{"id":18273,"date":"2007-10-08T00:00:00","date_gmt":"2007-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/18273\/leben-auf-pump-ressourcen-fuer-2007-aufgebraucht\/"},"modified":"2019-05-30T14:22:01","modified_gmt":"2019-05-30T12:22:01","slug":"leben-auf-pump-ressourcen-fuer-2007-aufgebraucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/18273\/leben-auf-pump-ressourcen-fuer-2007-aufgebraucht\/","title":{"rendered":"Leben auf Pump \u2013 Ressourcen f\u00fcr 2007 aufgebraucht"},"content":{"rendered":"<p><b>Der \u00d6kologische Schuldentag 2007 ist erreicht. Seit letztem Samstag, dem 6. Oktober sind alle weltweit verf\u00fcgbaren nat\u00fcrlichen Ressourcen, die unsere Erde in diesem einen Jahr regenerieren kann, ausgesch\u00f6pft. Ausgebeutete Rohstoffe k\u00f6nnen nicht mehr auf nat\u00fcrliche Weise ersetzt, M\u00fcll, den wir erzeugen, nicht mehr abgebaut werden. Treibhausgase, die wir jetzt noch in die Atmosph\u00e4re blasen, kann das \u00d6kosystem Erde nicht mehr ausgleichen.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2d274468-2d274468-d020845.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2d274468-2d274468-d020845.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Nordrhein-Westfalen, Deutschland: Braunkohlekraftwerk Neurath \u00a9Bernd Arnold\/visum\/Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Hamburg. Wissenschaftler des Global Footprint Network in Kalifornien und der Londoner New Economic Foundation sind mit Hilfe des sogenannten \u00d6kologischen Fussabdrucks zu diesem Ergebnis gekommen. Sie verarbeiteten eine F\u00fclle von Daten, die ihnen UNO und FAO zur Verf\u00fcgung stellten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Beim Vergleich mit fr\u00fcheren Jahren stellten sie fest, dass der \u00d6kologische Schuldentag immer fr\u00fcher eintritt. Vor 20 Jahren fiel er noch auf den 19. Dezember. Die Phase des Raubbaus wird j\u00e4hrlich l\u00e4nger. Sie geht auf das Konto lediglich eines Viertels der Weltbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>\u00abAb jetzt leben wir Menschen f\u00fcr den Rest des Jahres \u00f6kologisch auf Pump\u00bb, erkl\u00e4rt Andree B\u00f6hling, Energieexperte von Greenpeace Deutschland. \u00abDa wir weltweit mehr Ressourcen verbrauchen als die Erde zur Verf\u00fcgung stellt, treiben wir unsere nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen in den Ruin.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Als Folgen dieses kurzsichtigen Wirtschaftens nennt B\u00f6hling die Zerst\u00f6rung einzigartiger \u00d6kosysteme, Bodenerosion, \u00dcberfischung und kahlgeschlagene W\u00e4lder. \u00abZuerst zerst\u00f6ren wir die Natur, letztendlich gef\u00e4hrden wir aber unsere eigene Existenzgrundlage. Das haben Politik und Industrie bis heute nicht wirklich verstanden.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Besonders deutlich wird der Raubbau am Beispiel der Braunkohle: Deren Verfeuerung ist die klimasch\u00e4dlichste und ineffizienteste Art, Energie zu erzeugen. Kein anderer Energietr\u00e4ger setzt pro erzeugter Kilowattstunde Strom mehr Kohlendioxid frei. Zudem werden durch das Abbaggern der Braunkohle nicht nur Wohnst\u00e4tten der Menschen sondern auch wertvolle Naturr\u00e4ume unwiederbringlich zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abHeute beuten wir in neun Monaten aus, was die Erde in einem Jahr wiederherstellen kann. Trotzdem leben drei Viertel der Menschheit noch in \u00e4u\u00dferst bescheidenen, oft menschenunw\u00fcrdigen Verh\u00e4ltnissen\u00bb, betont B\u00f6hling. \u00abWir m\u00fcssen unsere Wirtschaftsweise \u00e4ndern. Wir leben in einer begrenzten Welt und unser Lebensstil und unsere Wirtschaft m\u00fcssen sich danach richten. Wir brauchen Konzepte f\u00fcr eine global faire \u00d6konomie.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit dem \u00d6kologischen Fussabdruck lassen sich der Bedarf des Menschen an Nahrung, Energie und Konsumg\u00fctern sowie seine Auswirkungen auf die Umwelt erfassen. Die Gr\u00f6\u00dfe des Fussabdrucks entspricht der Fl\u00e4che, die ben\u00f6tigt wird, um Rohstoffe zu reproduzieren und Schadstoffe abzubauen. Vergleicht man den Fussabdruck mit der weltweiten F\u00e4higkeit der \u00d6kosysteme, Ressourcen zu erneuern und Abf\u00e4lle aufzunehmen, ergibt sich das Datum des \u00d6kologischen Schuldentages.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"download-arrow\" title=\"Startet den Datei-Download\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2007_HG_Schuldentag_EN.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">6. Oktober 2007: \u00d6kologischer Schuldentag (engl.)<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00d6kologische Schuldentag 2007 ist erreicht. Seit letztem Samstag, dem 6. Oktober sind alle weltweit verf\u00fcgbaren nat\u00fcrlichen Ressourcen, die unsere Erde in diesem einen Jahr regenerieren kann, ausgesch\u00f6pft. 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