{"id":17660,"date":"2008-05-13T00:00:00","date_gmt":"2008-05-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/17660\/biosicherheit-wer-zahlt-fuer-schaeden-durch-gentechnik\/"},"modified":"2019-05-30T14:04:30","modified_gmt":"2019-05-30T12:04:30","slug":"biosicherheit-wer-zahlt-fuer-schaeden-durch-gentechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/17660\/biosicherheit-wer-zahlt-fuer-schaeden-durch-gentechnik\/","title":{"rendered":"Biosicherheit: Wer zahlt f\u00fcr Sch\u00e4den durch Gentechnik?"},"content":{"rendered":"<p><b>Wer haftet, wenn beispielsweise die Maisernte eines kleinen kenianischen Bauern gentechnisch verunreinigt worden ist? Um solche Fragen geht es diese Woche bei den Verhandlungen zum Cartagena Protokoll in Bonn. Die Konferenz findet im Vorfeld der CBD-Konvention \u00fcber biologische Vielfalt statt.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f1b80da8-f1b80da8-d023850_05.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl01_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f1b80da8-f1b80da8-d023850_05.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Luftaufnahme eines Kornkreises mit einem \u00abVerbotszeichen\u00bb Feld in Nordspanien, auf dem gentechnisch ver\u00e4nderter Mais angebaut wird. \u00a9Greenpeace\/Pedro Armestre\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Immer wieder werden illegale gentechnisch<br \/>\nverunreinigte Produkte auf dem Markt gefunden, vor allem Reis- und<br \/>\nMaisprodukte. F\u00fcr die vergangenen zehn Jahre wurden insgesamt 216<br \/>\nKontaminationen in 57 L\u00e4ndern belegt, obwohl der Anbau von<br \/>\nGentech-Pflanzen global bislang keine grosse Rolle spielt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Nachsehen haben die Gesch\u00e4digten, ob es um<br \/>\nihr Einkommen oder ihre Gesundheit geht. Nirgendwo ist<br \/>\ninternational geregelt, wer f\u00fcr Sch\u00e4den aufkommen muss. Keine<br \/>\nVersicherung ist bereit, die Risiken der Gentechnik abzudecken.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die weltweite Biosicherheit ist im Cartagena<br \/>\nProtokoll vom 11. September 2003 festgehalten. Das Protokoll geht<br \/>\nauf einen Beschluss der CBD-Vertragsstaaten im Jahr 1995 zur\u00fcck. Es<br \/>\nregelt den grenz\u00fcberschreitenden Handel und Umgang mit gentechnisch<br \/>\nver\u00e4nderten Organismen. Fragen zu Haftung und Wiedergutmachung<br \/>\nbeantwortet es bislang nicht. Das soll jetzt nachgeholt werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Verhandlungen sind schwierig. Der Anbau von<br \/>\nGentech-Pflanzen konzentriert sich heute im Wesentlichen auf vier<br \/>\nL\u00e4nder: USA (Spitzenreiter mit 53 Prozent), Argentinien, Brasilien<br \/>\nund Kanada. Naturgem\u00e4ss sind weder Staaten wie die USA noch die<br \/>\nGentechnikkonzerne an strengen Haftungsregeln interessiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es ist seltsam: Diejenigen, die am lautesten<br \/>\nbehaupten, dass die Gentechnik sicher sei, str\u00e4uben sich am meisten<br \/>\ngegen verbindliche Haftungsregeln. Warum wohl? Dabei ist doch<br \/>\nv\u00f6llig klar: Wer den Schaden verursacht, muss f\u00fcr ihn geradestehen.<br \/>\nDie Konzerne m\u00fcssen haften.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gentech-Pflanzen geh\u00f6ren neben der<br \/>\nUrwaldzerst\u00f6rung zu den grossen Gefahren auch f\u00fcr die<br \/>\nArtenvielfalt. 75 Prozent der landwirtschaftlich genutzten<br \/>\nKultursorten sind im 20. Jahrhundert verschwunden. Industrielle<br \/>\nLandwirtschaft, Monokultur, Chemie und Gentechnik &#8211; das ist das<br \/>\nPaket, das die Vielfalt in der Nahrungsmittelerzeugung bedroht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die industrielle Landwirtschaft setzt auf<br \/>\nMassenproduktion und Monokultur. Monokultur ist anf\u00e4llig f\u00fcr<br \/>\nSch\u00e4dlinge. Gegen Sch\u00e4dlinge wird die Chemiekeule hervorgeholt.<br \/>\nGentech-Pflanzen sind resistent gemacht gegen die Chemiekeule oder<br \/>\nso ver\u00e4ndert, dass sie ihr eigenes Gift produzieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die grossen Agrokonzerne wie Monsanto und<br \/>\nSyngenta verdienen an beidem: an der Chemiekeule und der<br \/>\nGentech-Saat. Der neue Agrosprit-Boom heizt den Drang zur<br \/>\nMonokultur auf Kosten der Artenvielfalt weiter an.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/themen\/gentech\/gentech-news-single\/archive\/2008\/april\/article\/eine-andere-landwirtschaft-ist-moeglich-und-noetig\/\" title=\"16.04.2008: Internationaler Landwirtschaftsbericht fordert radikale Umkehr bei Agrarforschung und Entwicklung\" target=\"_self\" class=\"external-link-arrow\" rel=\"noopener noreferrer\">Eine andere<br \/>\nLandwirtschaft ist m\u00f6glich und n\u00f6tig<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\">14.05.2008: <strong>Kommentar zu den Pl\u00e4nen f\u00fcr<br \/>\neine Verl\u00e4ngerung des Gentech Moratoriums<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace begr\u00fcsst die bundesr\u00e4tlichen Pl\u00e4ne f\u00fcr eine<br \/>\nVerl\u00e4ngerung des Moratoriums f\u00fcr eine gentechnikfreie<br \/>\nLandwirtschaft. Die weltweiten Erfahrungen mit dem Anbau von<br \/>\nGentech-Pflanzen zeigen, dass eine Koexistenz in der kleinr\u00e4umigen<br \/>\nSchweiz nicht m\u00f6glich ist. Der Anbau von Gentech-Pflanzen gef\u00e4hrdet<br \/>\ndie Umwelt und f\u00f6rdert eine intensive, umweltsch\u00e4dliche<br \/>\nLandwirtschaft.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer haftet, wenn beispielsweise die Maisernte eines kleinen kenianischen Bauern gentechnisch verunreinigt worden ist? Um solche Fragen geht es diese Woche bei den Verhandlungen zum Cartagena Protokoll in Bonn. 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