\u0308r effiziente Heizsysteme wie W\u00e4rmepumpen<br \/>\noder fu\u0308r die Elektromobilit\u00e4t.<br \/>\nIm Szenario 2025 wird denn auch ohne Effizienzmassnahmen ein Anstieg des Strombedarfs<br \/>\nvon heute rund 60 Terawattstunden (TWh) um rund 12 TWh prognostiziert.<br \/>\nGleichzeitig reduziert sich das Stromangebot insbesondere durch den Wegfall der<br \/>\nAKW um rund 24 TWh. Zusammen macht dies 36 TWh, die zus\u00e4tzlich aus erneuerbaren<br \/>\nQuellen respektive durch Effizienzverbesserungen gedeckt werden mu\u0308ssen.<br \/>\nGem\u00e4ss Szenario 1 ist dies bis 2025 wie folgt realisierbar:<br \/>\n\u2022 Knapp 20 TWh werden durch den Zubau von neuen erneuerbaren Energiequellen<br \/>\ngedeckt, d.h. Fotovoltaik, Biomasse, Windkraft, Geothermie und Wasserkraft.<br \/>\n\u2022 Knapp 14 TWh werden durch Stromeffizienz \u00abweggespart\u00bb \u2013 d.h. erst gar nicht<br \/>\nverbraucht.<br \/>\n\u2022 Rund 3 TWh werden entweder durch Importe von Strom aus erneuerbaren Quellen,<br \/>\ndurch erh\u00f6hte Effizienzanstrengungen oder dezentrale W\u00e4rmekraftkoppelung gedeckt.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Unser Stromverbrauch<br \/>\nsteigt kontinuierlich.<br \/>\nMuss das<br \/>\ndenn sein?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8313ca8e-8313ca8e-kanada-tarsand.jpg\" alt=\"JavaScript tools\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Nein, das muss nicht sein. In der Schweiz verschwenden wir so viel Energie, wie sechs<br \/>\nAtomkraftwerke vom Typ Mu\u0308hleberg produzieren. Das entspricht rund einem Drittel<br \/>\nunseres gesamten Stromverbrauchs.<br \/>\nStromfressende Elektroheizungen und Elektroboiler, ineffiziente Industriemotoren,<br \/>\nGlu\u0308hbirnen, Standby-Ger\u00e4te usw. Sie alle brauchen viel mehr Energie als notwendig<br \/>\nund belasten dafu\u0308r nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Denn gesamtschweizerisch<br \/>\nverschwenden wir j\u00e4hrlich Strom im Wert von rund 3,6 Milliarden<br \/>\nFranken.<br \/>\nDer beste und gu\u0308nstigste Strom ist der, den wir erst gar nicht verbrauchen. Kalifornien<br \/>\nz.B. hat das schon in den 1970er Jahren erkannt und Massnahmen zur Steigerung der<br \/>\nStromeffizienz umgesetzt \u2013 und der Verbrauch ist trotz zunehmender Bev\u00f6lkerung<br \/>\nund Elektroanwendungen nicht gewachsen.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Bedeutet der Umstieg auf<br \/>\n100% erneuerbare Energien<br \/>\nTausende von Windr\u00e4dern,<br \/>\nriesige Solaranlagen<br \/>\nin der<br \/>\nLandschaft und<br \/>\nStaumauern in<br \/>\njedem Bach?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/67c08cd7-67c08cd7-nordsee_oelbohrungen.jpg\" alt=\"JavaScript tools\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Unsere Landschaft widerspiegelt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.<br \/>\nDie Zunahme der Bev\u00f6lkerung, aber auch unsere Lebens- und Konsumgewohnheiten<br \/>\nhatten in den letzten Jahrzehnten einen grossen Einfluss auf die Landschaftsentwicklung:<br \/>\nDie Vielfalt der Landschaft hat abgenommen und die Zersiedelung h\u00e4lt an. Beim Ausbau<br \/>\nder erneuerbaren Energien muss deshalb zu Natur und Umwelt Sorge getragen<br \/>\nwerden.<br \/>\nDie Szenarien beru\u0308cksichtigen die Aspekte des Landschaftsschutzes und der Naturvertr\u00e4glichkeit.<br \/>\nMit den in den Szenarien vorgeschlagenen Massnahmen ist weder das<br \/>\n\u00f6kologische, geschweige denn das technische Potenzial ausgesch\u00f6pft. So prognostiziert<br \/>\ndas Szenario 2025 den Anteil von Strom aus Windkraft lediglich auf 2,5%. Diese<br \/>\nZahl beru\u0308cksichtigt Anlagen, die an natur- und landschaftsschutzvertr\u00e4glichen Orten<br \/>\ngebaut werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Fotovoltaik wird bei den neuen erneuerbaren Energien das gr\u00f6sste Potenzial zugeschrieben.