{"id":17819,"date":"2008-03-15T00:00:00","date_gmt":"2008-03-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/17819\/simone-doris-und-yangzoum\/"},"modified":"2019-05-30T14:08:45","modified_gmt":"2019-05-30T12:08:45","slug":"simone-doris-und-yangzoum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/17819\/simone-doris-und-yangzoum\/","title":{"rendered":"Simone, Doris und Yangzoum"},"content":{"rendered":"<p><b>Simone Niggli-Luder ist 14-fache OL-Weltmeisterin und kennt manche Wildnis dieser Erde mehr als nur vom H\u00f6rensagen: Unterholz und Stolpersteine, Felsbuckel und Schlamml\u00f6cher, \u00fcber all das tragen sie ihr \u201eklarer Kopf und schnelle Beine\u201c (so der Titel eines Films \u00fcber sie). Als Biologin weiss sie auch ganz genau, was so ein menschlicher Fussabdruck f\u00fcr \u00f6kologische Folgen hinterl\u00e4sst, nicht nur auf dem federnden Waldboden. Sie engagiert sich deshalb f\u00fcr verschiedene umweltsch\u00fctzerische Anliegen: f\u00fcr den Verkehrsclub der Schweiz genauso wie f\u00fcr Biovision, eine der spannendsten NGOs, die es zurzeit gibt. Mit verbl\u00fcffend einfachen und doch sagenhaft ausgekl\u00fcgelten Methoden werden in Afrika landwirtschaftliche Anbaumethoden verbreitet, die auf hundertprozentig naturangepasste Art Sch\u00e4dlingen Meister werden und so Familie um Familie zu Nahrung und \u00dcberleben verhelfen. Und das ganz ohne Gentechnik! Weshalb diese Industrie auch Sturm l\u00e4uft gegen Hans Herren, den Erfinder dieser genial wirksamen Methoden. Die Schweizerische Stiftung Biovision hilft ihm, dem Weltern\u00e4hrungspreistr\u00e4ger, die Arbeit trotz Widerstand der weltweit t\u00e4tigen Agro-Konzerne an der Basis, das heisst mit der Lokalbev\u00f6lkerung, durchzuf\u00fchren. Ausbildung, Einf\u00fchrung, Weiterentwicklung braucht unter den extrem schwierigen Bedingungen Afrikas genau das, was auch Simone beim OL-Laufen braucht: den langen Atem. Ein Segen ist sie, die Arbeit von Biovision, die nur Dank Beharrlichkeit und Einsatz jener SchweizerInnen und AfrikanerInnen m\u00f6glich ist, die Herrens Arbeit st\u00fctzen und weiter treiben.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p>Simone Niggli-Luder ist 14-fache OL-Weltmeisterin und kennt manche Wildnis dieser Erde mehr als nur vom H\u00f6rensagen: Unterholz und Stolpersteine, Felsbuckel und Schlamml\u00f6cher, \u00fcber all das tragen sie ihr <a href=\"http:\/\/www.simoneniggli.ch\/home\/page.aspx?page_id=513\" title=\"Die Homepage von Simone Niggli\">\u201eklarer Kopf und schnelle Beine\u201c<\/a> (so der Titel eines Films \u00fcber sie). Als Biologin weiss sie auch ganz genau, was so ein menschlicher Fussabdruck f\u00fcr \u00f6kologische Folgen hinterl\u00e4sst, nicht nur auf dem federnden Waldboden. Sie engagiert sich deshalb f\u00fcr verschiedene umweltsch\u00fctzerische Anliegen: f\u00fcr den <a href=\"http:\/\/www.vcs-ate.ch\/\">Verkehrsclub der Schweiz<\/a> genauso wie f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.biovision.ch\/D\/index.asp\">Biovision<\/a>, eine der spannendsten NGOs, die es zurzeit gibt. Mit verbl\u00fcffend einfachen und doch sagenhaft ausgekl\u00fcgelten Methoden werden in Afrika landwirtschaftliche Anbaumethoden verbreitet, die auf hundertprozentig naturangepasste Art Sch\u00e4dlingen Meister werden und so Familie um Familie zu Nahrung und \u00dcberleben verhelfen. Und das ganz ohne <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/themen\/gentech\/freisetzung\/zukunft-saeen\/\" title=\"Zukunft s\u00e4en: Heute in Z\u00fcrich-Affoltern, mit Endo Anaconda!\">Gentechnik<\/a>! Weshalb diese Industrie auch Sturm l\u00e4uft gegen Hans Herren, den Erfinder dieser genial wirksamen Methoden. Die Schweizerische Stiftung Biovision hilft ihm, dem Weltern\u00e4hrungspreistr\u00e4ger, die Arbeit trotz Widerstand der weltweit t\u00e4tigen Agro-Konzerne an der Basis, das heisst mit der Lokalbev\u00f6lkerung, durchzuf\u00fchren. Ausbildung, Einf\u00fchrung, Weiterentwicklung braucht unter den extrem schwierigen Bedingungen Afrikas genau das, was auch Simone beim OL-Laufen braucht: den langen Atem. Ein Segen ist sie, die Arbeit von Biovision, die nur Dank Beharrlichkeit und Einsatz jener SchweizerInnen und AfrikanerInnen m\u00f6glich ist, die Herrens Arbeit st\u00fctzen und weiter treiben.