{"id":15667,"date":"2010-08-13T00:00:00","date_gmt":"2010-08-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/15667\/fangmethoden\/"},"modified":"2019-05-30T13:07:54","modified_gmt":"2019-05-30T11:07:54","slug":"fangmethoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/15667\/fangmethoden\/","title":{"rendered":"Fangmethoden"},"content":{"rendered":"<p><b>Von oben gesehen umh\u00fcllt die Erde ein tiefblauer Mantel: das Meer. Mit Satellitenbildern ist es heute kinderleicht, ungeahnte Gegenden zu entdecken. Gibt man auf Google Maps den Begriff \u00abTimbuktu, Mali\u00bb ein, so kann man sogar die Spuren erkennen, welche Fahrzeuge auf dem Weg zur mythischen \u00abW\u00fcstenperle\u00bb im Sand hinterlassen haben.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/751232ff-751232ff-m\u00e9thodes-de-p\u00eache.jpg\" title=\"Fangmethoden\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Fangmethoden\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/751232ff-751232ff-m\u00e9thodes-de-p\u00eache.jpg\" alt=\"Fangmethoden\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Fangmethoden<\/strong><\/p>\n<p>\n            Industrielle Fischerei mit verheerenden Folgen: Die breiten Schleppnetze hinterlassen katastrophale Sch\u00e4den an Korrallenb\u00e4nken und anderen sensiblen Lebensr\u00e4umen. Ein Netz von 500 m L\u00e4nge kann in einer Sekunde bis zu 1&#8217;750 m2 Meeresgrund zerst\u00f6ren.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- END DYNAMIC CONTENT -->Ein Blick auf \u00abAltamira, Brasilien\u00bb macht deutlich, wie die Urwaldzerst\u00f6rung im Amazonasgebiet aussieht. Will man jedoch die Meere besichtigen, sieht man nur noch blau \u2013 w\u00e4hrend unter dem Meeresspiegel die Zerst\u00f6rung voranschreitet. In den Weltmeeren leben mehr als 80 Prozent der Lebewesen des Planeten. Die industrielle Fischerei richtet dort massive Sch\u00e4den an. Beifang und verheerende Fangmethoden zerst\u00f6ren Arten, \u00d6kosysteme und Meeresboden. Tiefseefischerei zielt auf Fischfang nahe dem Meeresgrund ab, also in sehr grosser Tiefe. Begehrt sind etwa Kaiserbarsch, Heilbutt, Schwarzer Degenfisch oder gewisse Haiarten, die in einzigartigen \u00d6kosystemen aus Tiefseebergen oder Korallenriffen leben. Von den verschiedenen Techniken wird das Grundschleppnetz am h\u00e4ufigsten verwendet (siehe Grafik). Tiefseegebiete finden sich jenseits der Festlandsockel in grosser Tiefe. Sie geh\u00f6ren zu den letzten grossen Reserven wilder Artenvielfalt und sind gegen\u00fcber St\u00f6rungen jeglicher Art besonders empfindlich. Viele dort lebende Arten sind verletzlich und wachsen langsam heran, wie Kaltwasserkorallen, die \u00fcber Tausende Jahre leben k\u00f6nnen. Die meisten Tiefseefischarten sind bereits stark gef\u00e4hrdet durch \u00dcberfischung. Sie leben in Schw\u00e4rmen in der N\u00e4he von Tiefseebergen und sind daher f\u00fcr die \u00dcberausbeutung ein leichtes Opfer.<\/p>\n<p><!-- START DYNAMIC CONTENT --><\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1aac08fb-1aac08fb-mag_beifang.jpg\" title=\"Beifang \"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" title=\"Beifang \" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1aac08fb-1aac08fb-mag_beifang.jpg\" alt=\"Beifang \" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Beifang <\/strong><\/p>\n<p>\n            Die Methoden des industriellen Fischfangs unterscheiden nicht zwischen den gesuchten Arten und jenen, die nicht kommerziell nutzbar sind, dem sogenannten Beifang. Als Beifang werden etwa Wale und Meeress\u00e4ugetiere, Haie, Schildkr\u00f6ten und Seev\u00f6gel sterbend oder tot ins Meer zur\u00fcckgeworfen. Der Beifang macht j\u00e4hrlich bis zu 38 Millionen Tonnen aus, das sind 40 Prozent der totalen Fangmenge. Mancherorts beeintr\u00e4chtigt diese erschreckende Praxis gar das Funktionieren der marinen \u00d6kosysteme.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Technologische Fortschritte und Forschungen bringen laufend neue Erkenntnisse \u00fcber diese einsamen Lebensr\u00e4ume nahe dem Meeresgrund, mit ihren Furchen, Tiefseebergen, hydrothermalen Quellen und kalten Sickerstellen (sogenannte Cold seeps). Das schnelle Anwachsen der Tiefseefischerei und die Nachfrage nach weiteren Ressourcen (Erd\u00f6l- und Gasf\u00f6rderung, demn\u00e4chst auch Tiefseebergbau) laufen Gefahr, grossfl\u00e4chige und unwiederbringliche Sch\u00e4den in diesen fragilen \u00d6kosystemen anzurichten, bevor diese \u00fcberhaupt richtig erforscht sind. Faktisch beutet die Tiefseefischerei die letzten Zufluchtsorte f\u00fcr kommerziell genutzte Fischarten aus. Greenpeace fordert, dass Tiefseefische nicht als Ersatz f\u00fcr die zusammengebrochenen Best\u00e4nde aus h\u00f6heren Meeresschichten dienen d\u00fcrfen. Tiefseegebiete m\u00fcssen mit ihren Lebewesen und komplexen \u00d6kosystemen durch sofortige und strenge Massnahmen erhalten und gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von oben gesehen umh\u00fcllt die Erde ein tiefblauer Mantel: das Meer. Mit Satellitenbildern ist es heute kinderleicht, ungeahnte Gegenden zu entdecken. 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