{"id":16290,"date":"2009-12-11T00:00:00","date_gmt":"2009-12-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/16290\/unsichtbare-taktangeber\/"},"modified":"2019-05-30T13:29:58","modified_gmt":"2019-05-30T11:29:58","slug":"unsichtbare-taktangeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/16290\/unsichtbare-taktangeber\/","title":{"rendered":"Unsichtbare Taktangeber"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><center><\/p>\n<table style=\"padding:4px; background:#ebedf0; text-align: center;\">\n<tr>\n<td width=\"200px\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/75dcba9f-75dcba9f-6914_11326.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/75dcba9f-75dcba9f-6914_11326.jpg\" alt=\"Cyrill Studer ist Klimaexperte von Greenpeace Schweiz und schreibt direkt aus Kopenhagen\" title=\"Cyrill Studer\" width=\"140\" height=\"133\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Cyrill Studer ist Klimaexperte von Greenpeace Schweiz und schreibt direkt aus Kopenhagen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><\/center>Kommt man mit einem unbefangenen Blick zur COP 15, k\u00f6nnte man in Jubelt\u00e4nze ausbrechen: Auf dem Fahrrad in die Innenstadt f\u00e4hrt man an Skulpturen, Ausstellungen und Mitmachm\u00f6glichkeiten zum Klimathema vorbei. Wenn man aus der vollautomatisierten Hochbahn steigt, sieht man hinter dem Konferenzgeb\u00e4ude ein Windrad drehen. Unten in der Fussg\u00e4ngerzone offerieren Greenpeace-Freiwillige Kaffee und versuchen vor allem mit Delegierten ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Im Bella Center selber sind die Gefahren des Klimawandels und der Ruf nach einem weitgehenden Klimaschutz allgegenw\u00e4rtig: Dutzende von NGO\u2019s und Forschungsinstitute, die an ihren St\u00e4nden Wissen und L\u00f6sungen anbieten und Massnahmen einfordern. Ein grosser Teil der Anwesenden unterstreicht ihre Sorge und ihr Engagement mit Buttons und Klebern, kleinere Gruppen auch mit bewilligten Aktionen. Und die Er\u00f6ffnungsreden h\u00e4tten selbst Greenpeace-Mediensprecher kaum eindringlicher schreiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><center><\/p>\n<table style=\"padding:4px; background:#ebedf0; text-align: center;\">\n<tr>\n<td width=\"200px\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/58e6dfb3-58e6dfb3-6920_11331.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/58e6dfb3-58e6dfb3-6920_11331.jpg\" alt=\"Die NGOs sind omnipr\u00e4sent\" title=\"Die NGOs sind omnipr\u00e4sent\" width=\"500\" height=\"375\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die NGOs sind omnipr\u00e4sent<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><\/center><\/p>\n<p>\nZweifellos: Das Klimathema ist angekommen. Hier hat es mehr Leute als an den Medientagen des Genfer Automobilsalons, und das soll etwas heissen! Trotzdem: weswegen kommt dieser allgegenw\u00e4rtige Klimaschutz in den Verhandlungen nicht zum Ausdruck? <a href=\"http:\/\/www.climatenetwork.org\/eco\/copenhagen-2009\/ECOCoP15-4.pdf\">Ein Beispiel<\/a>: Um die globale Durchschnittstemperatur auf h\u00f6chstens 2\u00baC zu begrenzen sind in den Industriel\u00e4ndern CO2-Reduktionen von 40% bis 2020 n\u00f6tig (gegen\u00fcber 1990). Die bisherigen Versprechen liegen aber bloss ca. 16% unter 1990. Das ist schon schlimm genug, aber falls sich bei den Verhandlungen alle Schlupfl\u00f6cher durchsetzen, welche momentan in Kopenhagen auf dem Tisch liegen, w\u00e4ren die Emissionen 2020 in den Industriel\u00e4ndern sogar h\u00f6her als 1990! Wie kann ein solcher Selbstbetrug stattfinden? Die Schlupfl\u00f6cher sind f\u00fcr die nicht im Thema Involvierten schwierig zu erkennen, etliche Delegierte wischen die tats\u00e4chlichen Auswirkungen gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit unter den Tisch und viele Staatschefs br\u00fcsten sich lieber mit den Reduktionszielen, die bloss dank rechnerischen Kniffs zustandekommen und verschweigen, dass sie unter dem Strich eine CO2-Erh\u00f6hung zulassen.<\/p>\n<p>Was lehrt man daraus? W\u00e4hrenddem die Klimabesorgten hier mit der grossen \u00f6ffentlichen Kelle anr\u00fchren, nimmt man die gr\u00f6ssten Klimaschutzverhinderer &#8211; Interessensgruppen die meist Teilsektoren der Wirtschaft und Industrie repr\u00e4sentieren \u2013 im Bella Center kaum wahr. Diese scheinen einfachere und leisere Wege gefunden zu haben, ihre Forderungen bei den Delegierten unterzubringen.<\/p>\n<p>Apropos Schlupfl\u00f6cher: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/themen\/klima\/countdown-to-copenhagen\/aktionen\">Es gibt auch Sicherheitsschlupfl\u00f6cher, beispielsweise in Br\u00fcssel&#8230;.:-)<\/a><\/p>\n<\/p>\n<p><center><\/p>\n<table style=\"padding:4px; background:#ebedf0; text-align: center;\">\n<tr>\n<td width=\"200px\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0a75f178-0a75f178-6921_11332.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0a75f178-0a75f178-6921_11332.jpg\" alt=\"Wake up-call: Ein junger Mann aus den Malediven, dem das Wasser buchst\u00e4blich bis zum Hals steht.\" title=\"Wake up-call: ein junger Mann aus den Malediven, dem das Wasser buchst\u00e4blich bis zum Hals steht.\" width=\"500\" height=\"375\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wake up-call und ein junger Mann aus den Malediven, dem das Wasser buchst\u00e4blich bis zum Hals steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p><\/center>\n<\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyrill Studer ist Klimaexperte von Greenpeace Schweiz und schreibt direkt aus Kopenhagen Kommt man mit einem unbefangenen Blick zur COP 15, k\u00f6nnte man in Jubelt\u00e4nze ausbrechen: Auf dem Fahrrad in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":16253,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-16290","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16290\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16253"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16290"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=16290"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=16290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}