<br \/>\nOb D\u00e4cher, u\u0308berdeckte Parkpl\u00e4tze, Strassen- und Lawinenverbauungen \u2013<br \/>\nin der Schweiz stehen genu\u0308gend Fl\u00e4chen fu\u0308r den Zubau zur Verfu\u0308gung. Mit der<br \/>\nNutzung von rund der H\u00e4lfte der gut brauchbaren Dachfl\u00e4chen k\u00f6nnen 21% des<br \/>\nStrombedarfs gedeckt werden.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Bis 2025 sollen also knapp<br \/>\n25% des Stroms von Wind<br \/>\nund Sonne kommen.<br \/>\nUnd was, wenn<br \/>\ndas Wetter mal<br \/>\nnicht mitspielt?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/462d076b-462d076b-prestige_portugal_spanien.jpg\" alt=\"Prestige\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Der Sonne und dem Wind kann niemand den Hahn zudrehen \u2013 ganz im Gegensatz zu<br \/>\nden Gaslieferungen, die einfach gestoppt werden k\u00f6nnen. Dafu\u0308r f\u00e4llt Solarstrom nur<br \/>\ndann an, wenn es Sonnenlicht gibt. Und Windstrom gibt es nur, wenn der Wind bl\u00e4st.<br \/>\nTrotzdem gehen uns bei Flaute oder nachts nicht die Lichter aus. Denn die Schweiz<br \/>\nhat einen enormen Vorteil: Sie ist durch ihre Berge geradezu pr\u00e4destiniert fu\u0308r die Energiegewinnung<br \/>\naus Sonne, Wind und Wasser.<br \/>\nGrund: Unsere Stauseen und Pumpspeicherwerke sind riesige \u00abBatterien\u00bb, die flexibel<br \/>\nfu\u0308r den Ausgleich eingesetzt werden k\u00f6nnen. Bei einer \u00dcberproduktion von Sonnenoder<br \/>\nWindstrom wird Wasser in die Stauseen gepumpt. Bei Flaute oder nachts wird<br \/>\ndas Wasser wieder verstromt.<br \/>\nDie gesamte Kapazit\u00e4t der Schweizer Speicherseen reicht rechnerisch fu\u0308r die \u00dcberbru\u0308ckung<br \/>\nvon bis zu 85 sonnenlosen Tagen. Damit l\u00e4sst sich eine lu\u0308ckenlose Versorgung<br \/>\nproblemlos sichern.<br \/>\nNeben der cleveren Nutzung unserer Stauseen gibt es weitere M\u00f6glichkeiten, die<br \/>\nsicherstellen, dass die Lichter an bleiben: Die gezielte Steigerung der Stromeffizienz,<br \/>\ndie intelligente Abstimmung von Produktion und Verbrauch (Lastmanagement), der<br \/>\nnatu\u0308rliche Ausgleich unter den erneuerbaren Energien u\u0308ber gr\u00f6ssere geographische<br \/>\nR\u00e4ume sowie die Nutzung dezentraler Speichertechnologien wie Druckluft, Batterien<br \/>\nund neue Speicherkonzepte \u2013 hier ist eine rasante Entwicklung im Gang.<\/p>\n<p style=\"padding-left:10px;padding-right:10px; \">\n\t\t<a style=\"color:#66cc00; font-weight:bold;\" href=\"\/switzerland\/de\/Multimedia\/gpi-photos\/greenpeace-divers-explore-the-2\/\">Bild vom Meeresgrund nach dem Ungl\u00fcck &gt;&gt;&gt;<\/a>\n\t\t<\/p>\n<\/div>\n<h2>Ist der Umbau auf 100%<br \/>\nErneuerbar nicht eine enorme<br \/>\nBelastung fu\u0308r die Wirtschaft?<br \/>\nW\u00e4ren grosse<br \/>\nGaskombikraftwerke<br \/>\nbilliger?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/adc1ffde-adc1ffde-nigeria-oil.jpg\" alt=\"Nigeria\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Im Gegenteil. Die Wirtschaft profitiert. Die Ressourcen fu\u0308r die erneuerbaren Energien<br \/>\nliegen bei uns vor der Haustu\u0308r und mu\u0308ssen nicht importiert werden. Die Investitionen<br \/>\nin die erneuerbare Energie und in Effizienz schaffen Auftr\u00e4ge fu\u0308r das heimische<br \/>\nGewerbe, bringen Arbeitspl\u00e4tze, liefern Strom oder sparen Stromkosten.