{"id":19914,"date":"2017-03-01T00:00:00","date_gmt":"2017-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/19914\/das-sorgentelefon-greenpeace-report-blickt-auf-zehn-jahre-smartphones-zurueck\/"},"modified":"2019-05-30T15:06:36","modified_gmt":"2019-05-30T13:06:36","slug":"das-sorgentelefon-greenpeace-report-blickt-auf-zehn-jahre-smartphones-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/19914\/das-sorgentelefon-greenpeace-report-blickt-auf-zehn-jahre-smartphones-zurueck\/","title":{"rendered":"Das Sorgentelefon: Greenpeace-Report blickt auf zehn Jahre Smartphones zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Markteinf\u00fchrung des iPhones ver\u00e4nderte 2007 einen ganzen Techniksektor, Smartphones sind seitdem nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Mit Folgen: Die Hersteller verursachen mit ihren kurzlebigen Ger\u00e4ten und unn\u00f6tig schnellen Produkte-Zyklen massive Umweltsch\u00e4den und katastrophale Arbeitsbedingungen.<\/b><\/p>\n<div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-29070 size-large\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/GP0STQJU7-1024x683.jpg\" width=\"840\" height=\"560\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>Smartphones sind schlecht zu reparieren, schlecht aufzur\u00fcsten, schlecht zu recyceln. F\u00fcr die Konsumentinnen ist das \u00e4rgerlich \u2013 und kann f\u00fcr die Hersteller richtig teuer werden. Das musste Samsung erfahren, als die Batterie seines Galaxy-Note-7-Modells in einigen F\u00e4llen Feuer fing, und der Elektronikkonzern eine riesige R\u00fcckrufaktion starten musste.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?hl=en&amp;q=https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/endlager-umwelt\/retten-was-zu-retten-ist&amp;source=gmail&amp;ust=1488450118119000&amp;usg=AFQjCNE0-EXLary3sPuRXcw3JFsOv7vnyg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4,3 Millionen Ger\u00e4te sind von den technischen Problemen betroffen<\/a>\u00a0\u2013 einen \u00fcberzeugenden Plan f\u00fcr die Entsorgung oder Wiederverwertung der Telefone konnte das Unternehmen bislang nicht vorstellen. Aus dem Smartphone ist f\u00fcr Samsung ein Sorgentelefon geworden.<br \/>\nUmweltsch\u00fctzerInnen bereiten die Ger\u00e4te bereits l\u00e4nger Kopfzerbrechen.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/s01981_greenpeace_report_10_jahre_smartphone.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein aktueller Report von Greenpeace<\/a>\u00a0wirft Licht auf zehn Jahre Smartphones und wie sie die Welt ver\u00e4ndert haben. Nicht nur zum Guten. Mit der Einf\u00fchrung des iPhones 2007 wurde mobiles Telefonieren von Grund auf \u2013 und fl\u00e4chendeckend \u2013 anders. Unterwegs Gespr\u00e4che empfangen ist nur noch eine von unz\u00e4hligen Funktionen, daf\u00fcr tr\u00e4gt fast jeder einen extrem leistungsf\u00e4higen Kleinstcomputer in der Tasche, mit Mini-Anwendungen f\u00fcr jeden Zweck.<\/p>\n<p>Mittlerweile liegt die Marktabdeckung in einigen L\u00e4ndern bei knapp 90 Prozent, etwa in Deutschland und S\u00fcdkorea. In der Branche nennt man eine so durchschlagende Ver\u00e4nderung technischer Gewohnheiten \u00abdisruptiv\u00bb: sozusagen eine Unterbrechung des Betriebs, der danach nicht mehr derselbe ist. Bedauerlicherweise gilt das nicht nur f\u00fcr den Techniksektor. Die Produktion von Smartphones ver\u00e4ndert auch unsere Umwelt.<\/p>\n<h3>Schmutziger Energiemix in beispielloser Menge<\/h3>\n<p>Zum einen verbraucht ihre Herstellung extrem viel Energie. In den vergangenen zehn Jahren verschlang die Smartphone-Produktion weltweit 968 Terawattstunden Strom, das entspricht der kompletten Energieversorgung Indiens in einem Jahr. Die meisten Fabriken stehen in Ostasien, alleine China ist f\u00fcr 57 Prozent des weltweiten Exports von Smartphones verantwortlich. Der dort verwendete Energiemix fusst zu 67 Prozent auf Kohle und schadet damit erheblich dem Klima.<br \/>\nMit dieser Energie lassen sich eine Menge Telefone bauen. W\u00e4ren alle jemals produzierten Smartphones noch betriebsf\u00e4hig, k\u00f6nnte jeder einzelne Mensch auf dem Planeten eines besitzen: 7,1 Milliarden Ger\u00e4te wurden bislang hergestellt. Diese irrwitzige Zahl l\u00e4sst sich mit dem kurzen Lebenszyklus der Mobiltelefone erkl\u00e4ren. Im Schnitt nutzen die KonsumentInnen ihr Smartphone-Modell etwas \u00fcber zwei Jahre, n\u00e4mlich 27 Monate.\u00a0Smartphone-Hersteller machen es ihnen allerdings auch schwer, funktionsunt\u00fcchtige Ger\u00e4te einfach zu reparieren. Beispielsweise hatten nur zwei von 13 Modellen, die Greenpeace USA und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.ifixit.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">iFixit<\/a>, eine Onlineplattform f\u00fcr Reparaturanleitungen, getestet haben, leicht austauschbare Akkus. Sobald die Batterie schw\u00e4chelt, kaufen viele darum gleich ein neues Handy. Recycelt werden die wenigsten ausgemusterten Telefone: Mutmasslich weniger als 16 Prozent des weltweiten Elektroschrotts werden in irgendeiner Form wiederverwertet.<\/p>\n<h3>Recyceln und reparieren<\/h3>\n<p>Dass Mobiltelefone eine l\u00e4ngere Lebensdauer haben, ist aber ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz: F\u00fcr ihre Herstellung werden Edelmetalle und so genannte Seltene Erden gebraucht, die unter grossem Energieaufwand und mittels gesundheitssch\u00e4digender Chemikalien gef\u00f6rdert werden. Jedes reparierte Telefon schont Ressourcen. Im Auftrag von Greenpeace berechnete das deutsche Oeko-Institut, dass sich die Smartphone-Lebensdauer im Schnitt um 1,5 Jahre verl\u00e4ngern liesse.\u00a0Nimmt man all das zusammen \u2013 Energieaufwand, kurze Lebensspanne und geringe Recyclingquote \u2013 wird klar, dass es so nicht endlos weitergehen kann. Samsung hat mit dem Note-7-Debakel Lehrgeld bezahlt und sollte nun die richtigen Konsequenzen ziehen: Smartphones m\u00fcssen reparaturf\u00e4hig und recycelbar sein und damit l\u00e4nger leben. Einen Anfang kann der Konzern mit den 4,3 Millionen Note-7-Ger\u00e4ten machen \u2013 und ihre Komponenten, soweit es m\u00f6glich ist, wiederverwenden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5IcODGkxyGY\" width=\"560\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/report-10-jahre-smartphone\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier gehts zum Greenpeace-Report!<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Markteinf\u00fchrung des iPhones ver\u00e4nderte 2007 einen ganzen Techniksektor, Smartphones sind seitdem nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Mit Folgen: Die Hersteller verursachen mit ihren kurzlebigen Ger\u00e4ten und unn\u00f6tig schnellen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":19917,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-19914","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19914"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19914\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19914"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=19914"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=19914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}