<\/p>\n<p>Einziger Wermutstropfen in der heutigen Sendung von Lebenlive \u2013 und bei Simone Niggli \u2013 ist ihr \u00f6kologischer Fussabdruck von 3.6 Welten. Wo doch der Schweizer Durchschnitt bei 2.9 Weltverbrauch   liegt. Warum?<!--more-->Simone und ihr Mann Matthias fliegen im Jahresdurchschnitt circa einmal pro Monat, nach Schweden zum trainieren oder anderswohin, zu Training und Wettk\u00e4mpfen. Immerhin kompensieren sie ihren CO2-Ausstoss \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.myclimate.ch\/\" title=\"Wer es nicht schafft seinen CO2-Ausstoss echt und selber zu reduzieren, kann hier zum Ablasshandel schreiten.\">My Climate<\/a>. Dort kann jedermann und frau jenen CO2,-Ausstoss, den sie oder er irgendwo verursachen &#8211; und nicht ganz vermeiden k\u00f6nnen! &#8211; wieder gutmachen lassen. Das kostet einen 24 Franken pro Flugstunde, sofern man die H\u00e4lfte seines CO2-Ausstosses in der Schweiz kompensieren l\u00e4sst.  Was sich unbedingt empfiehlt, denn inl\u00e4ndische Massnahmen sind sozusagen Pflicht f\u00fcr von SchweizerInnen verursachte Emissionen. Das m\u00fcsste jetzt nur noch der Bundesrat realisieren, darin vor allem Doris Leuthard, die von einer CO2-neutralen Schweiz tr\u00e4umt, jedoch das meiste Schweizer CO2 im Ausland kompensieren lassen m\u00f6chte. Weil es billiger kommt. Sorry Frau Leuthard, aber das ist doch sehr kurzsichtig, denn bereits mittelfristig lohnen sich schweizerische CO2-Kompensations- oder noch besser Reduktionsmassnahmen sehr, nicht nur \u00f6kologisch sondern auch finanziell: Alles was wir zur F\u00f6rderung von Energie-Effizienz und erneuerbaren Energien im Inland unternehmen, f\u00f6rdert unseren Binnenmarkt, f\u00f6rdert das Schweizer Gewerbe und die Innovationskraft unserer Unternehmen. Von diesen 3 Dingen lebt sie, die Schweizer Wirtschaft. Das k\u00f6nnte doch auch die Schweizer Volkswirtschaftsministerin propagieren.<\/p>\n<p>Yangzoum Brauer war in der gestrigen TV-Sendung live dabei, ist halb Schweizerin, halb Tibeterin, kommt aus Winterthur und wohnt in \u2013 Hollywood, wo regelm\u00e4ssig Sicherheitshelikopter \u00fcber die D\u00e4cher brummen. Die gefitzte Sch\u00f6nheit will es wissen: ob sie als Filmschauspielerin eine Chance hat. Deshalb wohnt sie in einem schlecht gebauten, im Sommer brutal heissen Bungalowh\u00e4uschen und sprintet von einem Film-Casting am einen Ende von Los Angeles zum anderen. Mit dem Velo? \u201eNein. Aber ich kenne ein paar Freaks, die machen alles mit dem Velo.\u201c LA mit dem Velo sei wirklich nur was f\u00fcr Hardcore-Velozipedisten, die Autofahrer w\u00fcrden schlicht gar keine R\u00fccksicht nehmen.<\/p>\n<p>All ihre Power steckt sie in die Schauspielerei, bekommt jeweils am Vorabend eines Castings den Text ihrer Rolle, versucht bis am n\u00e4chsten Morgen die Essenz des Charakters zu erfassen und das bisweilen f\u00fcr 4 oder 5 Auftritte pro Tag.All ihren Mut steckt sie in die Unterst\u00fctzung des Freiheitskampfes der Tibeterinnen und Tibeter. Gerade jetzt, wo in Lhasa M\u00f6nche demonstrieren und die Bev\u00f6lkerung revoltiert, schl\u00e4gt ihr Herz erst recht f\u00fcr ihre Landsleute. Als vor ein paar Jahren die olympischen Sommerspiele nach Peking vergeben wurden, protestierte sie mit, in Moskau, wo die Ausmarchung stattfand; und wurde prompt verhaftet. Sie weiss also genau, wie schwierig es f\u00fcr die TibeterInnen ist, sich zu wehren. Zurzeit veranstalten die ExiltibeterInnen einen symbolischen Fackellauf von Athen nach San Francisco, um auf die Unterdr\u00fcckung ihres Volkes hinzuweisen. Doch \u00fcberall w\u00fcrden die Veranstalter von der chinesischen Diplomatie behindert, weiss Yangzoum. Heute aber ist sie weder am protestieren noch am schauspielern, sie kocht. F\u00fcr ihren Vater, der sechzig wird.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Simone Niggli-Luder ist 14-fache OL-Weltmeisterin und kennt manche Wildnis dieser Erde mehr als nur vom H\u00f6rensagen: Unterholz und Stolpersteine, Felsbuckel und Schlamml\u00f6cher, \u00fcber all das tragen sie ihr \u201eklarer Kopf&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-17819","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17819"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17819\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17819"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=17819"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=17819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}