{"id":18365,"date":"2007-08-19T00:00:00","date_gmt":"2007-08-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/18365\/kein-raubbau-fuer-den-bundesordner\/"},"modified":"2019-05-30T14:24:12","modified_gmt":"2019-05-30T12:24:12","slug":"kein-raubbau-fuer-den-bundesordner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/18365\/kein-raubbau-fuer-den-bundesordner\/","title":{"rendered":"Kein Raubbau f\u00fcr den Bundesordner!"},"content":{"rendered":"<p><b>Umweltverb\u00e4nde fordern mehr Recyclingpapier in der Bundesverwaltung<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c2363482-c2363482-uwf_02.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c2363482-c2363482-uwf_02.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Eine Delegation von Urwaldtieren hat am 20. August 2007 auf dem Bundesplatz in Bern den Einsatz von mehr Recycling-Papier in der Bundesverwaltung verlangt.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Ende August 2007 erscheint der vierte Umweltbericht der schweizerischen Bundesverwaltung. Wie seine Vorg\u00e4nger wird auch er zeigen, dass die Bundesverwaltung immer weniger Recyclingpapier einsetzt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1998 lag der Anteil Recyclingpapier in Kopierern und Druckern noch bei 51 Prozent, im Jahr 2004 waren es nur noch 33 Prozent &#8211; und dies, obwohl sich der Bundesrat in seinen Nachhaltigkeitsrichtlinien zur F\u00f6rderung von \u00f6kologischen Produkten verpflichtet hat. Die Aktion \u00aburwaldfreundlich.ch\u00bb von Greenpeace und Bruno-Manser-Fonds und der F\u00f6rderverein f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Papiere und B\u00fcro\u00f6kologie Schweiz (FUPS) fordern vom Bund eine Kurskorrektur. Die Bundesverwaltung soll mindestens 60 Prozent Recycling- und 20 Prozent FSC-Papier verwenden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Papier ist weltweit ein bedeutender Umweltfaktor: \u00dcber 40 Prozent des kommerziell geernteten Holzes werden zu Papier und Karton verarbeitet. Ein sparsamer Verbrauch und der Einsatz von Recyclingpapier k\u00f6nnen die W\u00e4lder der Erde schonen. Etliche Schweizer Gemeinden und Kantone zeigen, dass es m\u00f6glich ist, in einer \u00f6ffentlichen Verwaltung vorwiegend Recyclingpapier einzusetzen. Der Kanton Basel-Landschaft beispielsweise verwendet es f\u00fcr Kopierer und Drucker mittlerweile fl\u00e4chendeckend in Verwaltung und Schulen.<\/p>\n<p>Recyclingpapiere sind heutzutage in allen Bereichen einsetzbar. Diejenigen mit dem Label \u00abBlauer Engel\u00bb eignen sich sogar f\u00fcr die langj\u00e4hrige Archivierung. Barbara W\u00fcrmli, Gesch\u00e4ftsleiterin des F\u00f6rdervereins f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Papiere und B\u00fcro\u00f6kologie (FUPS), sagte an der heutigen Medienkonferenz in Bern: \u00abAktuelle \u00d6kobilanzen zeigen, dass bei Rohstoffaufbereitung und Produktion von Recyclingpapier rund dreimal weniger Energie und Wasser verbraucht wird als bei der Herstellung von Neufaserpapier. Ausserdem schont Recyclingpapier den Rohstoff Holz und damit das \u00d6kosystem Wald. Im Schnitt ist es 10 bis 15 Prozent billiger als Neufaserpapier.\u00bb<\/p>\n<p>Die \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Vorteile von Recyclingpapier sind auch in der Bundesverwaltung seit lan gem bekannt. 1999 wurde das Programm RUMBA (Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung) eingef\u00fchrt mit dem Ziel, die Umweltbelastung zu verringern, Ressourcen effizient einzusetzen und Kosten einzusparen. \u00abDer Bund will eine Vorbildfunktion wahrnehmen\u00bb, heisst es im ersten Umweltbericht 2001. Der vermehrte Einsatz von Recyclingpapier ist einer der wichtigsten Programmpunkte. In der \u00abStrategie Nachhaltige Entwicklung\u00bb aus dem Jahr 2002 verpflichtet sich der Bundesrat zu einer integrierten Produktepolitik (IPP). Die \u00f6ffentliche Hand soll zusammen mit den Privaten die Nachfrage f\u00f6rdern nach Produkten, die hohen wirtschaftlichen, \u00f6kologischen und sozialen Standards entsprechen.<\/p>\n<p>Doch trotz stetig sinkendem Anteil von Recyclingpapier verlangt der Bundesrat von den \u00c4mtern keine konsequentere Umsetzung seiner Vorgaben. Stattdessen korrigiert er seine Ziele laufend nach unten. Der RUMBA-Bericht von 2005 verlangt nur noch eine j\u00e4hrliche Steigerung des Recyclingpapieranteils, ohne konkrete Ziele zu nennen. Forderungen aus dem Parlament nach \u00fcber 40 Prozent Recyclingpapier lehnt der Bundesrat ab. Er wolle sich nicht auf eine Quote festlegen. Die Einf\u00fchrung von RUMBA in den Bundes\u00e4mtern werde von alleine zum Ziel f\u00fchren. Mit Blick auf die heutige Situation erweist sich dies als grobe Fehleinsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>FUPS und \u00aburwaldfreundlich.ch\u00bb fordern vom Bundesrat endlich konsequentes Handeln statt sch\u00f6ner Worte. Rahel Wunderli, Projektverantwortliche \u00aburwaldfreundlich.ch\u00bb beim Bruno-Manser-Fonds stellt klar: \u00abWir fordern vom Bund mehr Einsatz zum Schutz der W\u00e4lder: Mindestens 60 Prozent Recyclingpapier und 20 Prozent FSC-zertifizierte Neufasern. Denn ohne den politischen Willen zur Umsetzung bleiben das RUMBA-Programm und die Nachhaltigkeitsrichtlinien des Bundes reine Papiertiger. Der Bundesrat soll endlich f\u00fcr die konkrete Umsetzung sorgen.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltverb\u00e4nde fordern mehr Recyclingpapier in der Bundesverwaltung Eine Delegation von Urwaldtieren hat am 20. 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