{"id":17488,"date":"2008-07-08T00:00:00","date_gmt":"2008-07-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/17488\/atomzwischenfall-in-suedfrankreich\/"},"modified":"2019-05-30T13:59:51","modified_gmt":"2019-05-30T11:59:51","slug":"atomzwischenfall-in-suedfrankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/17488\/atomzwischenfall-in-suedfrankreich\/","title":{"rendered":"Atomzwischenfall in S\u00fcdfrankreich"},"content":{"rendered":"<p><b>In der Nacht vom Montag auf den Dienstag sind aus der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Atomanlage Tricastin bei Avignon 30&#8217;000 Liter radioaktive Uranl\u00f6sung ausgelaufen. Ein Teil soll in die Fl\u00fcsse Gaffi\u00e8re und Lauzon gelangt sein. Den Einwohnern dreier Gemeinden wurde untersagt, Wasser aus den Fl\u00fcssen zu entnehmen und das Grundwasser zu trinken.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7eb4a224-7eb4a224-bf1df2b3e2.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7eb4a224-7eb4a224-bf1df2b3e2.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Atomkraftwerke sind eine Gefahr f\u00fcr Mensch und Umwelt.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Avignon. Die franz\u00f6sische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN gab an, dass in einer Anlage zur Behandlung von Uranl\u00f6sungen ein Kessel \u00fcbergelaufen sei. Das R\u00fcckhaltebecken sei undicht gewesen. Erst am Dienstagmittag ging eine Warnung an die Bev\u00f6lkerung, obwohl der Unfall sich bereits am Montagabend ereignet hatte. Neben der Wasserentnahme sind auch der Verzehr von Fischen aus den verseuchten Fl\u00fcssen und das Baden verboten. Ausserdem ist es den Einwohnern untersagt, das Grundwasser zu trinken oder f\u00fcr die Bew\u00e4sserung ihrer Felder zu verwenden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Atomaufsicht stufte die Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung dennoch als gering ein, weil ein Teil der radioaktiven Fl\u00fcssigkeit die Umwelt nicht erreicht habe. Wie gross das Volumen ist, das die Umwelt kontaminiert hat, ist jedoch zweitrangig. Fakt ist, dass jeder Liter dieser Fl\u00fcssigkeit eine Konzentration von 12g Uran aufweist. \u00abDie Radioaktivit\u00e4tswerte sind 6&#8217;000 mal h\u00f6her als die vorschriftsm\u00e4ssigen Grenzwerte.\u00bb stellt Yanick Rousselet von Greenpeace Frankreich fest. Dies stellt eine erhebliche Gefahr f\u00fcr die Gesundheit der Anwohner dar.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace fordert, dass der Vorfall mindestens als \u00abernster St\u00f6rfall\u00bb der Stufe 3 auf der INES-Skala (Internationale Skala f\u00fcr Nukleare Ereignisse) deklariert wird, weil ganz klar eine Freisetzung nuklearer Stoffe stattgefunden hat. Die Restriktionen, welche vom Pr\u00e4fekt der Region angeordnet wurden, weisen sogar darauf hin, dass der St\u00f6rfall als \u00abernster Unfall\u00bb der Stufe 5 klassifiziert werden sollte (\u00abFreisetzung, die nach dem Einsatz einzelner Katastrophenschutz-Ma\u00dfnahmen verlangt\u00bb)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Am Standort Tricastin konzentrieren sich etliche Atomanlagen unterschiedlicher Funktion: Ein AKW mit vier Reaktoren, die Urananreicherungsanlage Eurodif, eine Uranumwandlungsanlage und die Dekontaminierungsanlage, aus der die radioaktive Fl\u00fcssigkeit auslief. Die Anlage geh\u00f6rt der Firma Socatri und wird vom Atomkonzern Areva betrieben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Atomunfall in Frankreich zeigt wieder einmal deutlich, wie unsicher die gesamte Atomtechnologie ist. Zus\u00e4tzlich stellt er den Umgang des franz\u00f6sischen AKW-Betreibers Areva mit radioaktivem Material infrage. Areva hat via Kernkraftwerk G\u00f6sgen bereits eine enge Verbindung mit der Schweizer Atomkraftwerkbetreiberin Atel, welche im Juni ein neues Rahmenbewilligungsgesuch einreichte. Eine Schweizer Greenpeace-Recherche legt nahe, dass die Schweiz im Fall eines AKW-Neubaus mit einem von Areva und EDF gebauten, finanzierten und vertriebenen EPR-Reaktor (European Pressurized Reactor). Dieser neue AKW-Typus weist bereits in der Bauphase in seiner franz\u00f6sischen Ausf\u00fchrung in Flammanville\u00a0 sowie in seiner finnischen Ausf\u00fchrung in Olkiluoto grosse M\u00e4ngel auf und ist ein finanzielles Desaster.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht vom Montag auf den Dienstag sind aus der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Atomanlage Tricastin bei Avignon 30&#8217;000 Liter radioaktive Uranl\u00f6sung ausgelaufen. 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