{"id":16733,"date":"2009-08-09T00:00:00","date_gmt":"2009-08-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/16733\/erfolg-fuer-greenpeace-kleenex-in-nordamerika-wird-urwaldfreundlich\/"},"modified":"2025-06-25T15:38:21","modified_gmt":"2025-06-25T13:38:21","slug":"erfolg-fuer-greenpeace-kleenex-in-nordamerika-wird-urwaldfreundlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/16733\/erfolg-fuer-greenpeace-kleenex-in-nordamerika-wird-urwaldfreundlich\/","title":{"rendered":"Erfolg f\u00fcr Greenpeace: Kleenex in Nordamerika wird urwaldfreundlich!"},"content":{"rendered":"<p><b>Kleenex-Schminkt\u00fccher, Hakle-Toilettenpapier und Camelia-Damenbinden: Der Hersteller Kimberly Clark ist weltweit einer der ganz Grossen im Zellstoffgesch\u00e4ft. In Europa werden Kimberly-Clark-Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen produziert. Nun d\u00fcrfen endlich auch US-Amerikaner und Kanadier beim Naseputzen mit einem Kleenex-Taschentuch ein besseres Umweltgewissen haben. Am Mittwoch gab der Hersteller bekannt, zuk\u00fcnftig bei seinen Produkten in Nordamerika auf Zellstoff aus Urwaldzerst\u00f6rung zu verzichten.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/224172f0-224172f0-document_refugeboreal.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/224172f0-224172f0-document_refugeboreal.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>\u00a0Luftaufnahme des Kenogami-Urwald in Ontario, Kanada. \u00a9 Greenpeace \/ Andrew Male<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Zur Herstellung von Kleenex in den USA und Kanada wurden bisher vor allem boreale Urw\u00e4lder in Kanada gef\u00e4llt. Nun hat Greenpeace nach einer jahrelangen Kampagne erreicht, dass diese bedrohten W\u00e4lder nicht mehr die Toilette runtergesp\u00fclt werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In den letzten Monaten f\u00fchrte Greenpeace mit dem Konzern intensive Verhandlungen, aus denen die neuen Richtlinien hervorgegangen sind. Demnach wird Kimberly Clark ab sofort auf Zellstoff aus Urwaldzerst\u00f6rung verzichten und zuk\u00fcnftig verst\u00e4rkt auf Recyclingfasern und Zellstoff setzen, der nach dem Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert ist und aus \u00f6kologisch nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Ab Ende 2011 will der Hersteller aus den kanadischen W\u00e4ldern nur noch Zellstoff verwenden, der FSC-zertifiziert ist. Mit dieser Regelung bleiben j\u00e4hrlich mehrere zehntausend Tonnen Urwaldholz im Wald.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der boreale Regenwald Kanadas spielt im Kampf gegen den Klimawandel und f\u00fcr die Erhaltung der Artenvielfalt eine besondere Rolle. Er ist mit 545 Millionen Hektar der gr\u00f6sste Wald Nordamerikas. Doch werden hier Jahr f\u00fcr Jahr 700&#8217;000 Hektaren dem Erdboden gleichgemacht. Dabei speichert der boreale Wald mit gesch\u00e4tzten 47,5 Milliarden Tonnen sieben Mal so viel Kohlenstoff (CO2) wie durch die weltweite Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger j\u00e4hrlich ausgestossen wird. Knapp 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Zerst\u00f6rung der Urw\u00e4lder.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Urw\u00e4lder in den kanadischen Provinzen Ontario und Q\uebec sind seit den 1990er-Jahren ein Hauptschauplatz der weltweiten Urwaldzerst\u00f6rung. 80 Prozent wurden zerst\u00f6rt oder verw\u00fcstet, um Zellstoff f\u00fcr Zeitungen, Zeitschriften und Toilettenpapier zu gewinnen. Kimberly Clark hat dieses verantwortungslose Vorgehen jahrzehntelang unterst\u00fctzt, indem der Konzern Holz aus diesen Urw\u00e4ldern bezogen hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die borealen W\u00e4lder Kanadas sind die Heimat unz\u00e4hliger Tierarten. \u00dcber eine Milliarde V\u00f6gel bringen in den W\u00e4ldern und Seen des Urwaldes ihre Jungen zur Welt. Durch die Zerst\u00f6rung besonders gef\u00e4hrdet ist das Waldkaribu. Diese Rentierart ist akut bedroht und in einigen Waldgebieten bereits verschwunden. Die voranschreitende Urwaldzerst\u00f6rung zur Holz- und Papierproduktion vertreibt die Tiere in andere Waldgebiete &#8211; so lange, bis kein Wald zum \u00dcberleben mehr vorhanden ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kimberly Clark war nicht der einzige Konzern, der sich auf Kosten der borealen W\u00e4lder bereichert hat. Der gr\u00f6sste Zeitungspapierhersteller AbitibiBowater betreibt die Praxis der Urwaldzerst\u00f6rung noch immer aktiv. Dabei sollte sich der Papier-Hersteller am R\u00fcckzug von Kimberly Clark ein Beispiel nehmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Verbaucherinnen und Verbraucher handeln am umweltbewusstesten, indem sie Toiletten- und Haushaltspapier sowie Taschent\u00fccher aus Reyclingpapier kaufen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-arrow\" title=\"Greenpeace Schweiz: Das Blog\" href=\"http:\/\/weblogs.greenpeace.ch\/blog\/2009\/08\/05\/thank-you-kimberly\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blog: Thank you, Kimberly!<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-arrow\" title=\"Kleercut\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/usa\/campaigns\/forests\/kleercut\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Archiv der Kleercut-Kampagne von Greenpeace USA<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleenex-Schminkt\u00fccher, Hakle-Toilettenpapier und Camelia-Damenbinden: Der Hersteller Kimberly Clark ist weltweit einer der ganz Grossen im Zellstoffgesch\u00e4ft. 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