{"id":17761,"date":"2008-04-06T00:00:00","date_gmt":"2008-04-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/17761\/klimaschutz-ist-menschenschutz\/"},"modified":"2019-05-30T14:07:20","modified_gmt":"2019-05-30T12:07:20","slug":"klimaschutz-ist-menschenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/17761\/klimaschutz-ist-menschenschutz\/","title":{"rendered":"Klimaschutz ist Menschenschutz"},"content":{"rendered":"<p><b>Im letzten Jahr ver\u00f6ffentlichte Greenpeace eine Studie zur Situation der Klimafl\u00fcchtlinge. In den n\u00e4chsten 30 Jahren werden demnach 200 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, weil ihre Lebensbedingungen durch den Klimawandel immer schlechter werden. Der aktuelle Blue-Alert-Report von Greenpeace Indien unterstreicht nun die Brisanz dieses Themas.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3f5de248-3f5de248-96e1db6ac8.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3f5de248-3f5de248-96e1db6ac8.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Folgen des Klimawandels in Bangladesh. Jasmin Begum musste als M\u00e4dchen von Bhola fliehen, nachdem ein Zyklon das Haus und Land ihrer Familie verw\u00fcstet hatte. Seither lebt sie mit ihrem Mann und vier Kindern in unterschiedlichen Slums in Dhaka und Naranganj.\u00a9Greenpeace\/Martin\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Der Report wurde vom Indian Institute of Technology in Madras im Auftrag von Greenpeace verfasst. Er zeigt auf, dass 125 Millionen Menschen allein an den K\u00fcstenregionen Indiens und Bangladeshs durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Der Anstieg des Meeresspiegels wird durch das Schmelzen der Polkappen &#8211; bedingt durch die Klimaerw\u00e4rmung &#8211; hervorgerufen.<\/p>\n<p>Bedroht sind davon jedoch nicht nur Regionen Indiens. Weltweit stehen Menschen in K\u00fcstenregionen demselben Problem gegen\u00fcber. Besonders hart trifft es Staaten, die zu arm sind, um effizienten Hochwasserschutz zu betreiben. Nicht jeder Staat kann wie Holland oder Deutschland Millionen f\u00fcr Deichschutzma\u00dfnahmen aufbringen.<\/p>\n<p>Der Anstieg des Meeresspiegels ist aber nicht die einzige Ursache f\u00fcr die zuk\u00fcnftig steigende Anzahl von Klimafl\u00fcchtlingen. Auch \u00fcberdurchschnittlich lange D\u00fcrreperioden oder das Abschmelzen von Gletschern zwingt Menschen zur Flucht.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist die peruanische Hauptstadt Lima. Die gesamte Trinkwasserversorgung wird durch den Zufluss von Gletscherwasser gew\u00e4hrleistet. Schmilzt der Gletscher zu schnell ab, versiegt das Trinkwasser einer Metropole mit \u00fcber sechs Millionen Einwohnern.<\/p>\n<p>Stark vom Klimawandel betroffen sind vor allem naturverbunden lebende Bev\u00f6lkerungsgruppen. Wer direkt von der Natur und ihren Ressourcen lebt, bekommt die Auswirkungen des Klimawandels am ehesten zu sp\u00fcren. Gerade die \u00e4rmere, auf Subsistenzwirtschaft angewiesene Bev\u00f6lkerung wird so zur Flucht gezwungen.<\/p>\n<p>Die Armen dieser Welt sind somit doppelt betroffen. Sie sp\u00fcren die Auswirkungen als Erste und k\u00f6nnen aus Mangel an Finanzmitteln keine Anpassungsma\u00dfnahmen vornehmen.<\/p>\n<p>\u00abHier sind die Industriel\u00e4nder gefragt. Als gr\u00f6\u00dfte CO2-Produzenten sind sie in der moralischen Pflicht, den Entwicklungsl\u00e4ndern zur Seite zu stehen. Wer den Klimawandel f\u00f6rdert, muss auch f\u00fcr dessen Auswirkungen geradestehen\u00bb, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Dazu geh\u00f6re zum einen die Unterst\u00fctzung durch Finanzmittel. Zum anderen m\u00fcsse intensiv in den Klimaschutz investiert werden, um die Folgen des Klimawandels m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n<p>Wie der Klimagipfel in Bangkok aktuell zeigt, sind die Industriel\u00e4nder jedoch nicht bereit, aktiv Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Weder f\u00fcr den Klimawandel, noch f\u00fcr die Klimafl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Smid fordert die Schweiz und die EU auf, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu \u00fcbernehmen. \u00abOb es um die Reduzierung der Treibhausgase oder den Urwaldschutz geht, wir sollten Verantwortung f\u00fcr unser Handeln \u00fcbernehmen. Dazu geh\u00f6rt auch die Unterst\u00fctzung der Klimafl\u00fcchtlinge.\u00bb<\/p>\n<p><strong><a class=\"external-link-new-window\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/klima\/nachrichten\/artikel\/klimaschutz_ist_menschenschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bb mehr zum Thema bei greenpeace.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Jahr ver\u00f6ffentlichte Greenpeace eine Studie zur Situation der Klimafl\u00fcchtlinge. 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