<br \/>\nZieht man die Ertr\u00e4ge von den notwendigen Investitionskosten ab, ergeben sich fu\u0308r das<br \/>\nSzenario 2025 volkswirtschaftliche Gesamtkosten von rund 4,2 Milliarden Franken.<br \/>\nDarin noch nicht eingerechnet sind indirekte positive Effekte, wie etwa die Steigerung<br \/>\nder Innovationskraft. Diese ist gem\u00e4ss einer Studie von McKinsey ein enormer volkswirtschaftlicher<br \/>\nGewinn.<br \/>\nNeue grosse Gaskombikraftwerke (oder gar neue AKW) k\u00e4men die Schweiz mindestens<br \/>\ndoppelt so teuer zu stehen, wu\u0308rden die Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland massiv<br \/>\nerh\u00f6hen und s\u00e4mtlichen Klimaschutzbemu\u0308hungen zuwiderlaufen. Im Stern-Report zu<br \/>\nden Kosten des Klimawandels steht es klipp und klar: Wenn wir jetzt den Klimaschutz<br \/>\nnicht ernst nehmen, dann werden die Kosten sp\u00e4ter um ein Vielfaches h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p style=\"padding-left:10px;padding-right:10px; \">\n\t\t<a style=\"color:#66cc00; font-weight:bold;\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-deckt-auf-der-geheime-weg-des-elek\/blog\/12318\">Und nicht nur \u00d6l &#8211; auch Elektroschrott setzen Nigeria zu &gt;&gt;&gt;<\/a>\n\t\t<\/p>\n<\/div>\n<h2>Und was ist mit meiner<br \/>\nStromrechnung?<br \/>\nWird die um ein<br \/>\nVielfaches teurer?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e068e14f-e068e14f-irak_burning_oilfield.jpg\" alt=\"Irak\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Ein Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich in jedem Fall. Denn w\u00e4hrend<br \/>\nfossile Energietr\u00e4ger immer teurer und knapper werden, nehmen die Gestehungskosten<br \/>\nfu\u0308r erneuerbare Energien kontinuierlich ab. Der entscheidende Unterschied im<br \/>\nVergleich mit nichterneuerbaren Energien liegt in der kostenlosen Prim\u00e4renergie \u2013<br \/>\nWind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdw\u00e4rme stellt uns die Natur kostenlos zur<br \/>\nVerfu\u0308gung. Und schliesslich tr\u00e4gt die Energieeffizienz dazu bei, viel Strom und<br \/>\ndamit Geld zu sparen.<br \/>\nStudien rechnen vor: Wenn wir bis 2025 aus der Atomkraft aus- und auf erneuerbare<br \/>\nEnergien und Effizienz umsteigen, kostet das die Schweiz rund 272 Millionen<br \/>\nFranken pro Jahr oder rund 35 Franken pro Person und Jahr.<br \/>\nDie Schweiz k\u00f6nnte sich den Umbau auf erneuerbare Energien leisten und damit<br \/>\neine weltweite Vorreiterrolle u\u0308bernehmen. Investitionen in neue Kraftwerke kosten<br \/>\nzu Beginn immer Geld. Im Vergleich zu fossilen Kraftwerken k\u00f6nnen Anlagen fu\u0308r<br \/>\nerneuerbare Energien rasch gebaut werden, bergen keine Gefahr fu\u0308r Grossunf\u00e4lle<br \/>\nund k\u00f6nnen nach Ablauf der Lebensdauer unkompliziert zuru\u0308ckgebaut werden.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Braucht der Strom aus<br \/>\nerneuerbaren Quellen<br \/>\nnicht besondere<br \/>\nStromnetze?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0b2d44ad-0b2d44ad-sakhalin_oil.jpg\" alt=\"Sakhalin\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Korrekt. Ein Umstieg auf 100% erneuerbare Energien verlangt nach einem intelligenten<br \/>\nStromnetz \u2013 ein so genanntes Smart Grid. Durch solche Netze k\u00f6nnen Nachfrage<br \/>\nund Angebot aufeinander abgestimmt werden. Zum Beispiel, indem flexible Verbraucher<br \/>\nwie Pumpen, Ku\u0308hlaggregate etc. dann laufen, wenn Strom aus Wind und Sonne<br \/>\ngu\u0308nstig und in ausreichender Menge verfu\u0308gbar ist.