{"id":17871,"date":"2008-02-10T00:00:00","date_gmt":"2008-02-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/17871\/das-bundesverwaltungsgericht-weist-eine-klage-auf-gute-luft-ab\/"},"modified":"2019-05-30T14:10:07","modified_gmt":"2019-05-30T12:10:07","slug":"das-bundesverwaltungsgericht-weist-eine-klage-auf-gute-luft-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/17871\/das-bundesverwaltungsgericht-weist-eine-klage-auf-gute-luft-ab\/","title":{"rendered":"Das Bundesverwaltungsgericht weist eine Klage auf gute Luft ab"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute liess das Bundesverwaltungsgericht sechs von Greenpeace unterst\u00fctzte Personen abblitzen, welche ihren Rechtsanspruch auf saubere Luft geltend machen wollten.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3ed598c3-3ed598c3-daf20060612_10.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3ed598c3-3ed598c3-daf20060612_10.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            12.06.06, Bern. \u00a9David Adair\/Ex-Press\/Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Cyrill Studer, Klima-Campaigner bei Greenpeace Schweiz: \u00abTrotz j\u00e4hrlich 3&#8217;000 bis 4&#8217;000 vorzeitigen Todesf\u00e4llen in der Schweiz aufgrund der Luftverschmutzung entspricht die Logik des Urteils offensichtlich auch derjenigen der herrschenden politischen Meinung. Auf Seite 15 des Urteils ist zu lesen: \u00abWeil die Grenzwerte f\u00fcr Luftschadstoffe regelm\u00e4ssig praktisch fl\u00e4chendeckend im gesamten Siedlungsgebiet der Schweiz und nicht bloss in einzelnen Gebieten \u00fcberschritten werden, sind die Beschwerdef\u00fchrenden davon nicht mehr und st\u00e4rker betroffen als andere Einwohnerinnen und Einwohner.\u00bb Mit anderen Worten: Bloss weil allen Unrecht getan wird, kann ich mich als einzelner Betroffener nicht gegen dieses Unrecht wehren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Vor zwei Jahren hatten sechs Deutschschweizer von der Eidgenossenschaft verlangt, die n\u00f6tigen Massnahmen zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte f\u00fcr Feinstaub, Ozon sowie f\u00fcr Stickoxide zu ergreifen. Im vergangenen M\u00e4rz wies sie das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) in einem formlosen Schreiben auf die begrenzten M\u00f6glichkeiten auf Grund der tats\u00e4chlichen und rechtlichen Situation hin und informierte sie \u00fcber bereits ergriffene und noch beabsichtigte Massnahmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Daraufhin reichten die Betroffenen eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein, die letzte Woche abgewiesen wurde. In seinem Entscheid h\u00e4lt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass das BAFU zum Erlass der geforderten Massnahmen nicht zust\u00e4ndig ist. Allerdings h\u00e4tte es dar\u00fcber selber entscheiden und eine entsprechende Verf\u00fcgung erlassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ausserdem k\u00f6nnen die Beschwerdef\u00fchrer laut Entscheid nichts zu ihren Gunsten aus der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ableiten. Denn daf\u00fcr m\u00fcssten die Betroffenen den Nachweis erbringen, dass sie gesundheitlich beeintr\u00e4chtigt seien und dies direkt auf die Schadstoffe und fehlende staatliche Massnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Und selbst wenn diese Bedingung erf\u00fcllt w\u00e4re, m\u00fcsste gem\u00e4ss Urteil eine Verletzung der EMRK verneint werden, da diese nur bei schweren staatlichen Vollzugsdefiziten Schutz biete.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace wird in den n\u00e4chsten Tagen mit den Betroffenen das weitere Vorgehen erl\u00e4utern. F\u00fcr Studer ist bereits jetzt klar: \u00abDie einseitige Rechtsauslegung insbesondere zugunsten des motorisierten Verkehrs wird so nicht hingenommen. Dem Recht auf gesunde und klimafreundliche Luft muss in Zukunft ein h\u00f6herer Stellenwert beigemessen werden.\u00bb Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, den aktuellen Entscheid ans Bundesgericht und danach gegebenenfalls an den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte in Strassburg weiterzuziehen. Andererseits ist zu \u00fcberlegen, ob man den vom Bundesverwaltungsgericht angesprochenen Nachweis f\u00fcr einen gr\u00f6sseren individuellen Gesundheitsschaden erbringen und auf dieser Grundlage eine neue Klage einzureichen soll.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-arrow\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link im aktuellen Fenster\" href=\"http:\/\/www.drs.ch\/www\/de\/drs\/sendungen\/drs-4-aktuell\/5728.sh10020678.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kein Recht auf saubere Luft (DRS)<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-arrow\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link im aktuellen Fenster\" href=\"http:\/\/www.drs1.ch\/www\/de\/drs1\/sendungen\/rendez-vous\/2751.bt10020677.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rendez-vous &#8211; Kein Recht auf saubere Luft (DRS)<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute liess das Bundesverwaltungsgericht sechs von Greenpeace unterst\u00fctzte Personen abblitzen, welche ihren Rechtsanspruch auf saubere Luft geltend machen wollten. 12.06.06, Bern. \u00a9David Adair\/Ex-Press\/Greenpeace Z\u00fcrich. 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