{"id":20011,"date":"2016-05-12T00:00:00","date_gmt":"2016-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/20011\/die-mauer-des-schweigens-um-beznau\/"},"modified":"2019-05-30T15:11:33","modified_gmt":"2019-05-30T13:11:33","slug":"die-mauer-des-schweigens-um-beznau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20011\/die-mauer-des-schweigens-um-beznau\/","title":{"rendered":"Die Mauer des Schweigens um Beznau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer sich f\u00fcr die Sicherheit des AKW Beznau interessiert, kann nur auf etwas vertrauen: Dass er oder sie bald vor einer Mauer des Schweigens steht. Ob es um Hochwassergefahr, Erdbebensicherheit oder Schwachstellen im Herzst\u00fcck der Anlage geht \u2013 die Betreiberfirma Axpo antwortet stets dasselbe: nichts. Oder immer nur genau soviel, wie sie gerade muss.<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nur ein Beispiel von vielen: 2012 reichte die Axpo bei der Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI einen Bericht ein zum Zustand des Reaktordruckbeh\u00e4lters \u2013 jenem Herzst\u00fcck der Anlage, das vom jahrzehntelangen Neutronenbeschuss zerm\u00fcrbt und mit fast 1000 Schwachstellen durchsetzt ist. Greenpeace Schweiz wollte den Bericht einsehen und reichte ein entsprechendes Gesuch ein, gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz; das Gesetz, dass Journalisten, NGOs aber auch Privatpersonen Zugang gew\u00e4hren soll zu amtlichen Dokumenten, die von \u00f6ffentlichem Interesse sind.<\/p>\n<p><strong>950 Seiten vollst\u00e4ndig geschw\u00e4rzt<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Mauer des Schweigens baute das ENSI auf. Es stellte Greenpeace gerade einmal 50 Seiten des rund 1000 Seiten starken Berichts zu. Eine grobe und unvollst\u00e4ndige Zusammenfassung. Und die restlichen 950 Seiten? Sie wurden gar nicht erst zugestellt \u2013 weil sie vollst\u00e4ndig geschw\u00e4rzt waren. Greenpeace wandte sich an den Schweigemauer-Niederreisser der Nation: den \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten des Bundes. Dieser forderte das ENSI auf, den Bericht herauszugeben.<\/p>\n<p>Nun intervenierten die Geheimniskr\u00e4mer der Axpo. Sie sorgten daf\u00fcr, dass die im Br\u00f6ckeln begriffene Mauer rasch wieder bombensicher wurde. Das ENSI kam dem Begehren der Axpo nach und verf\u00fcgte, dass im Bericht alles so bleiben soll, wie es ist: schwarz. Der Fall liegt nun beim Bundesverwaltungsgericht.<\/p>\n<p><strong>Beunruhigende Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Es g\u00e4be noch viele solche Geschichten zu erz\u00e4hlen, wenn es um das AKW Beznau geht. Sie alle werfen beunruhigende Fragen auf: Was hat die Axpo zu verbergen? Warum soll die Bev\u00f6lkerung nicht wissen, wie es tats\u00e4chlich um die Sicherheit des \u00e4ltesten AKW der Welt bestellt ist? Weil die Wahrheit zu erschreckend w\u00e4re?<\/p>\n<p>Greenpeace und 40 weitere Organisationen aus dem In- und Ausland finden: Die Bev\u00f6lkerung hat ein Anrecht darauf, zu wissen, was genau im Innern von Beznau vor sich geht. Um das zu erreichen, fordern sie die Axpo auf, an einem \u00f6ffentlichen Hearing alle Fakten auf den Tisch zu legen \u2013 so wie das einem derart wichtigen Thema f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im Umkreis des AKW angemessen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich f\u00fcr die Sicherheit des AKW Beznau interessiert, kann nur auf etwas vertrauen: Dass er oder sie bald vor einer Mauer des Schweigens steht. 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