<br \/>\nDie Investitionskosten fu\u0308r den Aufbau eines intelligenten Stromnetzes sind in beiden<br \/>\nSzenarien nicht beru\u0308cksichtigt. Denn zum einen mu\u0308ssen in den n\u00e4chsten Jahrzehnten<br \/>\nim Rahmen der u\u0308blichen technischen Erneuerungszyklen so oder so bedeutende Summen<br \/>\nin das Netz investiert werden. Zum zweiten wird europaweit aufgrund der immer<br \/>\nh\u00f6heren Bedeutung von Wind- und Sonnenenergie am Smart Grid mittelfristig kein<br \/>\nWeg vorbeifu\u0308hren. Als Stromhandelsdrehscheibe Europas wird die Schweiz ohnehin<br \/>\nin ihre Netzinfrastruktur investieren mu\u0308ssen. Egal, ob der Strom von erneuerbaren<br \/>\nQuellen stammt oder aus Grosskraftwerken kommt.<br \/>\nEs sind daher keine Investitionen, die mit dem Entscheid fu\u0308r einen vorgezogenen<br \/>\nUmstieg auf erneuerbare Energien zus\u00e4tzlich entstehen.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Was muss auf politischer<br \/>\nEbene geschehen, damit<br \/>\ndas Ziel \u00ab100% Erneuerbar<br \/>\nbis 2025\u00bb erreicht<br \/>\nwird?<\/h2>\n<div class=\"pane\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d48fcf6e-d48fcf6e-dalian_china_oil.jpg\" alt=\"Dalian\" width=\"100\" style=\"float:left; margin:0 15px 15px 0\"> <\/p>\n<h3 style=\"color:#66cc00;\"><\/h3>\n<p><strong style=\"color:#FFF;\"><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:both; color:#FFF;\">Der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien bis 2025 ist m\u00f6glich. Vorausgesetzt,<br \/>\nunsere Politikerinnen und Politiker l\u00f6sen die entsprechenden wirtschaftlichen Anreize<br \/>\naus und setzen die politischen Rahmenbedingungen fu\u0308r 100% erneuerbaren Strom.<br \/>\nDas bedeutet auch, dass der Ausstieg aus der Atomkraft terminiert werden muss und<br \/>\nder Bau von klimasch\u00e4dlichen Gaskraftwerken ausgeschlossen wird.<br \/>\nDie Bausteine fu\u0308r den Umstieg liegen bereit. Insgesamt zehn Massnahmen auf politischer<br \/>\nEbene sichern die Rahmenbedingungen, dass die Schweiz den Umstieg auf eine<br \/>\nzuverl\u00e4ssige, risikofreie Stromversorgung aus erneuerbaren Energien schafft.<br \/>\nAls besonders zentral fu\u0308r eine erfolgreiche Energiewende sind dabei folgende Massnahmen<br \/>\nhervorzuheben:<br \/>\n\u2022 Erstens: Eine kostendeckende Einspeisevergu\u0308tung (KEV) ohne Deckel und ohne<br \/>\nKontingente. Durch sie wu\u0308rde vor allem die Sonnenenergie-Nutzung einen enormen<br \/>\nSchub erhalten. Die KEV gibt es seit 2009 und sie ist heute mit einer Budget-Limite<br \/>\n\u00abgedeckelt\u00bb. Die Warteliste fu\u0308r die KEV ist enorm lang. Entscheidet das Parlament,<br \/>\nden Kostendeckel zu heben, k\u00f6nnen in den n\u00e4chsten Jahren Tausende von Gigawattstunden<br \/>\nerneuerbarer Strom produziert werden.<br \/>\n\u2022 Zweitens: Eine Lenkungsabgabe, die Effizienzmassnahmen schneller lohnenswert<br \/>\nmacht. Sparsame Konsumentinnen und Konsumenten werden belohnt, unn\u00f6tige<br \/>\nStromverschwendung dagegen wird gebremst. (Der Kanton Basel-Stadt hat bereits<br \/>\n1989 eine Lenkungsabgabe auf Strom eingefu\u0308hrt.)<br \/>\n\u2022 Drittens: Einfache und schnelle Bewilligungsverfahren fu\u0308r die Erstellung von<br \/>\nProduktionsanlagen fu\u0308r erneuerbare Energien und eine u\u0308bergeordnete kantonale<br \/>\nPlanung von Wind- und Wasserkraftanlagen.<br \/>\nAlle zehn Bausteine und weiterfu\u0308hrende Informationen zu den Szenarien finden Sie auf:<br \/>\nwww.umweltallianz.ch\/stromzukunft<\/p>\n<\/div>\n<p> <!-- END DYNAMIC CONTENT -->\n<\/div>\n<p>\t        <!-- download link --><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Karte vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die \u00f6kologischen und sozialen Probleme im Zusammenhang mit Erd\u00f6l und Uran. 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